Gold ist ein Edelmetall, das im Periodensystem zur Kupfergruppe gehört. Das Elementsymbol Au leitet sich vom lateinischen Wort Aurum, das Gold, ab. Bereits im Altertum war Gold äußerst beliebt und wurde später genau wie Silber zum Währungsmetall. Dabei boten Gold und Silber den großen Vorteil, dass sie auch im Falle einer Staatspleite nicht an Wert verloren.
In der Natur kommt Gold in gediegener, das heißt in reiner Form, vor. Gold ist ein Edelmetall, das selten in Reinform vorkommt, sondern meist in Form von Legierungen. Der Anteil an der äußeren, 15 km starken Erdschicht ist allerdings so gering, dass allein der hohe Goldpreis den aufwendigen und kostenintensiven Abbau rechtfertigt.
Der Goldhandel findet weltweit an spezialisierten Futures- und Optionsbörsen statt. Wichtige Handelsplätze sind die New York Mercantile Exchange (NYMEX), das Chicago Board of Trade (CBOT, Teil der CME Group) sowie der London Bullion Market (LBMA). London, Zürich, New York und Hongkong sind die wichtigsten Handelsplätze für Gold.
Der Goldkurs notiert in US-Dollar je Feinunze (31,103 Gramm). Der Goldpreis wird je Feinunze angegeben. Der aktuelle Goldpreis beträgt 3.652,98 USD pro Unze (19.09.2025). Wie alle Rohstoffe werden auch Edelmetalle wie Gold und Silber in US-Dollar gehandelt. Die Einheit ist dabei die sogenannte Feinunze (engl. Troy Ounce). Diese entspricht einem Gewicht von 31,1034768 Gramm und ist aus reinem Gold.
Der aktuelle Goldpreis liegt bei rund 2.364,64 US-Dollar pro Feinunze oder 2.180,48 Euro (Stand 26.07.2024) für eine Feinunze beim Goldpreis aktuell in Euro.
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Die Geschichte des Goldes
Schon im Altertum faszinierte Gold die Menschen und es wurde geschätzt wegen seiner Seltenheit, Dauerhaftigkeit und Schönheit. Die Ägypter förderten das gelbe Metall bereits 2000 v. Chr., die Römer brachten ihre ersten Goldmünzen 50 v. Chr. heraus. Gold hat eine GeschichteGold kann deshalb auf eine lange Tradition zurückblicken - wie Grabfunde belegen, wurde es bereits 4600 v. Chr. in Mesopotamien verarbeitet!
Gut 2000 Jahre später förderten auch die alten Ägypter das gelbe Metall und verwendeten es für rituelle Gegenstände und Schmuckstücke. Um ca. 1100 v. Chr. In der frühen Neuzeit nahm der Goldrausch weiter zu und spielte letztlich auch bei der Entdeckung und Eroberung Amerikas eine wichtige Rolle.
Eigenschaften und Verwendung von Gold
Gold lässt sich gut verarbeiten und verfügt über hervorragende Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme. Diese Eigenschaften machen das gelbe Edelmetall zu einem wichtigen Rohstoff für die Industrie. Bedeutende Einsatzbereiche sind die Elektroindustrie und die Zahntechnik, eine Branche, in der Gold schon seit 3000 Jahren verwendet wird. Die mit Abstand bedeutendste Gold-Verarbeitungsbranche (75%) ist jedoch die Schmuckindustrie.
Außerdem wird Gold von vielen Zentralbanken als Währungsreserve genutzt, obwohl die Goldreserven die Währungen nicht mehr decken. Heutzutage sind weltweit alle Währungen losgelöst vom Gold. Erst dadurch war eine extreme Ausweitung der heutigen Schulden und Geldmengen möglich, da das Edelmetall in seiner Verfügbarkeit begrenzt ist. Die weltweit vorhandenen Goldmengen würden zum aktuellen Goldkurs nicht ausreichen, um eine bedeutsame Währung in ihrem Wert zu ersetzen.
Gold ist ein krisensicheres Zahlungsmittel, das immer einen gewissen Sachwert besitzen und die meisten Währungscrashs überleben wird. Aufgrund seiner Seltenheit, Beständigkeit und Schönheit fasziniert uns Gold seit jeher. Bereits seit mehreren Jahrtausenden wurde es in verschiedensten Teilen der Welt als Vermögenswert und Wertspeicher genutzt.
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Zum andere eignet es sich dank seiner chemischen Zusammensetzung gut zur Weiterverarbeitung und industriellen Nutzung, da es eine hervorragende Leitfähigkeit für Elektrizität sowie Wärme besitzt und resistent gegenüber Luft, Feuchtigkeit, Hitze und den meisten Lösungsmittel ist.
Wo kommt Gold vor?
Mit Ausnahme der Antarktis (hier ist seit Jahrzehnten ein internationales Bergbaumoratorium in Kraft) wird Gold auf allen Kontinenten gefördert. Abgebaut wird es ebenfalls auf der ganzen Welt, mit Ausnahme der Antarktis, da hier seit Jahrzehnten ein internationales Bergbaumoratorium in Kraft ist. Die weltweiten Goldreserven werden auf ein Volumen von ca. 54.000 Tonnen geschätzt, wovon der Großteil in Australien vermutet wird. Südafrika ist mit 16% Marktanteil der Hauptproduzent.
Gold als Kapitalanlage
Gold gilt als sichere Kapitalanlage. Aufgrund seiner Einzigartigkeit und seines Wertes ist Gold eine beliebte Absicherung gegen Vermögensverfall in Zeiten von Inflation oder Krieg. In Form von Goldbarren oder Goldmünzen dient der Rohstoff als internationales Zahlungsmittel und zugleich als beliebte Wertanlage.
Eine Investition in Gold kann sowohl durch einen physischen Kauf als auch durch den Handel mit Wertpapieren erfolgen. Der physische Kauf von Gold oder Anlagemünzen ist bei Bankenhäusern, Edelmetall- sowie Münzhändlern möglich. Dabei sind Einlagerungen bei Banken mit hohen Kosten verbunden, während der Handel mit Wertpapieren oftmals Kosten spart. Auf die Notierungen selbst fällt keine Mehrwertsteuer an.
Beim physisch hinterlegten Kauf in Form von Wertpapieren kommen jedoch Trading- beziehungsweise Börsengebühren hinzu, welche sich meist inklusive Mehrwertsteuer verstehen. Es gibt auch Handelsplätze, welche ihre Börsengebühren zuzüglich Mehrwertsteuer ausweisen. Investieren kann man direkt über die Börse oder Broker in Goldzertifikate, Goldfonds oder Gold-ETFs. Hierbei fällt die physische Lieferung weg.
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Auch ist es möglich eine auf Goldbestände lautende nennwertlose Anleihe, das sogenannte Xetra-Gold, an der Börse zu kaufen. Diese ist wie eine Aktie übertragbar.
Goldpreisentwicklung
In der Geschichte wird Gold schon seit Jahrtausenden als Währung eingesetzt, wobei eine Unze Gold einer bestimmten Geldeinheit entspricht. Die Goldpreisentwicklung stieg auf lange Sicht gesehen konstant an, da Gold besonders in Krisenzeiten ein beliebtes Anlageprodukt ist.
Der Goldpreis wird zweimal täglich festgestellt und ist der Richtwert für den globalen Handel. Der Goldpreis wird von Angebot und Nachfrage, sowie dem Handel an den Terminmärkten bestimmt. Der Goldmarkt funktioniert wie alle Märkte durch ein Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage. Ist die Nachfrage größer als das Angebot, steigt der Goldpreis, und umgekehrt.
Da es sich bei Gold um einen natürlichen Rohstoff handelt, der nur begrenzt gefördert und nicht industriell hergestellt werden kann, ist eine drastische Erhöhung des Angebotes nicht möglich. Erst als 1973 mit dem Ende des Bretton-Woods-Systems die Goldpreisbindung des Dollar aufgehoben wurde, begann sich der Goldkurs frei zu bilden und stieg zunächst deutlich an.
Im März 2008 erreichte der Goldpreis erstmals einen Wert von über 1.000 US-Dollar pro Unze. Im November 2010 erreichte er erstmals die 1.400 US-Dollar Marke. Das bisherige Allzeit-Hoch (All-Time-High) in Dollar wurde am (Intraday17.07.2024) mit2.483,57 $markiert.
Der Goldpreis in Euro erreichte sein Allzeithoch am (Schlusskurs01.08.2024) mit2.266,96 €.
Einflussfaktoren auf den Goldpreis
Welche Faktoren haben Einfluss auf den Goldpreis und den Aktuellen GoldwertDer Goldpreis wird durch Angebot und Nachfrage sowie durch den Handel an den Terminmärkten bestimmt. Da es sich um einen natürlichen Rohstoff handelt, der nur in begrenztem Umfang gefördert werden kann, ist eine Erhöhung des Angebots nicht einfach.
Insbesondere da der Abbau von Gold ein langfristiges Projekt ist, kann die Goldmenge nicht kurzfristig erhöht werden. Daher ist die physische Nachfrage neben den Terminmärkten der entscheidende Faktor für den Goldpreis. Gold wird vor allem für die Herstellung von Schmuck verwendet.
Wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen beeinflussen den Goldpreis indirekt. Die dadurch ausgelösten Schwankungen lassen sich im Goldchart gut nachvollziehen. Ein weiterer Faktor für den Goldpreis ist der US-Dollar bzw. der Wechselkurs zu anderen Währungen, da das Edelmetall in US-Dollar gehandelt wird.
Von großer Bedeutung sind auch die Goldreserven der Zentralbanken verschiedener Länder. Zur Absicherung der jeweiligen Landeswährung angelegt, obwohl es keinen Goldstandard mehr gibt, kaufen und verkaufen die Zentralbanken regelmäßig auf dem internationalen Goldmarkt. Da es sich dabei um Bewegungen im Tonnenbereich handelt, wirken sich solche großen Kauf- oder Verkaufstransaktionen zeitnah auf den Goldpreis aus.
Goldpreis in Krisenzeiten
Wenn eine Wirtschaftskrise ausbricht oder große geopolitische Unsicherheiten entstehen, befürchten viele Anleger negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte und die im Umlauf befindlichen Finanzprodukte. Investoren, aber auch Privatanleger, greifen in solchen Krisenzeiten gerne auf Gold zurück, um ihre Gelder oder Ersparnisse für den Fall einer tiefer gehenden Krise abzusichern.
Die in solchen Zeiten sprunghaft ansteigende Goldnachfrage spiegelt sich in der Regel in steigenden Goldpreisen wider. Beruhigen sich die Krisen wieder, reagiert der Goldpreis in der Regel mit fallenden Notierungen. So steigt der Goldpreis - und meist auch der Silberpreis - in der Regel immer dann, wenn es in den großen, international verflochtenen Finanzsystemen zu Instabilitäten kommt.
Dies ist seit vielen Jahren der Fall. Seit die Weltwirtschaft um die Jahrtausendwende von einer Krise in die nächste schlitterte, steigt der Goldpreis unter Schwankungen. Weitere Faktoren, die den Goldpreis treiben, sind Inflation und negative Realzinsen.
Aktuelle Goldpreise und Legierungen
Hier eine Übersicht der aktuellen Goldpreise für verschiedene Legierungen (19.09.2025):
| Feinheit (Karat) | 1 Gramm Dollar | 1 Gramm Euro |
|---|---|---|
| 333er Gold | 39,11 USD | 33,27 EUR |
| 585er Gold | 68,70 USD | 58,45 EUR |
| 750er Gold | 88,08 USD | 74,94 EUR |
| 833er Gold | 97,83 USD | 83,23 EUR |
| 900er Gold | 105,70 USD | 89,93 EUR |
| 916er Gold | 107,58 USD | 91,53 EUR |
| 999er Gold | 117,44 USD | 99,92 EUR |
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