Peter Dinklage, bekannt als Tyrion Lannister aus der Erfolgsserie "Game of Thrones", hat sich nicht nur als Schauspieler einen Namen gemacht, sondern auch als Verfechter für mehr Diversität in der Filmindustrie. Seine Karriere ist geprägt von beeindruckenden Leistungen und einer offenen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen.
Peter Dinklage: Vom Theater zum internationalen Star
Peter Dinklage (46, 1,35 Meter) als den größten Kleinen in Hollywood zu bezeichnen, ist nicht vermessen. Für seine „Game of Thrones“-Rolle Tyrion Lannister hat er bereits den Emmy und den Golden Globe nach Hause gebracht. Mastermind George R. R. Martin lag goldrichtig mit seiner Wahl, denn obwohl - oder gerade weil - diese Figur in Game of Thrones der schlimmste Trinker mit dem wohl größten Frauenverschleiß ist (und das will bei dieser Serie schon was heißen), wurde Peter Dinklages Tyrion zum größten Fan-Liebling. Für seine herausragende Performance regnete es Awards, darunter allein vier Emmys und einen Golden Globe. Und Dinklage wurde zu einem der bestbezahlten TV-Darsteller aller Zeiten.
Privat zeigt sich Dinklage ebenfalls von seiner besten Seite. Das Größte aber für ihn: seine Ehefrau Erica Schmidt (40, 1,68 Meter). Auf gemeinsamen Fotos wird der Größenunterschied von 33 Zentimetern deutlich. Noch deutlicher ist aber zu sehen: Diese Liebe braucht keinen Maßstab - diese Liebe macht Spaß! Und das auch noch nach zehn Jahren Ehe. 2005 heirateten der Schauspieler und die New Yorker Theaterregisseurin, im April diesen Jahres feierten sie ihren zehnten Hochzeitstag. Diese GROSSartige Liebe krönte 2011 die Geburt von Tochter Zelig, die Daddy heute mit drei Jahren schon knapp über die Schulter reicht. Dass es Dinklage gerne groß mag, beweist auch sein Hund Kevin. Den holte er vor ein paar Jahren aus dem Tierheim. Gemeinsame Spaziergänge zeigen: Ein Schoßhündchen ist Kevin nicht!
Dinklage hat die Erbkrankheit Achondroplasie - ist kleinwüchsig, obwohl seine Eltern und sein Bruder normal groß sind. Als Teenager machte ihm seine Körpergröße zu schaffen, „noch heute gibt es Tage, an denen ich nicht damit klarkomme“, sagte er 2012 der „New York Times“.
Dinklage und die Kritik an Disneys Schneewittchen-Remake
Disney plant eine Neuauflage des Märchen-Klassikers „Schneewittchen“, doch „Game of Thrones“-Star Peter Dinklage stellt sich nun quer. Die Hauptdarstellerin in der anstehenden Neuverfilmung von Schneewittchen ist erstmals eine Latina-Schauspielerin. Zeitgleich werden aber noch immer "sieben Zwerge in einer Höhle" dargestellt, moniert Schauspieler Peter Dinklage. Die Walt Disney Studios haben auf scharfe Kritik des kleinwüchsigen US-Schauspielers Peter Dinklage an einem Schneewittchen-Remake reagiert. Der 1,35 Meter große "Game of Thrones"-Star hatte im Podcast "WTF with Marc Maron" dem geplanten "Snow White"-Projekt Scheinheiligkeit vorgeworfen.
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Das Studio habe stolz herausgestellt, eine Latina-Schauspielerin als Schneewittchen zu casten und sich damit fortschrittlich zu zeigen - "aber dann machen sie immer noch die verdammt rückständige Story über sieben Zwerge, die zusammen in einer Höhle leben?", sagte Dinklage in dem Interview. Sie wollten es vermeiden, negative Klischees von dem Original-Zeichentrickfilm zu bestärken, teilte das Disney-Studio laut "Hollywood Reporter" mit. Die sieben Figuren würden anders dargestellt werden, hieß es in der Stellungnahme. Sie würden sich auch mit Vertretern der Kleinwüchsigen-Gemeinschaft beraten.
Das als Musical angelegte Remake ist eine Realverfilmung des Märchenklassikers "Snow White" unter der Regie von Marc Webb. Das Disney Studio hatte bereits im Sommer die Hauptrolle von Schneewittchen an Rachel Zegler, Tochter einer Kolumbianerin, vergeben. "Wonder Woman"-Star Gal Gadot spielt die böse Königin. Schon seit 2016 plant Disney eine Realverfilmung des Märchens der Gebrüder Grimm um das schöne Schneewittchen, die böse Königin-Stiefmutter und die hilfsbereiten Zwerge. 1937 hatte das Studio mit "Schneewittchen und die sieben Zwerge" seinen ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm herausgebracht.
Was wäre das schöne Schneewittchen ohne seine sieben Zwerge? Das Kult-Märchen begleitet nun schon die Kindheit vieler Generationen. Disney möchte die beliebte Erzählung neu verfilmen, auch der Hauptcast soll schon stehen: Gal Gadot („Wonderwoman“) als böse Stiefmutter und Rachel Zegler („West Side Story“) als Schneewittchen.
Die Zukunft der berühmten sieben Zwerge sieht hingegen düster aus, denn die sollen gestrichen werden. Zu verdanken ist dies Peter Dinklage („Game of Thrones“). Der 52-Jährige halte die sieben Zwerge für rückständig und diskriminierend Kleinwüchsigen gegenüber.
Kürzlich ließ Peter Dinklage in einem Podcast seiner Empörung freien Lauf: „Du bist auf der einen Seite progressiv, aber dann machst du trotzdem diese fucking rückständige Geschichte über sieben Zwerge, die in einer Höhle leben. Was macht ihr da? Habe ich mit meiner Plattform nichts erreicht, um unsere Sache voranzubringen? Ich bin scheinbar nicht laut genug.“ Klare Ansage vom „Game of Thrones“-Star, der selbst auch unter Achondroplasie leidet und wohl der weltweit bekannteste kleinwüchsige Schauspieler ist. Da hat er etwas Großes losgetreten.
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Disneys Antwort auf die heftige Kritik: Es wird keine sieben Zwerge geben. Wie jetzt? Wie soll das Märchen dann noch funktionieren? Um keine Stereotype zu befeuern, entschied sich das Unternehmen für eine Neuauflage auch für die sieben Helfer Schneewittchens. Man plane laut Disney einen „anderen Ansatz“ für die Figuren.
Geplant sei laut „The Wrap“ demnach eine Umformulierung: die sieben „magischen Kreaturen“ sollen dann die traditionellen Zwerge ablösen. Es bleibt eine Geschmackssache.
Kritik an Dinklages Kritik
Dinklages gutgemeinter Versuch stößt auf viel Gegenwind. Insbesondere Schauspieler:innen, die die Rollen von Kleinwüchsigen mimen, zeigen sich erbost. Es ginge dabei schließlich um Jobs und den daran hängenden Existenzen.
Einer seiner kleinwüchsigen Schauspielkollegen, Dylan Postl („Hornswoggle“ in WWE) kritisierte Dinklages Aktion nun heftig: „Peter Dinklage ist wahrscheinlich der größte Zwergendarsteller aller Zeiten, aber das macht ihn nicht zum König der Zwerge.“ Er zeigt sich wütend, denn laut ihm habe Dinklage für diverse solcher Rollen damals gerne die Gage angenommen. Er wirft ihm nun Scheinheiligkeit vor. Vielen Fans stellt sich nun die Frage, warum Disney das hat mit sich machen lassen.
Diversität in Hollywood: Eine anhaltende Debatte
Hollywood wird diverser. Nicht immer ganz freiwillig (#MeToo & #OscarsSoWhite lassen grüßen), aber dennoch öffnen sich die Türen für immer mehr Communities. Es gibt etliche Schauspieler mit Behinderungen, nicht nur in den USA. 2% der Rollen in Hollywood sind für behinderte Figuren und von diesen 2% werden nur 5% von Menschen mit Behinderung gespielt. Diversität ist wundervoll. Obwohl 2017 gleich eine ganze Oscar-Verleihung unter dem Thema „Diversität“ stand, suchte man behinderte Schauspieler:innen vergebens.
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Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die jährlich die Oscars® vergibt, hat jüngst neue Maßstäbe für Inklusion beschlossen. Demnach sollen Filme besondere Kriterien erfüllen, die für Vielfalt und Inklusion sprechen. Unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven sollen auf der Leinwand abgebildet werden. Es soll bessere Einstiegsmöglichkeiten für Menschen mit Handicap geben. Die Industrie will barrierefreier werden.
Eine heftige Debatte entbrannte um die Frage: Sollte ein nicht-behinderter Schauspieler in einer Rolle eines Menschen mit Behinderung besetzt werden? „Wir müssen die Möglichkeiten für Schauspieler mit Behinderungen erweitern. Ich denke, für diese Rolle als Tetraplegiker besetzt zu werden, war am Ende eine geschäftliche Entscheidung. Dass Schauspieler und Schauspielerinnen Menschen darstellen, die sie nicht sind, liegt in der Natur der Sache. Das ist ihr Beruf. Wenn es um die Darstellung einer Person mit körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen geht, stellt sich allerdings die Frage, nach welchen Kriterien Rollen besetzt werden und ob es legitim ist, eine der ohnehin seltenen Rollen mit Behinderung an einen nicht-behinderten Darsteller zu vergeben.
„Ich weiß nicht, was zulässig ist und was nicht, wo verläuft die Grenze? Der Umstand, dass beispielsweise Leonardo DiCaprio den geistig behinderten Arnie in „Gilbert Grape” spielt, macht seine darstellerische Glanzleistung nicht weniger ergreifend. Auf der anderen Seite steht der Oscar-Gewinn der gehörlosen Marlee Matlin, die mit 21 Jahren die jüngste Schauspielerin ist, die für eine Hauptrolle mit einem Academy Award ausgezeichnet wurde. Seitdem sind über 30 Jahre vergangen und es hat sich kaum etwas verändert. Marlee Matlin blieb die bis dato letzte Oscar-Preisträgerin mit Handicap.
Neben dem Newcomer Zack Gottsagen gibt es bereits einige etablierte Schauspieler mit Handicap, die sich in Hollywood einen Namen gemacht haben. Auch dank des internationalen Erfolgs, den THE PEANUT BUTTER FALCON erlebte, werden Schauspieler mit Behinderungen sichtbarer in Hollywood. Aber wir sollten nicht nur nach Hollywood schauen. Es geht auch um die Frage, in welcher Gesellschaft wir alle leben wollen.
Peter Dinklage: Mehr als nur Schauspielerei
Abseits der Schauspielerei engagiert sich Peter Dinklage für verschiedene soziale Zwecke. Er ist ein bekanntes Gesicht in der Öffentlichkeit und nutzt seine Plattform, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen. Sein Einsatz für mehr Diversität und Inklusion in Hollywood ist beispielhaft und zeigt, dass er mehr ist als nur ein talentierter Schauspieler.
Ausflug nach Hamburg für "Taxi"
Er ist der Superstar aus dem Serien-Kracher „Game Of Thrones“. Und gerade für sechs Wochen in Hamburg. Peter Dinklage (44) dreht in der Hansestadt den deutschen Kinofilm „Taxi“. BILD trifft ihn am Set auf dem Fischmarkt. Millionen Serien-Fans verehren den gerade 1,35 Meter großen Golden-Globe-Preisträger für seine Rolle als Tyrion Lannister im Fantasy-Spektakel „Game of Thrones“ (vierte Staffel läuft seit letzter Woche auf „Sky“). 150 000 Dollar kassiert Dinklage für seine Rolle in der US-Serie - nicht pro Staffel, sondern pro Folge!
Jetzt diese kleine feine Liebesgeschichte, basierend auf dem Buch-Bestseller „Taxi“ von Karen Duve. Darin geht es im Hamburg der 80er-Jahre um Taxifahrerin Alexandra (gespielt von Rosalie Thomass, 26), die sich in Mark (Dinklage) verliebt. „Er knackt mich mit seinem Humor wie eine Muschel“, sagt sie zu BILD. Dinklage mit Lässig-Lächeln: „Yeah!“
Sein Nachname geht zurück auf westfälische Vorfahren, wird aber auf Englisch „Dinklitch“ ausgesprochen. „Außer ,Ja‘ und ,Guten Abend‘ spreche ich leider kein Deutsch.
WWE und Wrestling Gerüchte
Mit einer Körpergröße von 2,06 Metern und einem Gewicht von 190 Kilo ist es kein Wunder, dass Hafthor Julius Björnsson (26) in der vierten Staffel von Game of Thrones die Rolle des Killer-Kämpfers The Mountain übernahm und sie auch in der fünften Staffel weiter verkörpert. Doch das lastet ihn offenbar nicht so ganz aus, es scheint nämlich, dass er gerade eine weitere Karrieremöglichkeit auslotet - das Wrestling. In der Wrestling-Szene herrscht aktuell das Gerücht, der Schauspieler, ehemalige Basketball-Star und Zweitplatzierte beim Wettbewerb "World's Strongest Man" im Jahr 2014 - nachdem er die zwei Jahre davor jeweils Dritter wurde - habe Interesse, ein Engagement beim WWE zu ergattern. Ausgelöst wurden die Spekulationen davon, dass Hafthor im Publikum der WWE-Nachwuchsliga NXT an der Seite der WWE-Chefin Sephanie McMahon (38) gesichtet wurde. Außerdem besuchte der 26-jährige Isländer ein WWE-Trainingscenter, wo er laut Bild intensive Gespräche mit den Trainern hatte. Ein fester Part bei "Game of Thrones" und jetzt vielleicht noch die Chance aufs Profi-Wrestling?
