Karate Kumite Punktesystem Regeln

Der KDNW e.V. ist ein Dachverband für Leistungs- und Breitensportler. Diese zweiteilige Serie „Kleine Regelkunde“ soll Karateka und interessierten Laien die wichtigsten Basics der aktuell geltenden Wettkampfregeln Kata und Kumite vermitteln.

Wertungskriterien

Wird eine Technik zu einer der sieben Zielregionen ausgeführt, muss sie sechs Wertungskriterien erfüllen, um zu punkten:

  1. Gute Form: Eine gut ausgeführte Technik, effektiv innerhalb traditioneller Karatebegriffe.
  2. Korrekte Haltung: Keine böswillige Haltung, Konzentration ohne schlechte Absichten.
  3. Kraftvolle Ausführung
  4. Zanshin: Wachsamkeit und Konzentration vor, während und nach der Technik.
  5. Gutes Timing: Dann ausführen, wenn die Technik möglichst effektiv ist.
  6. Korrekte Distanz: Bei Senioren zwischen 5 cm und kontrollierter Berührung je nach Zielregion; bei Kindern, Schülern, Jugend, Junioren zum Kopf bzw.

Kategorien von Regelverstößen

Kategorie 1:

  1. Techniken mit massivem Kontakt ohne Rücksicht auf die Zielregion / Kontakt zur Kehle
  2. Angriffe auf Arme, Beine, Leiste, Gelenke oder Spann
  3. Angriffe zum Gesicht mit offenen Handtechniken

Kategorie 2:

  1. Vortäuschen oder Übertreiben einer Verletzung (min. direkt Hansoku-Chui)
  2. Verlassen der Kampffläche (Jogai) (in den letzten 10 Sekunden direkt Hansoku-Chui)
  3. Selbstgefährdung oder Fehlen adäquater Maßnahmen zur Selbstverteidigung (Mubobi). Nur bei Treffer oder Verletzung zu ahnden.
  4. Kampfvermeiden (in den letzten 10 Sekunden direkt Hansoku-Chui)
  5. Fassen, Klammern, Ziehen, Drücken, Brust-an-Brust-Stehen ohne den Versuch innerhalb von 2 Sekunden eine Technik oder einen Wurf auszuführen (in den letzten 10 Sekunden direkt Hansoku-Chui)
  6. Unkontrollierte Angriffe (wenn sie nicht treffen)
  7. Vorgetäuschte Angriffe mit dem Kopf, Knie oder Ellenbogen
  8. Sprechen, Missachten der Befehle des Kampfrichters, Verletzungen der Etikette

Strafen

Im Karate Kumite gibt es verschiedene Arten von Strafen für Regelverstöße:

  • Chukoku (Verwarnung): Wird bei geringen Vergehen bzw. bei der ersten geringeren Regelverletzung ausgesprochen.
  • Keikoku (Verwarnung): Wird bei geringeren Verstößen erteilt, nachdem bereits Chukoku ausgesprochen wurde.
  • Hansoku-Chui (Verwarnung): Wird für Regelverstöße gegeben, wenn bereits Keikoku erteilt wurde.
  • Hansoku (Strafe): Bei Hansoku wird der Kämpfer disqualifiziert.
  • Shikkaku (Strafe): Disqualifikation vom gesamten Turnier, einer Meisterschaft oder längere Sperre. Die Grenzen des Shikkaku werden von der Kampfrichterkommission bestimmt. Wird erteilt bei böswilligem Verhalten und Benehmen, das dem Prestige oder der Ehre des Karate-Do schaden.

Zehn-Sekunden-Regel

Ein Kämpfer, der fällt, geworfen oder niedergeschlagen wird und nicht innerhalb von zehn Sekunden wieder ganz auf die Beine kommt, wird für kampfunfähig erklärt und aus dem gesamten Kumite-Wettkampf des Turniers zurückgezogen.

Der Referee signalisiert dem Zeitnehmer die Zehn-Sekunden-Uhr zu starten, indem er pfeift, den Arm hebt und den Arzt ruft. Der Zeitnehmer stoppt die Zeit, wenn er den Arm erneut hebt.

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Immer, wenn die Zehn-Sekunden-Uhr gestartet wurde, muss der Arzt den Wettkämpfer untersuchen.

Die Kampfzeit wird jedes Mal gestoppt, wenn der Kampf durch den Referee unterbrochen wird.

Kampfrichter (Referee)

Er leitet den Kampf und gibt alle Kommandos.

Entscheidung

Sieger/in ist, wer nach Ablauf der Kampfzeit mehr Punkte hat oder wer eine klare Führung von acht Punkten erzielt.

Man entscheidet den Kampf außerdem für sich, wenn der Gegner disqualifiziert wird (Hansoku oder Shikkaku) oder den Kampf aufgibt / aufgeben muss (Kiken).

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Team-Wettkämpfe

In der Disziplin Kumite-Team besteht ein Team bei den Herren aus fünf Kämpfern (plus zwei Ersatzkämpfer) und bei den Damen aus drei Kämpferinnen (plus eine Ersatzkämpferin).

Das Team, was die erforderliche Anzahl an Siegen erringt (Herren: 3, Damen: 2), gewinnt die gesamte Begegnung.

Im Team-Wettkampf können die einzelnen Kämpfe der Begegnung auch unentschieden enden.

Erzielen beide Teams die gleiche Anzahl an Siegen, siegt das Team, welches in allen Kämpfen der Begegnung zusammen mehr Punkte erzielt hat.

Schützer

Gekämpft wird mit Faust-, Fuß- und Schienbeinschonern in rot bzw. blau. Auch ein Zahnschutz ist Pflicht, ebenso wie der WKF-Körperschutz und für Damen zusätzlich der Brustschutz. Ein Tiefschutz ist nicht Pflicht.

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Weitere Informationen

Grundlage dieser Regelkunde ist das Regelwerk der World Karate Federation (Revision 8.0, effective from 1.1.2013). Auf Bundesebene gelten in einzelnen Punkten Sonder- bzw. Übergangsregelungen. Auch auf Landes- und Bezirksebene sowie insbesondere bei Privatturnieren sind Abweichungen möglich, z.B. die Anwendung des so genannten „Spiegelsystems“ im Kumite, die Einrichtung zusätzlicher Alters- und Leistungsgruppen usw.

Der Kampf wird unterbrochen, wenn:

  • dem das Kampf Ende signalisiert wird, ist gültig.
  • beide Kämpfer außerhalb der Kampffläche sind.
  • eine Karatetechnik anzubringen versucht werden.
  • liegt.
  • dass der Gegner beim Fegen festgehalten wird wie z.B. vermisst wird.
  • zum Gegenangriff).
  • die vollendete Technik das Ziel erreicht oder fast berührt.
  • entfernt sind haben die korrekte Distanz.
  • wird.
  • werden, solange sie oberhalb des Schambeins treffen.
  • die Kehle ist eine Zielregion.
  • Techniken, die auf den Schulterblättern landen sind wertbar.
  • nicht sofort anhält.
  • Strafen mehr ausgesprochen werden können.
  • der Kampfentscheidung verlassen.
  • Wahre AIUCHI sind selten.
  • sein, beide mit guter Ausführung, etc.
  • eine effektive Treffer.
  • ein Treffer ist.