Fabian Schäfer fasziniert seit Jahren die Welt des MMA. Sein Traum: Selbst einmal unter Profibedingungen in den Käfig steigen.
Er liebt das Abenteuer und die Extreme: Auf YouTube ist Fabio Schäfer (38) einer der ganz Großen in der Outdoor- und Survival-Szene. Seine Kanäle haben mehr als 900 000 Follower. Immer an seiner Seite: seine Frau Lisa (35, alias „Liz“). Doch nach 16 Jahren ist jetzt das Abenteuer Beziehung vorbei!
In der ersten Staffel von „7 vs. Wild“ zeigte sich Fabio Schäfer als harter Knochen. Mit seinem Motto „Hyped, Bock, Angriff!“ stellt er sich allen Abenteuern.
In einem aktuellen Video spricht er über eine persönliche Herausforderung: „Anfang des Jahres, mitten im USA-Urlaub, kam es überraschend zu einer Trennung (von Ehefrau Liz, Anm. d. Red.), wo relativ schnell für mich klar war, dass das Ganze endgültig ist.“
Rückblick: Fabio und seine Frau Liz sind 16 Jahre zusammen, haben zwei gemeinsame Kinder. Privat wie beruflich sind sie ein starkes Team. Anfang des Jahres macht die ganze Familie mit dem Wohnmobil einen Roadtrip durch die USA. Auf YouTube nehmen sie ihre Fans mit auf die Reise, von der viele nur träumen können.
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Dann ist plötzlich Schluss. Keine Urlaubsvideos mehr, nichts. Das Traumpaar hatte sich getrennt, wie sich jetzt herausstellt. Warum? „Ich will auch gar nicht so auf die Details eingehen“, so Fabio.
Ex-Frau Lisa Schäfer dementiert die Vorwürfe gegenüber BILD: „Die Beziehung wurde meinerseits nach 16 Jahren Mitte Januar beendet. Ich habe dabei weder die Beziehung für einen anderen Mann beendet, noch hatte ich eine Affäre. Daher weise ich die Anschuldigungen entschieden zurück.“
Obwohl Fabio als Survival-Star sonst ordentlich einstecken kann, spricht er von einer „dunklen Zeit“, die er durchgemacht habe. Was ihm half, nach vorne zu blicken? „In erster Linie meine Disziplin.“ Er habe „dem Schmerz genau ins Auge geblickt“.
Fabio Schäfer steigt in den MMA-Käfig
Jetzt steigt sein zweiter Versuch!
Am Samstag will Fabio Schäfer bei „We Love MMA 76“ in Berlin sein Käfig-Debüt geben. Der YouTube-Star (630.000 Abonnenten/bekannt aus „7 vs. Wild“) soll im Weltergewicht gegen Marcel Klos kämpfen.
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Dann hat Schäfer 672 Tagen auf seine zweite Chance gewartet. Denn schon einmal wollte er unter Profibedingungen kämpfen. Im Februar 2023 sollte es die Schäfer-Premiere bei „NFC12“ gegen Timo Ernst in Bonn geben. Das Duell platze jedoch in letzter Sekunde.
Schäfer damals im Käfig: „In der Nacht bin ich aufgewacht und habe Panik bekommen. Ich will keine Ausrede erfinden, ich habe einfach nicht die Eier heute in diesen Käfig zu steigen. Es ist wie ein Albtraum und das wird mich noch lange verfolgen.“
Das Publikum reagiert damals teilweise mit Buhrufen, honorierte aber auch die Ehrlichkeit von Schäfer. Im Internet hagelte es Beschimpfungen. Viele nannten den leidenschaftlichen Mountainbiker einen „Feigling.“
In BILD spricht Schäfer nun exklusiv vor seinem zweiten MMA-Versuch, sagt: „Ich mache das nicht, um mein Ego zu pushen oder weil mich die Leute Feigling nennen. Ich mache das, weil mich dieser Sport schon so lange fasziniert und motiviert.“
Und weiter: „Ich habe diesen Tag der Absage lange bereut. Heute bin ich dafür dankbar. Denn das war eine große Chance für mich auch persönlichen Wachstum. Die Absage hat einen Prozess ausgelöst in mir. Ich habe viel Zeit mit Reflexion verbracht und habe mich bewusst mit Leben im Allgemeinen auseinandergesetzt.“
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Damit es im zweiten Anlauf mit seinem MMA-Auftritt klappt, will sich Schäfer nicht ablenken lassen, sagt: „Das war der Fehler. Jetzt möchte ich alles ganz bewusst wahrnehmen. Die Fahrt nach Berlin, das Hotel und alles vor, während und nach dem Kampf. Das Bewusstsein ist das Entscheidende. Es gibt vermutlich keinen Athleten, der sich vor einem Kampf nicht mit seinen inneren Dämonen auseinandersetzen muss. Wenn das jetzt passiert, ist das nicht überraschend für mich und ich werde damit umgehen können.“
Der Kampf gegen Marcel Klos
Der letzte Kampf vor der Pause war das mit Spannung erwartete Duell zwischen Marcel Klos vom RFS Pro-Center Saarbrücken und YouTube-Star Fabio Schäfer, der für MMA Spirit Frankfurt antrat.
Nach einer abtastenden ersten Runde hatte Schäfer in der zweiten Runde leicht die Oberhand und dominierte am Boden. Doch Klos brachte sich mit einem Knie zum Kopf zurück in den Fight.
Auch in der dritten Runde schenkten sich beide Fighter nichts, mit leichten Vorteilen für Klos. Nach drei spannenden Runde mussten die Ringrichter entscheiden, die 2:1 zugunsten von Klos votierten.
Fabio Schäfer: Ein Multitalent
Fabio Schäfer zählt zu den bekanntesten Influencern der Mountainbiker- und Fitness-Szene. Er betreibt nicht nur einen eigenen YouTube-Kanal, sondern war auch in Formaten wie "7 vs. Wild" und "Survival Squad" zu sehen.
Der begeisterte Mountainbiker machte sein Hobby zum Beruf und wurde Profi. Als Teilnehmer der ersten Staffel der YouTube-Serie "7 vs. Wild" wurde er einem breiteren Publikum bekannt. Schäfer hat bei Social Media fast eine Million Follower, postet dort Mountainbike-, Outdoor und Survival-Videos.
Neben seiner aktiven Karriere als Mountainbiker war Fabio als Chefredakteur des Gravity Mountainbike Magazines „6undZwanzig“ tätig. Als wäre das nicht genug, bildete er gemeinsam mit seinem Kollegen Jannik Hammes das Team All2Ride. Zusammen produzierten sie Reisereportagen und Videos, die auf YouTube und in Fachzeitschriften weltweit veröffentlicht wurden.
2016 gründete er nebenbei sein eigenes Modelabel, für Mountainbiker namens „Hyped Bock Angriff“. Drei Wörter, die dem 37-Jährigen offenbar viel bedeuten. Im vergangenen Juni veröffentlichte er ein eigenes Buch, welches den gleichen Titel, wie sein Modelabel trägt.
