Die deutsche Judo Bundesliga erfreut sich großer Beliebtheit und bietet spannende Wettkämpfe auf höchstem Niveau. Kinder und Jugendliche schauen zu Sportstars auf, Olympia ist ein Traum vieler junger, sportbegeisterter Kids und der Respekt vor Leistungssportlern ist in der Gesellschaft fest verankert.
Die Teams und ihre Ambitionen
Einige Teams haben sich für die kommende Saison hohe Ziele gesteckt. Hier ein Überblick:
- TSV Abensberg: Als Rekordmeister kehrte der TSV im vergangenen Jahr in die Bundesliga zurück und musste sich im Halbfinale dem späteren Deutschen Meister JT Hamburg geschlagen geben. Neue Teamverantwortliche und eine Vielzahl neuer Athleten sollen die Fahnen der Stadt des Tores zur Hallertau hochhalten. Mit dem Olympiasieger Fabio Basile und dessen Kumpel Antonio Esposito, Lukas Krpalek, Rustam Orujov oder Zebeda Rekhviashvili - die Kaderliste ist erneut handverlesen und spricht für die gute Arbeit im Hintergrund, die Fabian Seidlmeier als neuer Manager aufgenommen hat.
- TV 1848 Erlangen: Bereits vor zwei Jahren durften die Mittelfranken die Luft der ersten Liga schnuppern und scheinen den Gefallen daran gefunden zu haben. Es folgte nach dem Abstieg 2016 der direkte Wiederaufstieg. Unverkennbar ist der Teamgeist und der Spirit in der altehrwürdigen Jahnturnhalle. Der TV bekam in seiner ersten Saison rundum Lob für Organisation und Auftreten sowie das ansprechende Judo. Der #grauewand wurde hierbei sinnbildlich für das gesamte Team, das stets geschlossen hinter dem agierenden Kämpfer steht. Mit Eigengewächsen aus dem fränkischen Raum verstärkt gab es nur wenige Abgänge und Karriereende einiger Athleten.
- TSV Großhadern: Der Münchner Verein hat in den vergangenen Jahren in der Vorrunde meist auf nationale Kämpfer gesetzt. Es wird also spannend, mit welchen Ambitionen, Zielen und Aufstellungen die Mannschaft um die Vereinsvorsitzende Doris Auer an den Start gehen werden.
- Remscheider TV: Vor den eigenen Fans startet das Judoteam aus Remscheid erstmals als Gejagter in die neue Kampfzeit und nicht mehr, wie bisher seit der Gründung 2012, als Jäger. „Die Situation ist neu für uns. Jeder ist besonders heiß darauf den Champion zu schlagen. Wir freuen uns aber sehr auf diese Herausforderung, welche wir gerne annehmen“, so Trainer Alexander Wieczerzak.
Wichtige Termine und Begegnungen
Hier eine Übersicht der ersten Kampftage in den verschiedenen Bundesligen:
1. Bundesliga Männer
Gruppe Nord
- Remscheider TV - Erster Berliner JC (15. März 2025, 18:00 Uhr)
- JC 66 Bottrop - TSV Hertha Walheim (15. März 2025, 17:00 Uhr)
- KSC Asahi Spremberg - UJKC Potsdam (15. März 2025, 18:00 Uhr)
- Hamburger Judo-Team - Sport-Union Annen (17. Mai 2025)
Gruppe Süd
- JSV Speyer - TSV Abensberg (15. März 2025, 17:00 Uhr)
- 1. JC Samurai Offenbach - JC Leipzig (15. März 2025, 17:00 Uhr)
- TSG Backnang - TV Erlangen (5. April 2025)
2. Bundesliga Männer
Gruppe Nord-Ost
- Braunschweiger JC - Hamburger Judo-Team 2 (15. März 2025, 16:00 Uhr)
- Bremer Judo-Team - Berliner Kampfgemeinschaft (15. März 2025, 14:00 Uhr)
- Judo-Verein Ludwigsfelde - KG der Judoka Mecklenburg-Vorpommerns (16. März 2025, 16:00 Uhr)
Gruppe Nord-West
- SSF Bonn - Sport-Union Annen II (15. März 2025, 13:15 Uhr)
- Judo-Team Holten - 1. JC Mönchengladbach (15. März 2025, 14:00 Uhr)
- TSV Bayer 04 Leverkusen - JC Koriouchi Gelsenkirchen (15. März 2025, 16:00 Uhr)
Gruppe Süd
- TSV Großhadern - TG Schwalbach (15. März 2025, 17:30 Uhr)
- TSB Ravensburg - HTG Bad Homburg (15. März 2025, 17:00 Uhr)
- VfL Sindelfingen - JC Rüsselsheim (15. März 2025, 16:00 Uhr)
- Judo-Team Rheinland - KG Aibling-Grafing (15. März 2025, 14:00 Uhr)
Frauen-Bundesliga
Das 12. Bundesliga-Finale findet am Sonntag, 26. Oktober 2025 in Wuppertal statt.
Halbfinale
- TSV Abensberg - Remscheider TV
- UJKC Potsdam - JSV Speyer
Weitere Informationen
Im Jahr 2023 wurden immer dienstags die Technikvideos aus dem neuen Kyu-Graduierungssystem über unsere Social Media-Kanäle, YouTube veröffentlicht. Mit dem Hashtag #techniktuesday haben wir viele Judoka aus ganz Deutschland erreicht. Die Technikvideos aus dieser Social Media Kampagne findet ihr alle auf unserem YouTube-Kanal oder auf einer eigens erstellten Plattform auf DokuMe.
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Deutschlands Judoka sorgen international immer wieder für Erfolge. So gab es bisher drei Olympiasiege, bei den Männern durch die Halbmittelgewichtler Frank Wieneke (1984 in Los Angeles) und Ole Bischof (2008 in Peking), als einzige deutsche Frau triumphierte Yvonne Bönisch 2004 in Athen. Das unbestrittene Gesicht der Sportart ist der Franzose Teddy Riner. Der Franzose gewann 2012 und 2016 Olympiagold und wurde elfmal Weltmeister. Zwischen 2010 und 2020 blieb er in 154 Kämpfen unbesiegt.
Gekämpft wird auf mittelharten Matten, genannt Tatami. Es gibt eine Vielzahl von Wertungen, mit denen Punkte errungen werden können. Ziel ist es, den Gegner durch Anwendung verschiedener Techniken kontrolliert in die Rückenlage zu bringen.
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