Die Hells Angels, eine weltweit gefürchtete Rockergruppe mit vielen Verbindungen ins kriminelle Milieu, geraten immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. In diesem Zusammenhang rückt auch ihre Verwicklung in Kampfsportveranstaltungen in den Fokus.
Verbindungen zu Kampfsportveranstaltungen
Einige Mitglieder der Hells Angels und ihres Umfelds scheinen aktiv an der Organisation und Teilnahme an Kampfsportveranstaltungen beteiligt zu sein. So organisierte beispielsweise ein Mitglied der Hells Angels in Luzern eine "Prügelnacht", bei der bis zum K.o. gekämpft werden sollte. Auch in Rostock wurden Besucher zu einer Kampfsportveranstaltung erwartet, bei der die Veranstalter Verbindungen zu den örtlichen "Hells Angels" haben sollen.
Es gibt auch Berichte über Verbindungen zwischen Kampfsportlern und der Neonazi-Szene. So soll ein Kämpfer bei der "Prügelnacht" in Luzern Verbindungen zur Neonazi-Szene gehabt haben. In Dünsen war Christoph Mohrmann, der bei der rechtsradikalen Bremer Hooligangruppe „NSHB“ aktiv war, an einem Box-Event beteiligt. Auch unter den angekündigten Boxern war mit Lasse Richei ein polizeibekannter rechtsextremer Schläger.
MMA im Visier
Besonders Mixed Martial Arts (MMA) steht im Fokus, da diese Kampfsportart oft mit Milieu-Bezügen in Verbindung gebracht wird. So war Christian Eckerlin, ein Mitglied der Hells Angels und Betreiber einer Striptease-Bar, als Kämpfer bei einem MMA-Event in Frankfurt aktiv. Auch sein Gegner Christian Jungwirth war in der Hooligan-Szene des VfB Stuttgart aktiv, bevor er zum MMA-Profi wurde.
Obwohl MMA in Deutschland immer beliebter wird und es in fast jeder größeren Stadt Sportstudios gibt, die MMA anbieten, gelingt es den Sportlern und MMA-Vereinen nicht immer, aus der Schmuddelecke herauszukommen.
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Rechtliche Konsequenzen und Verbote
Die Behörden gehen konsequent gegen kriminelle Rockergruppen wie die Hells Angels vor. So wurde beispielsweise die Verbotsverfügung gegen den HAMC Borderland, Pforzheim, vom Innenministerium erlassen und ist jetzt rechtskräftig. Damit ist der Verein aufgelöst und ihm jede Tätigkeit untersagt. Ebenso ist es verboten, Ersatzorganisationen zu bilden.
Auch das Zeigen von Hells Angels-Symbolen in der Öffentlichkeit wird strafrechtlich verfolgt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback verschärfen das Vorgehen gegen die Rocker-Gruppierung ‚Hells Angels‘. „Polizei und Staatsanwaltschaften werden in Bayern ab Oktober konsequent jedes Zeigen von Hells Angels-Symbolen strafrechtlich verfolgen“, so Herrmann und Bausback.
Das „Charter Bremen“ und der „Hells Angels MC Westside“ waren 2013 in Bremen verboten worden. Vorangegangen waren blutige Auseinandersetzungen mit den verfeindeten Mongols, es gab zahlreiche Verletzte.
Die Faszination und das Zwielicht
Trotz der Kontroversen erfreuen sich Kampfsportarten wie MMA großer Beliebtheit. Die Faszination liegt in der Brutalität, der technischen Vielfalt und dem Gemeinschaftsgefühl, das diese Sportart hervorbringt. Allerdings wird MMA oft von einem zwielichtigen Image begleitet, das durch Verbindungen zu Rockergruppen, Kriminalität und Rechtsextremismus verstärkt wird.
Es ist wichtig, die Entwicklungen in der Kampfsportszene aufmerksam zu verfolgen und sicherzustellen, dass kriminelle Einflüsse und extremistische Tendenzen keinen Platz finden.
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