Deutsche UFC Fighter: Eine Übersicht

Mixed Martial Arts (MMA) hat in Deutschland in den letzten Jahren stetig an Popularität gewonnen. Besonders die Ultimate Fighting Championship (UFC) - als größte und prestigeträchtigste MMA-Organisation der Welt - bietet Athleten aus allen Ländern die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu messen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige der erfolgreichsten deutschen Kämpfer, die in der UFC gekämpft haben.

Erfolgreiche deutsche UFC-Kämpfer

  1. Dennis Siver: Er ist zweifellos der bekannteste Name unter den deutschen UFC-Kämpfern. Geboren in Russland, wuchs er in Deutschland auf und trat ab 2007 in der UFC an. Siver fiel durch sein vielseitiges Striking und seine spektakulären Spinning-Kicks auf. Er erzielte mehrere Siege, die ihn zeitweise in die Top-10 der Federgewichtsdivision katapultierten. Trotz eines hochkarätigen Kampfes gegen Conor McGregor blieb ihm ein Titelkampf verwehrt.
  2. Ottman Azaitar: Der in Köln aufgewachsene Ottman Azaitar machte zunächst in regionalen Ligen auf sich aufmerksam, bevor er 2019 in der UFC debütierte. Sein explosiver Kampfstil und seine Knockout-Power verschafften ihm rasch einen Ruf als gefährlicher Finisher. Gleich in seinem ersten UFC-Kampf gegen Teemu Packalén gewann Azaitar mit einem krachenden K.o. und wiederholte das Kunststück im zweiten Kampf gegen Khama Worthy.
  3. Nasrat Haqparast: Haqparast wurde am 22. August 1995 in Hamburg geboren. Seine Eltern stammen aus Afghanistan und kamen als Flüchtlinge aus Kandahar nach Deutschland. Haqparast war schon früh am Kampfsport interessiert. Da er mit 14 Jahren zu dick für sein Alter war, durfte er Kickboxen lernen. Da im selben Studio auch MMA-Kurse abgehalten wurden und Haqparast dabei zugesehen hatte, wollte er unbedingt Mixed Martial Arts machen. Mit seinem aggressiven Boxstil und soliden Bodenkampf hat er sich in der UFC schnell einen Ruf als harter Gegner erarbeitet. Nachdem er anfangs einige spektakuläre Siege - darunter gegen Marc Diakiese - feiern konnte, wurde er auch als potenzieller Kandidat für einen Platz in den oberen Regionen des Rankings gehandelt.
  4. Abusupiyan “Abus” Magomedov: Magomedov wurde in Dagestan geboren, besitzt aber die deutsche Staatsbürgerschaft und kämpfte lange Zeit in Deutschland. Nach Erfolgen in verschiedenen europäischen Promotionen gab er 2022 sein UFC-Debüt und sorgte direkt für Aufsehen: Mit einem spektakulären K.o. in der ersten Runde machte er auf seine Ambitionen in der Mittelgewichtsklasse aufmerksam. Abus Magomedov zählt zu den 15 besten Mittelgewicht-Kämpfern der Welt. Der Düsseldorfer ist durch seinen letzten Sieg gegen Michel Pereira in einen elitären Kreis in der Ultimate Fighting Championship (UFC) aufgestiegen. Nun hat der 34-Jährige noch zwei große Ziele: Den Titel zu holen und die UFC zurück nach Deutschland zu bringen.
  5. Nick Hein: Hein, ein ehemaliger Polizeibeamter aus Köln, ging 2014 in der UFC an den Start und machte sich einen Namen als zäher und disziplinierter Kämpfer. Mit einem starken Judo-Hintergrund und guten Boxfähigkeiten konnte Hein mehrere Siege einfahren und begeisterte mit seinem Entertainer-Charakter sowohl die deutschen als auch die internationalen Fans.

Weitere deutsche UFC-Kämpfer

Neben den bereits genannten Athleten gibt es noch weitere deutsche Kämpfer, die in der UFC angetreten sind:

  • Jarjis Danho: Der 32-Jährige ist der erste Schwergewichtler aus Deutschland in der UFC. Als Sechsjähriger floh Danho mit seiner Familie aus Syrien. In Deutschland durften die Danhos nur bleiben, weil sie den Behörden versicherten, für sich selbst sorgen zu können und keine finanzielle Unterstützung seitens der Ämter zu benötigten.
  • Yessin Ayari: Seit April steht der Weltergewichtler bei der UFC unter Vertrag. In Hamburg feiert der Nürnberger sein Debüt gegen den englischen Veteranen Jim Wallhead. Eine erste Bewährungsprobe für das 23-jährige Talent.
  • Peter Sobotta: Ayaris Mentor tritt selbst gegen Nicolas Dalby aus Dänemark an. Ein alter Bekannter. Der Kampf gegen den "Sharpshooter" hätte bereits im April 2013 stattfinden sollen. Damals legte den Deutschen eine Virusinfektion lahm.

Alina Dalaslan: Ein vielversprechendes Talent

Nach ihrem überzeugenden Sieg im Profidebüt im März in der Stuttgarter Schleyerhalle darf sich MMA-Kämpferin Alina Dalaslan auf ein noch größeres Publikum freuen. Alina Dalaslans Debüt Anfang März bestätigt die Experten. Über drei Runden dominiert sie die deutlich erfahrenere Tschechin Kamila Simkova beinahe nach Belieben. Kurz vor Ende der dritten Runde beendet Dalaslan das Duell mit einer Salve von Kniestößen zum Kopf. Simkova kann sich nicht mehr verteidigen, Referee Gerd Richter springt dazwischen - technischer Knockout für Dalaslan, die sogleich freudestrahlend auf den Käfigzaun klettert und sich feiern lässt.

"Stuttgart war nur der Anfang", sagt Angelo Tanga und klopft mit der Faust auf eine Tafel in seiner Trainingshalle in Stuttgart-West. In einer langen Liste steht hier die Taktik, die wenige Wochen zuvor zu Alina Dalaslans Sieg im Profidebüt geführt hat. Dann zeigt er auf die rechte Seite der Tafel: "Jetzt kommt Teil zwei: Die Zerstörung!" Alina Dalaslan lacht laut auf, während sie sich die Hände bandagiert.

Kein Wunder, dass der Veranstalter OKTAGON direkt den nächsten Kampf für die Wahl-Balingerin bereithält. "Das wird so geil", freut sich Dalaslan auf das Event, das vor rund 27.000 Zuschauern in der Prager Eden Arena steigen soll. Mittendrin: Alina Dalaslan und ihre Kontrahentin Roza Gumienna aus Polen. "Im Stadion zu kämpfen ist natürlich heftig", zeigt sich Senkrechtstarterin Dalaslan dann doch beeindruckt. Für Alina Dalaslan soll der Kampf in Prag ohnehin nur eine weitere Zwischenstation sein. "Wir trainieren hart und haben ein paar neue Waffen im Arsenal", verkündet Angelo Tanga. "Immer weitermachen. Bis man die Beste ist", sagt die Kämpferin selbst. In Prag soll der nächste Schritt in Richtung Titel folgen.

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Sheila Gaff: Die erste deutsche UFC-Fighterin

Am 02.03.13 wurde verkündet, dass die UFC zum ersten Mal eine deutsche MMA Fighterin unter Vertrag genommen hat. Die 23-Jährige Sheila Gaff hat mit den oben genannten Fighterinnen zusammen einen Vertrag unterzeichnet. Bei UFC 159 im April wird „The German Tank“ gegen die Olympia Teilnehmerin Sara McMann debütieren.

Die UFC und Deutschland

Seit vielen Jahren liegt Deutschland brach, was Events der größten Mixed-Martial-Arts-Organisation angeht. Das könnte sich nun bald ändern. Mitverantwortlich ist Abus Magomedov. "Die UFC hat Bock auf Deutschland", sagt Magomedov. Die UFC plane nach Deutschland zu kommen, aber man brauche mehr Kämpfer. Man habe einige gute MMA-Profis in Deutschland, die den Sprung in die UFC schaffen werden. Bis Deutschland in der Weltspitze angekommen ist, könnte es also noch einige Zeit dauern.

UFC Frauen: Stars und Gehälter

In der Männer-Abteilung gibt es eine Reihe an Superstars. Wer sind die größten Stars bei den UFC Frauen? Das Fliegengewicht der UFC Frauen wurde lange Zeit beherrscht von Valentina Shevchenko. Seit 2015 kämpft die am 7. Die aus Kirgistan stammende Russin holte sich im Dezember 2018 den Goldgürtel im Fliegengewicht und hat diesen danach 7 Mal verteidigt. Amanda Nunes gilt somit für viele als die beste MMA-Fighterin aller Zeiten. Karen Alexa Grasso Montes (9. Im März 2023 besiegte sie Valentina Shevchenko und kürte sich damit zum Champion im Fliegengewicht! Holm zählt zu den besten Boxerinnen aller Zeiten.

Die UFC-Fighterinnen werden deutlich schlechter bezahlt als die Männer. Das liegt aber auch daran, dass die Männerkämpfe deutlich mehr PPV-Einnahmen und höhere Einschaltquoten generieren als die Kämpfe der Frauen. Dennoch dürfen sich Nunes, Holm & Co. So hat Amanda Nunes einen Vertrag mit der UFC, der ihr pro Kampf satte 450.000 US Dollar einbringt - plus 100.000 Bonus für den Falle es eines Sieges. Valentina Shevchenko, Herrscherin über das Fliegengewicht, kommt als Zweite auf etwa 250.000 Dollar pro Kampf.

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