Judo ist eine Kampfsportart, die in Japan entwickelt wurde und sich heute weltweit großer Beliebtheit erfreut. Die Geschichte des Judo reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Jigoro Kano die Kampfkunst aus verschiedenen traditionellen japanischen Kampfsportarten entwickelte. So schuf der Japaner eine wettkampftaugliche Sportart und nannte sie Judo, was übersetzt “sanfter Weg” bedeutet.
Die Geschichte des Judo
In der Geschichte des Judo steht der Japaner Jigoro Kano an erster Stelle. Judo ist eine japanische Kampfsportart, die im späten 19. Jahrhundert von Jigoro Kano entwickelt wurde. Die Ursprünge des Judo liegen im Jujutsu, einer alten japanischen Kampfkunst, die sich auf den Kampf im Nahkampf konzentrierte. Im 19. Jahrhundert begann Jigoro Kano, der Begründer des Judo, das Jujutsu zu studieren.
Im Jahre 1882 eröffnete der junge Kano am Eisho-Schrein in Tokyo eine eigene Schule - das Kodokan und unterrichtete seinen eigenen Stil, den er Judo nannte. Zur Verwirklichung seiner Ideale gründete Jigoro Kano schon 1882 den Kodokan (“Lehrhalle des Weges”), der noch heute als Mekka des Judo gilt. Kano legte großen Wert auf die Ausbildung von Körper und Geist und betonte die Bedeutung von Disziplin, Respekt und Höflichkeit.
Die Geschichte des Judo beginnt nicht zufällig in einer Epoche großer politischer und ökonomischer Veränderungen in Japan. Im Jahre 1868 brach nach dreihundertjähriger Regierung das Tokugawa-Shogunat zusammen. Es fielen die undurchdringlichen Mauern der Gesetze, die das Land gegenüber allen Kontakten mit Ausländern abschirmten. Aus den Industrienationen wurde Japan nun durch einen Strom wissenschaftlich-technischen Wissens überschwemmt, der schnell aufgenommen und in der Praxis angewandt wurde.
Kano erkannte in den Techniken ein allumfassendes Prinzip: „Bestmöglicher Einsatz von Körper und Geist“. Techniken, die dem nicht entsprachen klammerte er aus. Insgesamt ließ Kano etwa 14 verschiedene Stilrichtungen in sein Judo einfließen.
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Der glänzende Sieg des Judo gegenüber dem alten Jujutsu, indem es die untrennbare Einheit von Theorie und Praxis bewies. Bald schon wurde Judo bei der Polizei und in der Armee eingeführt. Der technische Komplex des Kodokan war im Jahre 1887 fertig ausgearbeitet und ist in den letzten Jahrzehnten unverändert geblieben.
Die Theorie des Judo
Das Prinzip des Judo ist es, die Kraft des Gegners gegen ihn selbst zu verwenden. Dies bedeutet, dass man nicht versucht, den Gegner mit eigener Kraft zu besiegen, sondern ihn durch geschickte Techniken auszumanövrieren. Zwei grundlegende Prinzipien liegen dem Judo zugrunde. Das erste Prinzip ist „jita kyoei“, was übersetzt „gegenseitiges Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen“ bedeutet. Das zweite Prinzip ist „seiryoku zenyo“, was übersetzt „bestmöglicher Einsatz von Körper und Geist“ bedeutet.
Die Prinzipien von Seiryoku Zenyo und Jita Kyoei sind die Grundlagen des Judo. Ein weiteres wichtiges Prinzip des Judo ist „Siegen durch Nachgeben“. Hierbei geht es darum, dem Gegner auszuweichen und seine Kraft gegen ihn selbst zu nutzen.
Jigoro Kano sah in dem Sport aber nicht nur eine Möglichkeit zur körperlichen Ertüchtigung, auch die Persönlichkeit des Judoka sollte ausgebildet werden und zu einer möglichst großen Harmonie zwischen Körper und Seele führen.
Die drei Säulen des Judo sind Körperbeherrschung, Geistige Haltung und Technik. In der Theorie des Judo geht es nicht nur um die Technik, sondern auch um die richtige Einstellung und die Anwendung der Prinzipien. Die Techniken des Judo werden durch die Philosophie von Jigoro Kano geleitet.
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Kano war jedoch der Meinung, dass Judo als Lebensweg seinen Sinn nur dadurch erhält, dass es als psychische und intellektuelle Vervollkommnung des Menschen in allen Situationen interpretiert wird. In der Ausführung der formalen Übungen (Kata) und in den Zweikämpfen auf der Tatami (Randori) sollen der Wille gehärtet und der Verstand gestärkt werden.
Die Praxis des Judo
Im Judo-Unterricht werden die Schüler in verschiedenen Techniken unterrichtet, die sie im Training üben. Der Unterricht umfasst sowohl Stand- als auch Bodentechniken. Im Judo gibt es verschiedene Regeln, die während eines Wettkampfes beachtet werden müssen. Zum Beispiel darf der Gegner nur mit bestimmten Techniken geworfen werden und es ist verboten, den Gegner zu greifen, bevor der Kampf begonnen hat.
Judo-Techniken können auch in realen Kampfsituationen angewendet werden. Die Schüler lernen, wie man sich gegen einen Angreifer verteidigt und wie man ihn kontrolliert oder besiegt.
Derzeit wird in der Judo-Abteilung in verschiedenen Altersklassen grundsätzlich wettkampforientiert trainiert. Trotzdem kommt in keiner Gruppe Spiel und Spaß zu kurz. Die fachlich sehr versierten Übungsleiter/-innen und Trainer/-innen stellen dabei immer einen hohen Ausbildungsstand in Theorie und Praxis sicher.
Eine typische Judo-Trainingseinheit beginnt mit einem Warm-up, gefolgt von Techniktraining und Partnerübungen. Im Anschluss daran wird oft Konditionstraining durchgeführt. Eine Trainingseinheit endet mit Dehnübungen und einem Cool-down.
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Im Wettkampf treten Judoka gegeneinander an, um ihre Fähigkeiten zu messen und ihre Techniken zu verbessern. Prüfungen sind ein wichtiger Bestandteil des Judo-Trainings. Sie ermöglichen es den Judoka, ihre Fortschritte zu messen und ihre Fähigkeiten zu verbessern. Die Prüfungen werden in verschiedenen Farben durchgeführt, die den Fortschritt des Judoka anzeigen.
Bekannte Persönlichkeiten im Judo
Wolfgang Weinmann und Gerhard Lehmann gehören zu den bekanntesten deutschen Judoka. Weinmann war langjähriger Bundestrainer der Männer und Frauen und führte das deutsche Team zu zahlreichen Erfolgen bei internationalen Wettkämpfen. Lehmann war ebenfalls Bundestrainer und betreute unter anderem die Olympiasiegerin Yvonne Bönisch.
Hans-Jürgen Ulbricht und Mahito Ohgo sind zwei weitere Persönlichkeiten, die maßgeblich zur Entwicklung des Judo beigetragen haben. Ulbricht war lange Zeit Präsident des Deutschen Judo-Bundes und setzte sich für die Professionalisierung des Sports ein. Ohgo hingegen war einer der bedeutendsten japanischen Judoka und war unter anderem Weltmeister und Olympiasieger.
Judo als Lebensphilosophie
Judo ist nicht nur eine Kampfkunst, sondern auch eine Philosophie und ein Lebensstil. Es betont die Bedeutung von Respekt, Disziplin und Selbstbeherrschung und fördert die Entwicklung von Körper und Geist.
Ein Judoka ist jemand, der Judo ausübt. Dabei geht es nicht nur um den sportlichen Wettkampf, sondern auch um die persönliche Weiterentwicklung. Judo lehrt nicht nur körperliche Fähigkeiten, sondern auch Werte wie Respekt, Disziplin und Durchhaltevermögen.
Die Persönlichkeit spielt eine wichtige Rolle im Judo, da es darum geht, ein respektvoller und bescheidener Mensch zu sein.
Judo - ein Sport, eine Lebensphilosophie:
- Kampf ohne Hass
- Kraft unter Kontrolle
- Ritterlichkeit
- Stoisches Hinnehmen von Sieg und Niederlage
Um kämpfen zu können, brauchen wir nicht nur starke Arme und einen schnellen Geist, wir brauchen einen Glauben. (Japanische Weisheit)
Trainingszeiten der Judo-Abteilung
Halle für alle Judo-Gruppen: Turnhalle des Kurfürst Salentin Gymnasiums
- Team 1 (Fortgeschrittene; Alter: 7 bis ca. 14 Jahre)
- Montags 18.00 - 19:30 Uhr
- Freitags 18.00 - 19:30 Uhr
- Team 2 (Fortgeschrittene; Alter: ab ca. 14 Jahre; Erwachsene)
- Montags 19:30 - 21:00 Uhr
- Freitags 19:30 - 21:00 Uhr
- Judo und Selbstverteidigung (Frauen und Männer; Alter: ab ca. 30 Jahre)
- Mittwochs 19:30 - 21:00 Uhr (findet derzeit nicht statt)
Spezielle Anfängerkurse für Kinder werden 2-mal pro Jahr durchgeführt. Hierzu werden auf der Geschäftsstelle Wartelisten geführt.
Auch im Bereich Selbstverteidigung für Erwachsene werden Kurse angeboten. Bitte melden Sie sich unverbindlich zu einem kostenlosen Probetraining an !
lizenzierte Trainer (Jugend):
- Anke Gröber
- Lukas Gärtner
- Hans-Peter Büntgen
lizenzierte Trainer (Jugend u.
