Deutschland hat endlich einen Star in der UFC. MMA-Fighter Islam Dulatov aus Düsseldorf hat bei seinem Debüt auf ganzer Linie überzeugt.
Ein ungewöhnlicher Weg in die UFC
Der deutsche MMA-Fighter Islam Dulatov (26) hat bei seinem Debüt in der UFC alle Zweifel ausgeräumt. Dabei ist Dulatov alles andere als ein gewöhnlicher MMA-Kämpfer, ist erst seit fünf Jahren im Käfig aktiv und wurde als männliches Topmodel reich und bekannt. Auf Instagram folgen ihm fast eine halbe Million Menschen.
2018 zählte die Vogue ihn zu den zehn vielversprechendsten männlichen Newcomer-Models.
Der Super-Athlet (1,93 m) ist seit Jahren ein gefragtes Model, wurde bereits mehrfach von großen Luxus-Marken wie Gucci oder Versace für Fashion-Shows und Fotoshootings gebucht.
Dass Dulatov (Bilanz 11-1) nun weniger Zeit für sein sehr ungewöhnliches zweites Standbein hat, ist klar: Er modelte jahrelang für Marken wie Versace, Gucci oder Hugo Boss.
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Vor seinem großen UFC-Durchbruch kämpfte der Weltergewichtler bei „OKTAGON MMA“ und in kleineren regionalen Organisationen. Sein großes Ziel blieb aber immer die UFC.
Zu BILD sagte Dulatov vor zwei Jahren selbstbewusst: „Ich will dort nicht nur einfach kämpfen, ich will dort Champion werden. Das habe ich jeden Tag im Kopf und glaube fest daran.“
Damit dieses große Ziel nie in Gefahr geriet, hat Dulatov seine zweite Karriere vorerst hinten angestellt. “Ich nehme nicht mehr so viele Modelaufträge an.
Spektakuläres UFC-Debüt
Islam Dulatov siegt beim UFC-Debüt in der ersten Runde. Der 26-Jährige, der den Kampfnamen „The Ripper“ trägt, besiegte den US-Amerikaner Adam Fugitt (36) bei UFC 318 in New Orleans in der ersten Runde durch technischen Knockout.
Nach 4:06 Minuten schickte der Düsseldorfer seinen Gegner mit einem krachenden linken Haken auf die Bretter. Auf dem Boden bearbeitete Dulatov ihn weiter und der Ringrichter beendete nach drei weiteren Gesichtstreffern den ungleichen Kampf. Dulatov drehte jubelnd ab, schwang sich elegant auf den Ring und ließ sich vom tobenden Publikum genüsslich feiern.
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Zahlreiche UFC-Fighter wie der Brasilianer Gilbert Burns (39) zeigten sich unmittelbar nach dem Kampf beeindruckt von Dulatovs Leistung und zollten ihm via X Tribut. Viele Beobachter waren der Meinung, dass er sogar einer der Stars der Szene werden kann.
Für seinen Sieg wurde er von der UFC mit der „Performance Of The Night“ ausgezeichnet. Ein Titel, der ihm eine zusätzliche Prämie in Höhe von 50.000 Euro einbrachte.
Im Sieger-Interview sagte Dulatov: „Ich habe es euch schon vor zwei Tagen gesagt. Ich gehe immer auf den Knockout. 12 Kämpfe, 12 Finishes. Let's go.“
Der Düsseldorfer schlägt Adam Fugitt bei „UFC 318“ in New Orleans (USA) schon in der ersten Runde knallhart k.o. Nach 4:06 Minuten ist bereits Schluss. Dulatov erwischt seinen Gegner mit einer harten Linken. Fugitt geht zu Boden und kassiert dort noch zwei weitere harte Treffer. Dem Ringrichter reicht es. Er beendet den Kampf.
Dulatov macht gegen Fugitt von Beginn an Druck, landet schon nach 20 Sekunden den ersten harten Treffer mit einem rechten Schwinger. Der Ami hat in keiner Phase des Kampfes eine Chance.
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Besser hätte sein Premieren-Auftritt in der MMA-Champions-League nicht laufen können! Islam Dulatov hat in der Nacht auf Sonntag seinen allerersten Kampf in der UFC gewonnen.
Islam Dulatov, 26 Jahre alt, steht zum ersten Mal im Oktagon der UFC, der Champions League des MMA. Viele Neulinge brauchen mehrere Runden, um in dieser Liga anzukommen. Bei „UFC 318“ trifft er auf den erfahrenen Amerikaner Adam Fugitt und liefert eine Performance, die man sich kaum eindrucksvoller hätte ausmalen können. Es ist eine blitzschnelle Linke, mit der Dulatov seinen Gegner erwischt. Fugitt geht schwer getroffen zu Boden, Dulatov setzt sofort nach und landet zwei weitere Schläge. Dann greift der Ringrichter ein - der Kampf ist beendet. Nach exakt 4 Minuten und 6 Sekunden steht fest: Der Düsseldorfer hat sein UFC-Debüt mit einem krachenden Knockout gewonnen.
Der Weg zum UFC-Vertrag
Seinen UFC-Vertrag hatte sich Dulatov durch einen Sieg bei der Reality-Show „Dana White’s Contender Series“ im Oktober 2024 erkämpft. In dieser Show werden neue Stars für die UFC gesucht. Der mächtige UFC-Boss Dana White (55) war damals schon von Dulatov begeistert: „Es macht Spaß, dich kämpfen zu sehen. Es macht echt Spaß. Ich kann es kaum erwarten, dich wieder kämpfen zu sehen.“
In der Nacht zum Sonntag war es dann endlich so weit. Und White kam voll auf seine Kosten, denn Dulatov überzeugte sportlich auf ganzer Linie.
Im Oktober 2024 hatte sich Dulatov über „Dana White‘s Contender Series“ einen UFC-Vertrag erkämpft. Schon damals hatte er seinen Gegner per K.o. in der ersten Runde geschlagen und UFC-Boss White so zum Ausrasten gebracht. Der sagte: „Es macht Spaß, dich kämpfen zu sehen. Es macht echt Spaß. Ich kann es kaum erwarten, dich wieder kämpfen zu sehen.“
Am 8. Oktober 2024 betrat Dulatov den Käfig im UFC Apex in Las Vegas mit einer klaren Mission: UFC-Präsident Dana White zu überzeugen, ihm einen Vertrag zu geben.
Mitten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (deutsche Zeit) hat Dulatov seinen Gegner Vanilto Antunes (29/früher Champion bei der MMA-Organisation LFA) überrollt und ihn mit seinen Granitfäusten und harten Ellbogenschlägen in nur einer Runde K.o. geschlagen.
Der Hammer-Knockout brachte auch UFC-Boss Dana White (55) zum Ausrasten. Nach dem Kampf klatschte er begeistert in die Hände - und belohnte Dulatov mit einem Vertrag in der UFC. Dazu schwärmte er: „Es macht Spaß, dich kämpfen zu sehen. Es macht echt Spaß. Ich kann es kaum erwarten, dich wieder kämpfen zu sehen.“
Bei der Dana White Contender Series kommt es auf Spektakel an: Wer seinen MMA-Kampf vor den Augen von Dana White gewinnt und das möglichst eindrucksvoll, der wird von der UFC unter Vertrag genommen.
Reaktionen und Glückwünsche
Nach seinem großen Sieg bedankte sich der Düsseldorfer bei all seinen Unterstützern: „Ein großes Dankeschön an alle in Deutschland, die mir zugeschaut und mich unterstützt haben. Ich weiß, dass das ganze Land zuschaut. Das ist für die Hood, 318. Das ist für meine Familie. Das ist für meine Frau. Für meine Trainer, die immer um mich herum sind und sich immer die Zeit für mich nehmen müssen.“
Auf Instagram hat er bereits prominente Glückwünsche erhalten. Darunter Bodybuilder Urs Kalecinski, der deutsche UFC-Star Abus Magomedov oder sogar Käfig-Superstar Khamzat Chimaev.
Sein Erfolg blieb nicht unbemerkt: Auf Instagram gratulierten ihm zahlreiche prominente Sportler, darunter der deutsche UFC-Kämpfer Abus Magomedov, Fighter Kerim Engizek und MMA-Star Khamzat Chimaev. Auch bekannte Social-Media-Größen wie der YouTuber und Twitch-Streamer Mert Abi schickten ihm ihre Glückwünsche. Die Resonanz aus der Szene zeigt, wie hoch Dulatov inzwischen in der Welt des Mixed Martial Arts (MMA) angesehen wird.
Finanzielle Aspekte des UFC-Debüts
Islam Dulatov verdiente bei seinem UFC-Debüt rund 82.000 Dollar brutto insgesamt. Jetzt sind seine Gagen bekannt - inklusive Bonuszahlungen, Sponsoren und UFC-Pflichtprämien. Ein genauer Blick auf die Zahlen.
Neben dem sportlichen Auftritt lohnt sich auch ein Blick auf die finanziellen Details rund um seinen Kampf bei UFC 318.
Was viele überrascht: Auch finanziell war der Einstieg beachtlich. Zwar starten neue Kämpfer bei der UFC meist mit relativ bescheidenen Grundgagen, doch in Dulatovs Fall kamen mehrere Einkommensquellen zusammen, die sein Debüt zusätzlich versilberten.
Dulatovs Grundgage („Show Money“) lag bei 12.000 Dollar. Für den Sieg erhielt er zusätzlich 12.000 Dollar, sodass die erste Auszahlung bereits 24.000 Dollar betrug. Hinzu kamen rund 4.000 Dollar durch das UFC-Sponsorenprogramm.
Für seinen spektakulären Knockout erhielt Dulatov einen Bonus von 50.000 Dollar - eine Prämie, die bei jedem Event an besonders herausragende Leistungen vergeben wird, so MMA Fighting. Auch dieser Betrag wurde offiziell bestätigt.
Für Kämpfer mit 1 bis 3 UFC-Einsätzen liegt dieser Betrag bei 4.000 Dollar. Auch Dulatov profitierte davon.
Unterm Strich beläuft sich sein Einkommen für UFC 318 damit auf rund 82.000 Dollar. Für einen Prelim-Fight - und insbesondere für ein Debüt - ist das eine bemerkenswerte Summe. Zum Vergleich: Viele UFC-Neulinge kommen bei ihrem ersten Auftritt nicht einmal über die Marke von 30.000 Dollar hinaus.
Dulatovs Ziele und Potenzial
Mit einer starken Bilanz - 13 Siege in seinen letzten 13 Profikämpfen - und einem viel beachteten UFC-Debüt dürfte sich Islam Dulatov in den kommenden Monaten für deutlich höhere Gagen empfehlen.
Sollte er sich in den Hauptkämpfen etablieren oder gar in Richtung Top-15 kämpfen, winken nicht nur höhere Grundgehälter, sondern auch Pay-Per-View-Anteile, Sponsorenverträge und Medienpräsenz.
Sicher ist: Von Dulatov wird man in der UFC noch viel hören. Er könnte auch das lange erhoffte Zugpferd für den deutschen Markt sein - und sogar dafür sorgen, dass endlich wieder eine UFC-Veranstaltung nach Deutschland kommt. Die letzte Veranstaltung der UFC in Deutschland fand am 3. September 2016 in der damaligen Barclay Card Arena in Hamburg statt. UFC 99 stieg am 13. Juni 2009 in der Lanxess-Arena in Köln statt.
Islam Dulatov im Gespräch mit UFC-Legende Daniel Cormier
Und er gab auch nach dem fulminanten Blitz-Sieg im Okatgon beim Interview mit UFC-Legende Daniel Cormier (46) eine mehr als gute Figur ab.
Der ehemalige Halbschwer- und Schwergewichts-Champion der UFC gratulierte Dulatov, der 2007 als Flüchtling mit seiner Familie aus Tschetschenien nach Deutschland kam, zu seinem Sieg. Dann stellte der Moderator der Veranstaltung dem strahlenden Gewinner lachend die entscheidende Frage: „Du hast gesagt, dass du am Montag einen anderen Job hast. Du hast ein Foto-Shooting.
Dulatov lächelte mit unversehrtem Gesicht, sagte dann zu den Zuschauern und Zuschauerinnen gewandt: „Auf jeden Fall. Ich sehe gut aus, oder was meint ihr?“ Die Folge: Jubel aus dem Publikum.
Dulatovs ungewöhnlicher Karriereweg
Was Dulatovs Geschichte besonders interessant macht, ist sein ungewöhnlicher Karriereweg.
“Ich habe für jede große Marke gearbeitet”, erklärte Dulatov auf einer Pressekonferenz nach seinem Sieg.
Seine Leidenschaft für den Kampfsport war so groß, dass er lukrative Modeljobs absagte, um an Kämpfen teilzunehmen - selbst wenn die Bezahlung für die Kämpfe deutlich geringer war.
“Ich erinnere mich, als ich ein Shooting für 5.000 Dollar abgesagt habe. Zu dieser Zeit war das viel Geld für mich.
Dulatovs MMA-Anfänge und Familie
Obwohl das MMA-Debüt von Dulatov gerade einmal fünf Jahre her ist, ist der Düsseldorfer bereits ein Star der Szene. Auf Instagram folgen ihm knapp 450.000 Menschen. Die YouTube-Videos von ihm und seinen drei Brüdern erreichen Millionen.
Er sei von seinen Brüdern, die ebenfalls MMA machen, der leichteste Gegner. Sie würden ihm bald in die UFC folgen, so Dulatov.
Interessanterweise ist Islam nicht der einzige Kämpfer in der Familie Dulatov. “Ich bin von meinen Brüdern, die ebenfalls MMA machen, der leichteste Gegner.
Tabelle: Islam Dulatovs UFC Debüt Details
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Gegner | Adam Fugitt |
| Event | UFC 318 |
| Ort | New Orleans, USA |
| Ergebnis | Sieg durch TKO in Runde 1 |
| Zeitpunkt des Sieges | 4:06 Minuten |
| Bonus | Performance of the Night (50.000 Euro) |
| Grundgage | 12.000 Dollar |
| Siegprämie | 12.000 Dollar |
| Sponsorengelder | 4.000 Dollar |
| Compliance Payments | 4.000 Dollar |
| Gesamtverdienst | ca. 82.000 Dollar |
