Japanische Kampfsportarten: Eine umfassende Liste

Von asiatischen Kampfsportarten geht eine große Faszination aus. Sie versprechen häufig nicht nur eine kämpferische Überlegenheit gegenüber (nicht selten körperlich stärkeren) Gegnern, sondern fast immer auch philosophische Ansätze, die zur Entspannung, Meditation und sogar zur geistigen Erleuchtung dienen. Japanische Kampfkünste werden unter dem Oberbegriff Budo zusammengefasst.

Im Gegensatz zu reinen Kriegskünsten ist der Budo Kampf auch stets durch eine innere Do-Lehre geprägt. Heutzutage wird asiatischer Kampfsport im Übrigen auch in sportliche und rein kämpferische Elemente getrennt. Im Westen sind vor allem Shaolin und Wing Chun bzw. Wing Tsun sehr bekannt. Auch in Deutschland gibt es viele Kampfsportschulen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene in diesem Sport ausbilden. Zunächst waren im Westen nur Karate und Judo bekannt. Mittlerweile steigt das Interesse an weiteren asiastischen Kampfsportarten wie Jiu Jitsu, Aikido oder Kendo.

Vor allem die Karate- und Kung Fu-Filmwelle der 1970er (hier allen voran Bruce Lee, Chuck Norris und David Carradine) hat zur Verbreitung von asiatischem Kampfsport im Westen beigetragen. Später kamen dann eher unbekannte Stile wie Aikido oder Kendo hinzu, die aber mittlerweile gleichrangig zu den anderen Kampfsportarten stehen. Heute gelten Stile wie Tai Chi (das als „Schattenboxen“ gegen imaginäre Gegner im Prinzip oft mehr als Gymnastik denn als Kampfkunst betrachtet wird) als ebenso populär wie das reine Wettkampf-Judo der 70er Jahre.

Beim Karate oder Tae Kwon Do sind die Grundpositionen bereits ein Warnsignal an den Gegner und dienen der Abschreckung. Judo oder Aikido kommen erst dann zur Anwendung, wenn der Angreifer den Gegner bereits berührt, weil die Techniken direkten Körperkontakt erfordern. Kommt es jedoch zum Kampf, soll er auch gewonnen werden. Beide Elemente vereinen viele Kung Fu-Stile.

Im Wing Chun folgt man zum Beispiel eher der „sanften“ Federtechnik und leitet die Energie des Angreifers wirkungsvoll ab. Wing Chun wurde konsequent von einer Frau entwickelt, um sich gegen die aggressiven Shaolin-Techniken wehren zu können, die in vergangenen Jahrhunderten das Kung Fu prägten. Komplett offensiv ausgerichtet ist hingegen Kendo, das auf den Schwertkampftechniken der Samurai basiert. Doch auch beim Kendo gilt inzwischen das meditative Element als wichtig. Ganz ähnlich ist es beim Sumo, das zwar ohne Waffen auskommt, aber eher aggressiv in der Anwendung ist. Im starken Gegensatz dazu steht Kyudo, das japanische Bogenschießen, dessen viele rituell festgelegte Abläufe einen stark meditativen Charakter besitzen.

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Asiatischer Kampfsport wird manchmal in Tabi-Socken, häufiger aber mit blanken Füßen auf gepolsterten Matten ausgetragen, etwa beim Judo oder Karate. Doch in den letzten Jahren hat sich dies zum Teil geändert. Zum einen spielen hygienische Gründe sicherlich eine Rolle. Aus dem Kung Fu übernehmen daher viele Kampfsportschulen mittlerweile die Tradition der Kung Fu Schuhe. Sie schützen die Füße, ohne die Verletzungsgefahr des Trainingspartners zu erhöhen und geben außerdem festen Halt auf glatten Böden. Da gerade im Kung Fu oft ohne Matten trainiert wird, ist der feste Stand besonders wichtig.

Überblick über verschiedene Kampfsportarten

Hier ist eine Liste verschiedener Kampfsportarten, die nach dem ABC sortiert ist:

  • Aikidō ist eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Ueshiba Morihei als Synthese aus unterschiedlichen Budō-Disziplinen entwickelt wurde. Dies geschieht in der Regel durch Wurf- und Kontrolltechniken, die den Hauptteil der Aikidō-Techniken ausmachen.
  • Amarok ist ein sehr junger Kampfsport aus der Türkei, dessen Übungen zusammengestellt wurden aus den Kampftechniken der Turkvölker.
  • Arnis, Escrima, Kali stehen für eine hauptsächlich bewaffnete Kampfkunst aus vorrangig aus der philippinischen Gegend, welche sich mit unterschiedlichen Waffenarten, aber auch dem unbewaffneten Kampf beschäftigt.
  • Capoeira ist eine brasilianische Kampfkunst bzw. ein Kampftanz, dessen Ursprung auf den afrikanischen NíGolo („Zebratanz“) zurückgeführt wird.
  • Hapkido ist eine koreanische Kampfkunst, die ihren Ursprung im japanischen Daitō-ryū Aiki-jūjutsu hat.
  • Jūdō ist eine japanische Kampfsportart, deren Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ beziehungsweise „maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand“ ist.
  • Karatedō (japanisch „Weg der leeren Hand“) wurde früher meist nur als Karate bezeichnet und ist unter dieser Bezeichnung noch heute am häufigsten geführt.
  • Kobudō bezeichnet die Kampfkunst mit den auf Okinawa entwickelten Bauernwaffen, beispielsweise das Sai (eine Art Dreizack), das Nunchaku (kurzer Dreschflegel), der Bō (ein 182 cm langer Stab), die Kama (landwirtschaftlich genutzte Sichel), der Tonfa (Schlagstock) oder Tekkō (Schlagring).
  • Krav Maga ist ein israelisches, modernes, eklektisches Selbstverteidigungssystem, das Schlag- und Tritttechniken präferiert, aber auch Grifftechniken, Hebel und Bodenkampf beinhaltet.
  • Muay Thai oder Thaiboxen ist der Nationalsport Thailands.
  • Pencak Silat: Zentrum des Pencak Silat ist Indonesien, hier hat auch die PERSILAT, der Weltverband des Pencak Silat, ihren Sitz.
  • Sambo ist eine russisch-sowjetische Kampfsportart.
  • Tae-Kwon-Do ist ein koreanischer Kampfsport.
  • Als Wǔshù werden alle Kampfkünste und Kampfsportarten bezeichnet, die aus China stammen.

Weitere Kampfsportarten im Detail

Die Kampfsportarten Liste ist sortiert nach dem ABC, soweit dies sinnvoll möglich ist.

  • Die Krallen des Adlers werden in diesem chinesischen Kampfsport von den Händen gebildet.
  • In diesem chinesischen Kampfsport werden die Bewegungen eines Affen imitiert.
  • Die einst blutigen japanischen Kampfsportarten wurden im Aikido zu einer pazifistischen Körperkunst umgewandelt.
  • Die Kunst mit dem Messer zu fechten. Ein Kampfsport aus Japan.
  • Ist ein junger Kampfsport aus Deutschland mit Techniken aus ostasiatischen Kampfsportarten wie Taekwondo, Jiu-Jitsu, Judo, Bo-Jitsu, Karate und Aikido.
  • Ein moderner Kampfsport, der sich in seinen Techniken bei den traditionellen Karate Stilen bedient.
  • Dieses Kampfsystem wurde in den 1980er Jahren für Anti-Terror-Einheiten entwickelt.
  • Verschiedenste Techniken wurden zu einem System geformt.
  • Ist ein sehr moderner Kampfsport. Er enthält Kampftechniken aus der ganzen Welt, die wissenschaftlich erprobt und ausgesucht wurden.
  • Zweck ist die Verbreitung und Entwicklung von Kampfmethoden, die zur Selbstverteidigung gedacht sind.
  • Ist ein reines System zur Selbstverteidigung. Die Techniken wurden zusammengestellt aus Kampfsportarten wie Jiu Jitsu, Judo, Kung Fu und Karate.
  • Ein Schwerpunkt ist dabei die Abwehr von Waffenangriffen.
  • Zuerst wird der Kampf mit Waffen gelernt, dann erst mit der Hand.
  • Besonders wichtig ist das Ausweichen in diesem Stil.
  • Der Kämpfer im Baguazhang steht nie still.
  • Jahrelanges im Kreis laufen ist die Grundlage für das unglaubliche Können.
  • Ziel des Trainings ist es, einen Gegner mit einem einzigen Schlag besiegen zu können.
  • Ein Selbstverteidigungssystem aus Großbritannien.
  • Oberbegriff für die nördlichen chinesischen Kampfkünste.
  • Auch bekannt unter der Bezeichnung „Bein des Nordens“.
  • Ein ganz spezieller chinesischer Kampfsport. Der Kämpfer bewegt sich, als wäre er betrunken.
  • Kampfstil aus Indien.
  • Ist eine Selbstverteidigung gegen einen bewaffneten Gegner.
  • Nicht nur die Samurai hatten ihre Kampfkünste. Auch die Bauern wussten sich zu wehren.
  • Bei diesem Kampfsport sind den meisten Menschen die Regeln wohl vertraut.
  • Wurde aus dem Kampfsport Judo entwickelt. Konzentriert sich vor allem auf den Bodenkampf.
  • Ist ein asiatischer Kampfsport der in Schwaben entwickelt wurde.
  • Regelrecht akrobatische Übungen. Ein Kampfsport voll Rhythmus und Lebensfreude.
  • Dieser Stil wurde in Hawaii entwickelt.
  • Ist ein alter chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition.
  • Ein Kampfsportsystem aus 16 Kampfsportarten.
  • Ursprünglich ein Nahkampfsystem für Armee und Polizei in England.
  • Kampfstil aus Spanien. Dabei werden Reflexe antrainiert.
  • Schläge auf die Vitalpunkte bringen in diesem chinesischen Kampfsport den Sieg.
  • Ditang Quan (Bodenfauststil) ist ein alter chinesische Kampfstil in der Shaolin Tradition.
  • Der Drache ist in China ein Symbol für geistige Stärke.
  • Kampfsport mit den besten Techniken aus allen Kampfsportarten.
  • Wurde in den 1980er Jahren in Deutschland entwickelt.
  • Ist ein europäischer Kampfsport.
  • Fu Lung Pai ist ein chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition.
  • Ist der Kampfsport der indischen Sikhs.
  • Wurde entwickelt aus dem Kundalini Yoga.
  • Blitzschnelle Arme und Hände sind das Markenzeichen für diesen chinesischen Kampfsport.
  • Ist ein Kampfsystem aus Israel.
  • Dient der Selbstverteidigung.
  • Koreanischer Kampfsport mit dem Schwert.
  • Ist weniger der Name für einen Stil als mehr der Name für koreanische Kampfkunstverbände.
  • Dieser Kampfsport hat seine Wurzeln im japanischen Daito-Ryu Aiki Ju-Jutsu.
  • Ein Nahkampfsystem aus Israel.
  • Dieser Kampfsport kommt aus Israel.
  • Auch Schwertübungen können eine Zen Übung sein.
  • Eine innere Kampfkunst, die in Malaysia entwickelt wurde und auf chinesischen inneren Kampfkünsten aufbaut.
  • Der Stil ist sehr jung. Er wurde in den 1970er Jahren entwickelt und ist heute über die ganze Welt verbreitet.
  • Ist ein Computerspiel. Schon 1985 entwickelt und läuft noch heute.
  • Ist der Kung Fu Stil, der von Bruce Lee entwickelt wurde.
  • Ist das alte chinesische Ringen.
  • Ein Grundprinzip im japanischen Kampfsport Jiu Jitsu ist: Nachgeben, um zu siegen.
  • Ist ursprünglich eine Kampfkunst der Samurai.
  • Jo-Do ist ein alter japanischer Kampfsport mit dem Kurzstock, dem „Jo“.
  • Der Weg des Judo beginnt mit einer Fallschule.
  • Ist ein in Deutschland entwickelter Kampfstil.
  • Es ist eine Kombination aus einem modernen Selbstverteidigungssystem mit klassischer Kampfkunst.
  • - American Ju Jutsu: Ein Ju Jutsu Unterstil auf der Kampfsportarten Liste.
  • Ist ein südindischer Kampfsport aus Kerala.
  • Ein israelisches Nahkampfkonzept.
  • Der Kampfsport Karate ist der Weg der „leeren Hand“.
  • - Shotokan Karate: Ist der verbreitetste Stil.
  • - Fudokan Karate: Ist ein recht neuer Stil.
  • Kempo (Faustlehre) ist ein japanischer Kampfsport, der seine Wurzeln hat im chinesischen Karate.
  • Moderner japanischer Schwertkampf.
  • Ist ein moderner Kampfsport, der zusammengestellt wurde aus anderen Kampfsportarten (Judo, Karate, Taekwondo, Fallschule, Selbstverteidigung).
  • Oberbegriff für die alten Kampfsportarten mit dem japanischen Schwert.
  • Dieses Schwert soll durch sein Eigengewicht schneiden, der Kämpfer hält es lediglich in der Bahn.
  • Ist eine Fitnessgymnastik, die hauptsächlich aus Kampfsportelementen besteht.
  • Dieser Kampfsport verbindet das westliche Boxen mit asiatischen Stilen wie Karate oder Taekwondo.
  • Eine Kampfsportart aus Thailand.
  • Gerade in Asien gibt es viele Kampfsportarten, die den Kranich zum Symbol haben.
  • Ist ein israelischer Kampfsport.
  • Ein Kampfsport aus Südostasien, der seine Wurzeln in Südchina hat.
  • Ein Karatestil im Vollkontakt.
  • Zen lernen mit einer Bogenzeremonie.
  • Gehört zu den Giftige Hand Kampfkünsten.
  • Der Leopard ist sehr schnell.
  • Ein Kampfsport aus Burma.
  • Ist ein traditioneller russischer Kampfsport.
  • Brasilianischer Ringkampfsystem zwischen dem Ringen und Judo.
  • Ist eine moderne Kampfsportart.
  • Die „Gemischten Kampfkünste“ sind ein moderner Vollkontaktsport.
  • Ein Kampfsport aus Laos.
  • Mudo kommt aus dem Koreanischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Kampfkunstweg“.
  • Die Bewegungen stammen alle aus der Kampfkunst Taekwondo.
  • Das Lanzenfechten geht zurück auf die Zeit der Samurai.
  • NanQuan ist ein Oberbegriff für die chinesischen Kampfkünste südlich des Jangtse Stromes.
  • Ist die Kampfkunst der japanischen Ninja.
  • Die Menschen auf der japanischen Insel Okinawa benutzten diese Techniken, um sich gegen die Samurai zu wehren.
  • Ein Boxstil von den Philippinen.
  • Antiker Kampfsport aus Griechenland.
  • Ist ein Kampfsport aus Südostasien (Indonesien, Malaysia, Singapur, Brunei).
  • Pigua Quan (Pigua Zhang) stammt aus China und wird auch genannt: Axtschlag-Boxen.
  • Ein Fitnesssport, in dem auch Boxtechniken enthalten sind.
  • Ist ein eigenständiger moderner Kampfsport.
  • Dieser Kampfsport stammt aus Vietnam und wird auch genannt: Qwan Khi Dao.
  • Ist gedacht für eine realistische Selbstverteidigung auf der Straße.
  • Der Kampfsport Ringen gehörte schon zu den Olympischen Spielen der Antike.
  • Sambo ist eine russische (sowjetische) Kampfsportart.
  • Ein französischer Kampfsport, der ursprünglich von Matrosen für ihre Raufereien entwickelt wurde.
  • Das Schlangen Stil Kung Fu trainiert Konzentration, Beweglichkeit und Timing.
  • Mit den Atemtechniken in diesem Kampfsport mehr Energie produzieren.
  • Ist eine Form des Ringens aus der Schweiz.
  • Kampfstil aus Indien.
  • Ein Waffenstil, der aus Handtechniken entwickelt wurde.
  • Ein Kampfsport aus Afghanistan.
  • Das Shaolin Kloster ist eines der großen, legendären Zentren der chinesischen Kampfsportarten.
  • Ein Kampfsport mit chinesischen Wurzeln.
  • Dieser Stil entstand in den 1980er Jahren in Japan.
  • Ist der moderne Karate Stil.
  • Es ist das moderne chinesische Wort für Ringen.

Kampfsport und Gesundheit

Menschen verfolgen mit Kampfsport in der Regel zwei Ziele: Sie möchten ihre Fähigkeit zur Selbstverteidigung steigern und ihre körperliche Fitness verbessern. Tatsächlich trainieren die meisten Kampfsportarten körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen. Außerdem scheinen die Bewegungsabläufe bei asiatischen Kampfkünsten die Knochengesundheit besonders gut zu fördern. Studien haben zum Beispiel eine verbesserte Knochendichte bei jungen Menschen nachgewiesen, die Judo, Karate und Taekwondo ausüben. Als Gesundheitssport für Menschen über 60 Jahre sind vor allem „weiche“ Kampfsportarten gut geeignet.

Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischen Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Eine neuere Studie liefert Hinweise darauf, dass Menschen, die japanische Kampfkünste über einen längeren Zeitraum regelmäßig ausüben, zufriedener und weniger anfällig für psychische Erkrankungen sind als der Durchschnitt der Bevölkerung. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein.

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Detaillierte Betrachtung einiger japanischer Kampfsportarten

Aikido wurde in den frühen 1920er Jahren von Morihei Ueshiba praktiziert. Der Kampfsport betont Harmonie und den Einsatz der gegnerischen Energie gegen ihn selbst, ohne den Gegner dabei ernsthaft zu verletzen. Aikido umfasst Würfe, Gelenkmanipulationen und Würgegriffe, wobei Waffen wie Holzstöcke (Jo) und Holzschwerter (Bokken) manchmal verwendet werden, um die Prinzipien der Techniken zu verdeutlichen.

Judo wurde 1882 von Jigoro Kano entwickelt und bedeutet „der sanfte Weg“. Es ist eine moderne, wettkampforientierte Kampfsportart, die auf traditionellen Jiu-Jitsu-Techniken basiert. Judo legt den Schwerpunkt auf Würfe, Bodenkampf und Hebeltechniken, um den Gegner zu kontrollieren oder zur Aufgabe zu zwingen.

Karate entstand in Okinawa und wurde stark von den einheimischen Kampftechniken sowie chinesischen Kampfkunststilen beeinflusst. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Gichin Funakoshi nach Japan gebracht und bedeutet „leere Hand“, was auf den waffenlosen Charakter der Kampfkunst hinweist. Karate umfasst eine Vielzahl von Schlägen, Tritten, Blocks und offenen Handtechniken.

Kendo, das „Weg des Schwertes“, ist die moderne japanische Form des Schwertkampfes und hat seine Wurzeln in traditionellen Samurai-Praktiken. Es wurde im späten 19. Jahrhundert formalisiert und verwendet Bambusschwerter (Shinai) und Schutzkleidung (Bogu) im Training und Wettkampf. Kendo konzentriert sich auf das Erlernen von Schwerttechniken, Disziplin und geistiger Stärke.

Jiu Jitsu, auch als „sanfte Kunst“ bekannt, ist eine alte japanische Kampfkunst, die ihren Ursprung in der Zeit der Samurai hat. Es umfasst eine Vielzahl von Techniken wie Würfe, Gelenkhebel, Würgegriffe und Bodenkämpfe, die sowohl mit als auch ohne Waffen ausgeführt werden können. Jiu Jitsu wurde entwickelt, um einem bewaffneten und mit Rüstung gepanzerten Gegner entgegenzutreten. Diese Sportart legt Wert darauf, die Kraft des Gegners gegen ihn selbst zu nutzen.

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Das japanische Sumo Ringen verbindet Wettkampf mit Tradition. Obwohl es einfache Regeln besitzt, können 82 Techniken zum Sieg führen. Ein Kampf dauert meist wenige Sekunden.

Ninjutsu war früher die Art der japanischen Spionage und wird heute mit der Kampfkunst der Ninja umschrieben. Mit den Kampftechniken haben sie sich Zugang zum Wissen geschaffen.

Mixed Martial Arts (MMA) ist ein moderner eigenständiger Wettkampfsport, bei dem verschiedene Kampfstile genutzt werden, um gegeneinander anzutreten.

Kyusho Jitsu „die Kunst der Vitalpunkte“ ist keine Kampfkunst, wird aber in einigen Kampfsportarten angewandt. Du kannst die Druckpunkte auf 3 Arten einsetzen, sie können heilend, hemmend oder zerstörend auf die Nervenleitbahnen des menschlichen Körpers wirken.

Die ausgeübte Kunst des japanischen Bogenschießens beeindruckt durch den präzisen Bewegungsablauf, die Zeremonie und die traditionelle Kyudo Kleidung.

Kyokushin Kaikan ist eine Karate Organisation, welche sich auf den Vollkontakt konzentriert. Sie gilt als einer der härtesten Karate Stile weltweit.

Kenjutsu ist der Oberbegriff aller Formen der japanischen Schwertkunst. Es geht ebenso um die innere Haltung, Wachsamkeit und Spontanität im Schwertkampf.

Kendo „Der Weg des Schwertes“ basiert auf dem Kenjutsu der japanischen Samurai.

Eine Einführung über die im 19. Jahrhundert entstandene Kampfkunst Karate. Mehr über die Geschichte und den Wettkampf- und Fitnessaspekt des Karate.

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Jiu Jitsu war einst die waffenlose Kampfkunst der Samurai. Erfahre, wie du als Anfänger in diese traditionsreiche Disziplin einsteigen kannst - mit 5 Tipps für dein Training, passende Ausrüstung und den Grundlagen.

Iaido ist die japanische Kunst des Schwertziehens und stammt aus der Zeit der Samurai. Das Besondere ist, während des Schwertziehens bereits einen effektiven Angriff zu starten. Erfahre mehr über die Technik und die Vorteile dieser Kampfkunst.

Budo ist der zusammenfassende Oberbegriff aller japanischen Kampfkünste, welche neben dem Aspekt des Kampfes auch innere Lehren vermittelt.

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In der Meji-Zeit Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte in Japan ein gesellschaftlicher Wandel von der Feudalzeit zu einem moderneren, westlich geprägten Lebensstil. Die Idee einer gesundheitsfördernden sportlichen Erziehung fand hier Eingang. Es gab Bestrebungen, die traditionellen japanischen Kampfkünste zu sportlicher Körperertüchtigung umzuformen, was ein mühsamer Prozess war, der viele Gegner hatte. Maßgeblich beteiligt an diesen Bestrebungen waren japanische und ausländische Persönlichkeiten, wie Jigaro Kano aber auch der deutsche Arzt und Japanforscher Erwin von Baelz.

In den Bezeichnungen der japanischen Kampfsportarten tauchen oft bestimmte Begriffe auf. Z.B. „Ju“, das Sanftheit bedeutet, aber auch Nachgiebigkeit. Anekdotisch hat ein japanischer Arzt, der in China Medizin und Kampfkunst studiert hatte, im Winter die Elastizität von Weidenästen beobachtet, die nicht unter der Schneelast zerbrachen. So wurde dieses Prinzip in die Kampftechniken übernommen. „Do“ bedeutet Weg, und soll die ständige Entwicklung des Schülers der Kampfkünste verdeutlichen.

Ausgangspunkt vieler moderner Kampfsportarten war das traditionelle japanische Jiu-Jitsu, die Kunst der Sanftheit, und das Kenjitsu, die Kunst des Schwertes. Judo, der sanfte Weg, wurde von Jigaro Kano, aus Elementen des Jiu-Jitsu geformt. Auch das heutige Ju Jutsu beruht auf dieser historischen Kampfkunst. Einen anderen Ursprung hat das Karate, das in Okinawa aus dem chinesischen Boxen entstand. Okinawa wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts zu einer japanischen Provinz. Aikido wurde wiederum vom Meister Morihei Ueshiba aus Jiu-Jitsu- und Kenjutsu- Elementen Anfang des 20. Prof. Erwin von Baelz war gebürtiger Bietigheimer und wurde als Arzt für Innere Medizin 1876 nach Japan berufen, um hier die westliche Medizin zu etablieren.

Über den Wert der einzelnen Kampftechnik für die Selbstverteidigung hinaus wird Im Kampfsport allgemein die sogenannte Kraftausdauer trainiert, also die Fähigkeit über längere Zeit dynamische oder statische Muskelarbeit oberhalb von 30-50% der Maximalkraft durchzuhalten. Daneben werden Reaktionsschnelligkeit, Koordination, Beweglichkeit und der Gleichgewichtssinn geschult.

Schon Erwin von Baelz erkannte die erzieherische, wertevermittelnde Wirkung der Kampfkunst. Ihn beeindruckte die Selbstbeherrschung, die Ruhe und Würde der Kämpfer, gleich ob man Sieger oder Besiegter war. Jigaro Kano beeinflusste die Kampfkünste durch die Erweiterung der Ziele auf „Kultivierung der Herzen“ „Leibeserziehung“ und „Wettkampf“.

Die heutigen westlichen Judo-Werte Respekt, Höflichkeit, Wertschätzung, Ernsthaftigkeit, Selbstbeherrschung, Mut, Hilfsbereitschaft, Bescheidenheit und Ehrlichkeit passen gut in unsere Zeit und haben sich von früheren Elementen von Gehorsam und Unterwerfung emanzipiert. Die verschiedenen Sportformen sind vor allem Partner-Sportarten.