Das Thaiboxen, auch bekannt als Muay Thai, ist eine Kampfkunst, die sich durch ihre Effektivität und Vielseitigkeit auszeichnet. Wie viele andere Kampfsportarten verwendet auch das Thaiboxen ein Gürtelsystem, um den Fortschritt und die Erfahrung der Kämpfer widerzuspiegeln.
Gürtel im Thaiboxen
Im Thaiboxen gibt es ein Gürtelsystem, das den Fortschritt und die Erfahrung der Kämpfer widerspiegelt. Beim Rumbel handelt es sich um eine Art Fangen, wo man dem Gegner versucht, drei angehängte Gürtel zu entnehmen. Hier ist vor allem Koordination und Geschwindigkeit gefragt.
Wettkampfregeln und Bestimmungen
Bei den Ringsport Disziplinen wird angestrebt, den Gegner mit überzeugender Kraft zu besiegen. Schläge und Kicks müssen auf die legalen Zonen des Körpers des Gegners mit Fokus, Schnelligkeit und Entschlossenheit treffen. Voraussetzung für jeden Wettkampf ist eine ehrenhafte, ehrliche und gerechte Haltung des Kämpfers. Die Kämpfe finden im Ring statt. Der Ringrichter (Referee) ist verantwortlich für die Sicherheit des Kämpfers und stellt die Handhabung des Regelwerks sicher. Die Seitenkampfrichter (Judges) bewerten die legalen.
Teilnahmebedingungen
Ein Kämpfer darf nur dann an einem internationalen/nationalen Wettkampf teilnehmen, wenn er von einem Sportarzt für fit und kampftauglich befunden wurde. Ein Kämpfer, der im Ausland kämpfen will, braucht eine Bestätigung eines Arztes, dass er, bevor er sein Land verlassen hat, in gutem körperlichen Zustand ist, keine Verletzungen aufweist, keine Infektionen oder medizinische Probleme hat, welche seine Fähigkeit im Gastgeberland zu kämpfen, beeinflussen könnte. Kämpfer mit nur einem Auge, Taub und Stumm sowie Epileptiker dürfen nicht Kämpfen.
Ein Kämpfer darf nicht kämpfen, wenn er eine bandagierte Wunde aufweist, eine Schnittwunde hat, eine Verletzung, ein Geschwür, eine Risswunde, wenn Blut am Kopf oder im Gesicht fliesst (Nase und Ohren eingeschlossen). Es ist jedoch erlaubt zu kämpfen, wenn ein Geschwür mit Collodium geschützt ist. Diese Entscheidung trifft der Arzt, der den Kämpfer am Tage des Wettkampfes untersucht.
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Gewichtsklassen und Wiegen
Sollten nicht genügend Anmeldungen eingehen, um Paarungen nach den offiziellen Gewichtsklassen gestalten zu können, so ist es den WAKO delegierten Offiziellen vorbehalten, in Absprache mit den Coaches der Kämpfer optimal mögliche Paarungen zu gestalten. Ein Kämpfer darf nur in seiner beim Wiegen bestätigten Gewichtsklasse antreten. Das korrekte Gewicht der gemeldeten Klasse muss erreicht werden. Es gibt keine Toleranz: der Kämpfer muss das Gewicht seiner Klasse entsprechend aufweisen. Die am ersten offiziellen Wiegen festgelegte Gewichtskategorie des Kämpfers ist für die ganze Meisterschaft gültig.
Ringausstattung
Der Ring sollte auf einer erhöhten Plattform mit elastischer Oberfläche errichtet sein. Die Grösse entspricht dem internationalen Standard (in der Regel 8m x 8m). Der Ring beinhaltet 4 Seilen mit mindestens einem vertikalen Zwischenseil pro Seil. Es müssen Polster in alle Ecken vorhanden sein (1 x Rot, 1 x Blau, 2 x Weiss). Bei erhöhter Plattform mindestens 2 Treppen, 2 Stühle für Coaches pro Kämpfer, 2 aufklappbare Stühle für die Kämpfer zwischen den Runden, Trinkbecher und Wasserflaschen für Punkterichter, Ringrichter und Offizielle, Wasserkübel für blaue und rote Ecke, Abfalleimer in die neutralen Ecken, Tisch und Stühle für die Offiziellen, Sportdata Computer System, 2 Bildschirmen (jede Ecke 1 Bildschirm), 3 elektronische Bewertungs-Pads für Punktezähler, 1 elektronische Bewertungs-Pad für Kickzähler, ein Erstehilfe-Set, Plastikhandschuhe und Papiernasstücher für den Ringrichter, ein Mikrofon verbunden mit einem Signalsystem und Notausrüstung im Falle das elektronische System ausfällt: Ein Gong und eine Glocke, eine (oder besser zwei) Stoppuhren und Punkteliste für alle Seitenringrichtern nach WAKO-Modell einen Behälter für die Punkteliste.
Kampfkleidung
Ohne Low Kick:
- Herren: freier Oberkörper und lange Hose
- Damen: Sport top und lange Hose
- Herren: freier Oberkörper und Shorts
- Damen: Sport top und Shorts
- Herren: freier Oberkörper und Shorts
- Damen: Sport top und Shorts
Es darf keine Kleidung getragen werden, auf welcher Aufschriften wie „Muay Thai“ oder anderweitige Martial Arts Begriffe vorhanden sind. Wenn Logos vorhanden sind, darf nur der Name des Landes vorhanden sein. Budogürtel sind bei den Ringsportarten nicht erlaubt. Kämpfer dürfen nichts tragen, was Verletzungen verursachen könnte; wie z.B. Ringe, Ketten, Uhren, Ohrringe, Piercings etc.
Schutzausrüstung
Die Sicherheitsausrüstung darf nicht beschädigt sein, keine Riemen oder Bänder aufweisen, die zu Verletzungen während eines Kampfes führen könnten. Fehlt ein Bestandteil der Schutzausrüstung, hat der Kämpfer eine Minute Zeit die Ausrüstung zu komplettieren. Bleibt die Ausrüstung danach unvollständig, ist der Kämpfer vom Turnier auszuschliessen. Die gleiche Vorgehensweise ist bei nicht geschnittenen Fussnägeln anzuwenden.
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- Handschutz: Die Schutzhandschuhe wiegen 10oz und müssen an den Trefferflächen gepolstert sein und festsitzen.
- Kopfschutz: Ein Kopfschutz muss getragen werden, der die Stirne, die Schädeldecke, die Schläfe und die Ohren bedeckt.
- Fussschutz: Beim Disziplin ohne Low Kick besteht der Fussschutz aus einem speziellen synthetischen Schaumgummi. Beim Low Kick und K1 ist der sogenannte strumpfartige Schutz gestattet, welcher den Fuss bis an die Zehen schützt.
- Schienbeinschutz: Beim alle Ringsport Disziplinen müssen Schienbeinschoner getragen werden. Diese dürfen keine harten Einlagen wie Plastik, Metall oder Holz haben.
- Brustschutz: Der Brustschutz ist für alle weiblichen Teilnehmer verpflichtend. Voraussetzung für das Tragen des Brustschutzes ist, dass eine Brust sichtbar vorhanden ist.
- Mund- und Zahnschutz: Ein Zahnschutz ist ebenfalls Pflicht. Er muss von handelsüblicher Qualität sein.
- Tiefschutz: Der Tiefschutz ist für alle männlichen und weiblichen Teilnehmer verpflichtend. Er besteht aus Hartplastik und bedeckt vollständig die Genitalien.
- Handbandagen: Bandagen werden genutzt um Verletzungen an den Fäusten zu vermeiden. Diese sind 250cm lang und 5cm breit, bestehend aus Baumwollstreifen ohne scharfe Kanten.
Erlaubte Kampftechniken
Ohne Low Kick:
- Handtechniken: Linke und rechte Gerade, Linker und rechter Haken, Uppercut
- Fusstechniken: gerader Fusstritt nach vorne, Seitwärtsfusstritt, Rückwärtsfusstritt, Halbkreisfusstritt, Sichelfusstritt, Hakenfusstritt (nur mit der Fusssohle), Axtfusstritt (nur mit der Fusssohle), gesprungene Fusstechniken, Fusstechniken aus der Drehung heraus, Fussfeger nur auf Knöchelhöhe
Mit Low Kick:
- Handtechniken: alle Boxtechniken wie bei der Disziplin ohne Low Kick, Back Fist (kein Spinning Back Fist)
- Fusstechniken: Alle Fusstechniken wie bei der Disziplin ohne Low Kick, Fussfeger: Fuss an Fuss (unterhalb des Knöchels), Schienbein für Angriffe auf Beine oder Körper (erlaubte Ziele!)
K1 Style:
- Handtechniken: alle Boxtechniken wie bei der Disziplin ohne Low Kick, Back Fist, Spinning Back Fist, Halten mit 2 Händen (Hals) nicht länger als 5 Sekunden; dabei nur 1 Knie
- Fuss-, Bein- und Knietechniken: Alle Fusstechniken wie bei der Disziplin mit Low Kick
Kampfzeit
Die Kampfzeit sollte in Vorkämpfen und Finalkämpfen 3 x 2 Minuten mit je 1 Minute Pause dazwischen betragen. Die Kampfzeit kann aus organisatorischen Gründen gekürzt werden. Dies ist zu Beginn der Veranstaltung den Teilnehmern mitzuteilen.
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