Raufen, toben, rangeln - das Ausprobieren der eigenen Kräfte gehört bei Kindern zum Wachstumsprozess. Es macht sie mental und körperlich stärker. Der kindlichen Lust am spielerischen Kräftemessen bietet das Kampfsporttraining einen idealen Raum.
Warum Kampfsport für Kinder?
Kampfsport für Kinder ist eine exzellente Möglichkeit, um die allgemeine Fitness, die Reaktionsgeschwindigkeit sowie die motorischen Fähigkeiten zu verbessern. Darüber hinaus werden Werte wie Achtsamkeit, Disziplin und der Umgang mit den eigenen Gefühlen geübt. Den Kämpfenden wird Konzentration, Selbstbeherrschung und gegenseitiger Respekt abverlangt.
Viele Kampfsportarten eignen sich für energiegeladene extrovertierte Kinder genauso wie für schüchterne. Beim Kampfsport lernen Kinder ihre körperliche Kraft kennen und wie sie sich im Notfall verteidigen können. Gleichzeitig werden Werte wie Achtsamkeit, Disziplin und der Umgang mit den eigenen Gefühlen geübt.
Vorteile von Kampfsport für Kinder:
- Verbesserung der allgemeinen Fitness und Reaktionsgeschwindigkeit
- Förderung der motorischen Fähigkeiten
- Stärkung des Selbstbewusstseins
- Erlernen von Disziplin und Respekt
- Abbau von Aggressionen
- Verbesserung von Achtsamkeit und Konzentration
Geeignete Kampfsportarten für 4-jährige
Für Kinder ab dem vierten Lebensjahr sei Budo-Turnen ein guter Einstieg. In vielen Kampfsport-Vereinen werden Kinderkurse werden bereits ab vier Jahren angeboten. Der Nachwuchs wird zunächst mit Spiel und Spaß an die der Kampfsportart zugrunde liegenden Bewegungsabläufe herangeführt.
In diesem Alter steht das Spielen im Vordergrund, keinesfalls die Kampfkunst oder die Selbstverteidigung. Mit den Spielen werden die Koordination, Schnelligkeit gefördert.
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Willkommen bei den Budo Minis, unserem speziell für 4-5-Jährige entwickelten Konzept, das die Welt des (Kampf)Sports spielerisch näherbringt. In diesem Unterricht legen wir den Grundstein für Selbstvertrauen, Disziplin, Konzentration und körperliche Fitness. Durch altersgerechte Übungen fördern wir nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern auch die sozialen Kompetenzen der Kinder.
Unsere erfahrenen Trainer:innen gestalten jede Stunde abwechslungsreich und kindgerecht, sodass die Minis Freude an Bewegung und ein starkes Gemeinschaftsgefühl erleben.
Mini Budo
In unserem Mini Budo Training steht die spielerische Vermittlung von Kampfsportelementen im Vordergrund. Die kleinen Teilnehmer:innen erlernen dabei nicht nur die Grundlagen von Judo, Ju-Jutsu und Karate, sondern auch wichtige Fähigkeiten, die für die Ausübung aller Sportarten von Bedeutung sind. Dazu gehören das sichere Landen, Rollen und richtiges Fallen, Meidbewegungen und Schutzhaltungen sowie Bewegungsfolgen von Hebeln und Würfen.
Unsere Mini-Budo-Kids verbessern nicht nur ihre motorischen Fähigkeiten, sondern erlangen auch grundlegende Bewegungsformen, die für jede Sportart essentiell sind. Bei Mini Budo legen wir großen Wert auf die kindgerechte Vermittlung von Werten, die dem traditionellen Gedanken des Budos entsprechen.
Weitere geeignete Kampfsportarten:
- Karate: In der Altersgruppe von vier bis sechs Jahren liegt der Schwerpunkt des Trainings auf Vielfalt. In den Stunden finden hauptsächlich abwechslungsreiche, spielerische Übungen statt, die den Gleichgewichtssinn aufbauen und ein partnerschaftliches Miteinander fördern.
- KiJudo: Beim KiJudo lernen die Kinder, dass sie Konflikten nicht aus dem Weg gehen müssen, sondern wie sie ihnen selbstbewusst begegnen können. Geschützt durch den gepolsterten Boden lernen sie, richtig zu fallen und brauchen keine Bange zu haben, dem:der anderen weh zu tun, wenn sie ihn:sie auf die Matte befördern. Auch das mentale Training unterstützt die Kinder beim Thema Selbstbehauptung.
Wichtige Überlegungen bei der Auswahl
„Das beste Einstiegsalter dafür ist mit fünf, sechs Jahren“, sagt Kampfsporttrainerin Ana Yagües. Das hängt aber stark von den Voraussetzungen des Kindes ab. Es kann auch sein, dass ein Kind im Alter von sechs Jahren noch sehr zurückhaltend und schüchtern ist, ein Fünfjähriges hingegen schon sehr forsch und mutig agiert.
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Letztendlich sollten die Eltern auf die Bedürfnisse ihres Kindes achten. Nur Sport, der Spaß und Freude bereitet, wird ihr Kind körperlich und mental stärken.
Worauf ist bei der Auswahl des richtigen Vereins zu achten?
- Achten Sie bei der Auswahl eines Vereins darauf, dass der Spaß im Vordergrund steht.
- Die Trainer sollten erfahren und qualifiziert sein, um den Kindern die Grundlagen der Kampfsportart auf spielerische und altersgerechte Weise zu vermitteln.
- Die Einrichtung sollte sauber und sicher sein.
- Es sollte eine positive und unterstützende Umgebung geben.
Kosten
Die Kosten variieren je nach Alter. Im Schnitt können Sie mit etwa 30 Euro pro Monat kalkulieren. Zusätzlich benötigen Kinder meist einen Trainingsanzug sowie eine kleine Schutzausrüstung.
Die genannten Beiträge beziehen sich auf das komplette Jahr und fallen zuzüglich zum MTV Grundbeitrag (Einzel- oder Familienbeitrag) an. Die Beiträge werden halbjährlich (anteilig) im März und November abgebucht.
Bekannte Kampfsportarten im Überblick
Hier ist eine Übersicht über einige bekannte Kampfsportarten und ihre Eigenschaften:
Judo
Beim Judo spielen Wurf- und Bodentechniken die Hauptrolle. Dabei wird die Kraft des Gegners gegen ihn verwendet. Schläge und Tritte sind verboten.
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Karate
Die alte japanische Kampfkunst setzt vorwiegend auf Schlag- sowie Tritttechniken. Karate eignet sich aufgrund der Geschwindigkeit und des Nahkampftrainings sehr gut zur Selbstverteidigung.
Taekwondo
Ähnlich wie beim Karate geht es im Taekwondo vorwiegend um Schlag- sowie Tritttechniken. Im Gegensatz zum Karate wird kunstvollen Tritten jedoch mehr Bedeutung beigemessen, sodass eine enorme Beweglichkeit gefragt ist.
Aikido
Aikido stammt aus Japan und ist in seiner Ausrichtung defensiv. Das Ziel des Aikido besteht darin, die Kraft eines Gegners abzuleiten und sie auf intelligente Weise zu nutzen. Wettkämpfe werdet ihr im Aikido vergeblich suchen. Es entspricht einfach nicht der Philosophie dieser sanften Verteidigungstechnik.
Kung-Fu
Der Begriff „Kung-Fu" bedeutet „etwas durch harte, geduldige Arbeit Erreichtes" und vereint verschiedene chinesische Kampfkünste des Wushu. Das chinesische Wort „Wu" bedeutet Kampf und „shu" Kunst. Posen wie Tiger, Leopard, Drache oder die Gottesanbeterin sind Bewegungen aus der Tierwelt, die beim Kung-Fu imitiert werden.
Capoeira
Capoeira stammt aus Brasilien und ist die Weiterentwicklung der Wushu-Kampfsportarten, die die afrikanische Bevölkerung ehemals im Geheimen ausübte. Im Capoeira spielt neben dem Element Kampf auch die Musik eine wichtige Rolle. Im Unterricht werden Lieder und klassische Musikinstrumente wie die Trommel und das Tamburin gelernt.
Kalaripayattu
Die aus Südindien stammende Kampfsportart ist eng verwandt mit Hatha Yoga, Ayurveda und dem indischen Tanz. Kinder ab sechs Jahren können Kalaripayattu erlernen. Finden werden sie ein umfassendes System, das ihr Körper- und Selbstbewusstsein schult.
Boxen und Kickboxen
Das Boxen ist und bleibt natürlich eine Kontaktsportart, bei der es auch mal eins auf die Nase gibt oder auszuteilen gilt. Da für diese Sportart viel Körperbewusstsein erforderlich ist, liegt ein Schwerpunkt des Grundlagentrainings für Kinder und Jugendliche in Atemtraining, einer aufgerichteten Haltung und Dehnungsübungen. Kinder ab vier Jahren können mit dem Boxtraining beginnen.
Tai Chi
Tai Chi ist chinesisches Schattenboxen, bei dem die Bewegungen langsam, fließend und entspannt ausgeführt werden. Durch das Zurückziehen der Sinne aus dem Außen entsteht eine innere Zentrierung, die in die Meditation führt.
Das Trainerteam
Die Kinder-Kampfsportschule steht unter der Leitung des 21-maligen Deutschen Meisters im Karate Köksal Cakir. Köksal ist Grund- und Werkrealschullehrer und Diplomtrainer mit Abschluss an der Trainerakademie Köln des DOSB. Er gewann im Jahr 2002 bei den Weltmeisterschaften in Madrid die Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 75 kg.
| Trainer | Expertise | Bemerkenswertes |
|---|---|---|
| Köksal Cakir | Karate | 21-maliger Deutscher Meister, Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2002 |
| Slawik | KiKa | Viele deutsche Meistertitel, 12 Medaillen von 2018 bis 2024 |
| Elif | KiKa | Aktive Leistungssportlerin, gute Platzierungen bei Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften, schwarzer Gürtel (1. Dan) |
| Melek | KiKa | Aktive Leistungssportlerin, gute Platzierungen bei Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften, schwarzer Gürtel (1. Dan) |
Slawik ist seit der Eröffnung der KiKa mit dabei. Er konnte viele deutsche Meistertitel erringen, allein von 2018 bis 2024 holte er insgesamt 12 Medaillen bei deutschen Einzel- und Teamwettbewerben.
Elif ist seit 2012 nicht mehr aus dem Trainer-Team der KiKa wegzudenken. Sie war lange Zeit aktive Leistungssportlerin und konnte sich bei den Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften immer sehr gut platzieren. Auch Melek ist seit 2012 Trainerin in der KiKa und hat die gleiche sportliche Laufbahn wie ihre Zwillingsschwester durchlaufen. Sie trägt ebenso wie Elif den schwarzen Gürtel (1. Dan) und ist mit der gleichen Begeisterung dabei.
Das Trainerteam wird von unseren aktiven Jugendlichen und jungen Erwachsenen ergänzt. Amira Hamzah, Nicolai Volkmer und Adrian Cosovic konnten bei Deutschen und Baden-Württembergischen Meisterschaften schon einige Medaillen abräumen.
