TGW Würzburg Karate Kurse: Tradition und moderne Kampfkunst

Das Karate-Dōjō der TGW wurde 1967 von Dr. Peter Bunzen gegründet. In der TGW wird Shōtōkan-Karate geübt, die am weitesten verbreitete Stilrichtung im Karate. Diese Stilrichtung wurde von Gichin Funakoshi (1868-1957) entwickelt, dem Begründer des heute bekannten japanischen Karate-Dō.

Die Geschichte und Philosophie des TGW-Dōjō

Bis Ende der 90er Jahre war die Kampfmannschaft unseres Dōjōs sehr erfolgreich: Franz Scheiner (unser Cheftrainer) und Stefan Heunisch belegten dabei u.a. erste Plätze auf Bezirks- und Landesebene und Franz Scheiner wurde 1981 Deutscher Vizemeister. Um mehr über die Hintergründe und Geschichte über Karate zu erfahren, schloss sich unser Dōjō anfangs der 90er Jahre dem französischen Verband CRB (Centre de Recherche Budo) an.

Der CRB wurde 1974 von Sensei Roland Habersetzer, 9. Dan Karate und Begründer des Tengu-Ryū, gegründet. Im CRB wird Tengu-Ryū unterrichtet, das 1995 von Roland Habersetzer selbst entwickelt wurde. Deswegen verzichten wir auf Wettkämpfe, die unnötiges Konkurrenzdenken fördern. Wir sind der Meinung, dass solche Wettkämpfe zu unrealistischen Vorstellungen führen, was ein ‚echter‘ Kampf ist und den Hauptaugenmerk zu sehr auf pseudo-sportliche Erfolge lenkt.

Karate, wörtlich ‚leere Hand‘, ist die Fähigkeit, sich ohne Waffen, d.h. mit Händen und Füßen, verteidigen zu können. Dazu kommt noch der Aspekt der persönlichen Weiterentwicklung, der durch das japanische Wort Dō (Weg) ausgedrückt wird.

Das Training im TGW-Dōjō

Franz Scheiner ist seit über 30 Jahren Dōjō-Leiter und Cheftrainer. Er hat den 7. Dan in Karate und den 5. Dan in Kobudō und unterrichtet alle angebotenen Budō-Arten selbst. Er hat unter Dr. Peter Langer (4. Dan) in Würzburg angefangen und ist inzwischen Schüler von Sōke Roland Habersetzer (9. Dan Karate und Begründer des Tengu-Ryū) und Sōke Hilmar Fuchs (8. Dan Kobudo).

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Aus dem Dōjō der TGW gingen (bis jetzt) insgesamt 34 Schwarzgurt-Träger hervor, von denen 13 direkte Schüler von Franz Scheiner sind. Unsere Karate-Trainingseinheiten sind grundsätzlich ohne Gürtelbegrenzung. Innerhalb der Trainingseinheit wird, nach Gürtelgraden getrennt, z.B. derselbe Angriff unter verschiedenen Gesichtspunkten bearbeitet.

Das Erwachsenen-Training im TGW-Dōjō ist alters- und geschlechtsübergreifend! Empfohlen wird ein Mindestalter von 14 Jahren, nach oben hin ist die Grenze offen. Unser Karate soll es jedem ermöglichen, im Rahmen seiner/ihrer Fähigkeiten das Beste aus sich zu machen. Alter und körperliche Nachteile dürfen kein Hindernis sein, Karate auszuüben.

Eine Besonderheit ist unser Ferientraining, das immer in den Sommerferien stattfindet. Seit Mitte der 90er Jahre (!) trainieren wir Donnerstags (Montags fällt das Training dann leider aus) im Freien, an möglichst ungewöhnlichen Orten, wie z.B. Weinbergen.

Kinder-Karate

Kinder sind von Natur aus wiss- und lernbegierig und Fortschritte bzw. Verbesserungen treten meist sehr schnell ein. Außerdem nehmen sie teil an einem speziellen Zwischengurt-Prüfungssystem, bei dem die Kinder sogenannte ‚Schleifchen‘ machen.

"Respektiere zuerst das Training, dann andere." Das ist die erste Regel von Gichin Funakoshi (1868-1957), dem Begründer des modernen Karate - und das ist auch unser Leitsatz sowohl im Erwachsenen- als auch Kindertraining. Respekt gegenüber dem Training bedeutet aber auch Aufmerksamkeit, Disziplin und Höflichkeit.

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Wir verzichten auf Wettkämpfe, die unnötiges Konkurrenzdenken fördern, und legen stattdessen Wert auf den Ausbau der kognitiven und motorischen Fähigkeiten: Durch die Techniken, bei denen die Kinder lernen, den gesamten Körper in Einklang zu bewegen, gewinnen sie an Körpersicherheit und Körpergefühl - was sie ihr ganzes Leben begleiten wird.

Weitere Budō-Arten im TGW-Dōjō

Neben Karate bietet das TGW-Dōjō auch Kurse in Kobudō und Jōdō an.

Kobudō

Wir betreiben Kobudō bereits seit den 80er Jahren. Unser Lehrer war lange Zeit Hilmar Fuchs. Seinem Engagement haben wir viel zu verdanken!

Jōdō

Dabei handelt es sich um eine Samurai-Kunst aus der frühen Tokugawa-Zeit: Musō Gonnosuke (Samurai des frühen 17. Jahrhunderts) entwickelte den Jō zur Verteidigung gegen ein Schwert: der Jō ist quasi ein Schwert mit 360 Schneiden. Die Überlegenheit des Jō gegen das Schwert liegt sowohl in seiner Länge (das Schwert ist nur ca. 1,28 m gegenüber ca. 70 cm beim Schwert) als auch in seiner Flexibilität begründet.

Jōdō hilft dabei, die auch für die anderen Kampfkünste so wichtigen Dinge wie Schärfe, Präzision und richtige Distanz einzuüben. Natürlich sind auch hier Neumitglieder willkommen, die ohne Budoerfahrung sind, wobei jedoch Grundkenntnisse auf jeden Fall von Vorteil sind.

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Qigong: Die 8 Brokate

Schon der Name „Brokat“ weist darauf hin, dass es sich hierbei um etwas Schönes, wertvolles handelt. Denn die Herstellung dieses Stoffes war schon immer sehr aufwendig und mühsam, umso kostbarer ist deshalb ein fertiges Stück davon.

Diese Übungen dienen in der chinesischen Medizin zur Gesunderhaltung und Stärkung des gesamten Körpers und des Geistes. Sie sind die grundlegenden Übungen im Qigong zum Zwecke der Kultivierung der eigenen Lebenskraft (Qi) durch Übung (Gong). Die 8 Brokate gibt es in verschiedenen Ausführungen, bei uns werden hauptsächlich die acht Brokate im Stehen praktiziert. Das bedeutet einen mehr „ kämpferischen“ Bezug als die Übungen im Sitzen oder Liegen bzw. im Gehen.