Claude-Oliver Rudolph ist als "Bad Boy" des deutschen Films bekannt und erlangte nationalen Ruhm durch "Das Boot" und die Rolle des "Chinesen-Fiete" im Mehrteiler "König von St. Pauli". Zudem spielte er im James-Bond-Film "Die Welt ist nicht genug" an der Seite von Pierce Brosnan.
Seine besondere Leidenschaft gilt dem Kampfsport. Für den 54-Jährigen ist er inzwischen als europäischer Vorsitzender und Welt-Vizepräsident des World Fight Club tätig, der Dachorganisation verschiedener Kampfsport-Einzelverbände.
Rudolph versichert: "Mehr als das, er bestimmt mein ganzes Leben. Als Neunjähriger habe ich mit Judo angefangen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass ich im Fußball eine Flasche war." Herbert Grönemeyer als Kapitän unserer Bochumer Klassenmannschaft hat mich immer nur aufgestellt, wenn sich absolut kein anderer mehr fand. Im Kampfsport fühlte ich mich sofort zu Hause, denn ich wollte nicht länger der kränkelnde Schwächling sein, der ich als kleiner Junge war.
Danach kam die ganze Palette vom Vollkontakt bis hin zum Thai- und Kickboxen. Von 1969 bis 1974 war ich im Judo ungeschlagen, mehrmals deutscher Jugendmeister, und noch heute mache ich mindestens 45 Minuten Sport pro Tag. Muss ich ja auch in meinem Alter, ich will schließlich meine Position als Deutschlands Bösewicht Nummer eins verteidigen. Mein Erfolg beruht darauf, dass die Leute tatsächlich Angst bekommen, wenn sie mich sehen.
Durch die asiatischen Kampfsportarten verliert man die Angst, speziell die Angst vor Schmerzen. Ich könnte ja kein Brett und keinen Stein mit dem Unterarm zerschlagen, wenn ich Angst davor hätte, mir wehzutun. Natürlich geht man da nicht unbeschadet raus, mein ganzer Körper ist vernarbt. Ich bin ja nicht aus Stahl, sondern aus Fleisch und Blut.
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Rudolph quälte zurück, indem er sich die Haare wachsen ließ und es zum mehrfachen Meister in diversen Kampfsport-Disziplinen brachte. Später spielte er den Unhold.
Beim »RTL Promi-Boxen 2002« ging es richtig zur Sache: »Brown Sugar« Pierre Geisensetter ging gegen »Bad Boy« Claude-Oliver Rudolph k.o.. 2000 Boxfans wollten sich das »RTL Promi-Boxen 2002« auf gar keinen Fall entgehen lassen.
Viele Fernsehzuschauer erinnern sich mit Entsetzen an den blutigen Promi-Boxkampf, den Sie gegen den Moderator und Fitnesstrainer Pierre Geisensätter durch K. o. verloren haben. Ja klar, extrem. Ich war mir einfach zu sicher gewesen, den wegzuhauen und hatte mich kaum vorbereitet. Deshalb war es für mich enorm wichtig, dass ich den Rückkampf in der zweiten Runde gewonnen habe. Danach war die Welt wieder in Ordnung. Übrigens bin ich auch amtierender Promi-Bull-Riding-Champion von Pro7. Allerdings hatte sich außer mir auch keiner auf einen echten Bullen getraut.
Rudolph nur "aus Versehen" Schauspieler geworden. Regisseur. zu 50 Prozent spielen.
Sein Narbengesicht kommt ihm ebenso zugute wie die Erfahrung im asiatischen Kampfsport. Er erzählt, wie er als Chinesen-Fiete in Der König von St. eine Bar auseinander nahm: "Das war echt und in der Totale gefilmt. Nicht geschnitten.
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Seine Devise? macht"", sagt Rudolph.
Hier eine Zusammenfassung der Kämpfe beim RTL Promi-Boxen 2002:
| Kampf | Kämpfer 1 | Kämpfer 2 | Sieger | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Mittelgewicht | Ralf Richter | Joey Kelly | Joey Kelly | Knapper Sieg für Kelly |
| Schwergewicht | Claude-Oliver Rudolph | Pierre Geisensetter | Pierre Geisensetter | Technisches K.O. in Runde 4 |
| Damenkampf | Michaela Schaffrath | Doro Pesch | Michaela Schaffrath | Knapper Sieg für Schaffrath |
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