Die Entscheidung für den Einbau einer Wasserenthärtungsanlage in ein Haus ist oft eine wichtige, um die Lebensdauer von Geräten zu verlängern und den Komfort zu erhöhen. Zwei Produkte, die dabei häufig in die engere Wahl kommen, sind die Judo i-soft und die Grünbeck GSX plus. Dieser Artikel beleuchtet die Judo i-soft 5 TGA genauer und vergleicht sie mit anderen Systemen.
Funktionsweise und Unterschiede
Die Anlagen von Judo und Grünbeck unterscheiden sich in ihrer Bauart, jedoch nicht in ihrer grundlegenden Funktion. Beide Anlagen sind Doppelanlagen. Judo trennt den Salztank von den Austauscherflaschen, während Grünbeck den Salztank trennbar, aber kompakt am Gerät installiert hat. Der Vorteil bei Grünbeck ist, dass man den Salztank zur Reinigung abnehmen kann.
Einige Anwender sehen es kritisch, dass bei der i-soft die Austauscherflaschen mit ihrem Gewicht direkt an der Leitung hängen. Andere betonen, dass die Montageform seit vielen Jahren bewährt ist und die Anlage weniger Platz verbraucht sowie flexibler zu installieren ist. Es gibt auch Montagehalter für die jeweilige Anlage.
Wasserstop und Sicherheit
Beim Thema Wasserstop setzen die Hersteller auf unterschiedliche Techniken. Judo verwendet eine Durchflusssteuerung, während Grünbeck auf einen "echten Wasserstop" mit einem kabelgebundenen Wassersensor am Boden setzt. Dieser Sensor schließt das Ventil, sobald er die geringste Wassermenge signalisiert, und vermeidet so teure Wasserschäden (GENO-STOP).
Aus eigener Erfahrung kann man sagen, dass Bodensensoren bzw. Funklösungen nur in bestimmten Fällen wirklich helfen. Bei einer Überwachung des Durchflusses, der Entnahmemenge und der Entnahmedauer kann der Wasserstop einen Schaden relativ schnell bemerken und die Wasserzufuhr abstellen.
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Trinkwasserqualität
In Bezug auf das Trinkwasser gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Anlagen. Alle Hersteller müssen die Normen einhalten. Das bedeutet, dass die Wasserhärte so eingestellt sein muss, dass im Trinkwasser nicht mehr als 200 mg/l Natrium entstehen (siehe Trinkwasserverordnung). Die Verschnitthärte sollte zwischen 3-8 °dH eingestellt werden. Zudem sollte ein DIN DVGW Zeichen vorliegen.
Vor- und Nachteile der Judo i-soft
Einige Installateure haben in der Vergangenheit negative Erfahrungen mit Judo-Anlagen gemacht, insbesondere mit Modellen wie Bioquell mini, Bioquell Euroboss und safe. Genannt werden Probleme wie:
- Abbrechende Saughülsen
- Gelbe Nadeln, die nicht richtig funktionieren
- Salzlake, die nicht angesogen wird
- Injektoreinsätze, die justiert werden müssen
- Platinen, die defekt sind
- Kein Display
Es wird empfohlen, die Anlage nach 5 Jahren zu entsorgen und ein anderes Produkt zu kaufen.
Technische Details der Judo i-soft TGA
Die Judo i-soft TGA Enthärtungsanlage ist nach DIN EN 14743 und DIN 19636-100 gefertigt. Sie verfügt über DIN-DVGW-geprüfte Einzelmodule zur Enthärtung von Trink- und Brauchwasser. Die parallele Durchströmung aller Anlagenteile sorgt für hygienisch optimale, stagnationsfreie Betriebsabläufe.
Ausführung:Anlage bestehend aus einem Wasserverteiler (Parallelanschlussblock aus Messing und Umgehungsventilen) und zwei einzeln absperrbaren Einzelmodulen (PN 10) mit Wandabstützung, gefüllt mit Ionenaustauscherharz in Lebensmittelqualität zur optimalen Wasserverteilung und Minimierung von Druckverlust und Regeneriermittelaufwand, kalibrierbarer Sensor 'i-guard' im Wassereingang für die mengen- und qualitätsabhängige Steuerung, hunderttausendfach bewährte, verschleißfreie Keramikscheiben-Technologie für lebenslang programmierte Betriebsabläufe, Steuerungselektronik mit Folientastatur und mehrzeiliger LCD-Anzeige für Betrieb, Regeneration, Resthärte und Salzmangel, farbiger Status-Leuchtanzeige (Signal-Display), zusätzlich manuelle Regenerationsauslösung, Vorwahltasten für die Verschnittwasserhärte und potenzialfreie Störmeldung (je Einzelmodul), Verschnittwasserregelung durch 'i-matic', Zwangsregeneration nach spätestens 96 Stunden und Anlagenhygienisierung durch eingebaute Desinfektionseinrichtung mit platinierten Titanelektroden, separate Salzlöse- und Vorratsbehälter mit kontinuierlicher Solebevorratung und integrierter Niveauüberwachung sowie zweistufiger Salzmangelanzeige, Anbindung an Hauptgerät erfolgt unkompliziert mit Lanzentechnik, einschließlich Einbau-Drehflansch mit Bajonettanschluss aus Messing mit Verschraubungen und Montagedeckel, inklusive Siphon zum normgerechten Anschluss an das Abwassersystem gemäß DIN EN 1717 und DIN 1988-100, Steckernetzgeräte 230 V/50 Hz. , komplett mit interner Anlagenverrohrung, Steckernetzgeräte 230 V/50 Hz.
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Option:JUDO Connectivity-Module zur Verbindung der Enthärtermodule über LAN-Anschluss mit einem Heimnetzwerk und dem Internet, iOS / Android App und Webbrowser verfügbar, für weltweiten Zugriff auf umfangreiche Informationen, automatisierte Meldungen und Funktionen wie die Regenerationsauslösung.
Technische Daten
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten technischen Daten der Judo i-soft 5 TGA zusammen:
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Nenndurchfluss bei 20 dH auf 8 dH | 5,3 m³/h |
| Druckverlust bei Nenndurchfluss (20 dH auf 8 dH) | 1,0 bar |
| Rohranschluss | 1 1/2 Zoll |
| Max. Anzahl der Wohneinheiten | 15 |
| Kapazität bei Sparbesalzung | 13,4 dH x m³ |
| Inhalt Salzvorratsbehälter | 100 kg |
| Salzverbrauch je Regeneration | 0,40 kg |
| Abwasser je Regeneration | 50 Liter |
| Nenndruck PN | 10 |
| Betriebsdruck max. | 7 bar |
| Fließdruck min. | 2 bar |
| Spannungsversorgung | 230 V/50 Hz |
| Leistungsaufnahme max. | 30 Watt |
| Betriebstemperatur max. | 30 °C |
| Einbaulänge (Einbau-Drehflansch) | 306 mm |
| Tiefe ca. | 485 mm |
Wartung und Service
Laut DIN 1988 sollte eine Enthärtungsanlage einmal jährlich gewartet werden. Dabei wird die Funktion etc. überprüft. Für ein langes Arbeitsleben der Anlage ist dies sehr zu empfehlen. Die Kosten für die Wartung können variieren. Einige Anwender berichten von Wartungsverträgen für 150 Euro pro Jahr.
Es gibt auch kritische Stimmen, die bemängeln, dass bestimmte Teile, wie z.B. der Leitwertsensor, nicht unter die Garantie fallen, obwohl sie im Wasser stehen und somit einem gewissen Verschleiß unterliegen. Dies kann zu zusätzlichen Kosten führen.
Einige Anwender sind der Meinung, dass man sich die jährliche Wartung sparen kann, da kaum noch Mechanik vorhanden ist und die Reinigung selbst durchgeführt werden kann.
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Alternativen und Vergleiche
Bei der Suche nach einer geeigneten Enthärtungsanlage sollte man auch andere Hersteller in Betracht ziehen. Grünbeck bietet beispielsweise die GSX plus an, die mit konkreten Daten und einer Anpassung an schwankende Härtegrade wirbt. Allerdings ist der Nenndurchfluss geringer als bei der Judo i-soft.
Es ist wichtig, die technischen Daten und Funktionen der verschiedenen Anlagen zu vergleichen, um die beste Lösung für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
