Kampfsportarten für Paare: Vorteile und Möglichkeiten

Kampfsportarten und Kampfkünste erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in allen Altersgruppen, da sie auch als Freizeitbeschäftigung eine lohnende Erfahrung sein können, bei der man nicht nur an seinem Körper, sondern auch an seinem Geist arbeiten kann. Es gibt eine breite Auswahl an Kampfsportarten, zu den bekanntesten zählen Karate, Judo, Kickboxen, Boxen, MMA oder Krav Maga. Aber es gibt weitaus mehr Kampfsportarten, nicht nur aus dem asiatischen Raum.

Was ist der Unterschied zwischen Kampfkunst und Kampfsport?

Obwohl die Begriffe Kampfkunst und Kampfsport häufig synonym verwendet werden, handelt es sich um zwei unterschiedliche Ansätze für die körperlichen Aktivitäten des Kampfes und der Selbstverteidigung. Das Hauptziel der Kampfkünste ist die Entwicklung von Selbstverteidigungsfähigkeiten, eines Kriegergeistes, einer Lebensphilosophie und der Harmonie zwischen Körper und Geist. Sie sind oft mit kulturellen und historischen Traditionen verbunden, und einige haben auch spirituelle und ethische Aspekte. Viele traditionelle Kampfsportarten wie Judo, Kung-Fu oder Aikido betonen die Entwicklung des Charakters, den Respekt vor anderen und die Selbstbeherrschung.

Bei Kampfsportarten hingegen stehen der Wettbewerb und die Anwendung bestimmter Regeln zur Ermittlung des Siegers im Vordergrund. Obwohl Kampfsportarten Regeln haben, können sie in Training und Praxis oft flexibler sein. Die Wettkämpfer kämpfen gegeneinander, um zu punkten, durch technischen K.o. zu gewinnen oder den Gegner zur Aufgabe zu zwingen, je nach den Regeln der Sportart. Kampfsportarten werden von Sportverbänden streng reguliert, die die Kampfregeln, die Gewichtsklassen, die erlaubten Schlagarten, den Schutz der Wettkämpfer usw. festlegen. Es ist erwähnenswert, dass einige Kampfsportarten auch Kampfsportarten sind, wie z. , Judo, Taekwondo, Muay Thai oder brasilianisches Jiu-Jitsu.

Beliebte Kampfsportarten im Überblick

Hier ist eine Liste mit Kampfsportarten:

  • Boxen: Eine Disziplin, bei der sich zwei Wettkämpfer in einem Ring gegenüberstehen und nur mit ihren Fäusten kämpfen.
  • Kickboxen: Eine Kampfsportart, bei der Boxtechniken mit den für traditionelle Kampfsportarten charakteristischen Tritten kombiniert werden.
  • Wrestling: Eine der ältesten Kampfsportarten der Welt, die Körperkraft, Ausdauer, Beweglichkeit und taktische Fähigkeiten erfordert.
  • Judo: Eine japanische Kampfsportart, die sich auf den Einsatz von Wurf-, Fall-, Würge- und Hebeltechniken konzentriert, um einen Gegner zu überwältigen, ohne unbedingt große körperliche Kraft einzusetzen.
  • Karate: Eine japanische Kampfsportart, die sich auf Schläge, Tritte, Blöcke und Ausweichen konzentriert.
  • MMA (Gemischte Kampfsportarten): Eine Kampfsportart, bei der die Kämpfer eine Vielzahl von Techniken und Elementen aus anderen Kampfkünsten und -sportarten verwenden.
  • Muay Thai (Thai-Boxen): Eine dynamische und herausfordernde Disziplin, die aus Thailand stammt und bei der Faustschläge, Tritte, Ellbogen und Knie eingesetzt werden.
  • Brasilianisches Jiu-Jitsu: Eine Kampfkunst und ein effektives Selbstverteidigungssystem, das sich auf den Bodenkampf konzentriert.
  • Taekwondo: Eine aus Korea stammende Kampfsportart, die auch eine Form der Selbstverteidigung ist und für ihre dynamischen Tritte bekannt ist.
  • Capoeira: Eine einzigartige, aus Brasilien stammende Kampfkunst, die Tanz, Akrobatik und Musik kombiniert.
  • Kung-Fu (Wushu): Eine aus China stammende traditionelle Kampfkunst, die ein breites Spektrum an Stilen, Techniken und Philosophien umfasst.
  • Krav Maga: Eine israelische Selbstverteidigungsmethode, die sich auf die Wirksamkeit und Einfachheit der Techniken konzentriert.
  • Kendo: Eine aus Japan stammende Kampfsportart, bei der Bambusschwerter (Shinai) in simulierten Zweikämpfen eingesetzt werden.

Vorteile von Kampfsport für Paare

Die Ausübung von Sport oder Kampfsportarten hat viele Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit, angefangen bei der Verbesserung der körperlichen Fitness, der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstdisziplin bis hin zur Entwicklung zwischenmenschlicher Fähigkeiten. Hier sind einige Gründe, warum Sie Ihre Zweifel über Bord werfen und unbedingt mal eine Kampfsportart ausprobieren sollten:

Lesen Sie auch: Bad Soden: Kampf und Schach

  1. Spielerisches Training: Im Training gilt vielmehr das Motto „miteinander statt gegeneinander“. In der Regel trainiert man mit einem Partner, der ein ähnliches Trainingsniveau hat, und erlernt zusammen neue Techniken.
  2. Effektiv Stress abbauen: Wer beim Sport alles gibt, der entflieht dem stressigen Alltag und darf sich zusätzlich noch über eine ordentliche Portion Glückshormone freuen.
  3. Keine Langeweile: Kampfsport gehört zu den abwechslungsreichsten Sportarten überhaupt. Man kann etliche Techniken erlernen, außerdem gilt es, sich bei jeder Kampfsportart auf verschiedene Stile einzustellen.
  4. Beweglichkeit und Koordination: Um den perfekten Tritt, Schlag oder Wurf auszuführen, ist ein hohes Maß an Koordination und Beweglichkeit gefragt.
  5. Kalorienverbrauch: Durch die vielen abwechslungsreichen Bewegungen von Tritten, Schlägen und Würfen bleibt der Puls konstant hoch und man verbraucht ordentlich Kalorien.
  6. Respektvolles Miteinander: Ein respektvolles Miteinander wird hier von jedem Trainierenden erwartet. Der Beruf, der ethnische Hintergrund, die Religion, das alles ist beim Kampfsport egal, denn auf der Matte sind alle gleich.
  7. Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein: Muskeln aufbauen, Stress abbauen, Fortschritte und Erfolge erzielen oder positives Feedback erhalten: Das sind alles Charakteristika, die man im Kampfsport wiederfindet und die indirekt das Selbstbewusstsein stärken können.
  8. Fitness-Allrounder: Das Training fördert ein Zusammenspiel von Kraft, Geschwindigkeit, Explosivität, Ausdauer und Koordination und macht einen so zu einem super Fitness-Allrounder.

Wie wählt man die richtige Kampfsportart aus?

Bevor Sie sich für eine bestimmte Kampfkunst oder einen bestimmten Sport entscheiden, sollten Sie Ihre Ziele (Selbstverteidigung, Gesundheit, spirituelle Entwicklung oder sportlicher Wettkampf), Ihre Vorlieben und Ihr Maß an körperlicher Aktivität berücksichtigen. Einige Disziplinen konzentrieren sich stärker auf Schlag- und Tritttechniken, andere auf Würfe und Bodenarbeit und wieder andere auf die Harmonie zwischen Körper und Geist. Wollen Sie sich messen und nach sportlichen Trophäen greifen? Entscheiden Sie sich für Boxen, Ringen oder Thaiboxen. Sie legen Wert auf Abwechslung und Vielseitigkeit? Versuchen Sie MMA. Möchten Sie sich selbst weiterentwickeln, Ihre Fitness verbessern, Ihre körperliche Leistungsfähigkeit ausbauen oder an Ihrem Charakter arbeiten? Testen Sie sich in Kampfsportarten wie Karate, Judo oder Taekwondo. Möchten Sie Selbstverteidigungstechniken erlernen?

Im Prinzip kann jede/r jeden Kampfsport ausüben, egal welches Alter oder körperlichen Voraussetzungen ihr habt. Euer Wille ist entscheidend. Allerdings sind manche Kampfsportarten härter als andere, erfordern mehr Beweglichkeiten etc. Daher eignen sich manche Kampfsportarten besser für manche Geschlechter bzw. Für Kinder gibt es eigentlich keine auszuschließende Kampfsportart. Wichtig ist nur, dass sie in einem guten Kurs landen und der Trainer ein gutes Händchen für den Umgang mit Kindern hat. Die meisten Kampfkünste sind für Kinder eher spielerischer Natur. Senioren sind zumeist in ihrer Beweglichkeit, Kraft und Schnelligkeit eingeschränkt. Daher gilt es hierbei einen geeigneten Kampfsport zu finden. Fokussiert auf Selbstverteidigung ist Krav Maga oder ein Selbstverteidigungskurs. Es gibt keine Einschränkungen bei Kampfsportarten für Frauen. Falls gewünscht, werden oft spezielle Frauenkurse angeboten, die ohne Männer stattfinden. Beliebt sind auch Kampfarten, die eine gewisse Härte mit sich bringen.

Weitere Tipps zur Auswahl:

  • Zielstellung: Zunächst einmal müsst ihr wissen, dass Kampfsportarten teilweise andere Zielstellung haben: Verteidigung (für das Militär oder Bevölkerung), sportliche Ertüchtigung oder Training des Geistes/ Konzentration.
  • Härtegrad: Manche Kampfsportarten sind härter als andere: Kickboxen und MMA sind sehr hart, Tai Chi hingegen ist auf sanfte Abläufe ausgelegt. Und habt keine Sorge, bei einer Anfängergruppe im Kickboxen schlägt man sich nicht sofort die Zähne ein.
  • Probetraining: Probieren geht über studieren - nehmt an einem Probetraining teil: Es ist sehr empfehlenswert ein paar Schnupperkurse zu besuchen und sich einen Einblick zu verschaffen. Denn das Umfeld, eure Trainingspartner und der Trainer machen sehr viel aus. Sie entscheiden maßgeblich über den Erfolg.

Weitere Aspekte bei der Wahl der Kampfsportart

Hier sind einige zusätzliche Aspekte, die bei der Wahl der richtigen Kampfsportart berücksichtigt werden sollten:

  • Wie schwer ist welche Kampfsportart? Wie komplex ist die jeweilige Kampfsportart zu erlernen, weichen die Bewegungsabläufe stark vom Alltag ab? Grundsätzlich werden bei allen Kampfsportarten intuitive Bewegungsabläufe gelehrt und gesucht.
  • Wie lange muss man Kampfsport üben bis man ihn beherrscht? In welcher Zeit lassen sich Grundtechniken erlernen und wie lange dauert es bis man die Sportart „beherrscht“? Die Grundbewegungen, -schläge, -tritte, -würfe und Hebel lassen sich bei allen Sportarten innerhalb von 12 Monaten erlernen. Vorausgesetzt, das Training wird zweimal die Woche besucht.
  • Wie effektiv sind die einzelnen Kampfsportarten? Kann die Kampfsportart im Ernstfall helfen sich gegen einen oder mehrere Gegner zur Wehr zu setzen. Hier schneiden letztendlich alle Kampfsportarten gut ab. Denn ihr Hintergrund ist die Verteidigung.
  • Wie viel Kondition braucht man für Kampfsport? Wie viel Fitness ist notwendig, um die Kampfsportart auszuüben und wie wirkt sich das Training auf das Fitnesslevel aus. Wer schon einmal einen Trainingskampf hatte, weiß wie anstrengend das ist. Daher ist der Konditionspunkt ein wichtiger Faktor. Auch zur Selbstverteidigung ist es sehr sinnvoll eine gewisse Fitness mitzubringen.
  • Wie hoch ist der Kraftbedarf bei Kampfsportarten? Ist die Kampfsportart auch ohne hohen Kraftbedarf zu erlernen bzw. auszuüben - bzw. wie wirkt sich das Training auf das Training der Muskelkraft aus. Kampfkünste die explizit die Kraft des Gegners nutzen, um sie gegen diesen einsetzen sind für körperlich schwache Menschen gut geeignet. Das ist beispielsweise Judo sowie Jiu Jitsu.
  • Wie beweglich sollte man für Kampfsport sein? Die Anforderungen an die Beweglichkeit variieren innerhalb der Kampfsportarten mitunter erheblich. Das betrifft in erster Linie die Beweglichkeit für Würfe oder auch Fußtritte.

Krav Maga als effektive Selbstverteidigung

Als effektivste Kampfsportart zur Selbstverteidigung können wir Euch guten Gewissens das Krav Maga empfehlen. Der Begründer legte großen Wert darauf, dass es effektiv ist, schnell erlernt werden kann und dabei keine allzu hohen körperlichen Anforderungen benötigt. Ihr erlernt hier gezielt jene Techniken, die Euch im Notfall helfen können.

Häufige Fragen zum Thema Kampfsport

Hier findet ihr Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Kampfsport:

Lesen Sie auch: Alleine Kampfsport lernen – So geht's!

  • Kann man einen Kampfsport zuhause erlernen? Nein, eher nicht. Sicherlich könnt ihr eure Fitness verbessern und Grundtechniken zur Abwehr und zum Angriff üben. Fehler in der Stellung und Lücken in der Abwehr werdet ihr allerdings nicht bemerken. Zudem fehlt euch ein ganz wichtiger Baustein: Die Partnerübungen und Übungskämpfe.
  • Wann ist man bereit für einen Wettkampf? Es dauert mindestens Jahre bis man im Vollkontakt kämpfen kann, und nicht völlig untergeht. Je nach Kampfstil müssen Kampftechniken, Hebel, Faustkampf, Fußtechniken, Bodenkampf oder der Kampf mit Waffen lange geübt und perfekt beherrscht werden, bevor man für einen Wettkampf bereit ist.
  • Wie oft sollte man Kampfsport trainieren? Das ist ganz von eurem Ziel abhängig: Wenn ihr an einem Wettkampf teilnehmen und euch mit den besten messen wollt, dann solltet ihr täglich trainieren oder mindestens 5-mal die Woche. Und das über mehrere Jahre. Wenn ihr euch fit halten und im Ernstfall verteidigen möchtet, dann ist es ausreichend, wenn ihr zweimal die Woche trainiert.
  • Was kostet eine Mitgliedschaft in einem Kampfsport-Verein? Die Mitgliedschaft im Verein für Kampfkunst variiert sehr nach Region und beläuft sich auf 30€ bis 100€ im Monat. Das hängt ganz davon ab, wie viele Mitglieder es gibt, wie teuer die Miete ist, welche Ausrüstung vorhanden ist.

Lesen Sie auch: Liste der Kampfspiele für PC