Die JUDO SOFTwell P setzt Maßstäbe bei Technik, Qualität und Hygiene und schützt mit weichem Wasser vor Kalkablagerungen und erhöht den Komfort. Die Anlagen verfügen über je zwei parallel betriebene Enthärtersäulen. Es steht rund um die Uhr weiches Wasser zur Verfügung - ein klarer Vorteil gegenüber Einzelanlagen.
Ausführung und Eigenschaften
Die Anlage besteht aus glasfaserverstärkten Behältern (PN 10) gefüllt mit Ionenaustauscherharz in Lebensmittelqualität zur optimalen Wasserverteilung und Minimierung von Druckverlust und Regeneriermittelaufwand. Sie beinhaltet einen separaten Salzlöse- und Vorratsbehälter mit kontinuierlicher Solebevorratung und integrierter Niveauüberwachung. Die Anbindung an das Hauptgerät erfolgt unkompliziert mit Lanzentechnik.
Die Steuerungselektronik verfügt über eine Folientastatur und eine mehrzeilige LCD-Anzeige für Betrieb, Regeneration und Salzmangel. Eine farbige Status-Leuchtanzeige sowie eine manuelle Regenerationsauslösung und potenzialfreie Störmeldung sind ebenfalls vorhanden.
Die Anlage ist nach DIN EN 14743 und DIN 19636-100 geprüft und trägt das DIN-DVGW-Prüfzeichen zur Enthärtung von Trinkwasser. Die parallele Betriebsweise mit zwei Austauscherbehältern ermöglicht jederzeit Wasserentnahme bei gleichzeitiger hygienischer Durchströmung aller Anlagenteile.
Die Enthärter der SOFTwell Serie bieten ein Maximum an Hygiene und Sicherheit, da der Betrieb ohne stehendes Wasser erfolgt, die Enthärtersäulen zwangsdurchströmt werden und die Regenerationsintervalle optimiert sind. Die Keramikscheibentechnologie punktet mit einer genauen und zuverlässigen Steuerung der einzelnen Verfahrensschritte und maximaler Langlebigkeit. Das Wasser durchströmt den Ionenaustauscher, wobei die härteverursachenden Calcium- und Magnesium-Ionen durch „weiche“ Natrium-Ionen ausgetauscht werden.
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Die JUDO SOFTwell K, SOFTwell P oder SOFTwell MEGA 4 und 6 bieten hier die optimale Lösung: Die Anlagen besitzen zwei Enthärtersäulen - die Leistungsriesen SOFTwell MEGA 4 und 6 besitzen sogar zwei x zwei bzw. drei x zwei Säulen. Der Vorteil der Paralleltechnik: Wird eine der Säulen regeneriert, arbeitet die andere weiter. Dadurch steht permanent weiches Wasser zur Verfügung. Rund um die Uhr, sogar bei plötzlichen Verbrauchsspitzen.
Die Enthärtungsanlage liefert dank parallel arbeitenden Enthärtersäulen rund um die Uhr weiches Wasser - ohne Unterbrechung und auch bei großen Entnahmemengen.
Technische Daten
Hier eine Übersicht der technischen Daten am Beispiel des Modells SOFTwell P:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Rohranschluss | 1" |
| Nenndurchfluss | 1,6 m³/h |
| Fließdruck bei Nenndurchfluss min. | 2 bar |
| kurzzeitiger Durchfluss max. | 3,5 m³/h |
| Nennkapazität | 0,9 mol |
| Kapazität je kg Regeneriersalz | 5 mol |
| Inhalt des Salzvorratsbehälters | 50 kg |
| Elektroanschluss | 230 V/50 Hz |
| Leistungsaufnahme im Betrieb | 1 W |
| Leistungsaufnahme in der Regeneration | max. 15 W |
Installation und Montage
Vor Einbau und Inbetriebnahme müssen die Einbau- und Betriebsanleitung sowie die Sicherheitshinweise gelesen und beachtet werden. Die Fernbedienung des JUDO SOFTwell P über mobile Endgeräte mithilfe des Connectivity-Moduls und der JU-Control App setzt eine stabile Internetverbindung am Einbauort der Enthärtungsanlage voraus.
Es sind die allgemeinen Regeln für sicherheits- und fachgerechtes Arbeiten zu beachten. Diese Betriebsanleitung ist unbedingt vor Installation, Inbetriebnahme und Instandhaltung vom Monteur sowie dem zuständigen Fachpersonal/Betreiber zu lesen.
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Die Enthärtungsanlage muss ein DIN-DVGW-Zeichen tragen. Oberhalb der Enthärtungsanlage werden mindestens 300 mm Freiraum benötigt, um alle Wartungsarbeiten ordnungsgemäß durchführen zu können.
Die Anlage muss vorhanden sein und ist sowohl für waagerechte als auch für senkrechte Rohrleitungen geeignet. Die Einbauhöhe richtet sich nach dem Verlauf der Leitung. Die Mindesteinbauhöhe vom Boden bis zur Mitte des Rohrs beträgt 52 cm.
Die Wandabstützung sorgt für eine sichere Abstützung des Geräts und verhindert so eine Drehbewegung des Geräts um die Rohrleitung. Die Montage der Wandabstützung (Best.-Nr. 2201397) wird in der zugehörigen Montageanleitung näher beschrieben. Das Konsolen-Set (Best.-Nr. 2201396) dient vornehmlich zur Entlastung und Fixierung der Rohrleitung.
Das Umgehungsventil auf der mit dem eingegossenen Buchstaben „R“ (Rohr) gekennzeichneten Flanschseite mit dem Einbaudrehflansch durch Einrasten des Bajonetts verbinden. Die Enthärtungsanlage ca. 30° im Uhrzeigersinn zurück schwenken.
Der Anschlussflansch der Enthärtungsanlage ist durch eine weiße Schutzscheibe abgedeckt. Diese Schutzscheibe ist durch vier Zylinderschrauben M6x130 befestigt. ACHTUNG: Nach dem Entfernen der weißen Schutzscheibe nicht in den Geräteanschlussflansch greifen (Quetschgefahr)!
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Der Pfeil muss dabei zur Seite zeigen. Die Lanze zur Verriegelung um 90° im Uhrzeigersinn drehen (bis zum Anschlag). Auf Markierungspfeil achten: Pfeil muss nun zur Vorderseite des Salzvorratsbehälters zeigen.
Der Abwasserschlauch muss mit Gefälle zum Siphon verlegt werden. Falls am Einbauort ein stetiges Gefälle zum Siphon nicht realisiert werden kann, dann muss zur Förderung des Regenerations-Abwassers eine salzwasserbeständige Hebeanlage eingebaut werden.
Bedienung und Menüführung
Nach erfolgreichem Abschluss der Installation wird auf dem Display folgender Text angezeigt:
SOFTwell P Betrieb
Die Wasserzufuhr (Haupthahn bzw. Absperrventil) öffnen und sicherstellen, dass das Umgehungsventil (falls installiert) auf „Betrieb“ gestellt ist.
Das Probewasser zur Messung und Einstellung der Wasserhärte kann am Umgehungsventil oder an einer Wasserzapfstelle entnommen werden. Gemäß der aktuellen Trinkwasserverordnung liegt der Grenzwert für Natrium im Trinkwasser bei 200 mg/l. Hiervon sind Mineral- und Tafelwasser nicht betroffen.
Menüstruktur
Die Menüstruktur umfasst folgende Punkte:
- Betriebsdaten:
- Ges. Weichwassermenge
- Anzahl Regenerationen
- Anzahl Wartungen
- Nächste Wartung
- Gerätetyp
- Gerätenummer
- Kundendienst Info
- Historie
- Softwareversion
- Hardwareversion
Funktionsweise und Besonderheiten
Sollte der Eingangsdruck unter 1,0 bar fallen, öffnet ein im Steuerkopf integriertes Überströmventil, um Hartwasser an der Anlage vorbeizulassen und somit den Druckverlust zu begrenzen. Dabei erhöht sich kurzfristig die Resthärte in der Rohrleitung nach der Enthärtungsanlage.
Der noch vorhandene Solevorrat wird dann in erster Linie für die Desinfektion des Ionenaustauscherharzes verwendet und die Enthärtungswirkung wird reduziert. Auf diese Weise bleibt die Enthärtungsanlage noch Wochen nach Eintritt des Regeneriersalzmangels in hygienisch einwandfreiem Zustand.
Die Anlage bietet die Möglichkeit, Meldungen und Einstellungen über das Display zu konfigurieren. So kann beispielsweise das Störmelderelais über das Menü eingestellt werden.
Lagerung und Reinigung
Die Enthärtungsanlage muss im demontierten Zustand frostfrei und trocken gelagert werden. Der Anschlussflansch muss vor Verschmutzung und Beschädigung geschützt werden. Bei der Reinigung dürfen keine Reiniger verwendet werden, die Löse- bzw. Alkohol (Spiritus) enthalten, da diese die Kunststoffteile chemisch angreifen können.
Wartung und Service
Eine Inspektion sollte mindestens alle zwei Monate erfolgen. Einmal jährlich ist eine Wartung durch den JUDO Werkskundendienst oder das lizenzierte Fachhandwerk erforderlich. Der Betreiber kontrolliert den Salzfüllstand und die Dichtigkeit des Enthärters (Austritt).
Technische Daten im Überblick
- Betriebsgewicht mit ca. 75 kg Salzfüllung
- Versandgewicht ca. 27 kg
- Nenndurchfluss 1,6 m³/h
- Fließdruck bei Nenndurchfluss min. 2 bar
- Max. mögliche Tagesentnahme in Abhängigkeit von der Rohwasserhärte bei einer Resthärte von ca. 8 °dH
Zubehör
Folgendes Zubehör ist erhältlich:
- Umgehungsventil JQX (Best.-Nr. 8735210)
- Härtemessbesteck JGHP 0 - 30 °dH (Best.-Nr. 8742120)
- JUDO QUICKSET-Reihe JQR zur Reihenschaltung von zwei JUDO Geräten
- Störmeldekabel (Best.-Nr. 2200717)
Ersatzteile
Eine detaillierte Ersatzteilliste ist verfügbar. Empfohlene durchschnittliche Austauschintervalle bei Verschleißteilen sind zu beachten.
