Die wichtigsten Regeln im MMA-Sport: Ein umfassender Überblick

MMA (Mixed Martial Arts) gewinnt weltweit immer mehr an Popularität und zieht Fans mit spektakulären Duellen in den Bann. Die Kämpfer zeigen vollen Einsatz, scheuen weder Risiken noch Verletzungen und liefern dabei pure Spannung. Diese Mischung aus Disziplin und Adrenalin macht MMA so faszinierend.

Doch auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht - beim Mixed Martial Arts (MMA) ist nicht alles erlaubt. Die wichtigsten Regeln und Verbote im Oktagon.

Die Kämpfer bedienen sich sowohl der Schlag- und Tritttechniken (Striking) des Boxens, Kickboxens, Taekwondo, Muay Thai und Karate als auch der Bodenkampf- und Ringtechniken (Grappling) des Brazilian Jiu-Jitsu, Ringens, Judo und Sambo.

Hier erfahrt ihr alles über die wichtigsten Regeln, Verbote und Vorschriften im MMA.

Die Vorgaben des offiziellen Regelwerks „Unified Rules of MMA“

Die Regeln des Mixed Martial Arts (MMA) variieren je nach Organisation und Land. Die Unified Rules of MMA definieren weltweit die Regeln, Gewichtsklassen und verbotenen Aktionen.

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Kampf-Voraussetzungen

Los geht’s bei den Kampf-Voraussetzungen! Diese betreffen Gewichtsklasse, Tiefschutz, Mundschutz und Handschuhe mit einem Gewicht zwischen vier und sechs Unzen (1 Oz = ca. 28 Gramm).

Erlaubte Techniken und Einschränkungen

Schlagen, Treten, Knie- und Ellbogenstöße sind erlaubt, aber auch hier gibt es einen Rahmen.

„Es gibt ein Regelwerk, das darauf abzielt, gesundheitliche Schäden zu vermeiden“, erklärt der Berliner MMA-Fighter Niko Samsonidse im Gespräch mit ntv/RTL. „Deswegen sind zum Beispiel Schläge auf den Hinterkopf verboten, weil das langwierige Folgen haben kann.“

Der Hinterkopf soll durch eine 5 Zentimeter breite verbotene Trefferzone geschützt werden, die sich über den Scheitel entlang der Wirbelsäule zieht. Zudem sind auch keine Kopfstöße, Tiefschläge, Schläge auf die Kehle und Stiche ins Auge des Gegners erlaubt. Kratzen, Beißen, Kneifen, die Finger- oder Zehgelenke zu attackieren, ist ebenfalls verboten. Ist bei einer solchen Aktion Absicht zu erkennen, kann das zum Punktabzug oder zur Disqualifikation führen.

Beim Kampf auf dem Boden. Ist ein Kämpfer in der Drei-Punkt-Haltung, also drei der vier Gliedmaßen berühren den Boden, darf nicht mit Kniestößen zum Kopf angegriffen werden. Ein Griff in die Handschuhe des Gegners - verboten. Der Griff in den Käfigzaun - bspw. um sich aufzurichten - verboten!

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Dauer der Kämpfe

Standardkämpfe dauern 3 Runden à 5 Minuten; Titelkämpfe 5 Runden.

Methoden zum Sieg

  • K.O. (Knockout)
  • T.K.O. (Technischer Knockout) durch den Ringrichter (bestätigt durch Ringrichter oder Ringarzt).
  • Aufgabe des Gegners durch Abklopfen oder mündliche Aufgabe (meist nach Hebel- oder Würgegriff).

Punktewertung

Wenn kein K.O. oder Aufgabe erfolgt, entscheidet die Punktwertung.

  • Gewinner einer Runde bekommt 10 Punkte, der Verlierer 9 Punkte (bei starker Unterlegenheit auch 8 Punkte).

Unentschieden

Bei beidseitiger Disqualifikation oder K.O. nach unbeabsichtigter unerlaubter Aktion kann der Kampf als Unentschieden gewertet werden.

Weitere wichtige Regeln in der MMA

Neben den festgelegten Siegmethoden und den Kampfbedingungen gibt es im MMA auch eine klare Liste an verbotenen Aktionen. Insgesamt gibt es 31 verschiedene Fouls, die unerlaubte Angriffe oder unsportliches Verhalten umfassen. Diese Verstöße können mit unterschiedlichen Strafen geahndet werden - von einer einfachen Verwarnung über einen Punktabzug bis hin zur Disqualifikation des Kämpfers.

Die wichtigsten verbotenen Aktionen im Überblick:

  • Beleidigungen, Spucken, Kratzen, Kneifen, das Festhalten der Hose des Gegners sowie Angriffe während Pausen oder Unterbrechungen gelten als Foul.
  • Missachtung der Schiedsrichterentscheidung, Eingriffe von außen und Kampfvermeidung werden ebenfalls bestraft.
  • Angriffe unter die Gürtellinie, auf die Wirbelsäule, den Hinterkopf und die Nieren sind strengstens verboten.
  • Kniestöße und Tritte gegen den Kopf eines am Boden liegenden Gegners sind unrechtmäßig.
  • Ein Kämpfer gilt als „am Boden“, wenn er mit beiden Füßen, einer Hand und einem weiteren Körperteil den Boden berührt.
  • Kopfstöße, Beißen, Haarziehen, Augenstechen und das Fishhooking (Greifen und Ziehen des Mundes) sind ebenfalls verboten.
  • Schläge und Griffe an die Kehle sowie das Greifen des Schlüsselbeins sind unzulässig.
  • Finger- und Zehenmanipulationen (z. B. Verdrehung oder Abspreizen) sind ebenfalls regelwidrig.
  • Greifen des Rings oder Käfigs oder das absichtliche Werfen des Gegners außerhalb des Rings oder Käfigs stellen einen Regelverstoß dar.
  • Fassen mit den Fingern in Körperöffnungen oder Wunden ist verboten.
  • Kampfverhalten, das den Gegner ohne Chance auf einen Sieg blockiert oder den Kampf vermeidet, wie z. B. das ständige Verlassen des Käfigs oder das Zurückweichen ohne Interaktion.

Wenn Kämpfer gegen die Regeln verstoßen, werden sie mit Verwarnungen, Punktabzügen oder Disqualifikationen bestraft, um Fairness und Sicherheit im Kampf zu gewährleisten.

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Welche Gewichtsklassen gibt es in der MMA?

In der MMA gibt es verschiedene Gewichtsklassen, die in den Unified Rules festgelegt sind.

Gewichtsklassen reichen von Strohgewicht (bis 52,2 kg) bis Superschwergewicht (ab 120,2 kg).

Gewichtsklassen im Überblick:

Gewichtsklasse Gewicht (kg)
Strohgewicht bis 52,2
Fliegengewicht bis 56,7
Bantamgewicht bis 61,2
Federgewicht bis 65,8
Leichtgewicht bis 70,3
Weltergewicht bis 77,1
Mittelgewicht bis 83,9
Halbschwergewicht bis 93,0
Schwergewicht bis 120,2
Superschwergewicht ab 120,2