Karate Stetten am Kalten Markt: Informationen und Entwicklungen

Beim Kampfsport differenziert man zwischen unbewaffnetem Kampf, dem Kampf mit Waffen, welche man grob in Kurzwaffen und Langwaffen einteilen kann, sowie einem Mix aus beiden Stilarten. Zu den bekanntesten unbewaffneten Stilen gehören u.a. Boxen, Kickboxen, Krav Maga, Judo, Karate und Taekwondo.

Kampfsport für Kinder

Es gibt verschiedenste Meinungen, welche Kampfsportarten ab welchem Alter geeignet sind. Definitiv dazu gehören traditionell Judo, Karate und Taekwondo. In den letzten Jahren lässt sich auch eine Zunahme der Kinder-Angebote bei Kickboxen und Krav Maga beobachten.

Neue Entwicklungen in Frohnstetten

Stetten a. k. M.-Frohnstetten (neu). Mehrere Aktive einer bisher in einer Kampfsportschule organisierten Karategruppe hoben einen neuen Verein mit dem Namen "Budokan Heuberg Frohnstetten" aus der Taufe. Nachdem das zu Beginn des Jahres in der ehemaligen Grundschule angelaufene Trainingsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich sehr erfreulich entwickelte und regen Zulauf verzeichnete, war es die logische Folge, diese aufstrebende Entwicklung innerhalb den Strukturen eines eingetragenen Vereines fortzuführen. Gut ausgebildete und qualifizierte Kampfsportler aus der ganzen Region stehen dem neuen Verein als Übungsleiter zur Verfügung.

Nach der Verabschiedung der Satzung wählten die Gründungsmitglieder den ersten Vorstand mit folgender Besetzung: Vorsitzender ist Jürgen Fehrenbacher, stellvertretender Vorsitzender Thomas Schmid, Kassiererin Diana Maier. Sportwart ist Björn Kranke, Jugendwart Andre Oschmann. Beisitzer sind Silvio de Gori und Walter Ruh; Kassenprüfer Karin Halder und Kerstin Mallat.

Nach der Gründung des neuen Vereins warten schon die ersten Aufgaben auf das Vorstandsteam. Mit einer großen Kampfsportveranstaltung am Samstag, 28. September, möchte sich der neue Verein ab 15 Uhr in der Hohenzollernhalle erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und seine vielfältige Angebotspalette vorstellen.

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Selbstverteidigungskurs für Frauen und Mädchen in Illmensee

19 Teilnehmerinnen beteiligten sich am Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für Frauen und Mädchen in der Drei-Seen-Halle in Illmensee. Zum internationalen Weltfrauentag hatte Siegfried Forster, Leiter des Karate Dojo Illmensee, seinen jährlichen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für Frauen und Mädchen in der Drei-Seen-Halle angeboten. Von 9 bis 16 Uhr lernten und trainierten die 19 Teilnehmerinnen, im Alter zwischen zwölf und 40 Jahren, einfache, aber effektive Techniken zur Selbstverteidigung. Der Kurs begann mit einer kurzen Theorieeinführung und einem Aufwärmtraining.

Die ersten Handgriffe hatten zum Ziel, die eigenen Handgelenke aus einem fremden, ungewollten Griff zu befreien und wurden nach langsamer, detaillierter Demonstration in Paaren geübt und wiederholt. Die Bewegungen sollen jeweils auf die „gute Seite“ ausgerichtet werden.

Wichtige Techniken und Strategien

Im Falle eines Würgegriffs gelte zunächst: Kinn nach unten, um Restluft zu generieren und sich anschließend mit der richtigen Technik aus dem Griff zu lösen. Immer wieder wurde der Griff ins Gesicht des angreifenden Gegenübers erwähnt, mit dem die verteidigende Person Schmerzen und Orientierungsverlust verursachen kann und somit Zeit zur Flucht oder Hilfesuche generiert. Gegebenenfalls können so auch DNA-Spuren gesammelt werden, die später zur Ermittlung des Täters führen können.

Die Teilnehmerinnen erzählen dabei von Hemmungen, in die Zone eines fremden Gesichts einzudringen und diese sogar zu verletzen und auch sonst einem anderen Menschen Schmerzen und Schaden zuzufügen. Dass dies im Ernstfall egal sein muss, betonte Forster und legte dar, wie einen ein Angriff, der beispielweise in einer Vergewaltigung enden könnte, sein ganzes Leben lang begleiten wird. Die Frauen sollen verstehen, was einem der Gegenüber antun würde und dass jeder das Recht habe, sich in Notwehr zu verteidigen.

Siegfried Forster erklärte, was bereits eine aufrechte Körperhaltung und eine laute Stimme im Ernstfall ausmachen können. Auch sei es wichtig, eine fremde, übergriffige Person zu siezen, um der Umgebung zu signalisieren, dass man nicht zusammengehört.

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Das aktive und spezifische Ansprechen von Leuten um sich herum, um nach Hilfe zu fragen und Zivilcourage einzufordern, wurde ebenfalls thematisiert.

Nach der Mittagspause wurden noch einmal einige Techniken wiederholt und die Befreiung aus einem Bodenkampf demonstriert und geübt, sowie die richtige Ausführung von Schlägen und Tritten und das lautstarke und selbstbewusste Ausrufen des Satzes: Halt, stopp, lassen Sie mich in Ruhe.

In der Halle und unter den Teilnehmern herrschte trotz des ernsten Zweckes des Kurses eine lockere Atmosphäre, in der alle per-Du waren und einen sicheren Raum für persönliche Themen und Sorgen bot.

Weitere Kampfsportangebote in der Region

Neben Karate gibt es in Stetten am Kalten Markt und Umgebung eine Vielzahl weiterer Kampfsportangebote:

  • KarMMA: Bietet Kickboxen, Boxen und MMA, mit speziellem Fokus auf Frauen.
  • TSV Aach-Linz e.V.: Ursprünglich ein Turnverein, bietet heute verschiedene sportliche Aktivitäten.
  • Turnverein Mengen: Fördert Fairness, Teamgeist und Toleranz.
  • Karate Dojo Ostrach e.V.: Bietet regelmäßiges Kindertraining an.
  • TSV Herbertingen e.V.: Bietet verschiedene Sparten, darunter Badminton.

Bujukai in Frohnstetten

„Kämpfen lernen, um nicht kämpfen zu müssen“, mit diesen Worten eröffnete der Vereinsvorsitzende Hans Joachim Schaffrinna die Zusammenkunft und wies gleich in seiner Einleitung darauf hin, dass im Mittelpunkte der angebotenen Trainingseinheiten primär die Schulung von Koordination, Gleichgewichtssinn, die Freude an der Bewegung und damit verbunden die eigene Persönlichkeitsentwicklung bei dem im Verein betriebenen Kampfsportsystem Bujukai absolut im Vordergrund stehe und nicht die Perfektionierung irgend eines Kampfsportstils.

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Aus kleinen Anfängen heraus habe sich in Frohnstetten inzwischen dank einiger Zugänge ein Stamm von 13 aktiven und sechs passiven Mitgliedern etabliert. Die Aktiven treffen sich jeden Mittwoch zum gemeinsamen Training in der alten Grundschule. Der Trainingsfleiß ist hoch, was sich auch schon in einigen bestandenen Gürtelprüfungen niederschlug.

Auf erfreuliche Resonanz stieß auch der im November abgehaltene Selbstverteidigungskurs für Frauen, bei dem Schaffrinna nicht nur die Grundlagen der Selbstverteidigung vermittelte, sondern vor allem auch auf den Stellenwert der mentalen Stärke einging. Demnächst soll wieder eine öffentliches Probe und Schnuppertraining angeboten werden.

Kassiererin Christiane Schwarzenbach konnte von einer positiven Entwicklung der Vereinsfinanzen berichten, die es den Sportlern erlauben sollte, in die benötigten neuen Matten für den Übungsbetrieb zu investieren.