Sport ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung ohne Altersgrenze und trägt maßgeblich zur Gesundheit und Fitness bei. Kampfsportarten erfreuen sich dabei großer Beliebtheit. Bei den vielen Kampfsportarten unterscheiden sich die Techniken und der Einsatz der Körperglieder.
Im Kampfsport differenziert man zwischen unbewaffnetem Kampf, dem Kampf mit Waffen, welche man grob in Kurzwaffen und Langwaffen einteilen kann, sowie einem Mix aus beiden Stilarten. Zu den bekanntesten unbewaffneten Stilen gehören u.a. Boxen, Kickboxen, Krav Maga, Judo, Karate und Taekwondo. Definitiv dazu gehören traditionell Judo, Karate und Taekwondo. In den letzten Jahren lässt sich auch eine Zunahme der Kinder-Angebote bei Kickboxen und Krav Maga beobachten.
Diese überaus anspruchsvolle Sportart wird auch in Mecklenburg-Vorpommern angeboten und mit viel Freude und Fleiß ausgeübt. Angefangen von den ersten Schritten und Übungen der Kleinen, den wöchentlichen Schulkindern, die mit ihren Freunden Muster trainieren und Erwachsene, die sich nach einem eintönigen Bürojob auspowern und sogar für die nächste Meisterschaft üben.
Taekwondo, eine Kampfsportart die Jahrhunderte zurück geht, ist bei Jung und Alt beliebt und wird überall auf der Welt ausgeübt. Da sie soweit zurück geht, prägt Taekwondo unsere Sportarten, insbesondere unter den Asiatischen Kampfsportarten. Der Taekwondo wird ausschließlich als Sport ausgeübt. Außerhalb des Sportgeländes wird die Ausübung nicht toleriert. Dies spricht vür einen tieferen Sinn der Sportart.
Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst, die sich auf schnelle und präzise Tritte und Schläge konzentriert. Es ist auch eine olympische Disziplin. Taekwondo-Praktizierende tragen eine spezielle Uniform und trainieren in einem Dojang. Die Sportart fördert körperliche Fitness, Disziplin und Selbstverteidigungsfähigkeiten. Wer Taekwondo ausübt, lernt nicht nur Techniken zur Selbstverteidigung, sondern auch wichtige Werte wie Respekt und Durchhaltevermögen.
Lesen Sie auch: Bad Soden: Kampf und Schach
Taekwondo in Mecklenburg-Vorpommern bietet nicht nur eine gehobene, exzellente Sportart, die vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen und Profi ausgeübt wird, sondern Taekwondo möchte eine Balance schaffen. Es ist die Entspannung unserer inneren Unruhe, die Balance unserer inneren Unausgeglichenheit und der Reflex, um unseren Körper und die Persönlichkeit zu schützen. Kinder lernen schon von klein an, sich zu wehren, ohne den anderen zu verletzen, oder einen Kampf zu führen. Der Respekt und dennoch der Schutzmechanismus für sich selber sind in einer Gesellschaft schon immer wichtig gewesen und heute immer wichtiger. Mobbing und Angst werden immer präsenter. Unausgeglichenheit und Stress immer intensiver. Jeder Einzelne kann im Taekwondo in Mecklenburg-Vorpommern trainieren, einen gesunden Umgang mit seinem Körper und den Mitmenschen zu führen.
Für Schüler und Studenten oder auch für jeden anderen Bürger zugänglich ist der Hochschulsport. Schnelle Reflexe und aufmerksames Beobachten und Verhalten sind heute im Beruf und Alltag von großer Wichtigkeit. Taekwondo trägt einen wesentlichen Beitrag in Schulen und Firmen bei, Individuen zu stärken.
Umtriebig sind sie, die jungen Taekwondoka des Budo-Verein Anklam e. V. Und dazu noch erfolgreich. Nach den Pommerania Open, dem Greifswalder Starter-Cup und der Landesmeisterschaft ging es für die Schützlinge von Trainerin Christine Jeske am kürzlich sogar nach Schweden.
Insgesamt nahmen 43 Sportler aus Berlin, Anklam, Spantekow und Wismar am Turnier teil. Zum ersten Wettkampf im neuen Jahr lud die Abteilung Taekwondo der HSG Uni Greifswald Nachwuchssportler aus MV und Berlin zu sich in die Hansestadt ein.
Celina Schmidt und Erik Grothe von der HSG Uni Greifswald haben am letzten Wochenende diesen Schritt gemacht. Sie nahmen erfolgreich an der Danprüfung, also der Prüfung zum schwarzen Gürtel teil. Irgendwann den schwarzen Gürtel zu tragen, ist das, was viele junge Taekwondo Sportler antreibt.
Lesen Sie auch: Alleine Kampfsport lernen – So geht's!
Über 100 Sportler waren bei der 15. Auflage des Starter Cup Nachwuchsturnieres in Greifswald dabei. Neben Vereinen aus MV, waren auch Potsdam, Seehausen, zwei Berliner und drei polnische Vereine vertreten. Aus der Hansestadt gingen 8 junge Taekwondo-Sportler (HSG Uni Greifswald) auf die Matte.
Boxen in Mecklenburg-Vorpommern
Neben Taekwondo erfreut sich auch das Boxen großer Beliebtheit in Mecklenburg-Vorpommern. Der Boxclub Traktor Schwerin e. V. ist der Traditionsverein des deutschen Boxsports. Der Club hat mehr als 350 Vereinsmitglieder. Neben klassischen Vereinstätigkeiten im Jugend- und Breitensport ist er Träger diverser sozialer Projekte wie Boxen statt Gewalt oder WiS: Willkommen im Sport.
Insgesamt holten die Boxer des Traktor Schwerin e.V. 6 olympische Medaillen (3x Gold - 2x Silber - 1x Bronze). Bei Europameisterschaften waren es sogar 23 Medaillen (7x Gold - 5x Silber und 11x Bronze). Bei Weltmeisterschaften erkämpfte der Verein 4 Gold- 3 Silber- und 9 Bronzemedaillen. Unter Leitung der Trainerlegende Fritz Sdunek holte unser jetziger Bundestrainer Michael Timm 1985 den Europameistertitel - mittlerweile führte er 15 Profiboxer zum Weltmeistertitel und trainiert aktuell die Eliteboxer in unserem Verein.
Laut Trainer Sebastian Zbik war die zehnköpfige Streitmacht aus MV - darunter sieben Sportler des BC Traktor Schwerin - in erster Linie zum Lernen bei der deutschen Meisterschaft der U18 in Köln.
Am 26. Januar begann mit der Landesmeisterschaft in der Box-Athletik das neue Wettkampfjahr im BV MV. 118 Nachwuchsboxerinnen - undboxer aus 12 Vereinen kämpften um Titel und Medaillen. Startberechtigt waren die Altersklassen Schüler B ( U10 ), Schüler A ( U13 ) sowieKadetten ( JG 2012 ).
Lesen Sie auch: Liste der Kampfspiele für PC
Mit einmal Gold, zweimal Silber und viermal Bronze kehrt das Box-Team aus Mecklenburg-Vorpommern von den 101. Deutschen Meisterschaften der Elite in Halle an der Saale heim. Das Championat der Frauen und Männer fand vom 20. bis zum 23. statt.
Der Boxverband MV gratuliert Wolfgang Nicolovius zum 80. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, herzlichen Glückwunsch zu 80 sportlichen Jahren. Wolfgang Nicolovius darf sich sicher zu seinem heutigen 80.
Mit fünf Gold-, drei Silbermedaillen und einem beachtlichen Rang fünf in der Gesamtwertung ist ein achtköpfiges Box-Team aus Mecklenburg-Vorpommern, darunter zwei Athletinnen, vom 7. Wexford Box Cup von der grünen Insel heimgekehrt.
Federgewichtler Arian Gohar (-57 Kg/BC Traktor) hat bei der U19-Europameisterschaft in Sofia EM-Silber erkämpft. Arian bezwang im ersten Kampf seinen Kontrahenten aus Spanien und steht im Viertelfinale Chiriac aus Rumänien gegenüber.
Sportförderung in Mecklenburg-Vorpommern
Die institutionelle und projektbezogene Förderung der Sportorganisationen des Landes ist im Sportfördergesetz festgeschrieben. Die Förderung nach diesem Gesetz soll die Sportentwicklung als Teil der Landesentwicklung unterstützen und die Autonomie des Sports sichern. Sie soll allen Einwohner*innen des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit verschaffen, sich unabhängig von sozialer Herkunft und ungeachtet einer organisatorischen Bindung nach ihren Interessen und Fähigkeiten sportlich zu betätigen.
Mit der Förderung der sportlichen Talente in den Vereinen, Leistungszentren und Fachverbänden wird das Ziel verfolgt, über eine langfristige und systematische Entwicklung der Nachwuchsathlet*innen, Landessportler*innen für die nationalen und internationalen Aufgaben im Spitzensport vorzubereiten.
Die jungen Athlet*innen stehen in diesem Konzept im Mittelpunkt sämtlicher Fördermöglichkeiten. In M-V werden alle Sportarten gefördert, wenn sie nach dem „Nationalen Spitzensportkonzept“ und „Nachwuchs-Leistungssport-Konzept“ des Deutschen Olympischen Sportbundes förderungswürdig sind.
Durch den Landessportbund können alle Landesfachverbände und Sportarten des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert werden, die entsprechenden Antragstellungen gemäß den Förderrichtlinien des LSB termingerecht einreichen und dabei folgende Kriterien umfassend erfüllen: ordentliche Mitgliedschaft im Landessportbund M-V e. V., dem Landesfachverband und dem Spitzenverband der Sportart, Erfüllung der leistungssportlichen Anforderungen nach der DOSB Rahmenrichtlinie zur Förderung des Nachwuchsleistungssports (olympische Sportarten 15 Punkte, nicht olympische Sportarten 20 Punkte), Nachweis angemessener Eigenbeiträge zur Finanzierung des Nachwuchsleistungssports, Nachweis von Maßnahmen zur Dopingprävention, Nachweis von Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt, für Landesstützpunkte mit besonderer Bedeutung ist ein klares Bekenntnis zum Standort Mecklenburg-Vorpommern sowie Unterstützung durch den Spitzenverband nötig, Abstimmung und enge Zusammenarbeit mit dem Spitzenverband ist für die Einstufung in den Exzellenz- oder Potentialcluster unumgänglich, Maßnahmenplan der Trainings-, Lehrgangs- und Wettkampfmaßnahmen im Jahr.
Der LSB gewährt Zuwendungen für die Talentförderung zu den Ausgaben der Landesfachverbände für Landeskader (LK) und Nachwuchskader 2 (NK2) im Land, die im Wesentlichen durch das Leistungssport- und Förderkonzept des LSB bestimmt werden. Die Fördermittel sind einzusetzen für: die Organisation und Durchführung des Trainings der Kaderathlet*innen in den Landesleistungszentren und Trainingsstützpunkten, die Organisation und Durchführung von Lehrgängen und Wettkämpfen, die Unterstützung der Teilnahme von Kadern an Sichtungs- und Nominierungswettkämpfen sowie Meisterschaften, die Honorierung nebenberuflicher Trainertätigkeit, sportmedizinische Untersuchungen der LK- und NK 2-Kader, die Ausstattung der Landesleistungszentren und Trainingsstützpunkte mit Sportgeräten und Maßnahmen zur Dopingaufklärung, -bekämpfung und -kontrolle für LK- und NK 2-Kader.
Sportlich talentierten Schüler*innen soll durch den Besuch von Schulen im Verbund Schule-Leistungssport des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit eingeräumt werden, den Erfordernissen der schulischen Bildung und der sportlichen Entwicklung als Einheit gerecht zu werden.
Der Landessportbund gewährt Zuwendungen für Trainingslehrgänge zur sportlichen Entwicklung von Athlet*innen. Damit soll den Landesfachverbänden und Sportvereinen in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit gegeben werden, in den leistungsorientierten Sportarten des Landes talentierte Nachwuchssportler*innen an den Bundeskader heranzuführen.
Unter Zuhilfenahme des Kriteriums „aktueller Leistungsstand“ erfolgt die Einstufung der Sportarten in unterschiedliche Fördercluster. Innerhalb der Fördercluster werden die Sportarten des olympischen Wettkampfprogramms gegenüber den nicht olympischen Sportarten deutlich in der Förderung hervorgehoben (MV - LK - Leistungssportkonzept 2028, S.
Strukturen und Akteure im Leistungssport
Unter Überblick werden die strukturellen und personellen Voraussetzungen dargestellt mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen der Nachwuchsleistungssportförderung in Mecklenburg-Vorpommern aufzuzeigen. Auf der nächsten Seite werden die wichtigsten Akteure mit ihren Aufgaben und Maßnahmen zur Förderung des Nachwuchsleistungssports vorgestellt. Auf der Seite Sportförderung werden die Vorgaben der Sportförderrichtlinie des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Sport Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie Informationen zur Förderung der Landesfachverbände dargestellt.
LSB Mecklenburg-Vorpommern (Referent & Koordinator) über LSB Personalmanagement gGmbH: 21 Landestrainer*innen, 15 Nachwuchstrainer*innen Bildung, 29 Nachwuchstrainer*innen, 2 Stützpunkttrainer*innen, 9 Sichtungstrainer*innen, 2 Stützpunktkoordinator*innen, 1 Athletiktrainer*in Anstellung der o.g.
Der Geschäftsbereich Leistungssport des DOSBs hat die Aufgabe, den Leistungssport in Deutschland in seiner Gesamtheit zu beurteilen und Entwicklungen zu steuern. Somit besitzt er eine Schlüsselposition im nationalen Leistungssport. Vom Geschäftsbereich Leistungssport gehen die Initiativen zur Entwicklung strategischer Konzepte und Grundsatzerklärungen zum Nachwuchsleistungs- und Spitzensport aus. Bei strikter Einhaltung der Autonomie innerhalb des Sports kommt ihm die Steuerungsfunktion bei der Umsetzung dieser Konzepte und Grundsatzerklärungen zu.
