Immer mehr Menschen entdecken Kampfsport als perfekte Kombination aus Fitness, Selbstverteidigung und mentaler Stärke. "Kampfsport ist nur was für junge Menschen!" Diese Aussage ist völliger Quatsch, denn das Alter spielt bei Sport nie eine Rolle.
Egal, ob du dich sicherer fühlen, deine Ausdauer verbessern oder einfach eine neue Herausforderung suchst - es gibt zahlreiche Kampfsportarten, die ideal für Frauen und Männer geeignet sind.
Warum Kampfsport im Alter beginnen?
Ausdauer, Selbstvertrauen und Umgang mit der Angst sind nur 3 Beispiele, warum du mit Kampfsport anfangen solltest?
- Verbesserte Fitness: Signifikant beim Kampfsporttraining sind die intensiven Intervalleinheiten, d.h. das hat zur Folge, daß deine Herzfrequenz ziemlich nach oben geht und der Puls in den Pausen wieder sinkt. In einem Kampfsporttraining verbrennst du i.d.R. Durch die Kampfsporttechniken werden die Muskeln miteinander vernetzt trainiert und es entsteht dadurch eine solide Stabilität deines Haltungsapparates. Durch das intensive Training fallen dir deshalb auch Alltagsbewegungen, wie z.B. Treppensteigen, viel leichter, weil dein Puls längst nicht mehr so steigt wie ohne Training. Auch Fitnessboxen lässt dich fitter werden.
- Gestärktes Selbstvertrauen: Durch Kampfsport bekommst du enormes Selbstvertrauen. Du erfährst, welche Fähigkeiten in dir stecken und fängst an, an dich zu glauben. Dadurch steigert sich dann dein Selbstvertrauen. Du weißt, was in dir steckt! Automatisch wird sich dies dann auch auf andere Lebensbereiche übertragen und du wirst anfangen, dir dann plötzlich mehr zuzutrauen. Was auch positiv ist: Du lernst, dich richtig einzuschätzen und gewinnst dadurch ein gesundes Selbstvertrauen. Somit hast du gute Chancen, dich reell einzuschätzen und läufst nicht Gefahr, dich zu überschätzen.
- Soziale Kontakte: Die Trainingsgemeinschaft in den Kampfsportschulen ist im Normalfall sehr gut. Die Schläge, Tritte und Hebel werden kontrolliert angewendet, jeder hilft jedem und die Stärkeren trainieren mit den Schwächeren. Das respektvolle harte Körpertraining schweißt zudem auch ziemlich zusammen, denn man schenkt sich gegenseitig großes Vertrauen. Nicht zu verachten ist das große Netzwerk, das sich beim Kampfsporttraining bildet.
- Umgang mit Ängsten: Oftmals sind Menschen von Ängsten geplagt. Menschen, die Kampfsport wettkampfmäßig betreiben, kommen oft an den Punkt, dass sie ihre Angst überwinden müssen, gegen z.B. stärkere Gegner anzutreten. All dies wird aber sehr oft mit Unsicherheit verwechselt. Unsicherheiten sind mentaler Natur. Deshalb spielt mentale Stärke beim Wettkampfsport eine sehr große Rolle. Mindestens 70 - 80 % des Anteils an einem Sieg ist mentale Stärke bzw. Ein guter Trainer kann dich in diesem Bereich enorm nach vorne bringen. Erfahrene Wettkämpfer haben eine enorme mentale Stärke. Wenn du z.B. Selbstverteidigung trainierst und du z.B. D.h. die Trainer stellen bestimmte Bedrohungs- oder Angriffsszenarien nach und tragen einen Vollschutzanzug. Du kannst dann die gelernten Techniken anwenden und verfestigen und mit vollem Kontakt agieren. Nicht nur Angst lässt sich damit bezwingen.
Die richtige Kampfsportart wählen
Die Wahl der richtigen Kampfsportart hängt von deinen persönlichen Zielen ab. Möchtest du dich selbst verteidigen, fit werden oder einfach Spaß an Bewegung haben?
Kampfsportarten haben unterschiedliche Schwerpunkte. Z.B. Es gibt Kampfsportarten, in denen es z.B. Deshalb ist es am besten, mal in dich zu gehen und zu zu schauen, was du meinst, was dir wohl am ehesten liegt. Wenn du z.B. Es gibt auch Kampfsportarten wie z.B. Im erweiterten Sinne zählen Selbstverteidigungssysteme wie z.B. Krav Maga oder Ju Jutsu auch zu Kampfsportarten hinzu, weil sie auch Kampfsportelemente beinhalten. Jedoch gibt es bei der reinen Selbstverteidigung wie z.B.
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Beliebte Kampfsportarten für Anfänger
- Boxen: Beim modernen Boxen versuchen die Sportler und Sportlerinnen Schläge auf den gegnerischen Kopf oder den Oberkörper zu landen, um Punkte zu erzielen oder einen Kampf durch K. O. zu gewinnen.
- Kickboxen: Die Kampfsportart verbindet Schlagtechniken des klassischen Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo.
- Karate: Beim Karate erlernt man Stoß-, Schlag- und Tritttechniken. Schläge und Tritte müssen aber im Training und im Wettkampf abgestoppt werden, bevor sie den Gegner oder die Gegnerin berühren.
- Judo: Bei einem Judo-Wettkampf ist das Ziel, den Gegner oder die Gegnerin zu Boden zu bringen und dort für eine bestimmte Zeit festzuhalten. Außerdem gibt es Punkte für eingesetzte Wurf- und Grifftechniken.
- Aikido: Die Kampfsportart Aikido ist defensiv: Hauptziel ist, die Bewegunsgenergie, die in einem Angriff steckt, abzuleiten und es dem Gegner oder der Gegnerin zu erschweren, den Angriff fortzuführen. Dazu gibt es spezielle Wurf- und Haltetechniken.
- Muay Thai: Thaiboxen zählt zu den brutalsten Sportarten, denn hier werden nicht nur Fäuste benutzt, sondern auch Füße, Schienbeine, Knie und Ellenbogen. Zudem darf man den Gegner im Clinch festhalten und mit Knietritten aus der Nähe traktieren oder zu Fall bringen. Besonders gefürchtet ist der Ellenbogen.
Das Alter spielt eine Rolle, aber nicht die Hauptrolle
Es gibt Menschen, die erst mit über 50 Jahren mit Kampfsport anfangen. Das Alter spielt eigentlich nur eine Rolle, wenn es darum geht, Kampfsport wettkampfmäßig zu betreiben. Menschen, die z.B. Es kommt natürlich auf die Kampfsportart an. Neben den Kampfsportarten gibt es auch die Kampfkünste wie z.B. Aikido oder Tai Chi.
Oftmals erkennen Menschen die älter sind, dass sie viel mehr Power haben, als sie ursprünglich gedacht haben. Das gibt dir unheimlich viel Kraft und überträgt sich auch auf deinen Lebensstil. Die Kampfsportart ist für Anfänger egal. Wichtig ist vielmehr die Trainingsumgebung, also die Schule, die Trainer und die Menschen, die dort trainieren.
Zu alt Du bist immer nur so alt, wie du dich fühlst. Für Kampfsport bist du nie zu alt. Du bist immer nur so alt, wie du dich fühlst. Für Kampfsport bist du nie zu alt. Gerade wenn du dich „zu dick“ empfindest, solltest du Kampfsport ausüben. Beim Kampfsport wird in Gewichtsklassen unterteilt. Du findest immer jemanden, mit dem du trainieren kannst. Durch regelmäßiges Training baust du Muskeln auf und somit wirst du automatisch kräftiger und muskulöser werden. Das Schöne ist, jeder kann mit der Konstitution „arbeiten“ die man hat. Vorkenntnisse sind überhaupt nicht erforderlich. Alles, was du benötigst, bekommst du als Anfänger im Training vermittelt. In den ein oder anderen Vereinen und Schulen gibt es spezielle Anfängerklassen, die man besuchen sollte. Am besten ist, du fragst direkt in der Schule nach, in der du trainieren möchtest. Dort bekommst du alles erklärt.
Tipps für den Einstieg
- Probetraining: Wenn du im Verein oder in einer Kampfsportschule trainieren möchtest, ist es sinnvoll, sich vorher dort bei einem Verantwortlichen anzumelden und mit diesem ein Vorgespräch über deine Ziele zu führen. Es macht aus Sinn, auf evtl. Anschließend kannst du dir dann überlegen, ob die Kampfsportart für dich die Richtige ist oder ob du evtl.
- Bereitschaft: Wenn du mit Kampfsport anfangen möchtest, dann solltest du jedoch die Bereitschaft mitbringen, fitter werden zu wollen. Und auch die Bereitschaft, dafür reichlich Schweiß aufzubringen. Expertentipp: Es ist zu empfehlen, dass du selbst lieber eine kurze Pause einlegst, wenn du nicht mehr kannst, anstatt über dein körperliches Limit zu gehen.
- Ausrüstung: Wenn du mit Kampfsport beginnst, benötigst du für die Probetrainings zunächst kein Equipment. Es gibt Kampfsportarten mit „GI“, dem sog. Anzug. Beim Boxen musst du dir hingegen Boxhandschuhe kaufen. Welches Equipment du genau benötigst, kann dir dann dein Trainer vor Ort genau sagen.
Muay Thai mit 40+
Wenn du dich erst mit Ende 30 oder 40 für Muay Thai interessierst, könntest du dich fragen, ob es nicht bereits zu spät ist, diese Kampfkunst zu erlernen. Während jüngere Kämpfer bereit sind, sich intensiv zu trainieren und täglich physischen Herausforderungen zu begegnen, könnten ältere Kämpfer Schwierigkeiten haben, in den Rhythmus zu kommen. Aber lass dich nicht entmutigen. Es nie zu spät ist, deine Reise im Muay Thai zu beginnen.
Muay Thai kann auch von Späteinsteigern für Gesundheits- und Fitnesszwecke trainiert werden.
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Auch wenn du später mit dem Muay Thai-Training begonnen hast, gibt es Wege, wie du das Beste aus deiner Reise machen kannst. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben. Kampfsportmeister sind oft zwischen 20 und 30 Jahren alt. Mit zunehmendem Alter wird es schwieriger, der Beste in der Klasse zu sein. Selbst wenn die Leistung ähnlich ist, gibt es altersbedingte Unterschiede zugunsten der jüngeren Kämpfer, sei es in Kardio, Verletzungen, Geschwindigkeit oder Schnelligkeit.
Vorteile von Muay Thai:
- Bessere Form: Selbst nach der ersten Muay Thai-Trainingseinheit erinnerst du dich als Anfänger an wackelige Beine, blaue Flecken am Schienbein und gelegentliche Schmerzen. Betrachte es positiv: Dein ganzer Körper hat an einem erstaunlichen Workout teilgenommen.
- Du lernst neue Leute kennen: In deiner Kampfsportschule verbringst du Zeit mit mindestens zehn Personen, die dieselben Interessen teilen.
- Besseres Aussehen: Muay Thai ist ein hochintensives Training, das viele Kalorien verbrennt, besonders bei Intervalltraining.
- Du lernst, dich zu verteidigen: Selbst für Muay Thai-Kämpfer, die Muay Thai Ü40 angefangen haben, gibt es die Möglichkeit, sich zu schützen und ein neues Kapitel zu beginnen.
- Mehr mentale Stärke: Regelmäßiges Training führt zu einem stärkeren Geist und erhöhter Produktivität bei der Arbeit.
- Weniger negative Energie: Muay-Thai-Training kann dazu beitragen, negative Gedanken zu vertreiben und zu einem positiven Denken zu führen.
- Du kannst ein fleißiger Mensch werden: Die Disziplin im Muay Thai kann sich auf andere Bereiche deines Lebens auswirken.
Fazit
Kampfsport ist eine großartige Möglichkeit, um fit zu bleiben, Selbstvertrauen aufzubauen und neue Leute kennenzulernen. Egal, ob du 40 oder älter bist, es ist nie zu spät, mit dem Training zu beginnen. Wichtig ist, dass du die richtige Kampfsportart für dich findest und ein Trainingsumfeld, in dem du dich wohlfühlst.
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