MMA bedeutet Mixed Martial Arts und ist eine stetig aufsteigende Sportart in Amerika, Deutschland und der Welt. Der MMA Sport wird immer populärer.
Allgemeine Erklärung & Geschichte zum MMA Sport
Wie bereits oben beschrieben, bedeutet MMA nichts anderes wie Mixed Matrial Arts. Dies ist eine modernere Art des Vollkontaktwettkampfes. Die Wurzeln liegen im Griechischem Pankration, welches ganz früher eine Disziplin bei den Olympischen Spielen war.
Die Ursprünge im Pankration
Die Ursprünge des Mixed Martial Arts reichen weit zurück und können bis zu den Olympischen Spielen im Jahr 648 v. Chr. zurückverfolgt werden. Damals wurde Pankration, das Kampftraining der griechischen Armeen, als Kampfsport des antiken Griechenlands angesehen. Dieser brutale Wettkampf vereinte Elemente des Ringens, Boxens und Straßenkampfes. Es waren Tritte und Schläge gegen einen am Boden liegenden Gegner erlaubt, während Beißen und Augenausstechen verboten waren. Ein Kampf endete entweder, wenn einer der Kämpfer aufgab oder bewusstlos wurde.
Einige Geschichtsforscher meinen jedoch, dass Soldaten das Pankration als eine Art Training für den Krieg entwickelt haben. Andere Quellen behaupten wieder, dass die Ägypter schon 2600 vor Christus Pankration ausübten. Pankration-Kämpfer genossen ein hohes Ansehen, da die Sportler Boxen und Ringen beherrschen mussten. Die ersten olympischen Sportler waren keine Amateure, sie waren professionelle Kämpfer. Ein Pankration-Champion wurde sehr gut bezahlt, musste keine Steuern zahlen und wurde von der Stadt ernährt.
Im Jahre 393 nach Christus beendete Theodosius die Olympischen Spiele, da sie mit dem christlichen Glauben nicht kompatibel wären.
Zu verschiedenen Zeiten mit verschiedenen Namen lebte die Idee, „den besten aller Kämpfer zu finden“, weiter. In der Provence in Frankreich zum Beispiel gibt es eine spezielle Art des Ringens namens Brancaille, bei der Schläge erlaubt sind. Die Männer durften beim Pankration schlagen, treten und alle Teile ihres Körpers verwenden, außerdem durften sie ringen und den Kampf auch am Boden fortsetzen. Das eigentliche Ziel war es, den Gegner mit allen möglichen Mitteln zum Aufgeben zu bewegen.
Die Entwicklung des MMA in Brasilien und den USA
Die Entwicklung der MMA ist eng mit einer Serie von Vale-Tudo-Kampfsportveranstaltungen in Brasilien und den USA Ende des 20. Jahrhunderts verbunden. Bei diesen klassischen Vale-Tudo-Veranstaltungen wurde ohne Schutzausrüstung und Handschuhe gekämpft. Die Gracie Challenge wurde erstmals in den frühen 1920er Jahren von dem Judoka Carlos Gracie ins Leben gerufen. Die Brüder Carlos und Hélio Gracie eröffneten 1925 in Rio de Janeiro eine Jiu Jitsu Schule und riefen die „Gracie Challenge“ aus, bei der sie gegen alle Herausforderer antraten. Mit dieser Herausforderung wollte er der Welt beweisen, dass das brasilianische Jiu-Jitsu der Gracie-Familie besser ist als jede andere Form der Kampfsportart.
MMA erlangte in Nordamerika erstmals Bekanntheit, als die Gracie-Familie beschloss, ihr brasilianisches Jiu-Jitsu (BJJ) in den USA vorzustellen. Hélio Gracies Sohn Royce vertrat die Familie 1993 bei einem Turnier in Denver, Colorado, das später als UFC 1 bekannt wurde. Die Ultimate Fighting Championship (UFC) wurde zur führenden MMA-Veranstaltungsorganisation. Anfangs bestand das Ziel der UFC darin, Kämpfer verschiedener Stilrichtungen gegeneinander antreten zu lassen, wie zum Beispiel Ringer gegen Boxer oder Kickboxer gegen Judoka. Die einzigen Regeln waren, dass Beißen und Augenausstechen nicht erlaubt waren. Die Kämpfe endeten, wenn einer der Kämpfer aufgab oder das Handtuch geworfen wurde.
Allerdings stieß die UFC in ihren Anfangsjahren auf Schwierigkeiten, Geld zu verdienen, und stand aufgrund ihrer Brutalität in der Kritik. Politiker wie US-Senator John McCain bezeichneten den Käfigkampf als „menschlichen Hahnenkampf“ und strebten ein Verbot des Sports an. Im Jahr 2001 wurden jedoch Regeln eingeführt, um den Sport sicherer zu machen. Gewichtsklassen, Runden und Zeitlimits wurden eingeführt, und die Liste der Fouls im Ring wurde erweitert. Die neugestaltete UFC präsentierte sich mit besser ausgebildeten Kämpfern, die als Boxer, Ringer und Kampfsportler trainiert waren und in Topform sein mussten, um erfolgreich zu sein.
Die Regeln + Kampftechniken
„Alles schön und gut, aber wie kann man den Gegner besiegen?“ Hier die Auflösung: Man muss den Gegner solange bearbeiten, bis dieser aufgeben muss oder der Referee den Kampf abbricht. Wenn dies passiert, wird der Kampf via K.O (Knockout) gewertet. Eine dritte mögliche Option ist, dass man den Kampf nach Punkten entscheiden kann (Wie beim normalen Boxen). Auch ein Unentschieden ist möglich.
Viele Kämpfe werden jedoch vor Ablauf der gesamten Kampfzeit durch Hebel- oder Würgegriffe oder durch Knockout bzw. technischen K.o. Die Sportler, die heute in den MMA-Veranstaltungen antreten, sind durchweg auf Vale-Tudo- bzw. auf MMA-Kämpfe spezialisiert. Sie trainieren gleichermaßen den Kampf im Stehen (zumeist Thaiboxen bzw. Mixed Martial Arts, auch als MMA abgekürzt, ist ein hybrider Kampfsport, der Techniken aus verschiedenen Disziplinen vereint.
Viele gibt es nicht. Nur das „Töten“, das angreifen von den Augen und den Genitalien, das beißen oder reißen an Ohren oder Nase ist verboten. Der Kampf spielt sich am Boden und im Stehen ab. Besonders typisch für einen großen Anteil der Fighter ist es, ihre Gegner mit Würgegriffen und Hebeltechniken zur Aufgabe zu zwingen. Ansonsten bleibt nur noch eine sichere Möglichkeit: Den Gegner KO schlagen!
MMA bei uns in Mitteleuropa
Deutschland
Bei uns in Deutschland bezeichnet man den MMA Sport auch als „Free Fight“. Die ersten MMA Kämpfe wurden Anfang der 90er Jahre ausgetragen. Damals wurden sie als „Mix-Fight-Galas“ ausgetragen. Bei diesen Galas fanden nicht nur MMA Matches statt, sondern auch andere Kampfsportarten wie Kickboxen & normales Boxen.
Österreich
Auch in Österreich ist der MMA-Sport als „Free Fight“ bekannt geworden. 1999 wurde die erste offizielle Veranstaltungen von den Ettl-Brüdern und Gerhard Dexer organisiert. Diese waren auch die Hauptkämpfer bei den Veranstaltungen. Es fand im Grazer Messeschlössel statt und ca. 1000 Zuschauer sahen das Spektakel. Insgesamt gab es 3 Hauptkämpfe. Derzeit gibt es 4 Organisationen, welche MMA Training in Österreich anbieten.
Kritiken zum MMA-Sport
Vor allem in der letzten Wochen & Monaten musste der MMA Sport harte Kritiken einstecken. Im Fokus stehen die „Gewalt“ und die „Brutalität“ des Sports. Der Zentralpräsident des schweizerischen Karateverbandes Roland Zolliker äußerte sich kritisch zum MMA Sport. Er sagte folgendes: „Einen Gegner zu schlagen, der praktisch wehrlos ist, das gibt es nirgendwo. Ich kenne keinen Sport, der das erlaubt. Das überschreitet eine Grenze.“
Auch der deutsche Boxkommentator Werner Schneyder äußerte sich sehr kritisch über das Format MMA. Er bezeichnete den Sport nicht als MMA-Sport, sondern als „Wahnsinn“ bei dem man „Krüppelhaftigkeit und Todesfolge“ in Kauf nehmen würde. Bei der RTL-Show „Stern TV“ sagte er zudem, dass diese Kämpfe nur zu Stande kommen würden, da die Protagonisten versagen und es keine Begrenzung für das Kampfende geben würde.
Jemand der die Aussagen von Schneyder überhaupt nicht verstehen kann, ist Gregor Herb, welcher selbst ein Vertreter der MMA-Fighter ist. Herb wundere es überhaupt nicht, dass ein Vertreter des Boxens so etwas sagen würde. Er warf Schneyder in derselben Sendung vor, dass er sich nicht richtig mit dem MMA-Sport befassen würde. Außerdem lies Herb verlauten, dass die MMA-Kämpfe in den Vereinigten Staaten (USA) schon längst den Rang abgelaufen hätten.
Dass es überhaupt zu derartigen Diskussionen kommt, liegt an den 3 bisherigen Todesfällen im MMA-Sport. Der jüngste Todesfall liegt erst 1 ½ Jahre zurück. Damals starb Sam Vasquez 42 Tage nach seinem Kampf an seinen schweren Verletzungen. Er erwachte nicht mehr aus dem Koma auf. Ein anderer Todesfall ereignete sich im März 1998 in Kiew/Ukraine. Douglas Dedge erlag 2 Tage nach dem Kampf seinen schweren Hirnverletzungen. Über den dritten Todesfall ist mir nichts bekannt.
