Woher kommt Karate und wie hat es sich entwickelt? Das, was wir heute als Karate kennen, entstand auf Okinawa, einer kleinen Insel mit zentraler Position zwischen Japan, China und Taiwan im Ostchinesischen Meer. Einheimische Zweikampfformen, bestimmte Formen von Tänzen und der Einfluss chinesischer Kampfkunstexperten ließen im Laufe der Jahrhunderte eine Vielzahl von Übungsformen, die Kata genannt werden, entstehen.
Die Wurzeln aller asiatischen Kampfsportarten sind zurückzuführen auf das Jahr 3000 v. Chr. In dieser Zeit gab es in der Region des heutigen Indiens ein Trainingssystem, um die Soldaten auch in Friedenszeiten kampfbereit zu halten. Dabei handelte es sich um eine Art von Yoga.
500 v. Chr. entstanden in Indien die Lehre des Buddhismus und in China die des Konfuzianismus sowie Taoismus. Sie entwickelten sich rasch zum philosophischen Gerüst der Kampfkünste in diesen beiden Ländern. Im Jahr 523 n. Chr. brachte der Mönch und Zen-Priester Bodhidarma seine Vorstellungen des Zenbuddhismus zum Shaolin Kloster nach China. Neben Meditationspraktiken und einigen Zen-Atmungsmethoden, lehrte er auch die indische Kampfkunst Vajramushti, die sich mit den im Shaolin Kloster schon vor seiner Ankunft bestehenden taoistischen Kampfkunstsystemen ergänzten. Es kam zu einer Verschmelzung von körperlichen und geistigen Elementen sowie zur Ausbildung eines richtigen Kampfkunstsystems.
Danach geriet diese Lehre lange Zeit in Vergessenheit und wurde erst im 13. China war damals Ausgangspunkt reger Handelsbeziehungen. Aufgrund dieser Tatsache wurden neben Handelswaren auch geistige und kulturelle Güter in andere Länder exportiert. Auf der Insel Okinawa im Süden Japans kam es zum Kontakt mit dem einheimischen Okinawa-Te, auch Tode genannt. Diese Form der okinawanischen Kampfkunst war sehr körperbetont und hatte einen relativ geringen bis gar keinen spirituellen Aspekt.
Die Entwicklung auf Okinawa
Eine eigene Art des Kampfes hatte auf Okinawa seit frühester Zeit existiert. Die Techniken waren rein kämpferisch und wiesen weder esoterische, noch gesundheitlich-therapeutische oder besondere künstlerische Aspekte auf. Sie wurden „Te“ („Technik“) genannt und waren lange Zeit die einzige etablierte Form der Kampfkunst auf dem Archipel.
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Es ist erwiesen, dass in der langen Zeit der Besatzung von Okinawa nicht nur das Tragen von Waffen, sondern auch das Ausüben von Kampfkünsten verboten war. So “tarnten” die Anhänger der Kampfkunst ihre Übungen auch in Tanzformen. Auch aus anderen Kulturen sind solche “Kampftänze” bekannt, so z.B. Capoeira, der brasilianischen Kampftanz oder dessen Ursprung, den afrikanischen NíGolo (Zebratanz). Die okinawische Kampfkunst wurde damals To-De (übersetzt: China-Hand) genannt.
Aufgrund von ständigen Bürgerkriegen verhängte König Sho Shin 1479 ein Waffenverbot, das bei Nichteinhaltung mit der Todesstrafe geahndet wurde. Dies ist auch der Grund, warum man eine Kampfkunst der "leeren Hand" entwickeln musste. Aber auch diese Kunst der leeren Hand wurde verboten und musste im Geheimen geübt werden. Nach der endgültigen Unterwerfung Okinawas durch den japanischen König Shimatzu im Jahr 1609 wurde dieses Waffenverbot erneuert. Tode Meister entwickelten daher tödlich effektive Methoden, die gegen die japanischen Unterdrücker angewendet wurden und schoben vorerst die philosophischen Inhalte der Kampfkünste in den Hintergrund.
Durch viele kämpferische Begegnungen zwischen Samurais und Meistern des Tode, die oft mit dem Tod des Samurai endeten, wusste man um die ungeheure Wirkung dieser Kunst.
Daher entwickelten sich am Ende des 17. Jahrhunderts 3 Städte zu den Zentren des Karate bzw. zu dessen Vorläufer, dem Okinawa Te. Die Namen dieser Städte waren Shuri, Tomari und Naha. Aus Ihnen gingen 3 der 4 heute praktizierten Hauptstilrichtungen hervor.
Die Verbreitung in Japan
Um 1870 herum kam es in Japan zu großen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen. Das Samurairittertum wurde ebenso wie das Waffenverbot abgeschafft und Okinawa wurde vollständig an Japan angegliedert. Dennoch wurde Karate weiterhin im Geheimen geübt und nur von Meister zu Schüler weitergegeben. Ein damaliges Meister - Schüler Verhältnis war jedoch deutlich inniger als man es heute meinen möchte. Der Schüler war quasi in die Familie des Meisters mit integriert.
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Gegen Anfang dieses Jahrhunderts, als die alten Kampfkünste in Japan eine Renaissance erlebten und zum nationalen Kulturgut und Erbe erhoben wurden, erwachte nach einem Besuch des japanischen Thronfolgers Hirohito im Jahr 1921 auf Okinawa, das Interesse am “exotischen”. Bestandteil seines Besuchsprogramms war eine Karatevorführung, die von Gichin Funakoshi organisiert wurde.
Als Meister Anko Itosu 1905 erstmals Karate öffentlich demonstrierte, brach er ein Tabu und zog sich den Zorn vieler anderer Meister des Karate zu. Trotzdem eröffnete er die ersten öffentlichen Trainingsstätten. Er rechtfertigte sich aber mit dem Argument, jegliche geistige Grundlage weggelassen zu haben und nur die körperlichen und gesundheitsfördernden Aspekte zu betonen.
Zum tatsächlichen Entstehen des Wortes Karate kam es erst 1922 durch Meister Gichin Funakoshi. Er wird als Begründer des modernen Karate und des Shotokan Stils angesehen, obwohl er selbst mit dieser Aussage nie sehr glücklich war. Für Ihn war Karate immer etwas Ganzheitliches und er hielt daher nicht sehr viel von der Trennung in einzelne Stilrichtungen.
1922 reiste Gichin Funakoshi nach Japan, um in Tokio Karate vorzustellen. Anlaß war eine Vorführung der alten japanischen Kampfkünste, zu der auch die Präfektur Okinawa eingeladen war. Karate fand nun erstmals vor einem breiteren Publikum Beachtung. Obwohl Funakoshi es nicht beabsichtigt hatte, blieb er, bedingt durch das rege Interesse, in Tokio um Karate zu unterrichten.
Funakoshi sollte den Kampfsport in Japan von den chinesischen Wurzeln trennen. Daher führte er unter anderem das Graduierungssystem und das Trainieren im Karate-Gi ein. Beides war früher ein Teil der alten japanischen Kampfkünste.
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Zu jener Zeit herrschten in Japan starke nationalistische Tendenzen vor. Daher wurden oftmals Begriffe getilgt, die auf eine chinesische Herkunft schließen ließen. So geschah dies auch im Fall des Begriffs “Karate”. Karate besteht in der japanischen Schriftart “Kanji”aus zwei Schriftzeichen, “kara” und “te”. Es gibt nun zwei Zeichen in der Kanji-Schrift (die unmittelbar von der chinesischen Schrift abstammt), die beide im japanischen “kara” ausgesprochen werden, jedoch unterschiedliche Bedeutung haben: “kara” (oder “ku”) für “Leere” und “kara” für “chinesisch” oder “Tang Dynastie”. Die Schreibung “chinesische Hand” war bis zu jenem Zeitpunkt allgemein anerkannt. Nun wurden, die Schriftzeichen ausgetauscht und somit die Deutung von “chinesisch” auf “Leere” geändert, ohne jedoch die Aussprache zu manipulieren. Dies stieß jedoch unter Traditionalisten auf herbe Kritik. Etliche Karate-Stile verwenden daher heute noch die alte Schreibweise.
“kara” steht für “Leere”, “te” steht für “Hand”. Die heute gängige Deutung für “leer” lautet auch “unbewaffnet”. Die zweite Deutung ist der Zustand der geistigen Harmonie mit dem Universum, das Stadium der “Leere” oder des “Nirvana”, welches im Zen-Buddhismus angestrebt wird. Das sind Deutungen, die Gichin Funakoshi in den zwanziger Jahren, nach seiner Ankunft in Tokio einführte.
Dazu kommt noch, dass die Sprache, die auf Okinawa gesprochen wird, stark vom Japanischen abweicht und so die Begrifflichkeit “japanisiert” und vor allem standardisiert werden mußte. Beispielhaft hierfür sei der Name einer Reihe von Übungsformen genannt: Heian. Die Kanji-Schriftzeichen für Heian werden in der okinawanischen Sprache genauso geschrieben, wie in der japanischen. Nur die Aussprache ist unterschiedlich: in Japan: Heian, in Okinawa: Pinan.
Auch diese Änderung der Aussprache ist auf Gichin Funakoshi zurückzuführen. Hironori Ohtsuka, der Begründer des Karate-Stils Wado-Ryu, studierte lange Zeit unter Funakoshi in Japan, bis er sich aufgrund von Differenzen von ihm trennte. Im Wado-Ryu ist heute noch die Aussprache Pinan geläufig, wie in den meisten anderen Karatestilen. Daraus läßt sich schließen, dass Funakoshi die Aussprache erst im Laufe der Zeit an die japanischen Verhältnisse anpaßte.
Der zweite Weltkrieg forderte viele Opfer unter Funakoshis Schülern und 1945 wurde das Dojo von Funakoshi durch Bomben zerstört. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden verschiedene Anstrengungen unternommen, Karate wieder aufzubauen. Der Nachfolger Gichin Funakoshis, sein Sohn Yoshitaka (Gigo) Funakoshi, starb 1946 an Tuberkulose. Sein Nachfolger wurde Shigeru Egami.
Allerdings hatten diese Pioniere des Shotokan wenig Einfluß auf die Nachkriegsentwicklung des Karate und Funakoshi wurde zum Markenzeichen und Aushängeschild der JKA (Japan Karate Association) die 1948 von Masatoshi Nakayama gegründet wurde und bei der Funakoshi Chefausbilder war.
Shotokan
Der Karatestil, der in unserer Abteilung betrieben wird, wird als Shotokan-Karate bezeichnet. Was heißt aber Shotokan? Shotokan war der Name der ersten in Tokyo im Frühjahr 1936 errichteten Übungsstätte (Dojo) für Karate, über deren Tür SHÔTÔ-KAN stand. Wobei “Sho-to” auf Gichin Funakoshi verweist, der mit diesem Pseudonym chinesische Gedichte signierte, die er während seiner Jugend schrieb. “Kan” steht für Haus oder Halle. Einfach interpretiert könnte man sagen: Halle des Sho-to. Gegen die Bezeichnung Shotokan als Karatestil wehrte sich Funakoshi vehement, da er der Überzeugung war, Karate solle keine Stilbegrenzungen kennen, von ihm stammt der Satz “Es gibt nur ein Karate-Do”. Die Geschichte ließ es jedoch zu, dass Shotokan als Stilbezeichnung heute gebräuchlich ist.
JKADie
Japan Karate Association wurde im Jahr 1948 gegründet. Der Verdienst der Gründer, allen voran Masatoshi Nakayama und Hidetaka Nishiyama, ist die weltweite Verbreitung des Karate. Durch sie wurde der Wettkampf ins Karate eingeführt. Karate war von einer alten Art der Selbstverteidigung zu einem zeitgemäßen Sport geworden. Die Instruktoren der JKA, bekannt durch ihre Wettkampferfolge und hervorragende Technik, wurden in die Welt ausgesandt um JKA-Karate, bzw. Shotokan-Karate zu verbreiten. Man hatte sich ja durch den Wettkampf selbst ein Maß für Qualität geschaffen, an dem sich andere Stile erst einmal messen lassen mußten. An der Dominanz der JKA, die Jahrzehnte andauerte gibt es kaum einen Zweifel. Seit 1987, als Masatoshi Nakayama unerwartet starb, ist die JKA in mehrere Splittergruppen zerfallen, die für sich jeweils die legitime Nachfolge Nakayamas beanspruchen. Aufgrund eines Gerichtsurteils, welches der Asai-Gruppe die Rechte am Zentral-Dojo zusichert, dürfte diese Gruppe, rein rechtlich gesehen, dem Nachfolgeanspruch am nächsten kommen. Andere Gruppen sind z.B. die Tanaka-Gruppe, sowie die Sugiura-Gruppe.
Karate in Deutschland
Wenn man von Karate in Deutschland spricht, muß man Jürgen Seydel meinen. Seit 1939 übte Jürgen Seydel Judo und kam dadurch 1957 erstmals mit Karate in Verbindung, als er zwei seiner Schüler zu einem Karatelehrgang in Südfrankreich schickte. Es sollte noch vier Jahre dauern, bis 1961 der DKB (Deutscher Karate Bund) gegründet wurde. Bis zum Jahr 1968 führte er technisch und administrativ den DKB an, bis 1968 Hirokazu Kanazawa als erster hauptamtlicher Bundestrainer von der JKA nach Deutschland entsandt wurde.
1970 tritt Hideo Ochi die Nachfolge Kanazawas an und prägt seither maßgeblich das Bild des Karate in Deutschland.
1976 wurde der DKV (Deutscher Karate Verband) gegründet, mit dem Ziel in den Deutschen Sportbund integriert zu werden und somit Bestandteil des organisierten Sports in Deutschland zu werden. Gründungsväter waren bereits erwähnter DKB, DJKV (Deutsch-Japanischer Karateverband) und GKD (Goju-Kai Deutschland). Nachdem noch die DKU (Deutsche Karate Union), die Sektion Karate des Deutschen Judobundes, sowie die WKD (Wado-Kai Deutschland) in den DKV integriert waren, wurde 1977 die Anerkennung als Spitzenverband für die Sportart Karate ausgesprochen. Die Landesverbände des DKV, im Fall unserer Abteilung der BKB (Bayerischer Karate Bund), sind Mitglied der jeweiligen Landessportverbände (z.B. BLSV Bayerischer Landessportverband).
Das Ziel, Karate in Deutschland unter dem Dach einer Organisation zu betreiben schien erreicht, bis es 1993 zur Abspaltung des DJKB (Deutscher JKA-Karate Bund) vom DKV kam. Hideo Ochi, der wie bereits oben erwähnt seit 1970 die technischen Geschicke als Bundestrainer lenkte, steht dieser neuen Organisation vor, die sich der Tradition der JKA verschrieben hat. Die Bereichsleitung Shotokan des DKV erhebt einen ähnlichen Anspruch für sich. Die Situation ist aus Sicht der Mitglieder äußerst bedauenswert. Es bleibt zu hoffen, dass das hervorragende technische Potential, das die eine Seite der jeweils anderen aus politischen Gründen vorenthält und das selbstverständlich auf beiden Seiten vorhanden ist, im Interesse der Karateka beider Lager wieder vereint wird oder alternativ sich beide Verbände positiv einander öffnen.
Nach 1993 werden Günther Mohr, Toni Dietl und Efthimios Karamitsos Bundestrainer des DKV. Die Abteilung Karate Grosshabersdorf des Sportvereins Großhabersdorf (www.sv-grosshabersdorf.de) ist Mitglied dieses Verbands.
Ursprung und Philosophie
Karate ist ein Kampfsport, dessen Ursprünge bis etwa zum Jahr 500 n. Chr. zurückreichen. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Laufe der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung. Als Sport ist Karate relativ jung: Erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstand in Japan aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk.
Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet "Karate-Do" so viel wie "der Weg der leeren Hand". Im wörtlichen Sinne heißt das: Der Karateka (Karatekämpfer) ist waffenlos, seine Hand ist leer. Das "Kara" (leer) ist aber auch ein ethischer Anspruch. Danach soll der Karateka sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um bei allem, was ihm begegnet, angemessen handeln zu können.
Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch konkret: Nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche Ziel, sondern die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und äußerste Konzentration. Die Achtung vor dem Gegner steht an oberster Stelle.
Sport für Körper und Geist
Im Training und Wettkampf werden Fuß- und Fauststöße vor dem Auftreten abgestoppt. Voraussetzung dafür ist Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Partner und natürlich eine gute Körperbeherrschung, die im Kihon (Grundschule) systematisch aufgebaut wird. Aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an Körper und Geist ist Karate ideal als Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags: Der Karateka trainiert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Das macht fit! Mit Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditation steigert er seine Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung.
Moderne und wirksame Selbstverteidigung
Viele Karateka üben ihren Sport aus, um sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Und tatsächlich ist Karate eine wirksame und praktikable Verteidigungsart. Kraft und körperliche Statur spielen in der Karate-Selbstverteidigung nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gelassenheit. Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik gerät, kann sich sinnvoll verteidigen. Deshalb vermitteln spezielle Lehrgänge neben technischen Fertigkeiten auch die psychologischen Komponenten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Diese Aspekte machen Karate-Selbstverteidigung insbesondere für Frauen und Mädchen interessant.
Ein Sport für alle
Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung: Karate eröffnet allen Altersgruppen und Interessenlagen ein breites sportliches Betätigungsfeld. Karate ist nicht nur interessant für Jung und Alt. Durch die Vielseitigkeit fördert Karate Gesundheit und Wohlbefinden. Auch deshalb haben sich viele junge und ältere Menschen für diesen Sport entschieden. In den meisten Vereinen gibt es Anfängerkurse, die den Einstieg leicht machen: Stufe um Stufe wachsen Geschicklichkeit und Leistungsvermögen. Die farbigen Gürtel der Budo-Sportarten sind dabei Hilfe und Ansporn.
Wettkampf und Tradition
Im Karate werden grundsätzlich zwei Wettkampf-Disziplinen unterschieden: Beim "Kumite" (Freikampf) stehen sich zwei Karateka auf einer Kampffläche gegenüber und versuchen, Stoß-, Schlag- und Tritt-Techniken anzubringen. Die Kriterien sind so gehalten, dass Verletzungen der Kampf-Partner ausgeschlossen sind: Wer sich nicht daranhält, wird disqualifiziert!
Die Disziplin "Kata" ist eine Abfolge genau festgelegter Angriffs- und Abwehr-Techniken gegen mehrere imaginäre Gegner, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Man unterscheidet rund 50 verschiedene Katas, deren Ästhetik im Einklang von Kampfgeist, Dynamik und Rhythmik liegt.
Karate ist somit eine sehr inklusive Aktivität, die auf die Bedürfnisse und Ziele verschiedener Personen zugeschnitten werden kann. Unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlichen Fähigkeiten gibt es im Karate oft einen Weg, der jedem Einzelnen entspricht.
Zusammenfassende Tabelle
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Ursprung | Okinawa, beeinflusst von chinesischen Kampfkünsten |
| Entwicklung | Geheime Übung unter Waffenverboten, später öffentliche Verbreitung |
| Verbreitung in Japan | Gichin Funakoshi brachte Karate nach Japan und passte es an |
| Philosophie | "Der Weg der leeren Hand", Selbstbeherrschung, Respekt |
| Wettkampfdisziplinen | Kumite (Freikampf) und Kata (Formen) |
| Vorteile | Selbstverteidigung, körperliche Fitness, mentale Disziplin |
