Judo Matte Kreuzworträtsel: Einblick in die Welt des Judo

Judo, der "sanfte Weg", ist mehr als nur ein Kampfsport. Es ist eine Philosophie, die Körper und Geist schult. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte des Judo, von den Regeln und Wettkämpfen bis hin zu den Werten und der Bedeutung des Sports in der heutigen Gesellschaft.

Der Wettkampf im Judo

Ein Judo-Wettkampf folgt einem K.o.-System, ähnlich dem Tennis. Die besten acht Athleten der Weltrangliste sind gesetzt und treffen frühestens im Viertelfinale aufeinander. Anders als im Tennis gibt es im Judo jedoch die Möglichkeit, nach einer Viertelfinal-Niederlage in einer Hoffnungsrunde noch Dritter zu werden.

Das Wertungssystem

Das Wertungssystem im Judo ist relativ einfach:

  • Waza-ari: Ein halber Punkt, wenn der Gegner auf den Boden gebracht wird, ohne dass er auf dem Bauch oder platt auf dem Rücken liegt. Zwei Waza-ari bedeuten das Ende des Kampfes.
  • Ippon: Der Kampf wird vorzeitig beendet, wenn der Gegner platt auf den Rücken geworfen wird.

Falls kein Ippon erreicht wird, gewinnt derjenige, der nach Ablauf der Zeit mehr Punkte geholt hat. Ein Kampf dauert vier Minuten. Im Judo gibt es kein Unentschieden. Steht nach vier Minuten kein Sieger fest, wird weitergekämpft.

Techniken und Verletzungsrisiko

Um einen Gegner auf den Rücken zu legen, versucht man, ihn mit einem Wurf aus dem Stand auf den Boden zu bringen. Beliebte Würfe sind der O uchi gari (Fusswurf) und der Uchi mata (Fuss-Hüft-Wurf). Am Boden kann man den Gegner festhalten, würgen oder auf den Ellenbogen hebeln. Allerdings sind nicht alle Techniken erlaubt, da einige zu gefährlich sind.

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Der Sport birgt ein gewisses Verletzungsrisiko. Häufig kommen Kreuzbandrisse, Schulterverletzungen und kleinere Verletzungen an den Fingern vor.

Training und Vorbereitung

Professionelle Judoka trainieren in verschiedenen Bereichen: Kraft, Ausdauer, Technik, Gleichgewichtsübungen und Wettkampftraining. Vor Wettkämpfen spielt auch das Gewicht eine wichtige Rolle. Einige Athleten nutzen die Sauna, um ihr Gewicht zu reduzieren, um in der gewünschten Gewichtsklasse antreten zu können.

Evelyne Tschopp, eine erfolgreiche Schweizer Judoka, erklärte, dass es ohne die Möglichkeit in der Sauna oder auf dem Laufband zu schwitzen, schwieriger ist, das Wunschgewicht zu erreichen. Athleten müssen dann im Gang joggen, um ins Schwitzen zu kommen.

Mentale Aspekte

Während eines Kampfes konzentrieren sich Judoka darauf, Schritt für Schritt zu denken und sich auf ihre Fähigkeiten zu fokussieren. Das Mentale spielt eine erhebliche Rolle. Man hat nur vier Minuten Zeit und weiss, dass ein Fehler das Turnier kosten kann. Ablenkungen wie das Gewicht, die Auslosung oder die Turnierorganisation müssen ausgeblendet werden.

Die Werte des Judo

Judo wurde in Japan entwickelt und basiert auf den Prinzipien des Respekts, der Bescheidenheit und des Durchhaltevermögens. Jigoro Kano, der Begründer des Judo, forderte Respekt vor dem Gegner und das Siegen durch Nachgeben. Judo soll kein Gewaltsport sein, sondern ein "sanfter Weg".

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Bescheidenheit, Durchhaltevermögen, Motivation und der Wille, sich stets zu verbessern, sind wichtige Eigenschaften für einen Judoka. Es gehört sich nicht, auf der Judomatte zu prahlen. Zudem sollte man nicht allzu verletzungsanfällig sein.

Doping im Judo

Doping ist ein heikles Thema im Judo. Es ist vermessen zu sagen, dass niemand dopt. Aber Judo ist ein Sport, in dem Doping nicht alles ist. Es muss so viel zusammenpassen, um erfolgreich zu sein, dass man nicht sagen kann, dass man nur wegen Dopings gewinnt. In der Schweiz werden Athleten streng kontrolliert.

Judo in der Schweiz

In der Schweiz gibt es immer wieder gute Athleten, aber es fehlt die Masse. Viele beginnen als Kind mit dem Judo, bleiben aber nicht dabei, weil die Aussichten nicht rosig sind. Die Anerkennung eines Randsportlers ist in der Schweiz nicht gross, und ein gutes Einkommen kann man mit dem Sport auch nicht erzielen.

Durch die Sporthilfe, Preisgelder und die Unterstützung von privaten Sponsoren können sich Athleten über Wasser halten. Aber sie bekommen keinen Lohn vom Verband und auch keine dicken Preisgelder.

Der Fall Putin und die Werte des Judo

Russlands Präsident Wladimir Putin ist ein begeisterter Judoka. Allerdings wird ihm vorgeworfen, mit seinem Angriff auf die Ukraine die Werte des Judo verraten zu haben. Die IJF hat Putin daraufhin die Ehrenpräsidentschaft aufgehoben. Es gibt Forderungen, ihm den sechsten Dan zu entziehen.

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Yamashita, Präsident des japanischen Judoverbandes, äusserte sich enttäuscht über Putins Verhalten. Er betonte, dass Putins Aktionen gegen den Geist und den Zweck des Judo verstossen.

Tabelle: Wertungen im Judo

Wertung Beschreibung
Waza-ari Halber Punkt, Gegner wird auf den Boden gebracht, ohne flach auf dem Rücken zu liegen.
Ippon Voller Punkt, Gegner wird flach auf den Rücken geworfen. Kampf wird sofort beendet.