Zen und Karate haben nichts miteinander zu tun. Sagen wir mal: Zen und Karate haben von sich aus nichts miteinander zu tun. Wenn da jemand eine Verbindung konstruieren will, darf er das gerne tun. Solange er nicht behauptet, die beiden seien untrennbar vereint, oder das eine würde das andere verstärken/besser machen.
Niessen ist bekannt dafür Flusskieselsteine durchzuschlagen. Trainingsinhalte in guten alten Tagen: auf einem Bein von Leverkusen nach Köln, auf dem anderen zurück, barfuss bei minus Graden, 1000 Liegestütze, Sprung aus dem 1. Ach ja, die Freundin mitbringen und vom Meister verlustigen lassen, während der Adept sich im Nebenraum der Zenmeditation hingibt und sein emotionales Equilibrium von den Lustschreien im Nebenraum nicht beintraechtigen lässt.
Fazit: Wer Lust hat auf geistige Manipulation und mentale Konditionierung findet hier einen echt deutschen Guru. Ach ja, die Freundin mitbringen und vom Meister verlustigen lassen, während der Adept sich im Nebenraum der Zenmeditation hingibt und sein emotionales Equilibrium von den Lustschreien im Nebenraum nicht beintraechtigen lässt.
Lt. Warum soll ein Lehrer da keine eigenen Schwerpunkte setzen? Das ist doch in Ordnung. Die Leute dort sind schwer in Ordnung und das Dojo ist wirklich wunderschön. Selbstüberwindung und so weiter ist dort immer noch ein Thema, (vor allem in den Fortgeschrittenengruppen), aber ohne die Extreme wie (früher ?) in Leverkusen.
Ein geschichtlicher Zusammenhang von Zen und Karate ist nicht von der Hand zu weisen. Dazu kommt die modernere Eigenschaft Japans aus allen möglichen Tätigkeiten eine Zen Kunst zu machen: Bogenschießen, Schwertkampf, Tee Zeremonie. Davon blieb das Karate nicht unberührt und das moderne Karate ist eben das was heute Millionen von Menschen praktizieren.
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Du kannst Zen und Karate gut verbinden und davon profitieren. Du kannst es aber auch lassen. Letztlich ist das eine intime Entscheidung für dich selbst. Es ist dein Inner Game. Dein Geisteszustand.
Mikio Yahara, knallharter Shotokan Vertreter, sieht keine Philosophie im Karate. The result of true karate is natural, effortless action, and the confidence, humility, openness and peace only possible through perfect unity of mind and body. In striving to enter the proper frame of mind Zen meditation is of great importance.
Ist ein Meister Konfuzianer, wird er seine konfuzianische Lebenshaltung in seine Kampfkunst einbeziehen. Ist ein Meister Daoist, wird er seine daoistische Lebenshaltung in seine Kampfkunst einbeziehen. Ist der Meister Buddhist, wird er seine buddhistische Lebenshaltung in seine Kampfkunst einbeziehen. Ist der Meister Christ, wird er seine christliche Lebenshaltung in seine Kampfkunst einbeziehen. Ist der Meister Moslem, wird er seine islamische Lebenshaltung in seine Kampfkunst einbeziehen.
Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass keine religiöse Philosophie Pate stand bei der Entwicklung einer Kampfkunst, gleich welcher. Es sind für mich nur individuelle persönliche Auffassungen die nachweisen sollen, dass nicht gegen die eigene Religion verstoßen wird.
Ein geschichtlicher Zusammenhang von Zen und Karate ist nicht von der Hand zu weisen. Dazu kommt die modernere Eigenschaft Japans aus allen möglichen Tätigkeiten eine Zen Kunst zu machen: Bogenschießen, Schwertkampf, Tee Zeremonie. Davon blieb das Karate nicht unberührt und das moderne Karate ist eben das was heute Millionen von Menschen praktizieren.
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Gibt es denn wirklich Quellen, die einen Einfluss des Chan-Buddhismus auf die okinawanischen Kampfkünste nahelegen? Was die Gleichsetzung von Zen und anderen Künsten in Japan angeht, ist es wie du schon selbst geschrieben hast, eine in dieser Form eher moderne Entwicklung, die auch viel vom Westen her beeinflusst wurde.
Wie viel Einfluss von was dabei vorhanden war lag wohl auch viel an der jeweiligen Person, die für die Entwicklung der einzelnen Tradition verantwortlich war.... Das ist eine im Westen, vor allem in Kampfportlerkreisen, weit verbreitete Vorstellung von Zen. Wenn man sich ein wenig mehr mit Zen-Buddhismus in Japan beschäftigt, dann merkt man, dass eben doch nicht so alles ganz fern von dem ist, was man in Deutschland als Religion versteht.
Oben wurde behauptet, dass ein geschichtlicher Zusammenhang von Zen/Shaolin und Karate nicht von der Hand zu weisen sei. Leider ist diese Aussage nicht haltbar. Es gibt keinen (!) historischen Zusammenhang. Das Thema ist komplex, aber wer sich für Fakten interessiert, sollte bitte das Kapitel über Bodhidharma, Shaolin und das chinesische Boxen in meinem „Band II“ (S.
Leider ist diese Aussage nicht haltbar. Wieso sollte das nicht reichen oder dünn sein? Reicht doch vollkommen aus, das die Shaolin - oder auch andere - von Chan beeinflusst wurden, damit chinesische Ideen und Formen und welche die auf Okinawa und Japan landeten. Damit ist ein Zusammenhang gegeben und es liegt auch nicht fern wieder den Zen Gedanken dort zu verstärken.
Natürlich weise ich darauf hin. Unabhängig davon wurde oben einer meiner Beiträge (von mehreren zum selben Thema) verlinkt, in dem „kostenlose“ Erklärungen von mir zu finden sind. In anderen Antworten wies ich darauf hin, dass es, da kein historisches „Shaolin Kung-Fu“ existiert (es gibt keine Kampfform, die explizit in Shaolin entwickelt worden wäre, wohl aber Hunderte, die sich auf Grund verschiedener Faktoren den Namen „Shaolin“ gaben), ein „Shaolin Kung-Fu“ auch nicht die Kampfkunst des Inselkönigreiches Ryūkyū beeinflussen konnte.
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Ca. vier Jahre nach der erstmaligen Veröffentlichung einer kürzeren, englischen Fassung meines Bodhidharma-Kapitels veröffentlichte P. Lorge sein „Chinese Martial Arts […]“ und kam zu vergleichbaren Ergebnissen bezüglich dem Shaolin-Zen-Kram wie ich. Allerdings bezieht er nicht die Kampfkunst Ryūkyūs in seine Betrachtungen ein.
Für Forumiten ist es selbstverständlich leicht, derartige Ergebnisse mit einem schlichten „ob das dann wirklich stimmt ist wieder eine andere Frage“ abzutun. Wen das nicht interessiert und wer fest daran „glaubt“, es gäbe einen „Shaolin-Zen-Kampfkunst-Blabla-Einfluss“, dem nehme ich diesen Glauben nicht.
Das ist eine im Westen, vor allem in Kampfportlerkreisen, weit verbreitete Vorstellung von Zen. Wenn man sich ein wenig mehr mit Zen-Buddhismus in Japan beschäftigt, dann merkt man, dass eben doch nicht so alles ganz fern von dem ist, was man in Deutschland als Religion versteht.
Ich entschuldige mich sicher nicht das ich nicht unreflektiert alles glaube was in Büchern steht. Er hat einen Beitrag gebracht und zu dessen Untermauerung auf eine Quelle hingewiesen. Mehr kann man nicht verlangen.
Es ist doch EINE Sache, nach einer belegbaren historischen Verknüpfung von Bodhidharma - Dhyana . Chan - Shaolin - Zen - Karate zu fragen. Das Thema ist dermaßen komplex und schwierig, daß man nur froh sein kann, daß z. B. "Gibukai" zu einem kleinen Teil davon wertvolle Beiträge liefert. Der Verweis auf die eigene Literatur ist legitim und aber auch mutig. Allein der "Indische Bodhidharma" ist vermutlich ein "buddhistischer Mythos", eine "literarische Fiktion".
Eine ANDERE Sache ist die willentliche Verknüpfung des "Zen" mit "Karate" ab dem 20. Jhdt.
Wenn diese Übersetzungen wirklich gut gewesen wären, hätte ich mich nicht um eine eigene Übersetzung bemüht. Denn alle Übersetzungen vor mir erwähnen nur „Buddhismus und Konfuzianismus“ (ohne „Taoismus“). Für mich war es absolut simpel zu erkennen, dass da „Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus“ steht.
(3) Die Kurzfassung der Shaolin-Zen-Bodhidharma-Karate-Geschichte ist, dass alles auf frei erfundenen Märchen beruht.
Kurzzusammenfassung M. Shahar in "The Shaolin monastery" über die Verbindung Zen und Shaolin: Gibt es nicht. Zen entstammt aus dem chin.
(3) Die Kurzfassung der Shaolin-Zen-Bodhidharma-Karate-Geschichte ist, dass alles auf frei erfundenen Märchen beruht.
Was ist dann von den angeblich einzigen Aufzeichnungen Bodhidharmas über seine Lehre des Zen zu halten?
(3) Die Kurzfassung der Shaolin-Zen-Bodhidharma-Karate-Geschichte ist, dass alles auf frei erfundenen Märchen beruht. Das wiesen in den 1930er Jahren japanische und chinesische Fachleute nach (deren Forschungen wurden aber ignoriert).
die von mir erwähnten japanischen und chinesischen Fachleute veröffentlichten ihre Untersuchungen „nur“ auf Chinesisch und Japanisch.
