Patrick Haas: Eine Reise durch den Judo-Werdegang

Der Judoclub YAMATO Hürth 1967 e.V., ursprünglich als Judoclub Yamato Efferen 1967 e.V. gegründet, begann seine Reise mit 44 Mitgliedern auf einer 36 m² Judomatte in der Grundschule Im Wiesengrund. Zum ersten Vorsitzenden wurde Herr Wilhelm Simons gewählt, mit Herrn Wilhelm Frey als Stellvertreter und Rainer Müller als Kassenwart. Dieses Team führte den Verein bis Mitte 1971.

Die Mitgliederzahl wuchs stetig: 1968 zählte der Verein 88 Mitglieder, 1969 bereits 101, 1970 waren es 120 und 1971 sogar 150 Mitglieder. Um Wettkampferfahrung zu sammeln, wurde am Ende des Jahres 1967 die erste Vereinsmeisterschaft durchgeführt.

In der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung am 17.02.1968 wurde der erfolgreiche Start des Vereins hervorgehoben und der Kauf weiterer Judomatten beschlossen, um dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden. Nach einer Zeit der Probleme im Vorstand schieden Herr G.W. Simons und P. Simons aus. Dr. Frank führte den Verein in seiner zweijährigen Amtszeit als erster Vorsitzender, unterstützt durch Herrn H.J.

Im März 1973 richtete der Judoclub YAMATO die Schüler-Kreis- und die Jugend-Bezirksmeisterschaft aus. Am 06.06.1992 fand das große Sommerfest an der Sporthalle Bonnstraße statt, an dem mehr als 350 Personen teilnahmen.

Bei der Jahreshauptversammlung 1974 stellten sich Herr Dr. Frank und Herr Schäfer nicht mehr zur Wahl. Herr Günther Wirtz, der auch als Trainer fungierte, wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stand Herr Hans Walther. Bis 1977 führte Herr Wirtz den Verein in seiner Doppelfunktion.

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Im Kinder- und Jugendbereich konnte YAMATO beachtliche Erfolge verzeichnen und stellte in den drei Jahren mehr als 13 Meister auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Die Mitgliederzahl unterlag weiterhin den Schwankungen der vergangenen Jahre. 1978 schied Herr Wirtz aus dem Vorstand aus und Herr Walther übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden, sein Stellvertreter wurde Herr Dr. Wurmbach.

In den Jahren wurde der Trainingsbetrieb erweitert, um den wachsenden Leistungsgruppen ausreichende Möglichkeiten zum Training zu bieten. 1981 verließen den Vorstand das Ehepaar Walther und Frau Barnekow. Diese Lücken schlossen Herr Kreuer als erster Vorsitzender, Frau Buder als Kassiererin und Frau Kreuer als Geschäftsführerin. Leider hielt diese Zusammensetzung des Vorstandes nicht sehr lange. Schon Ende 1981 verließen Herr und Frau Kreuer und Frau Buder den Vorstand. Dieser schnelle Wechsel machte sich auch im Vorstandsumfeld bemerkbar.

Die Mitgliederzahlen 1981 fielen auf den Bestand von 151 Mitglieder zurück. An der erfreulich guten Ausbeute im sportlichen Bereich, die eine intensive und gut koordinierte Trainingsarbeit verriet, konnte man nichts von den Schwierigkeiten im geschäftsführenden Vorstand merken. Bis zu den Deutschen Meisterschaften mit Loni Kreuer waren YAMATO’s Farben vertreten.

Die Lücken im Vorstand wurden 1982 auf der Jahreshauptversammlung von Herrn Dr. Wurmbach (1. Vorsitzender), Herrn Schmitz (Geschäftsführer) und Herrn Elmar Dambach (Kassierer) geschlossen. In diesem Jahr trainierte der Judoclub schon von montags bis freitags von 17:00 - 21:00 Uhr. Bei der Einrichtung einer Hobbygruppe für Erwachsene unter Leitung von Otto Reuter begab sich YAMATO auf Neuland. Ab 1983 übernahmen Franz Hoffmann als 1. Vorsitzender und Heinz Honnef als Kassierer ihre Vorstandsposten. Herr Dambach schied aus dem Vorstand aus. Herr Dr. In diesem Jahr konnte die Mitgliederzahl auf 159 gesteigert werden.

In dem Jahr 1984, ein Jahr ohne Vorstandswechsel, zeichnete sich ein weiterer Aufwärtstrend im Verein auf. Die Mitgliederzahl wuchs auf 179 Personen, sportlich gab es höre und staune 33 Plazierte auf allen Meisterschaften und Turnieren, an denen teilgenommen worden war. Die beiden herausragenden Athleten waren in diesem Jahr Hermann Göbbels jun.

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Kinderfest, Nikolausturnier, Ausrichtung der Kreiseinzelmeisterschaft der C-Jugend und eine Wochenendfahrt an den Rursee waren die Highlights des Jahres. Daß hierbei etliche Titel und Plazierte bei den Meisterschaften und Turnieren heraussprangen, zeigte die gute Arbeit der Trainer und des Vorsandes mit seinem Elternbeirat. Mit den gestiegenen Trainingsstunden kamen auch zwei neue Trainer Evelyn Buder und Burkhart Horn, der bis heute noch zahlreiche Gruppen trainiert.

Der Trainerstamm wurde um die beiden Säulen Wolfgang Buder und Otto Reuter erweitert. 1986 konnte der Mitgliederbestand nur auf 204 Personen gesteigert werden, aber die Erfolge ließen den Schluß weiterhin zu, daß der Judoclub YAMATO eine führende Kraft im Kinder- und Jugendbereich ist. Im Jahre des 20-jährigen Bestehens 1987 gab es zwei Änderungen im Vorstand. Der neue Geschäftsführer hieß Burkhard Denker und die neue Jugendwartin Doris Moll.

Mit einem rauschenden Fest wurde am 24. Oktober das Jubiläum im Pfarrsaal St. Severin gefeiert. Gleich drei Trainer verließen den Verein (Otto Reuter, Evelyn Buder, Günter Kilber), was bei 203 Mitgliedern eine schwierige Situation darstellte. Aber durch den engagierten Einsatz der Trainer, besonders von Burkhart Horn, wurden diese Verluste kompensiert. Sportlich tanzte der Judoclub wieder auf allen Ebenen. Besonders erfolgreich in diesem Jahr waren Hermann Göbbels jun.

Einen großen Anteil an dem Mitgliederzuwachs hat die zum ersten Mal eingerichtete Kindergartengruppe (3-6 Jahre). Im September wurde sich ein Bus geschnappt und mit 80 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den Eifelzoo gefahren. Die Herbstferien wurden dazu genutzt mit einem Bus nach Zell am See/Österreich zu fahren. Bei wilden Späßen, kleinen Streichen und jede Menge Aktion verbrachte man eine Woche in Europas Skigebiet Nr.

Der Tag der offenen Tür im Juni wurde eine Runde Sache; bei dem Vergleichskampf zwischen der Hürther Seniorenmannschaft und der Bundesligamannschaft von Bayer Leverkusen, gab es für die Hürther nur einen Ehrenpunkt durch Burkhart Horn. Die klare 1 zu 6 Niederlage schmerzte keineswegs, da es eine tolle Werbung für den Verein und den Judosport war. Die Seniorenmannschaft schaffte auf Anhieb den 2. In die sportliche Erfolgsbilanz trugen sich nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch 7 Erwachsene, die ihren 1.

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Nach 6 Jahren der aufopferungsvollen und erfolgreichen Arbeit als Sportwart, stellte sich Hermann Göbbels sen. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Maria Vuga, das Mitglied mit der längsten Vereinszugehörigkeit, übernahm den Part des 2. Mit dieser neuen Vorstandsmannschaft ging es in das Jahr 1989. Unter großer Aufmerksamkeit der regionalen und überregionalen Presse und der Schirmherschaft von Landrat Klaus Lennertz wurde flächendeckenend ein Netz von Frauenselbstverteidigungskursen eingerichtet.

Einen ordentlichen Mitgliederschub gab es 1990. Für den neuen Geschäftsführer Uwe Falkenbach und den neuen 2. Vorsitzenden Andreas Jung hieß es gleich in die vollen zu gehen, damit der Geschäftsbetrieb reibungslos weiterläuft. Sportlich schaffte die Herren-Landesliga-Mannschaft die Teilnahme zur Aufstiegs-runde zur Oberliga, konnte sich aber dann nicht durchsetzen. Die weibliche A-Jugend-Mannschaft fuhr als ungeschlagener Kreis- und Bezirksmeister zur Westdeutschen Meisterschaft und belegte nach hartem Kampf einen 7.

Herausragende Einzelkämpfer waren in diesem Jahr Mario Werner mit 6 erfolgreichen Teilnahmen, Christian Lorenz als Vereinsbester und Andrea Schmitz. Der erste Campingversuch Pfingsten in Wassenaar/Holland wurde bei fließendem Wasser durch Petrus beendet. Ralph Königsfelds gekochtes Allerlei war in aller Munde. Mit der Drogenberatungsstelle Hürth und dem Jugendamt der Stadt Hürth, wurde eine Informationsveranstaltung „Drogen“ durchgezogen.

So war es nicht weiter verwunderlich, daß wir 1991 die Mitgliederzahl nicht wesentlich steigern konnten. Mit 324 Sport-treibenden kann sich ein Hallensportverein mit zwei Sparten sehen lassen, aber der Bedarf ist hiermit noch lange nicht gedeckt. Den Jahresabschluß bildete das „ausgefallene“ Nikolausturnier, daß, aufgrund undurchsichtiger Hallenvergabe seitens der Stadtverwaltung, nicht stattfinden konnte. Um den Sportbetrieb in gewohnter Weise durchziehen zu können, mußten die Trainer sich oft drei- und vierteilen. Jedes Jahr zwei neue DAN-Träger begrüßen zu können, ist eine schöne Aufgabe für den 1.

In der von Burkhart Horn, Ralph Königsfeld und Hermann-Josef Gilgenbach in vielen Tag- und Nachtstunden erstellten Festschrift, wurden 25 Jahre Yamato auf 80 Seiten dargestellt. Das große Sommerfest am 20. Juni 1992, an der Sporthalle Bonnstraße, an dem mehr als 350 Personen (Kinder und Erwachsene) teilnahmen, war durch Hüpfburg, Schiffschaukel, Zauberer und jede Menge Spiele ein schöner Nachmittag.

Beim Jubiläumsball am 26.9.1992 im Pfarrsaal St.Severinus, wurde das Tanzbein unermüdlich von den Gästen geschwungen. Bürgermeister Rudi Tonn und der Stadtdirektor Heribert Rohr, besuchten uns ebenfalls. Gestärkt wurde sich am Büffet und so konnte bis in die Morgenstunden gefeiert werden. Mit 40 Personen ging es für eine Gruppe unter Leitung von Ralph Königsfeld und Burkhart Horn nach Duinrell/Holland, auf den Attraktionscampingplatz.

Auf der Hinfahrt hielt ein Kleinbus der geballten Kinderschar nicht stand und streckte alle viere von sich. Die Ju-Jutsukas verbrachten die Pfingsttage in der Sporthalle bei einem hochkarätigen Lehrgang mit internationaler Beteiligung. Am 3.Oktober zog es wieder 50 Yamatos ins Phantasialand nach Brühl. Die Werbeveranstaltungen des Stadtsportbundes wurden genauso intensiv von uns betreut, wie die Nachmittage im Hürth-Park. Der erste Deutscher Meister im Ju-Jutsu-Kampf hieß Josef Scherdel.

Die Vereinsbestenpokale wurden durch den 1. Die Landesligamannschaft unter Leitung von Claus Herckrath und Burkhart Horn, erkämpfte den undankbaren 4. Ein ereignisreiches Jubiläumsjahr 1992 ging erfolgreich zuende, mit vielen kleinen aber auch großen Highlights. Mit einer teilweise neuen Vorstandsmannschaft hieß es die bevorstehenden Aufgaben zu bewältigen, denn die Veranstaltungen und die Verwaltung von 365 Mitgliedern ist kein Pappenstiel.

In der ersten Jahreshälfte hatte die Landesligamannschaft der Herren gleich das volle Programm zu durchkämpfen und schaffte wiederholt den 4.Tabellenplatz. Die Pfingstveranstaltungen zum einem der Ju-Justukas in der Sporthalle und zum anderen der Kinder in Holland beim Zelten, hatten wieder ihre eigene Würze. Oliver Schary tat sich besonders hervor, er kämpfte sich über einen Kreismeistertitel, auf den 2.Platz bei der Bezirksmeisterschaft, auf den 3.Platz der Westdeutschen Meisterschaft vor, um dann bei den Deutschen Meisterschaften mit einem 9.Platz die Serie zu beenden.

Claus Herckrath belegte bei der Internationalen Deutschenmeisterschaft vor heimischen Publikum den 3.Platz. Zwei weitere hervorragende Platzierungen durfte er auch sein eigen nennen, Kreismeister und Landesmeister. Weitere Kreismeister waren Christian Lorenz, Thomas Schumacher und Bastian Fellmett. Traditionell fuhren die Yamatos in den Herbstferien nach Spanien der Sonne entgegen nach Peniscola.

Mit einem Paukenschlag begann das Jahr 1994. Aufgrund von vorher nicht angekündigter Renovierungsarbeiten mussten wir die Trainingsstätte in der Bonnstraße für drei Monate verlassen und irrten mal mehr und mal weniger erfolgreich durch die Hürther Hallenlandschaft. Leider musste man sich auch von zwei Ju-Jutsu Trainern trennen, die leider dem Verein einige Mitglieder und dem Vorstand Nerven gekostet haben. Mit Andreas Schütt konnte nach einer Zeit der Ungewißheit ein engagierter und motivierter Trainer gefunden werden.

Trotz der widrigen Trainingsbedingungen konnten sich die Herren nach Abschluß der Landesliga über einen dritten Platz freuen. An diesem Erfolg beteiligt waren Guido Gollnick, Victor Müller, Christian Lorenz, Sascha Siegmund, Claus Connot, Guido Raskop, Kurt Mainzer, Daniel Haas, Michael Bertram, Thomas Lorenz, Willi Schuh, Ralph Königsfeld und Claus Herckrath. Bei den Vereinsmeisterschaften, die am Nikolaustag stattfanden, konnten man den 115 Kämpfer/innen bei den Kämpfen zusehen.

Unser 1.Vorsitzender Franz Hoffmann übernahm auch in der zweiten Jahreshälfte die Geschäftsführung im Ju-Jutsu-Verband NRW, um die beiden miteinander streitenden Verbände zusammenzuführen. Als neues Kursangebot wurde Aikido in unserem Programm aufgenommen. Hiermit wurde der Versuch gestartet, eine weitere Budosportart in unserem Verein zu installieren. Durch den Charakter der Sportart sollte der Einstieg gerade für Ältere und für Budosportinteressierte möglich gemacht werden.

Nachdem Pfingsten, wie alle Jahre wieder, auf dem Campingplatz von Duinrell verbracht worden war, machte sich Patrick Grabarek einen neuen Namen als „Panda-Killer“. Die Landesligamannschaft Herren wäre beinahe unter die Räder gekommen und konnte sich auf den Klassenerhalt rettenden 8 Tabellenplatz vorkämpfen. Es war nicht nur die lange Verletzungsmisere schuld, sondern auch die vom Deutschen Judobund durchgeführte Ligareform. Auf diesem Wege wurden von oben nach unten 15 Mannschaften durchgereicht.

Bei unserem Nikolausturnier am 10.12.1995 konnten Patrick Weber (Jug.D/C), Claus Herckrath (männl.Klasse), Maike Tauchert (Jug. Am Anfang des Jahres 1996 stellte aus persönlichen Gründen der Geschäftsführer Hermann-Josef Gilgenbach, sein Amt zur Verfügung. Die Mitgliederzahl verringerte sich auf 238 Personen. Diesem Trend entgegenwirkend konnten wir 3 neue Übungsleiter in unseren Vereinsbetrieb integrieren.

Sportlich konnte die Landesligaherrenmannschaft mit einem 5. Tabellenplatz abschliessen, wobei beim Heimkampf dem Tabellenersten und zweiten jeweils ein Bein gestellt worden ist. Oliver Schary kämpfte sich in der Jug. A von den Kreismeisterschaften (3.Platz), Bezirksmeisterschaften (2.Platz), Westdeutschen Meisterschaft (3.Platz) bis zu den Deutscheneinzelmeisterschaften vor. Das Kinderfest mit dem Namen „Tropical bei Yamato“ fand leider bei naßkaltem Wetter statt, obwohl der Juni so vielversprechend begann.

Nach seiner schweren Krankheit verstarb im Juli 1996 unser Kassenwart Heinz Honnef, der 14 Jahre lang diese arbeitsintensive und verantwortungsvolle Position innehatte. Mit seiner ruhigen und umsichtigen Art leitete er die Finanzgeschicke des Vereins bis kurz.

Jahr Mitgliederzahl
1968 88
1969 101
1970 120
1971 150
1981 151
1984 179
1986 204
1991 324
1993 365
1996 238