Shotokan Karate Gürtel Reihenfolge: Ein umfassender Überblick

Im Karate wird der persönliche „Reifegrad“ eines Karatekas durch unterschiedliche Gürtelfarben verdeutlicht.

Je mehr ein Karateka im regelmäßigen Training gelernt, geübt und verinnerlicht hat, desto höher steigt er im Gürtelrangsystem.

Die Gürtelfarben geben an, wie fortgeschritten die Schüler:innen sind. Dabei gilt: je dunkler die Gürtelfarbe, umso höher der Rang.

Der Gürtel (Obi) der Schüler:innen soll nicht nur den Anzug (Gi) zusammenhalten, sondern ist auch, wie man weiß, die Rangbezeichnung der Karateka.

„Karate-Do beginnt dort, wo die Technik aufhört.“ (Gichin Funakoshi)

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Das Kyu-Gradsystem

In diesem werden alle Farbgurtstufen als „Kyu-Grade“ bezeichnet.

Um das Voranschreiten in dieser Stufe zu symbolisieren, wurde das Kyu-System eingeführt, das an den verschiedenen Gürtelfarben erkennbar ist.

Diese beinhaltet die Graduierungen vom 10. Kyu bis zum 1. Kyu.

Alle, die dieser Gruppe angehören, werden als Schüler bezeichnet.

Um den nächsthöheren Gürtelgrad zu erreichen, müssen spezielle Prüfungen abgelegt werden.

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Hierbei müssen die Karatekas ihr Können anhand eines Prüfungsprogramms unter Beweis stellen.

Dieses setzt sich aus unterschiedlichen Bereichen (z. B.

Diese bestanden ursprünglich aus sechs Farben, die auch heute noch Verwendung finden, allerdings sind sie inzwischen in neun Kyu-Stufen eingeteilt worden.

Die Shu-Stufe wird gelegentlich noch in Unterstufe (10. - 7. Kyu), Mittelstufe (6. - 4. Kyu) und Oberstufe (3. - 1.

Folgende Gürtelgrade werden unterschieden:

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Grundstufe

  • 9. Kyu (weißer Gürtel)
  • 8. Kyu (gelber Gürtel)
  • 7. Kyu (oranger Gürtel)

Mittelstufe

  • 6. Kyu (grüner Gürtel)
  • 5. Kyu (erster blauer Gürtel)
  • 4. Kyu (zweiter blauer Gürtel)

Oberstufe

  • 3. Kyu (erster brauner Gürtel)
  • 2. Kyu (zweiter brauner Gürtel)
  • 1. Kyu (dritter brauner Gürtel)

Folgende Auflistung gilt für den Deutschen Karate-Dachverband und nur für die Karatestile Shotokan, Goyu Ryu und Wado Ryu:

Gürtelfarbe Kyu-Grad
Weißer Gürtel 9. Kyu
Gelber Gürtel 8. Kyu
Orangener Gürtel 7. Kyu
Grüner Gürtel 6. Kyu
Violetter/Blauer Gürtel 5. Kyu
Violetter/Blauer Gürtel 4. Kyu
Brauner Gürtel 3. Kyu
Brauner Gürtel 2. Kyu
Brauner Gürtel 1. Kyu

Die Bedeutung der Gürtelfarben

Jede Gürtelfarbe hat ihre eigene Bedeutung und symbolisiert den Fortschritt des Schülers:

  • 9. Kyu (Weißer Gürtel): Hier beginnt das Lernen. Das Weiß steht für Reinheit und Klarheit. Geschwindigkeit und Kraft sind erst einmal nebensächlich. Wichtiger ist eine korrekte Ausführung der Techniken.
  • 8. Kyu (Gelber Gürtel): Die Bewegungsabläufe in den Grundtechniken sind nun flüssiger.
  • 7. Kyu (Orangener Gürtel): Orange steht hier für das Feuer und die Wärme der Sonne.
  • 6. Kyu (Grüner Gürtel): Der Schüler kann schon viel differenzierter und vielseitiger agieren.
  • 5. bis 4. Kyu (Blauer Gürtel): "Die Pflanze wächst zum blauen Himmel", heißt es in Japan über diese farbliche Kennzeichnung der Schülerklasse im Karate.
  • 3. bis 1. Kyu (Brauner Gürtel): Die letzten drei Schülergrade, in denen die Farbe Braun aus dem Japanischen übersetzt bedeutet: "Der Baum hat eine starke Rinde.

Ein höherer Gürtelgrad geht nicht nur mit mehr Können in der technischen Ausführung einher.

Der Karateka soll sich auch in seiner Persönlichkeit stetig weiterentwickeln.

Das Dan-Gradsystem

Viele Menschen glauben, dass ein Karateka mit Schwarzgurt die Kampfkunst beherrscht.

Tatsächlich symbolisiert das Erreichen des 1. Dan-Grades nur, dass der Karateka das technische Spektrum beherrscht und nun bereit ist, sich mit dem Geist des Karates zu befassen.

Die Meistergrade sind unterteilt in 1. bis 10. Dan.

1. bis 10. Dan (Schwarzer Gürtel): Der erste Meistergrad. Hier hat das Lernen allerdings noch kein Ende gefunden, denn es gibt noch neun weitere und höherrangige Meistergrade, die durch den schwarzen Gürtel symbolisiert werden.

In dieser Stufe darf man sich Meister nennen.

Eine Unterscheidung nach Gürtelfarben (1. bis 10. Dan = schwarzer Gürtel = "Kuro Obi") gibt es hier nicht mehr.

In manchen Dojos ist es aber üblich, dass ein Hanshi (Träger des 10. Dans und somit Großmeister des Stils) einen roten Gürtel trägt.

Manche höheren Meister tragen sogar wieder einen weißen Gürtel um zu zeigen, dass selbst sie noch Schüler sind, allerdings befassen sie sich eben mit anderen Lehren, als nur die der Techniken.

Prinzipiell wird nur noch nach der inneren Reife des Einzelnen unterschieden.

Die Aussage, dass ein Träger des 1. Dans den Karate-Do gemeistert hat, ist falsch.

Er ist lediglich bereit, die Shu-Stufe zu verlassen, um sich mit dem "Geist des Budos" zu befassen.

Einen Meister des Karates sollte beginnen, seinen Sport zu leben und auf alle Alltagsbereiche zu übertragen.

Er muss die geistigen Lehren verinnerlichen und sie in die Welt tragen.

Diese Stufe befasst sich also mit dem Geist der japanischen Kampfkünste.

Der höchste Meistergrad ist der 10. Dan, dessen Träger auch an einem rot-weißen Gürtel zu erkennen sein können. Das kann je nach Stilrichtung verschieden sein.

Bis dorthin ist es ein sehr langer Weg und nur sehr wenige Menschen haben den 10. Dan im Karate zu Lebzeiten erreicht.

Es heißt auch, dass dieser Grad posthum, also nach dem Tod des Karateka, ehrenhalber verliehen werden kann, um die Leistung und das Wirken des Meisters zu würdigen.

Der 1928 in Tokio geborene Hidetaka Nishiyama absolvierte seine Prüfung zum 10. Dan im Jahr 2003, also im Alter von 75 Jahren.

Mit 15 Jahren hat er begonnen, Karate zu lernen.

Er brauchte also 60 Jahre, um vermeintlich das Ziel im Karate Do (Der Weg der leeren Hand) zu erreichen.

Vermeintlich heißt hier, dass man nie vergessen darf, dass besonders im Karate immer der Weg das Ziel ist und ein 10. Dan wird nicht bedeuten, dass dessen Träger perfekt ist und nichts mehr hinzulernen kann.

Wichtige Hinweise zum Gürtel:

  1. Denn in ihm stecken der ganze Schweiß und ihre Energie.
  2. Dein Weißgurt dürfen Sie nicht an jemand anderen überreichen. Er sollte immer in Ihrem Besitz bleiben.
  3. Bekommen Sie von einer fortgeschrittenen Person oder gar einem/einer Lehrer:in einen Gurt vererbt, ist das etwas Besonderes.
  4. Haben Sie den Gürtel umgebunden, hat der Knoten ebenfalls eine Bedeutung. Ist der Knoten noch nicht geschlossen, symbolisieren Sie damit Passivität, das heißt aber nicht Unachtsamkeit.

Das Graduierungssystem, eingeführt von Gichin Funakoshi; unterscheidet durch Gürtelfarben.

Diese Farben haben in den unterschiedlichen Arten jedoch nicht durchweg die gleiche Bedeutung.

Generell gilt aber, dass ein weißer Gürtel die unterste Klasse darstellt.

Je höher die Klasse ist, desto dunkler wird in der Regel der Gürtel - bis hin zum schwarzen Gürtel, dem Meistergrad (japanisch: Dan).