Karate Kid IV – Die nächste Generation: Eine Analyse des Films

„Karate Kid IV - Die nächste Generation“ ist der vierte Film der Reihe und versucht, mit einer neuen Hauptfigur frischen Wind in das Franchise zu bringen.

Unter der Regie von Christopher Cain übernimmt diesmal Hilary Swank die Hauptrolle, während Pat Morita erneut als der weise Mr. Miyagi zurückkehrt.

Nach drei Filmen um Daniel LaRusso folgte zehn Jahre nach dem Original das Reboot „The Next Karate Kid“.

Mr. Miyagi (Pat Morita) bleibt, doch er bekommt eine neue Schülerin, die bockige Julie (Hilary Swank), die unter dem Tod ihrer Eltern leidet.

Nach dreimal „Karate Kid“ mit Daniel-san war nicht nur die Geschichte des jungen Kampfkunsttalents mehr als auserzählt, auch Hauptdarsteller Ralph Macchio wurde langsam zu alt für den Part.

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Handlung und Charaktere

Mister Miyagi soll Julie Pierce helfen, von ihrem jugendlichen Zorn loszukommen.

Die junge Rebellin ist die Tochter einer befreundeten Familie und ist gerade an eine neue Schule gekommen.

Dort wird sie von ihren Mitschülern traktiert, weswegen sie sich von Miyagi einige Tricks aneignet und zu seiner Meisterschülerin wird.

Aber Julie muss nicht nur lernen, wie sie sich richtig und effektiv verteidigen kann.

Viel wichtiger ist, dass ihr beigebracht wird, wie sie ihre Aggressionen in positive Energie umleiten kann, um so nicht von Wut zerfressen zu werden.

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Die große Konstante bleibt Mr. Miyagi (Pat Morita), den es im Sequel nach Boston verschlägt, wo er an einer Ehrung für Soldaten des Zweiten Weltkriegs teilnimmt, ebenso wie Louisa Pierce (Constance Towers), die Witwe eines verstorbenen Kameraden.

Die hat so ihre liebe Not mit ihrer bockigen Enkelin Julie (Hilary Swank), die den Unfalltod ihrer Eltern nicht gut verkraftet.

Also bietet Miyagi der gestressten Louisa an, dass sie sein Domizil in Kalifornien nutzen kann, während er sich eine Weile um Julie kümmert.

Dem weisen Miyagi wird schnell klar, dass Julie eine Menge unverarbeiteter Probleme hat, die ihre Ursachen im Unfalltod ihrer Eltern haben.

Auch Louisa bestätigt Miyagi, dass sie mit der Erziehung Louisas einfach überfordert ist.

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Daraufhin macht Miyagi der Witwe seines Freundes einen Vorschlag: Er will sich in Zukunft um Julie kümmern und zieht deshalb sogar eigens nach Boston.

Zunächst hat aber auch Miyagi große Probleme mit der verschlossenen Julie, doch dann wendet sie sich eines Tages doch hilfesuchend an ihn, als sie große Schwierigkeiten mit einem rabiaten Schülerclan namens "Alpha-Liga" und einem reaktionären Lehrer an der Schule hat.

Julie bittet Miyagi, ihr einige Karate-Tricks beizubringen, damit sie sich gegen Ned, den Anführer der Alpha-Liga verteidigen kann.

Widerstrebend zeigt der friedliebende Miyagi seinem Schützling einige Kniffe, die Julie mit Erfolg bei ihrer nächsten Konfrontation mit Ned anbringen kann.

Doch dann wird sie für zwei Wochen von der Schule suspendiert.

Da schlägt Miyagi Julie vor, die Zeit zu nutzen, um mit ihm ein nahegelegenes buddhistisches Kloster aufzusuchen.

Die Oscar®-Preisträgerin Hilary Swank (Beste Hauptdarstellerin, Million Dollar Baby, 2004) glänzt in ihrer ersten Hauptrolle als KARATE KID IV - DIE NÄCHSTE GENERATION an der Seite von dem Oscar®-nominierten Noriyuki „Pat” (Bester Nebendarsteller, Karate Kid, 1984).

Julie Pierce (Hilary Swank) ist 17, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen und sie in die Obhut des weisen und geduldigen Mr. Miyagi (Morita) gegeben wird.

Er lehrt dem aufsässigem Teenager, wie sich durch die heilende Kraft des Kampfsports Aggressionen abbauen lassen.

Der weise Karatelehrer Miyagi nimmt sich des verschlossenen und mürrischen Mädchens an.

Bei einem Veteranentreffen trifft der Ex-Soldat und Karatemeister Miyagi auf Louisa, die Witwe seines Freundes, der ihm einst im Krieg das Leben gerettet hat.

Louisa wird von ihrer Enkelin Julie begleitet, einem 17-jährigen, sehr verschlossenen und mürrischen Mädchen, das bei ihrer Großmutter lebt, seit ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen.

Mr. Miyagi soll sich zwei Wochen lang um Julie kümmern, welche eine schwierige Teenagerin ist.

Stärken und Schwächen des Films

Karate Kid 4 hat zwei Stärken und eine ganz große Schwäche.

Die Schwäche ist das Drehbuch.

Denn die Geschichte die hier erzählt wird ist ziemlich 0815, fühlt sich nicht sehr homogen an.

Die beiden stärken sind die zwei Hauptdarteller.

Zum einen Pat Morita als Mr. Miyagi, zum anderen Hilary Swank als Julie.

Swank kannte damals niemand.

Gut zehn Jahre später war sie zweifache Oscarpreisträgerin.

Aber schon bei Karate Kid 4 hat sie eine angenehme Ausstrahlung und auch wenn das Drehbuch nicht viel hergibt spielt sie die Sache schon ordentlich und herzlich.

Pat Morita als Mr. Miyagi ist toll zu sehen.

Leider hat er hier nicht ganz so starke Dialoge bekommen und durch das fehlende Karate fehlt auch der Figur etwas.

In einer Szene nimmt Mr. Myagi ein Bild von Daniel LaRusso in die Hand - was aus dem „Ur“-Karate Kid eigentlich geworden ist, verrät der Film aber leider nicht.

Stattdessen wird eigentlich nur die Handlung des ersten Films abgekupfert - nur eben, dass es diesmal ein ruppiges Mädchen ist.

Karate Kid IV ("The next Karate Kid") macht einfach alles falsch.

- Die Hauptakteurin "Julie" kann zu keinem Zeitpunkt überzeugen und damit ist bei einem Kampfsportfilm eigentlich von vorneherein auch schon alles verloren.

Weder Charisma noch Können sind erkennbar.

Hintergründe und Kritik

Weil sich der Jugendfilm in den 1990ern von Suburb-Fantasien eines John Hughes entfernte und etwas kerniger sein wollte, sind hier nicht einfach nur irgendwelche Bullys die Schurken.

An Julies Schule gibt es neben normalem Unterricht auch noch militärischen Drill für einige männliche Jugendliche, die von ihrem Ausbilder Colonel Dugan (Michael Ironside) auch gleich noch als Ordnungshüter eingesetzt werden.

Unglücklicherweise hat Ned (Michael Cavalieri), ein führendes Mitglied der Alpha Elite genannten Bruderschaft, ein Auge auf Julie geworfen und akzeptiert kein Nein.

Später findet der Zuschauer heraus, dass dies nicht etwa die Lovers Lane von Boston ist, sondern dass sich die Alpha Elite da prügelt - hat Ned vielleicht ein etwas anderes Verständnis von Sexualität als der Rest der Menschheit?

Jedenfalls sind das keine Umstände, die Julie weltoffener oder weniger verbittert machen.

Als Miyagi jedoch ihr Talent für Kampfkunst erkennt, unterrichtet er sie in Karate, wie früher ihren Großvater.

„The Next Karate Kid“ sollte nicht einfach nur eine Neuauflage mit Genderwechsel bei der Hauptfigur sein, sondern tatsächlich ein paar Sachen bei ähnlichem Grundgerüst anders machen.

Dummerweise schmiss man dabei vor allem jene Aspekte über Bord, die den Charme von „Karate Kid“ ausmachten.