Kampfsport für Polizisten Ausbildung

In einer sich ständig verändernden und zunehmend pluralistischen Welt verändern sich die Bedürfnisse von Menschen ebenfalls. Die Modernisierung und stetige Weiterentwicklung von Technologie zwingt nicht nur Privatleute, permanent neu denken zu lernen. Auch vor den Sicherheitsbehörden und anderen staatlichen Exekutivorganen machen derartige Entwicklungen nicht halt.

Während bis noch weit in die neunziger Jahre hinein Polizei, Bundeswehr und vor allem die Spezialeinheiten ein hermetisch getrennter Raum war, in welchem private oder zivile Anbieter wenig verloren hatten, hat sich dieses Verhältnis zum Glück aller inzwischen geändert. Die Grenze ist durchlässig geworden und alle Beteiligten haben erkannt, dass es lohnend und sinnvoll ist, voneinander zu lernen.

Die Rolle des Kampfsports in der modernen Polizeiarbeit

Die körperliche Leistungsfähigkeit ist eine Schlüsselqualifikation für die Funktionsfähigkeit der Polizei und gehört zum Berufsbild. Sie ist eine Voraussetzung, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen und sich selbst zu sichern. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht eine leistungsstarke Polizei.

Der Polizeiberuf stellt hohe Anforderungen an die physische und psychische Belastbarkeit. Diese ergeben sich insbesondere durch dynamische Einsatzlagen, besondere Erschwernisse des Wechselschichtdienstes, bei Maßnahmen aus besonderen Anlässen, Gewalt gegen Polizeibeamte sowie die seelische Betroffenheit durch das Erlebte.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen die Polizeibeamten insbesondere eine alters-, geschlechts- und zielgruppenspezifische hohe körperliche Leistungsfähigkeit. Diese reduziert die Eigengefährdung, erhöht den Einsatzerfolg und kompensiert gesundheitsabträgliche Belastungen.

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Voraussetzung für die körperliche Leistungsfähigkeit von Polizeibeamten ist die Befähigung, berufsorientierte motorische Anforderungen und Bewegungsabläufe zu erfüllen. Die körperliche Leistungsfähigkeit wird durch Training erlernt, erhalten, verbessert und resultiert aus Anpassungen des Organismus. Sie wird qualitativ von den motorischen Fähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination sowie quantitativ von den Belastungsnormativen Intensität, Dauer und Häufigkeit bestimmt.

Regelmäßige sportliche Aktivitäten entfalten positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-, das Muskel-Skelett- und das Zentralnervensystem, den Stoffwechsel sowie auf das Immunsystem. Sie erhöhen die Regenerationsfähigkeit, die Reaktions- und Handlungsschnelligkeit sowie die psychische Belastbarkeit.

Sport in der Polizei dient insbesondere dem Erhalt und der Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Diese ist eine Schlüsselqualifikation, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzfähigkeit des Polizeibeamten und trägt zur Funktionsfähigkeit der Polizei bei.

Vor diesem Hintergrund und der Notwendigkeit, dass Polizeibeamte sich ihre Polizeidienstfähigkeit (PDV 300 „Ärztliche Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit und der Polizeidienstfähigkeit“, Nr. 3) bis zum Berufsende erhalten sollen, hat Sport eine besondere Bedeutung.

Dienstsport ist die regelmäßige, systematische, altersgerechte, am Leistungsstand sowie an den körperlichen Anforderungen der Tätigkeitsbereiche orientierte sportliche Betätigung während des Dienstes. Er soll Übungen enthalten, welche die motorischen Fähigkeiten in gleichen Maßen berücksichtigen, und abwechslungsreich sowie aufgaben- und teilnehmerorientiert gestaltet sein.

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Weiter soll das notwendige Wissen vermittelt werden, um abwechslungsreich und kontrolliert Sport treiben zu können sowie Sportverletzungen zu vermeiden. Der Dienstsport soll darüber hinaus das Betriebsklima und Zusammengehörigkeitsgefühl fördern und das für den Einsatz notwendige Teamverhalten stärken.

Dienstsport beinhaltet auch den Gesundheits- und Präventionssport sowie den Sport in der Ausbildung. Der Gesundheits- und Präventionssport (GPS) kompensiert gesundheitsabträgliche berufsbedingte Belastungen. Darüber hinaus motiviert er die Beamten und Beamtinnen zu regelmäßigem Sport und regt zu einer gesundheitsbewussten Lebensführung an.

Er ist in besonderem Maße geeignet, die Einsatzfähigkeit im Polizeivollzugsdienst wiederzuerlangen, zu erhalten und zu steigern, weil er auf individuelle Voraussetzungen eingeht und auf Belastungsspitzen an der körperlichen Leistungsgrenze verzichtet. Die Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten sollen Einsichten in die Notwendigkeit regelmäßiger sportlicher Betätigung außerhalb und innerhalb des Dienstes sowie für eine gesunde Lebensführung vertiefen.

Sie sollen gezieltes eigenverantwortliches Training zum Erhalt der körperlichen Fitness und der Gesundheit durchführen können. Vor dem Hintergrund des älter werdenden Personals gewinnt der GPS immer mehr an Bedeutung. Der Erfolg von Maßnahmen des GPS in der Polizei ist wissenschaftlich belegt, wenn dieser unter Anleitung und aktiver Betreuung durch speziell ausgebildete Sportübungsleiterinnen und -leiter durchgeführt wird. Eine Individualisierung des GPS oder ein Training ohne dieses Fachpersonal ist nicht zielführend.

Zu den Aufgaben des DPSK gehört die Koordination und die Veranstaltung von Wettkämpfen der Polizeien von Bund und Länder. Als Dachorganisation des deutschen Polizeisports veranstaltet das DPSK „Deutsche Polizeimeisterschaften“ in ausgewählten Sportarten.

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Die nachgenannten Sportarten sind im „Wettkampfkalender“ des DPSK eingetragen. Leistungssport ist das intensive Ausüben einer Sportart mit dem Ziel, im nationalen oder internationalen Wettkampf eine hohe Leistung zu erzielen.

Auf der Ebene des Europäischen Polizeisportverbandes (USPE) werden „Europäische Polizeimeisterschaften“ durchgeführt. Das DPSK nimmt in den Sportarten, welche im „Wettkampfkalender“ des DPSK eingetragen sind, an den „Europäischen Polizeimeisterschaften“ teil.

Die USPE führt in weiteren Sportarten (Basketball, Radfahren, Ringen, Skilauf, Tennis, Tischtennis) Europäische Polizeimeisterschaften durch. In den Grundpositionen des DPSK ist unter Punkt 10 Folgendes aufgeführt:

Das Deutsche Polizeisportkuratorium begrüßt Konzepte zur Förderung des Spitzensports, mit denen die Länder und der Bund durch eine berufliche Perspektive für Spitzensportlerinnen und -sportler eine Grundlage für sportliche Höchstleistungen schaffen.

In den Erläuterungen zu den Grundpositionen geht man dazu näher ein:

Spitzensportlerinnen und -sportler im Kader oder einem vergleichbaren Status betreiben ihren Sport in der Regel in einem Lebensalter, in dem sich auch die Frage nach der beruflichen Zukunft stellt. Ohne die Förderung des Spitzensports sind Höchstleistungen, die einem internationalen Vergleich standhalten, kaum erreichbar. Staat und Gesellschaft stehen deshalb in einer besonderen Verantwortung.

Der Wettkampfsport hat als wichtiger Teil des Sports in der Polizei eine lange Tradition und ist Ausdruck des Leistungsprinzips.

Das Land Berlin versteht sich als Sportmetropole und befürwortet die Förderung des Leistungs- und Spitzensports.

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie die Polizei Berlin haben das Ziel, die Förderung des Leistungssports in Berlin zu unterstützen. Die Regelungen zum Dienstsport gelten für den Polizeivollzugsdienst. Grund hierfür sind die besonderen Anforderungen und Belastungen des Polizeivollzugsdienstes.

Der GPS weist aber eine Schnittmenge zum Behördlichen Gesundheitsmanagement (BGM) auf. Diese Behördenstrategie richtet sich an alle Bediensteten der Polizei und ist darauf ausgerichtet, gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz - einschließlich arbeitsbedingter Erkrankungen, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und psychischer Belastungen - vorzubeugen, Gesundheitspotenziale zu stärken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern.

Krav Maga: Eine effektive Nahkampflösung für die Polizei

Von der Krav Maga Survival Organisation, mit Sitz in Hamburg, wurde dieser Austausch seit jeher intensiv gepflegt, was sich auch an vielen Stellen inzwischen bemerkbar macht. Auf seinem langen Weg durch das Schmiedefeuer und die im Schatten permanenter Veränderung, hat sich das Krav Maga Survival zu einem sehr effektiven und vielfach gefragten Instrument aller Interessenten entwickelt.

So ist es wenig verwunderlich, dass selbst die angehenden Polizeiräte der Bundespolizei inzwischen mit dem System vertraut gemacht wurden. Dies versetzt sie in die Lage, Einsätze besser zu überblicken und vor allem Gewalt richtig einschätzen und beurteilen zu können.

In Hamburg gehört Krav Maga seit vielen Jahren zu den Grundfertigkeiten vieler Polizisten, welche sich auch nach Dienst und in ihrer Freizeit dieser Methode der Selbstverteidigung widmen.

Dies hat seinen Grund, denn das Motto des Krav Maga Survival ist sehr einfach: „Alle Techniken müssen sich in der Realität bewähren!“. Stilbegründer Tom Madsen ist immer darauf bedacht nur die Essenz des wirklich notwendigen zu behalten und das System fortlaufend in Frage zu stellen.

Aus diesem Grund nehmen viele unserer Trainer an unzähligen Vollkontakt Turnieren teil, ob im MMA, Kickboxen, Kyokushin Karate, Grappling oder Kickboxen. Die dadurch gewonnene Kampferfahrung lässt sich gut auf das Krav Maga Training in Hamburg übertragen.

In Kombination mit unserer jährlichen Reise nach Israel, wo die Teilnehmer von jahrelangen Angehörigen der dortigen Spezialeinheiten trainiert werden, ergibt sich eine potente Mischung, wenn die eigene Sicherheit im Vordergrund steht.

Im Grunde geht diese Entwicklung viele Jahre zurück, als die generellen Grundsätze für Gewaltanwendung im Polizeidienst aufgestellt wurden. Durch das damals aus heutiger Sicht geringe Bedrohungspotential lag der Fokus auf dem Schutz des PGÜ (Polizeiliches Gegenüber), welcher möglichst verletzungsfrei festgenommen werden sollte.

Was sich in der Theorie ganz einfach und logisch liest, stellt die Beamten vor Ort zuweilen vor beachtliche Probleme. Bei einem folgsamen Bürger, welcher zur Identitätsfeststellung festgenommen werden muss, auf das Revier befördert wird, ist das sicherlich kein Problem, doch in den wenigsten Fällen ist das heute noch der Fall.

Respekt und Anerkennung für Polizisten sind auf einem rekordverdächtig tiefen Niveau, was zur Folge hat, dass den Anweisungen eines Polizisten oftmals nicht mehr gefolgt wird. Schlimmer noch, es ist in manchen Kreisen zum Volkssport geworden, Polizisten zu verprügeln.

Vielfach sehen sich die Beamten einer Übermacht an Störern gegenüber, welche sie mit ihren bisherigen Einsatzmitteln und -grundsätzen unmöglich in den Griff bekommen. Dieser Zustand hält nun einige Jahre an, jedoch hat die Politik hier und da bereits reagiert und die Einsatzgrundsätze an die neuen Gegebenheiten angepasst.

Man spricht inzwischen von der „Förderung der Gewaltbereitschaft“ bei der Polizei, also der Befähigung und dem Willen, Gewalt anwenden zu können. Hier kommt Krav Maga, wie wir es in Hamburg unterrichten, zum Tragen.

Da in der Survival Organisation die Verhältnismäßigkeit der Mittel einer der wichtigsten Grundsätze unseres Trainings ist, kann das System von jedem Polizisten bedenkenlos angewendet werden, ohne Gefahr zu laufen, gegen dienstliche Vorschriften zu verstoßen.

Zudem sind unserer Hamburger Trainer für Krav Maga mit den jeweiligen Leitlinien der Länder oder des Bundes vertraut, um so ein hohes Maß an Rechtssicherheit zu garantieren. Somit kann jeder Polizist nicht nur für den privaten, sondern auch für den dienstlichen Gebrauch, in Hamburg Krav Maga Survival trainieren.

Neben den klassischen Techniken für den Selbstschutz, die wir im Krav Maga Training bei uns in der hamburger Sportschule unterrichten, gliedert sich das Survival in verschiedene Themengebiete. Für Polizisten ist besonders der Bereich der Festnahmetechniken interessant, welcher unter Krav Maga Trainer Kenneth Heising gelernt wird.

Hierbei lernen Justizvollzugsbeamte, Polizisten, Pfleger und alle anderen Berufsgruppen Möglichkeiten der „sanften Mittel“ zur Festnehme und Kontrolle von Personen. Besonders vor dem Hintergrund der gesteigerten Gewaltbereitschaft gegenüber Polizisten und der merkbar abgebauten Hemmschwelle.

Für das Aufgabenspektrum der behördlichen Ausbildung, haben Atrium Trainer Markus und Marc sich über die Jahre ein breites Portfolio an Seminarinhalten und Themenschwerpunkten erarbeitet, welche sie vielfach in polizeilichen und militärischen Kreisen ausbilden. Für den ehemaligen Soldaten Markus und den Polizisten Marc sind solche Ausbildungen mehr als eine gewöhnliche Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit.

Im Hinblick auf die zuweilen veralteten Methoden der Streitkräfte sind moderne Lösungen wie das Krav Maga Survival nicht nur zeitgemäß, sondern längst überfällig. Durch den intensiven Austausch und die ständige Weiterentwicklung von Trainingsinhalten und der didaktischen Methodik bleiben alle unsere hamburger Krav Maga Trainer am Puls der Zeit, was den hohen Ausbildungsstandard garantiert.

Nicht umsonst greifen immer wieder Spezialeinheiten der Polizei und des Militärs auf unsere Ausbilder für Krav Maga zurück. Das Atrium verschreibt sich voll der Philosophie der Krav Maga Survival Organisation, welche sich nicht nur an Zivilisten, sondern auch an Männer und Frauen in Uniform richtet.

Denn diese haben unsere besondere Aufmerksamkeit verdient, schließlich stellen sie ihren Dienst und ihre Gesundheit der Gesellschaft zur Verfügung.

Krav Maga ist ein sich stetig fortschreibendes, hybrides System, welches an wissen­schaft­li­chen Erkennt­nissen und am Praxis­wissen profes­sio­neller Anwender orien­tiert wird. Im Vorder­grund stehen Effek­ti­vität und Effizienz. Es geht nicht um starre Techniken, sondern um eine situa­ti­ons­an­ge­passte Anwen­dung von takti­schen und metho­di­schen Prinzi­pien.

Entwicklungshistorisch bedingt, gehören dazu auch Verhaltensgrundsätze in der Konfrontation mit bewaffneten Aggressoren sowie der eigene Umgang mit Waffen im Nahkampf.

Spezialisierte Krav Maga-Programme für den professionellen Einsatz

Unsere spezialisierten KRAV MAGA-Programme bieten maßgeschneiderte Lösungen für den professionellen Einsatz: Military KRAV MAGA für das Militär, Law Enforcement KRAV MAGA für Polizei und Sicherheitskräfte sowie Civil KRAV MAGA für Rettungskräfte. Mit effektiven Techniken und realistischen Szenarien bereiten wir Einsatzteams optimal auf extreme Situationen vor - effektiv, praxisnah und zielgerichtet. Unser Training verbindet Selbstverteidigung, Stressbewältigung und Deeskalation für maximale Sicherheit im Einsatz.

Das KRAV MAGA DEPARTMENT bietet mit Björn Wiebe, einem ausgebildeten Military KRAV MAGA Instructor, maßgeschneiderte Trainings und Seminare für militärische Einsatzkräfte an, bei denen effektive Nahkampftechniken und taktisches Verhalten im Fokus stehen.

Diese Inhalte sind speziell auf die Anforderungen von Soldaten und spezialisierten Einheiten abgestimmt und garantieren höchste Professionalität durch die Anbindung an KRAV MAGA Global. Die Vermittlung der Techniken erfolgt ausschließlich an Militärangehörige und berücksichtigt stets die Verhältnismäßigkeit sowie die Einhaltung der Rules of Engagement (RoE).

Military KRAV MAGA ist speziell darauf ausgerichtet, Soldaten auf lebensbedrohliche Einsatzsituationen vorzubereiten. Das Training kombiniert körperliche, technische, taktische und psychische Aspekte, um Überlebensfähigkeit und Effizienz unter extremen Bedingungen zu maximieren.

Durch die präzise Didaktik des Systems erlernen die Mitglieder einer Einheit KRAV MAGA-Nahkampf-Techniken in kurzer Zeit. Diese Techniken sind stets einfach im Ablauf und zugleich hocheffektiv. Beides steigert die Überlebenschancen bei gefährlichen Angriffen im Nahkampfbereich erheblich.