Im Taekwondo, ähnlich wie beim Karate, gibt es verschiedenfarbige Gürtel, die den jeweiligen Wissens- und Trainingsstand des Sportlers kennzeichnen. In diesem Artikel haben wir für Sie zusammengetragen, welche Farben es für welchen Stand gibt. Wer die nächste Farbe, also die nächste Stufe erreichen möchte, muss dafür eine Prüfung absolvieren.
Erwähnt werden soll hier als Erstes, dass die Erkennung des Ranges nicht der Hauptgrund ist, dass beim Taekwondo Gürtel getragen werden. An der richtigen Stelle und mit richtigem Druck gebunden ermöglicht es der Gürtel, nahezu den gesamten Körper blitzartig anzuspannen, um zum Beispiel einen Tritt gezielt auszuführen oder um einen Treffer „einzustecken“.
Die Geschichte der Gürtelfarben im Taekwondo
Die Graduierungs- beziehungsweise Gürtelsysteme der Kampfsportarten sind erst im 19. Jahrhundert entstanden und wurden erstmals vom Kanō Jigorō, dem Begründer des Judo eingeführt. Zu Beginn des modernen Taekwondo gab es nur vier Gürtelfarben: weiß, blau, rot und schwarz, die Farben der Koreanischen Flagge. Diese wurden mittlerweile ergänzt durch gelb, grün und braun.
Ursprünglich gab es beim Taekwondo vier Gürtelfarben: weiß, blau, rot und schwarz. Diese Farben finden sich auch in der Südkoreanischen Flagge wieder. Mittlerweile wurden die vier Farben um weitere ergänzt. Hinzugekommen sind gelb, grün und braun.
Das moderne Graduierungssystem
Das moderne Graduierungssystem dient vor allem dazu, den Trainings- und Wissensstand zu repräsentieren. Die Gürtelgrade sind unterteilt in Schülerklasse (Kup, Zählung abwärts) und Meisterklasse (Dan oder Poom (WTF; nur 1.-3.) bei unter 15-jährigen, Zählung aufwärts). Die Gürtelfarben unterteilen sich wiederum in unterschiedliche Klassen. Kup sind Schülerklassen. Diese gehen abwärts zählend von zehn (weiß) bis eins (rot). Bei den Meisterklassen wird zwischen Dan und Poom (rotschwarz, schwarz) unterschieden.
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Die Bedeutung der einzelnen Gürtelfarben
Die verschiedenfarbigen Gürtel stellen die Graduierung, also die Erfahrung des Aktiven im Taekwondo dar.
- Weißgurt (10. und 9. Kup):
- Gelbgurt (8. und 7. Kup): Ist die Erde, in der eine Pflanze ihre Wurzeln schlägt.
- Grüngurt (6. und 5. Kup): Ist die Pflanze, die wächst.
- Blaugurt (4. und 3. Kup): Steht für den Himmel und somit sinnbildlich für eine Grenze. Ist der Himmel, in den die Pflanze zu einem mächtigen Baum heranwächst.
- Rotgurt (2. und 1. Kup): Der rote Gürtel repräsentiert die Sonne, von der schon eine große Kraft ausgeht, dient dem Schüler aber auch als Signal. Repräsentiert eine Signalfarbe, eine Warnfarbe. Ist die Gefahr des Schülers sich zu überschätzen und weist ihn darauf hin, sich zu kontrollieren.
- Braungurt (2. Kup): Einige Schulen verwenden den braunen Gürtel an Stelle des roten Gürtels.
- Schwarzgurt (1. bis 9. Dan): Schwarz und auch der „Schwarze Gürtel“ ist die Farbe der Meister. Schwarz vereinigt alle anderen Farben in sich und ist somit die stärkste aller Farben. Schwarz soll auch die Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meister symbolisieren. Ist das Gegenteil von Weiß und zeigt das Können und die Reife im Taekwon-Do.
Die Meisterklassen im Taekwondo
Schwarz tragen allein die Taekwondo-Meister. Innerhalb des schwarzen Gürtels wird in einzelne Klassen unterteilt. Innerhalb des ersten bis dritten Dan gilt man als Meisterschüler. Die Techniken im Taekwondo haben sich gefestigt. Der Schüler steht nun unmittelbar davor, Meister zu werden. Vom Schüler geht schon eine ungeheure Kraft aus. Getragen wird er von Jugendlichen unter 15 Jahren, die die Kunst bereits meisterhaft beherrschen.
Der Gürtelknoten
Der Gürtelknoten befindet sich an dem Energiezentrum des Vitalbereiches, der Körpermitte des Menschen. Dieser liegt einige fingerbreit unterhalb des Bauchnabels.
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