Karate Kid: Die Filme und Serien in der richtigen Reihenfolge

Mit „Karate Kid“ erschien 1984 ein Film, der nicht nur zahlreiche Fortsetzungen nach sich zog, sondern selbst zu einem absoluten Klassiker wurde und einen kleinen Karate-Boom auslöste. Die Geschichte um Daniel LaRusso und Mr. Miyagi machte die Darsteller Ralph Macchio und Pat Morita zu Weltstars. Neben den Filmen wird die Geschichte auch in Form einer Serie fortgesetzt. Bei den vielen Filmen und Serien blickt ihr nicht mehr richtig durch? Kein Problem, dann seid ihr hier genau richtig. Wir verraten euch, in welcher Reihenfolge ihr das „Karate Kid“-Franchise schauen müsst.

Das „Karate Kid“-Universum ist seit den 80ern stetig gewachsen.

Die Reihenfolge nach Erscheinungsdatum

Der erste Teil sorgte 1984 für großes Aufsehen. Auch im zweiten Teil sind Ralph Macchio und Pat Morita zu sehen. Nach dem dritten Teil verabschiedete sich Ralph Macchio und machte Platz für Nachfolgerin Hilary Swank, bevor der erste Teil 2010 ein Remake mit Jackie Chan als der Kung Fu-Lehrer Mr. Han erhielt. 2018 wurde dann die Serie „Cobra Kai“ ins Leben gerufen, die zunächst den Fokus auf Johnny Lawrence (William Zabka) setzte und die Rivalität zwischen ihm und Daniel LaRusso neu entfachte. Mai 2025 folgte in „Karate Kid: Legends“ spektakuläre Action für die Kino-Leinwand.

Nachfolgend haben wir euch die Reihenfolge nach Erscheinungsdatum aufgelistet:

  1. „Karate Kid“ (1984)
  2. „Karate Kid II: Entscheidung in Okinawa“ (1986)
  3. „Karate Kid III: Die letzte Entscheidung“ (1989)
  4. „Karate Kid“-Zeichentrickserie (1989)
  5. „Karate Kid IV: Die nächste Generation“ (1994)
  6. „Karate Kid“ (2010)
  7. „Cobra Kai“ (2018-2025)
  8. „Karate Kid: Legends“ (2025)

Die Filme im Detail

„Karate Kid“ (1984)

Der junge Daniel (Ralph Macchio) hat Schwierigkeiten, sich nach dem Umzug von New Jersey nach Los Angeles einzugewöhnen. Als er sich in die hübsche Ali (Elisabeth Sue) verguckt, wird ihr Ex-Freund Johnny (William Zabka) eifersüchtig und beginnt, Daniel zu schikanieren. Zur Rettung kommt der alternde Hausmeister Mr. Miyagi, der Daniel in Karate unterweist.

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„Karate Kid II: Entscheidung in Okinawa“ (1986)

Mr. Miyagi erhält die Nachricht, dass sein Vater im Sterben liegt und reist nach über 40 Jahren das erste Mal wieder nach Japan. Daniel entscheidet sich dazu, ihn zu begleiten. In Okinawa begegnen sie Miyagis ehemals bestem Freund Sato (Danny Kamekona), der nach 45 Jahren noch immer Hass auf Miyagi verspürt. Deshalb fordert er Miyagi zum Kampf auf Leben und Tod, während sein Neffe Chozen (Yuji Okumoto) es auf Daniel abgesehen hat.

Der Film beginnt mit einem Zusammenschnitt der Ereignisse des ersten Teils. Das fand ich ungewöhnlich und habe ich so noch nicht bewusst bei Filmen erlebt. Weiterhin setzt „Karate Kid II: Entscheidung in Okinawa“ nahtlos nach dem Finale des ersten Teils an, was ich einen netten Kniff fand. Nach diesem Prolog geht es für Mr. Miyagi und Daniel recht schnell nach Okinawa, wo sich der Karatelehrer mit seiner Vergangenheit konfrontiert sieht. Die Geschichte wirkt recht konstruiert und der Film kann sich nicht so recht zwischen ernsthafter Bedrohung und Jugendabenteuer mit Liebesgeschichte entscheiden.

„Karate Kid III: Die letzte Entscheidung“ (1989)

Der Inhaber des Cobra Kai Dojos Kreese (Martin Kove) will sich nach der Niederlage beim Hauptkampf der Meisterschaftsveranstaltung an Miyagi und Daniel rächen, weshalb dieser Teil an der Handlung des ersten Teils ansetzt. Kreese holt sich Hilfe bei seinem alten Freund Terry Silver (Thomas Ian Griffith), der einen Keil zwischen Miyagi und Daniel treiben soll. Dieser engagiert Mike Barnes (Sean Kanan), den Bad Boy des Karate, um Daniel dazu zu zwingen, erneut am All Valley Turnier teilzunehmen.

„Karate Kid“-Zeichentrickserie (1989)

Die Zeichentrickserie erschien im selben Jahr wie der dritte Teil und stellt auch Mr. Miyagi und Daniel in den Mittelpunkt. Hinzukommt die Figur Taki Tamurai. Doch die Serie hat nicht viel mit den Filmen zu tun, denn hier sind Mr. Miyagi und Daniel auf der Suche nach dem heiligen Schrein. Daher gehört die Serie auch nicht zum Kanon des Franchises.

„Karate Kid IV: Die nächste Generation“ (1994)

Julie Pierce (Hilary Swank) leidet unter dem Tod ihrer Eltern und lebt bei ihrer Großmutter. Da diese mit ihrer rebellischen Enkelin nicht auskommt, bittet sie einen ehemaligen Kriegskameraden ihres Mannes um Hilfe. Bei diesem handelt es sich um Mr. Miyagi, der sie unter seine Fittiche nimmt. Nach einigen Problemen in der Schule nimmt Miyagi Julie mit zu einem Kloster, in dem er Julie die fernöstliche Lebensphilosophie und Karate näher bringt.

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„Karate Kid“ (2010)

Der zwölfjährige Dre Parker (Jaden Smith) zieht mit seiner Mutter von Detroit nach China, wovon er gar nicht begeistert ist. Als er mit seiner Klassenkameradin Mei Ying (Wenwen Han) spricht, mischt sich Cheng (Zhenwei Wang) ein und verprügelt Dre. Fortan drangsaliert er den zugezogenen Amerikaner mit seinen Freund*innen, bis dieser von Mr. Han (Jackie Chan) gerettet wird. Um bei einem Kung-Fu Turnier den Respekt von Cheng und seinen Freund*innen zu erlangen, trainiert Mr. Han ihn in der Kampfkunst. Es handelt sich um ein Reboot, das sich nicht in die Originalreihe einordnen lässt. Dennoch liegt es chronologisch zwischen den Filmen und der ersten „Karate Kid“-Serie.

„Cobra Kai“ (2018-2025)

34 Jahre nach seiner Niederlage im All Valley Turnier gegen Daniel LaRusso ist Johny (William Zabka) noch immer am Boden. Er hat eine Scheidung hinter sich und sein einziger Sohn Robby (Tanner Buchanan) will nichts von ihm wissen. Als er den jungen Miguel (Xolo Mariduena) aus der Nachbarschaft vor einer Gruppe Mobbern rettet, bittet dieser, ihn in Karate zu unterweisen. Nach anfänglichem Zögern gibt Johnny nach und eröffnet ein neues Cobra Kai-Dojo. Das bleibt vor Daniel nicht verborgen, der fürchtet, dass Johnny denselben Weg einschlagen wird, wie einst dessen Lehrer John Kreese. Dadurch erwacht die Rivalität der beiden von Neuem.

„Karate Kid: Legends“ (2025)

Mai 2025 ist ein neuer „Karate Kid“-Film gestartet, der an „Cobra Kai“ anschließt. Es kehren Jackie Chan als Mr. Han und auch Ralph Macchio als Daniel LaRusso zurück. Mr. Han hat den Teenager Li Fong (Ben Wang) unterrichtet und er ist ihm sehr ans Herz gewachsen. Als Li von Peking nach New York City ziehen muss, sucht Han den Schüler seines alten Freundes Miyagi auf, der an der Westküste der USA lebt. Er bittet Daniel, sich Li anzunehmen.

Li Fong (Ben Wang) zieht mit sein­er Mut­ter (Ming-Na Wen) von Peking nach New York. In Peking hat er unter Anleitung seines Lehrmeis­ters Mr. Han (Jack­ie Chan) Kung Fu gel­ernt. Nach ein­er Tragödie in der Fam­i­lie ver­bi­eted Lis Mut­ter ihm mit Kampf­s­port jed­wed­er Art weit­erzu­machen. In New York fre­un­det sich Li mit Mia Lipani (Sadie Stan­ley), Tochter des Ex-Preis­box­ers und Pizze­ria-Betreibers Vic­tor Lipani (Joshua Jack­son) an. Diese ist zufäl­liger­weise auch die Ex-Fre­undin des bru­tal­en Karate-Cham­pi­ons Con­nor Day (Aramis Knight). Nach ersten, kon­flik­tre­ichen Aufeinan­dertr­e­f­fen fordert Con­nor den zuge­zo­ge­nen Li her­aus, am hochdotieren Karate-Turnier Five Bor­oughs teilzunehmen. An diesem Punkt tritt auch Lis Kung Fu-Meis­ter Mr.

Die Schauspieler von Karate Kid

Hauptdarsteller Ralph Macchio bleibt unvergessen als Daniel LaRusso, dessen Kranich-Tritt am Ende von "Karate Kid" sich tief ins Gedächtnis der Zuschauer brannte. Auch nach "Karate Kid" blieb Macchio gut im Geschäft, in den 80ern und 90ern drehte er zahlreiche Filme und Serien. Auch im neuen Jahrtausend muss er kleineren Pausen zum Trotz keine Langeweile beklagen, wobei er unter anderem mehrjährige Engagements bei Serien wie "The Deuce" und "Psych" an Land ziehen konnte.

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Pat Morita als Mr. Miyagi lieferte die moderne Blaupause eines weisen Kampfkunstmeisters aus Fernost, der lieber erst "auftragen und polieren" ließ, ehe er tödliche Techniken zeigte. Mr. Miyagi spielte er noch drei weitere Male vor der Kamera, zudem lieh er der Figur in einer Zeichentrickserie seine Stimme. Und auch abseits der berühmten Rolle blieb Morita ungemein gefragt und produktiv. Anschließend ging es Morita sukzessive ruhiger an.

Elisabeth Shue spielte Daniels Freundin Ali in "Karate Kid", was damals eine ihrer frühesten Rollen überhaupt war. Auch in den darauffolgenden Jahrzehnten blieb Shue gut im Geschäft und nachdem sie mehrmals im Kino zu sehen war, hat sie in den letzten Jahren besonders in punkto Serien ein sehr glückliches Händchen bewiesen: Bei "CSI: Vegas" spielte sie drei Jahre lang mit, als Madelyn Stillwell zeigte sie zudem im Amazon-Megahit "The Boys" ihr Können.

Er war der finstere Meister der Cobra Kai: Martin Kove spielte mit John Kreese einen der Buhmänner in "Karate Kid" und war in der Rolle auch in zwei Fortsetzungen zu sehen. Mehrere Engagements innerhalb eines Kalenderjahres sind dabei keine Seltenheit in seiner Filmographie, wenngleich der ganz große Star-Ruhm sich nie eingestellt hat - aber ein konstantes Einkommen ist auch nicht zu verachten. Überwiegend scheint er sich besonders in kleineren Produktionen eine Nische aufgebaut zu haben, nur vereinzelt wirkte er noch bei bekannteren Titeln wie "Walker, Texas Ranger" oder "Kung Fu - Im Zeichen des Drachen" mit. Aber auch er darf seit einiger Zeit dauerhaft bei der Netflix-Serie "Cobra Kai" mitmischen.

William Zabka spielte in "Karate Kid" Johnny und damit Daniels Endgegner beim finalen Turnier. Mit dieser Rolle gab Zabka sein Filmdebüt als Schauspieler, zuvor hatte er lediglich einen Auftritt in seiner Serie gedreht. In den Nullerjahren gab es dann einige Pausen: Zwei Jahre zwischen 2002 und 2004 stand er nicht als Schauspieler vor der Kamera, dann von 2004 bis 2007 und dann noch mal zwischen 2007 bis 2010. Auch von 2011 bis 2013 machte er sich rar und dann erneut von 2016 bis 2018 und damit bis die erste Staffel "Cobra Kai" winkte. 2003 konnte Zabka zudem als Drehbuchautor und Produzent des Kurzfilms "Most" auf sich aufmerksam machen.