Die legendäre Rockband Karat begeisterte ihre Fans auf der ausverkauften Parkbühne im Leipziger Clara-Zetkin-Park. Die Gruppe, die 1975 in (Ost-)Berlin gegründet wurde, feierte nicht nur in der DDR, sondern auch im Westen Deutschlands große Erfolge. Seit 19 Jahren ist Claudius Dreilich (r.) als Nachfolger seines Vaters Herbert Sänger der Band.
50 Jahre Karat: Ein Jubiläum der Extraklasse
2025 laden Gitarrist Bernd Römer, Schlagzeuger Heiko Jung, Keyboarder Martin Becker, Bassgitarrist Daniel Bätge und Sänger Claudius Dreilich zu einem ganz besonderen Jubiläum ein: 50 Jahre Karat werden gefeiert. Neben einer umfangreichen, über das komplette Jahr andauernden Geburtstagstournee wird es ein Album mit neuen Liedern sowie ein neues Karat-Buch geben, das alle fünf Dekaden umfasst. Im Mai startet das KARAT-Schiff AIDAdiva nach Norwegen.
50 Jahre Karat stehen nicht nur für Klassiker wie „Über sieben Brücken“, „König der Welt“, „Der blaue Planet“, „Schwanenkönig“, „Albatros“, „Jede Stunde“ oder „Mich zwingt keiner auf die Knie“, sondern auch für unzählige Preise und Chartplatzierungen sowie über zwölf Millionen verkaufte Tonträger. Karat steht auch für eine Band, die mit frischen Ideen, unbändiger Leidenschaft und kraftvoller Energie im Hier & Jetzt angekommen ist.
Die Geschichte von Karat: Von Ostberlin in die gesamtdeutsche Musikgeschichte
Natürlich war es damals im Ostberlin der 1970er nicht abzusehen, als sich Musiker von Panta Rhei und der Horst-Krüger-Band zusammenfanden, dass diese neue Band einmal ihren festen Platz in den Annalen der Geschichte der deutschen Popularmusik einnehmen wird. Andererseits: Dass hier Großes entsteht, war ziemlich schnell zu merken. Und spätestens mit Beginn der Achtzigerjahre - gerade einmal fünf Jahre nach Bandgründung - zählten KARAT zu den wichtigsten deutschen Bands - in Ost wie West.
Im Jahr 34 nach dem Mauerfall ist es ganz sicher kein Geheimnis mehr und breitet sich gar zunehmend in westelbischen Rezeptionsräumen aus: die Rockmusik aus dem Osten Deutschlands hat eine sehr große Anzahl Künstler und Lieder zu bieten, die fester Bestandteil des gesamtdeutschen Kulturerbes waren, sind und bleiben werden. KARAT waren bei ihrer Gründung im Jahr 1975 keine pickligen Teenager mehr, die ihre ersten wackeligen Schritte auf der Bühne unternahmen. Sie hatten ihre Meriten in bekannten Rockbands, vor allem „Panta Rhei“ und „Horst-Krüger-Band“, bereits gesammelt. Die Band um Sänger Herbert Dreilich und Keyboarder Ed Swillms, aus dessen Feder die großen KARAT-Hits stammen, kam zusammen, die Nummer eins zu werden und schnell war klar, dass sie dazu in der Lange sind. Das Besondere dabei: die Erfolge endeten nicht an der ehemaligen Zonengrenze.
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Zweifelsohne Balsam für die ostdeutschen Musikfans: Denen war immer schmerzlich bewusst, dass das meiste, was sie auf dem heimischen Markt live oder von legal erworbener Konserve konsumierten, eine Art Ersatz für die Großen der Rock- und Pop-Welt hinter der Mauer war. KARAT gaben das erste Mal das Gefühl, auch zu Hause oder in der eigenen Stadthalle etwas zu hören, das mehr war als popmusikalischer Mocca-Fix, also Ersatzprodukt. Schon 1979 wurde das zweite KARAT-Album (im Osten: „Über sieben Brücken“) in der BRD unter dem Titel „Albatros“ herausgebracht - die schlauen Vermarkter hatten den „König der Welt“ zusätzlich drauf gepackt. Es verkaufte knapp unter Goldstatus. Den knackten KARAT dann im Gefolge von „Der blaue Planet“, eins der erfolgreichsten Alben der Ostrock-Geschichte, dass auch im Westen fast ein ganzes Jahr lang ununterbrochen in den Charts lag. KARAT waren nicht nur wegen ihrer Musik allein ungeheuer wichtig, sondern weil diese Musik eine gesamtdeutsche Sache war, die aus dem Osten kam.
Klassiker und kreative Energie
Es scheint müßig, weil hinreichend bekannt, im Zuge von 45 Jahren KARAT auf die großen Klassiker wie „Schwanenkönig“, „Gewitterregen“, „Magisches Licht“, „Jede Stunde“, „Mich zwingt keiner auf die Knie“ sowie „Blumen aus Eis“ (und nicht zuletzt auf die bereits genannten) zu verweisen. Auf die ausverkaufte Waldbühne ganz ohne DDR-Publikum, auf den Umstand, als erste und einzige Band des Ostens bei „Wetten dass...“ gewesen zu sein. Denn so wichtig diese Stationen in der KARAT-Laufbahn sind, es ist nur ein Teil der Geschichte. Bernd Römer (git), Michael Schwandt (dr), Christian Liebig (b), Martin Becker (keyb) und Claudius Dreilich (voc) haben nie aufgehört, kreativ zu sein. Es war nie ihr Ding, sich auf den erreichten Lorbeeren auszuruhen. Stets überzeugen sie live - rockig, sinfonisch, balladesk, in Kollaborationen mit Orchestern oder befreundeten Musikern sowie unplugged.
Der Frontmann: Tragik und Triumph
Dass KARAT nach wie vor ausverkaufte Tourneen spielen, hat auch und vor allem mit der Personalie des Frontmannes zu tun. Damit, dass Tragik und Triumph oft nicht nur eng beieinander liegen, sondern sich zum Teil auch regelrecht bedingen können: Der tragische Krebstod von Herbert Dreilich, der viel mehr als nur der Sänger dieser Band war, sondern ihr Gesicht und ihre Seele verkörperte, schien im Jahr 2004 das Ende von KARAT zu markieren. Aber am Ende ermöglichte er der Band - mit seinem Sohn Claudius als neuem Frontmann - wie der berühmte Phönix aus der Asche zu steigen.
Auszeichnungen und Erfolge
Das KARAT ist eine Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Der Lohn dafür waren neben der dauerhaften Fan-Begeisterung zahlreiche ‚funkelnde‘ Auszeichnungen, darunter ganz viel Gold. Bereits 1983 erhielt KARAT für ihr bahnbrechendes Album „Der blaue Planet“ (1982 veröffentlicht) in der damaligen Bundesrepublik Deutschland ihre erste ‚Goldene Schallplatte‘ und verweilte 48 Wochen (!) ununterbrochen in den Album-Charts. Allein auf diesen beiden Alben sind die größten Hits der ostdeutschen Kult- Band versammelt, die zugleich den musikalisch-künstlerischen Anspruch der Musiker verdeutlichen. Mit dieser Vision kreierten sie ihren eigenen authentischen Stil, an dem sich die Schubfach-Strategen des Musik-Journalismus zunächst die Zähne ausbissen.
Konzerttermine und Ticketinformationen
ACHTUNG! Der Termin am 15.08.25 auf der Parkbühne in Leipzig wird verlegt auf den 01.12.25 in den Anker Leipzig.
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ACHTUNG! Das Mitmach Konzert am 31.08.2025 in Magdeburg wurde abgesagt.
ACHTUNG! Aufgrund von unvorhersehbaren Terminkollisionen und geänderten Umständen wurden die Konzert-Termine in Leipzig und Dresden wie folgt geändert: Der Dresden-Termin am 21.02.25 wurde mit dem Termin am 12.09.25 in Leipzig zusammengelegt!
Der Leipzig-Termin wurde vom 01.03.25 im FELSENKELLER auf den 12.09.25 in die PARKBÜHNE im Clara-Zetkin-Park verlegt!
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