Karate Begriffe mit Bilder Erklärung

Die Verbreitung des Karate von Okinawa aus, welches heute zu Japan gehört, hat zur Folge, dass die Begriffe und Zeichen der japanischen Sprache entstammen. Es existieren zwar Übersetzungen für die Karate Begriffe, aber die Kenntnis der Namen in der Originalsprache ist eine Bedingung für Training und Prüfungen. Für manche Begriffe existieren in der Übersetzung verschiedene Schreibweisen oder Bezeichnungen, der Sinn dieser ist aber in der Regel gleich.

Niemand kann von Euch verlangen, dass Ihr Euch für das Training die komplette japanische Sprache aneignet. Das wäre ohnehin verschwendete Mühe, da Ihr nur einen Bruchteil davon tatsächlich benötigt. Es gibt einige Grundbegriffe, die Ihr nach und nach verinnerlichen solltet. Ein paar Bezeichnungen, welche Ihr am Besten schon einmal gehört habt, bevor Ihr Euch in Euer erstes Training begebt.

Diese Bezeichnungen benötigt Ihr für Euer tägliches Training, da der Sensei diese und andere Karate Begriffe benutzen wird, um die Techniken zu definieren. Diese Karate Begriffe und Techniken werden sehr oft benötigt. Diese Begriffe sind, wenn Ihr zu den Anfängern gehört, weniger interessant.

Grundlegende Begriffe

  • Dojo: Ort, an dem das Karate-Do (Do: Weg) gelehrt wird. Gemeint ist mit Dojo vor allem der Verein und seine Trainer, aber auch die Trainingshalle.
  • Sensei: Der Lehrer oder Meister im Karate.
  • Karate: Fernöstliche Kampfkunst, bei der die Gliedmaßen des Körpers zu natürlichen Abwehrwaffen ausgebildet werden. Karate entstand vor etwa 2000 Jahren in China und gelangte über Okinawa nach Japan. Erst im letzten Jahrhundert trat es in das Bewußtsein einer breiteren Öffentlichkeit und gelangte nach dem II.

Weitere wichtige Begriffe

  • Kata: Form (i.d.R. Vorführung von Karate-Abwehr- und Angriffstechniken in logischer und festgelegter Reihenfolge. Etwa 50 Katas sind bekannt, die einfacheren werden bereits in der Grundschule gelehrt.
  • Kumite: Es wird zwischen verschiedenen Formen des Kumite unterschieden für die Unterstufe, die Mittelstufe und die Oberstufe (freier Kampf).
  • Kyu: Bezeichnet die Lernstufe.

In Deutschland muß für jede höhere Stufe eine Prüfung abgelegt werden.

Kyu-Grade:

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  1. 9. Kyu
  2. 8. Kyu
  3. 7. Kyu
  4. 6. Kyu
  5. 5. Kyu
  6. 4. Kyu
  7. 3. Kyu
  8. 2. Kyu
  9. 1. Kyu
  • Shotokan: Die in Deutschland verbreitetste Stilrichtung des Karate, begründet Anfang des 20. Jahrhunderts von Gichin Funakoshi. Andere Stilrichtungen: z.B.
  • Achtung!: (i.d.R. Ausdruck einer inneren Haltung, stets für das Unerwartete bereit zu sein, ohne dieses nach außen sichtbar zu zeigen.
  • Gegenfauststoß: (z.B.

Die Kata im Detail

In einer Kata werden Einzeltechniken nach einem definierten Ablauf ausgeführt. Die Kata ist ein Kampf gegen imaginäre Gegner*innen und als solche mehr als die Summe ihrer Techniken. Durch das Üben werden Bewegungsmuster eingeprägt, z.B. Die Bedeutung der Elemente ist mangels Aufzeichnungen zum Teil verloren, daher ist die Auflösung oft Auslegungssache und führt zu unterschiedlichen Erklärungen.

Versteckte, bekannte Elemente werden den Schüler*innen für gewöhnlich ab einer bestimmten Stufe von der Meister*in erklärt. Das führt zuweilen auch zu einer gewissen Mystifizierung. Andere, nicht dokumentierte Elemente lassen sich auch durch die Betrachtung verwandter Kampfkünste isolieren und erklären, z.B.

Man kann Kata „abspulen“, man lernt Bewegung und Rhythmus auswendig und führt die Abfolge der Bewegungen dann auf. Aber um eine Kata zu verstehen, braucht es mehr und langjährige Analysen und Versuche. Am Besten wählst Du Deine Lieblingskata aus, die Du dann 12 Monate lang unter neuen Bedingungen lernst. Als Arbeitsgrundlage solltest Du über ein Katabuch verfügen, denn es wird so Einiges geben, was Du recherchieren willst.

Zu den einzelnen Kata ist jeweils (mit Ausnahme der Taikyoku Kata) ein kleines mpeg Video vorhanden. Zu jeder Form gibt es ein Bild mit Ablauf und Embusen. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Fiore Tartaglia Verlag Spectra.

Jede Kata trägt einen eigenen Namen. Zuweilen lässt sich von diesem Namen die Art der Ausführung ableiten (dai = groß, sho = klein), oder man erhält einen Hinweis auf eine besonders hervorgehobene Technik. Den Namen, seine Bedeutung, die verwendeten Schriftzeichen und deren Übersetzung sollte man sich einprägen um ein besseres Verständnis für die Kata zu erreichen.

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Die Techniken und deren Reihenfolge sind festgelegt, das gilt auch für die Blickwendung. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, mit der richtigen Technik, hierbei spielt der Blick eine große Rolle. Nur das, was wir gut sehen und erkennen können wir auch gezielt treffen. Das bedeutet, den Blick auch auf die nicht sichtbare Gegner*in zu richten und diese gezielt zu treffen.

Wie im Karate üblich wird vor und nach Ausführung der Kata an- bzw. abgegrüßt. Die auszuführende Kata wird zuvor mindestens vom Karateka selber angesagt. Im Shotokan wird in der Grundstellung Shizentai begonnen. Der Zeitpunkt zur Ansage kann variieren (z. B. Tekki …, Bassai …: es wird erst eine andere Stellung eingenommen).

Die Kata endet an der Stelle wo sie begonnen wurde, zumindest sollte man versuchen, den Ausgangspunkt nach Ausführung aller Techniken wieder zu erreichen. So bezeichnet man die Gesamtheit „der imaginären Linien“ auf denen man sich im Zuge der Ausführung bewegt. Man spricht auch vom Schrittdiagramm.

Atmung und Kime

Als zentrales Element des Karate, hat die Atmung überragende Bedeutung. Ihr Einsatz bestimmt maßgeblich, ob die Ausführung ihrer Bestimmung nahe kommt. Die Verbindung von Atmung und Technik und ihre Ausprägung sind in der Kata formalisiert und beeinflussen direkt die Technik. Besondere Stellen werden durch einen Kiai hervorgehoben. Technik und Atmung werden hier zu intensiver Kraftentfaltung bei maximaler Konzentration verbunden.

Spannung - Entspannung, nutzten Karateka ihr Kime, spannt er zum Zeitpunkt der auftreffenden Technik die gesamte Muskulatur extrem an um sie sogleich wieder zu lösen. Kime hängt maßgeblich von der richtigen Atmung ab.

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Die einzelnen Techniken im Ablauf werden nicht nahtlos aneinandergereiht. Vielmehr sind sie im richtigen zeitlichen Zusammenhang auszuführen, dieser Zusammenhang wird besonders bei Betrachtung der praktischen Anwendung deutlich. So müssen z. B. Technik, Fähigkeiten im Kampf und unbewusste Reaktion auf Angriffe ständiger Wiederholung einer Kata bedürfen. Ein*e Karateka muss bereit sein für den Kampf, das muss auch in der Kata sichtbar werden.