Seine Rolle als hüftschwingender Tanzlehrer Johnny in "Dirty Dancing" machte Patrick Swayze zu einem der größten Stars der späten 1980er Jahre. An den Erfolg konnte der US-Amerikaner mit Filmen wie "Ghost - Nachricht von Sam" und "Gefährliche Brandung" anknüpfen. 2009 verlor er den Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Frühe Jahre und Ausbildung
Zur Welt kam Patrick Wayne Swayze 1952 im texanischen Houston. Bereits seine Mutter Patsy Swayze hatte das Tanzen im Blut, sie war eine gefragte Hollywood-Choreographin und arbeitete für Filme wie "Thelma und Lousie" und "One last dance". Sein Vater, Jesse Wayne, starb aufgrund eines Herzinfarktes bereits im Jahr 1982. Swayze hatte zwei Brüder, eine Schwester und eine Adoptiv-Schwester.
Nach seinem Universitätsabschluss zog der junge Patrick Swayze in die Ostküstenmetropole New York City und ließ sich dort zum professionellen Balletttänzer ausbilden. Wegen Verschleißerscheinungen am Knie konzentrierte er sich allerdings nach einiger Zeit überwiegend auf eine Filmkarriere.
Der Durchbruch mit "Dirty Dancing"
Die Rolle des Orry Main in der TV-Serie "Fackeln im Sturm" (1985) wurde zum Glücksgriff für Swayze, der bereits zuvor einige Filme gedreht hatte. Nach seinem Durchbruch machte ihn 1987 der Tanzfilm "Dirty Dancing" weltberühmt. Als Tanzlehrer Johnny Castle bezauberte er darin nicht nur seine Filmpartnerin Jennifer Grey alias Baby, sondern auch Zuschauer auf der ganzen Welt.
In dem Film ist er nicht nur Schauspieler, sondern auch Tänzer und Sänger. Für den Soundtrack steuerte er beispielsweise den Song "She's Like the Wind" bei, der sich weit oben in den Charts platzieren konnte und noch heute ein Radiodauerbrenner ist. Außerdem erhielt er für "Dirty Dancing" 1988 eine Golden-Globe-Nominierung - ebenso wie für "Ghost - Nachricht von Sam" (1990) und "To Wong Foo" (1995), dem US-amerikanischen Remake des australischen Films "Priscilla", in dem Swayze eine schillernde Drag-Queen spielte.
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Ein weiterer großer Filmerfolg, in dem der Star zu sehen war, ist "Gefährliche Brandung" (1991) von Regisseurin Kathryn Bigelow und mit Keanu Reeves. Darin spielte Swayze einen Surfer, der sich mit Raubzügen den Lebensunterhalt verdient.
Nach "To Wong Foo", sah man den Texaner erst 1998 wieder im Kino: im Film "Black Dog". Danach folgten zumeist kleinere Nebenrollen und Gastauftritte - beispielsweise in "Dirty Dancing 2" (2004).
Patrick Swayze und die Kampfsportarten
Es ist wichtig zu beachten, dass Patrick Swayze zwar ein sehr sportlicher Mensch war, aber ihn mit Kampfsport in irgendeinem Zusammenhang zu erwähnen wäre mehr als übertrieben. Alles was man von ihm sieht, ist tatsächlich nur "Filmkarate". Ohne einen günstigen Kameraschnitt würde das noch amateuerhafter aussehen.
Benny Urquidez war als Trainer/Choreograph tätig, aber das Niveau, das Patrick Swayze hier zeigt, ist nicht mit dem von anderen Kampfsportlern vergleichbar. Generell sind viele ältere Filme bei Kampfszenen ganz anders geschnitten als heute - oft langsamer und deutlich realitätsferner. "Road House" ist kein Kampfsportfilm oder ein Film, den man deswegen schauen würde.
Die Kampfszenen in "Road House" erinnern eher an einen Bud-Spencer-Film. Die Dialoge und die Handlung sind aus heutiger Sicht extrem klischeehaft und berechenbar. Den Film auf die Qualität der Kampfszenen bzw. der Kampfsporterfahrung von Patrick Swayze zu reduzieren, ist zu kurz gegriffen. Das ist kein Kampfsportfilm à la Bruce Lee sondern etwas Romantisches.
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Viele Filmszenen könnten mit einem Eierkick, Fingerstich in die Augen, usw. schnell entschieden werden. MMA (ohne die sportliche Leistung schmälern zu wollen), mit wohl dem praktischen Anteil eines Straßenkampfes, spätestens beim Bodenkampf sieht es für Außenstehende nicht mehr "schön" oder spannend aus.
Kampfszenen werden choreografiert, damit es gut aussieht. Das Ganze hat sich natürlich in den letzten 35 Jahren weiter entwickelt, bzw. Das stimmt, weil er viel zu lange dauert bis zum Einwirken. Ein geübter Gegner hat da längst reagiert.
Road House Remake
Mit Road House soll ein absoluter Action-Kultfilm der 80er bald auf Amazon Prime Video neu aufgelegt werden. Die Rolle des hartgesottenen Bar-Türstehers von Patrick Swayze soll im Road House-Remake Jake Gyllenhaal übernehmen. Jetzt prangt ein weiterer großer Name auf der Cast-Liste. Kampfsport-Superstar Conor McGregor soll nun an der Seite des Schauspielers vor der Kamera stehen.
Jake Gylllenhaal gegen Conor McGregor: Authentische Action dank Kampfsport-Ass. McGregor gilt als bekanntester Kämpfer des Verbandes des Ultimate Fighting Championship (UFC) und einer der bekanntesten Kampfsportler überhaupt. Dank seiner streitbaren Persönlichkeit und seines aggressiven Stils erfreute er sich auch bei TV-Übertragungen enormer Popularität und war laut Forbes 2021 der bestbezahlte Sportler weltweit.
Persönliche Kämpfe und Schicksalsschläge
Nicht immer hatte es Patrick Swayze jedoch leicht. Als sein Vater 1982 starb, begann er, seinen Kummer im Alkohol zu ertränken. Als sich dann auch noch seine Schwester Vicky das Leben nahm, entschloss er sich dazu, in den Entzug zu gehen.
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Anfang 2008 schlug das Schicksal dann erneut zu: Swayze bekam die erschreckende Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nur ein Jahr später, am 14. September 2009, starb der Schauspieler im Alter von nur 57 Jahren an den Folgen dieser Krankheit. Seine letzten Auftritte als Schauspieler hatte er kurz vor seinem Tod in der TV-Serie "The Beast" und dem Film "Powder Blue".
Seit Juni 1975 war Swayze, der 1991 vom Magazin "People" zum "Sexiest Man Alive" gekürt wurde, mit der Schauspielerin Lisa Niemi verheiratet.
Eine Ikone bleibt unvergessen
Durch die Rolle des verführerischen, gutaussehenden Tanzlehrers in "Dirty Dancing" ist er zur Hollywood-Ikone geworden. Doch Schauspieler Patrick Swayze hatte auch schwere Schicksalsschläge zu erleiden.
Viele der begeisterten Zuschauer und auch einige seiner Kollegen wussten damals gar nicht, dass Patrick Swayze ein professioneller Tänzer ist. Bedingt durch den Beruf seiner Mutter - sie war eine bekannte Choreografin in Hollywood - kam er schon früh mit dem Tanzen in Berührung und zeigte schnell ein außergewöhnliches Talent. Bereits im zarten Alter von fünf Jahren besuchte er die Houston Jazz Ballett Company, ging später nach New York und setzte dort seine Ausbildung fort.
Ein großer Schicksalsschlag ereilte Patrick 1977, als er nach einer schweren Knieverletzung nur knapp einer Beinamputation entging und seine Karriere als Profitänzer an den Nagel hängen musste. Es folgten einige Musicalauftritte am Broadway und seine Rolle als Orry Main in 'Fackeln im Sturm' bis er - nach seinem Auftritt als hüftkreisender Tanzlehrer Johnny - 1990 mit Demi Moore in 'Ghost - Nachricht von Sam' töpferte, 1991 mit Keanu Reeves in 'Gefährliche Brandung' surfen ging und 1995 als Drag Queen in 'To Wong Foo, thanks for Everything, Julie Newmar' sein Unwesen trieb.
Patricks Fähigkeiten waren eben vielfältig, was nicht nur seine Filme beweisen. Nebenbei vertrieb sich der 'Dirty Dancing'-Star seine Freizeit als Hobbypilot. Mit seiner Ehefrau Lisa Niemi, die ebenfalls Tänzerin ist und die er kennenlernte, als sie gerade mal 15 war, teilte er außerdem ein anderes Hobby: Pferde. Auf ihrer Ranch 'Rancho Bizarro' kümmerten sich die beiden liebevoll um ihre arabischen Rösser und ritten aus, wann immer es der Terminkalender erlaubte. Bei diesen Ausflügen konnte Patrick Energie tanken, die er dringend brauchte - im Frühjahr 2008 wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert.
Die Ärzte sprachen zunächst von einer Lebenserwartung von nur wenigen Wochen, doch die Therapie schlug gut an. Er sprach von einem Wunder und war sich sicher, den Krebs besiegen zu können. Es schien, als ließe Patrick Swayze sich den Spaß am Leben durch die Krankheit nicht verderben. Trotz Krebserkrankung arbeitete er fleißig weiter und trat sogar für die Serie 'The Beast' vor die Kamera.
Im April 2009 kam dann die Schockdiagnose: Der Krebs hatte sich bis zu seiner Leber ausgebreitet. Es ging bergab mit der 'Dirty Dancing'-Ikone. Seine Frau Lisa begleitete ihn bis zuletzt und am 14. September 2009 verlor Patrick Swayze nach 20 Monaten den Kampf gegen den Krebs. Statt einer Beerdigung wurde er eingeäschert und seine Asche auf seiner geliebten Ranch verstreut.
