Die DDR-Band Karat veröffentlichte 1980 ihr Album "Der Schwanenkönig", welches als eines der lyrischsten Werke der DDR-Musik gilt. Das Album zeichnet sich durch wohlklingende Melodien und liedhafte Texte aus und gilt auch nach vielen Jahren als Highlight deutsch-demokratischer Musik. Für Karat bedeutete dieses Album die endgültige Verschlüsselung ihrer Texte.
Das Album beginnt mit „Tanz mit der Sphinx“, einem Opener mit ungewöhnlichen Klangteppichen, zu denen Michael Schwandt maschinenartig sein Schlagzeug spielt. Bereits in diesem Lied wird die kryptische Natur der Texte auf dem Album deutlich.
Weitere Lieder des Albums
Neben „Tanz mit der Sphinx“ umfasst das Album weitere bemerkenswerte Stücke:
- "Mitternachts-Blues": Ein Reggae-Stück, das vom Paradies handelt und von einem Stammgast bei einer Prostituierten erzählt.
- "Magisches Licht": Ein sphärisches Lied, das sich gewaltig aufbaut und eine besondere Spannung behält. Das magische Licht symbolisiert den Regenbogen, der durch die dunkelste Nacht führt.
- "Der Boxer": Ein schneller Blues über einen Boxer, der sich seinen Gegnern stellt und so die „Schatten“ besiegt.
- "Le Doyen I": Eine verspielte musikalische Erinnerung an Paris.
- "Das Narrenschiff": Eine Rocknummer, die Kritik an menschlichen Lastern und an der Politik äußert, jedoch in kryptischer Form.
- "Tiefsee": Ein Lied, das dazu aufruft, nicht zu oberflächlich zu sein, sondern tiefgründig.
- "Großstadt": Eine Rocknummer über die Erfahrungen eines Neuankömmlings in der Stadt.
- "Schwanenkönig": Das lyrische Thema des Schwans, der in Liebe stirbt. Karat greift eine Fabel von Leonardo da Vinci auf.
- "Le Doyen II": Ein melancholisches Lied über die Begegnung mit dem vorübergegangenen Sommer.
Musikalische Einordnung und Stil
Das Album "Der Schwanenkönig" ist keine Erfindung des Folkrocks, sondern zeichnet sich durch eine Mischung aus Hard- und Art-Rock aus. Die Texte von Norbert Kaiser und Herbert Dreilich sind teilweise von Kitsch und blumigen Worten geprägt, ergeben aber in Kombination mit der Musik eine passende Mischung. Die Zusammenstellung der Lieder wirkt stimmig und durchdacht.
Zu den gelungensten Liedern des Albums zählen „Magisches Licht“, „Das Narrenschiff“, „Tiefsee“ und „Le Doyen II“. Das Album "Der Schwanenkönig" ist eines der erfolgreichsten, die in der DDR erschienen sind.
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| Titel | Beschreibung |
|---|---|
| Tanz mit der Sphinx | Opener mit ungewöhnlichen Klängen |
| Mitternachts-Blues | Reggae über einen Stammgast bei einer Prostituierten |
| Magisches Licht | Sphärisches Lied über den Regenbogen |
| Der Boxer | Blues über einen Boxer |
| Le Doyen I | Musikalische Erinnerung an Paris |
| Das Narrenschiff | Kritische Rocknummer |
| Tiefsee | Aufruf zur Tiefgründigkeit |
| Großstadt | Erfahrungen eines Neuankömmlings |
| Schwanenkönig | Thema des sterbenden Schwans |
| Le Doyen II | Melancholisches Lied über den Sommer |
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