Mixed Martial Arts (MMA) gehört mit Sicherheit zu den brutalsten Sportarten unserer Zeit. In den letzten Jahren hat MMA in Deutschland stetig an Popularität gewonnen. Besonders die Ultimate Fighting Championship (UFC) - als größte und prestigeträchtigste MMA-Organisation der Welt - bietet Athleten aus allen Ländern die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu messen.
Die größten MMA-Kämpfer aller Zeiten
Es gibt viele MMA-Kämpfer, aber welche sind die Größten aller Zeiten? In den letzten Jahren gab es immer wieder einige Athleten, die überzeugt haben - aber nur wenige Kämpfer haben den Status „GOAT“ - Greatest of all Time - erreicht. Natürlich ist das alles Ansichtssache. Wir haben mal ein paar Kämpfe zusammengetragen, die mit dazu beigetragen haben, dass der Hype um MMA ungebrochen hoch ist.
Fedor Emelianenko
Fedor Vladimirovich Emelianenko, geboren am 28. September 1976, ist ein russischer Politiker, ehemaliger professioneller Mixed Martial Artist (MMA), Sambist und Judoka. Emelianenko war Schwergewichtsweltmeister bei PRIDE von 2003 bis zur Schließung der Organisation im Jahr 2007, viermaliger Weltmeister im Combat Sambo und zweimaliger russischer nationaler Bronzemedaillengewinner im Judo. Er trat auch bei RINGS, Strikeforce, M-1 Global, Rizin und Bellator an und gilt als der bekannteste Kämpfer, der nie bei der UFC (Ultimate Fighting Championship) angetreten ist.
Emelianenko gilt weithin als einer der größten MMA-Kämpfer aller Zeiten und wurde von 2003 bis 2010 durchgehend als bester Schwergewichtskämpfer und bester Kämpfer der 2000er Jahre bezeichnet. Emelianenko begann seine MMA-Karriere am 21. Mai 2000 und errang vier Siege in Folge, bevor er im Dezember 2000 eine umstrittene Niederlage erlitt. In den folgenden 28 Kämpfen bis Juni 2010 blieb Emelianenko ungeschlagen und besiegte dabei vier ehemalige UFC-Champions, einen PRIDE-Champion, einen ehemaligen und zwei zukünftige K-1-Champions sowie zwei olympische Medaillengewinner.
Im Juni 2012 trat er zunächst zurück, bevor er im Dezember 2015 sein Comeback feierte. Am 4. Dem russischen Kämpfer gelangen 39 Siege bei 46 Kämpfen. Er hat robuste Gegner wie Mirko Cro Cop, Mark Hunt sowie auch Mark Coleman und Antonio Rodrigo Nogueira besiegt.
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Anderson Silva
Kann man mit 11 Niederlagen tatsächlich einer der besten Kämpfer aller Zeiten sein? Ja. Denn Anderson Silva, „The Spider“, entwickelte einen einzigartigen Kampfstil, der dazu führte, dass er 16 Siege in Folge feiern konnte und zwischen Juni 2006 und Oktober 2012 unbesiegbar war. Zu seinen größten Erfolgen im Kampfsport zählt der Gewinn des UFC-Titels im Mittelgewicht, den er von Oktober 2006 bis Juli 2013 hielt. Silva hat zahlreiche Auszeichnungen und Rekorde im MMA gewonnen, darunter den längsten Titelgewinn in der Geschichte der UFC und die meisten Siege in Folge.
Zuletzt stand Anderson Silva im Mai 2019 im Oktagon. Sein damaliger Gegner war Jared Cannonier, gegen den er per TKO verlor. Anderson Silva wurde am 14. April 1975 in São Paulo, Brasilien, geboren. Silva hat seine aktive Karriere beendet, ist aber immer noch eine einflussreiche Figur im Sport. Abseits des Oktagons hat Silva auch in der Unterhaltungsindustrie Erfolge gefeiert, darunter Rollen in Filmen und Fernsehserien.
Conor McGregor
Nachdem Conor McGregor nur 13 Sekunden gebraucht hat, um Aldo zu besiegen, stieg er ein Jahr später auch als Sieger gegen Eddie Alvarez aus dem Oktagon. So wurde McGregor der erste Doppel-Champion in der UFC-Geschichte. Auch wenn McGregor bereits mehrere Kämpfe verloren hat, so ist er dennoch einer der größten Kämpfer - vor allem ist er auch einer der bekanntesten Kämpfer. Der Ire ist ehemaliger UFC Featherweight Champion, UFC Leightweight Champion sowie ehemaliger Cage Warrior Featherweight sowie Lightweight Champion.
Conor Anthony McGregor, geboren am 14. Juli 1988 in Dublin, ist ein irischer UFC-Mixed-Martial-Arts-Kämpfer. Er ist ehemaliger UFC Lightweight Champion und UFC Featherweight Champion sowie ehemaliger Cage Warriors Featherweight und Lightweight Champion. Wer auf UFC wetten wollte, war immer gut beraten, sich mit Kämpfen zu befassen, an denen Conor McGregor beteiligt war.
Weitere erwähnenswerte Kämpfer
Man muss aber auch Namen wie Matt Hughes, Royce Gracie und Chuck Liddell erwähnen.
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- Matt Hughes, geboren am 13. Oktober 1973, ist ein ehemaliger amerikanischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer, der ursprünglich aus dem Wrestling kommt. Er gilt als einer der größten Kämpfer in der Geschichte des MMA. Er ist zweifacher UFC-Champion im Weltergewicht und Mitglied der UFC Hall of Fame und der NJCAA Hall of Fame.
- Charles David „Chuck“ Liddell, geboren am 17. Dezember 1969 in Santa Barbara, Kalifornien, USA, ist ein ehemaliger US-amerikanischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer.
Historische MMA-Kämpfe
Viele Mixed Martial Arts (MMA) -Kämpfe beeindrucken und beeinflussen diejenigen, die die Möglichkeit haben, diese zu erleben, insbesondere aufgrund der Härte einiger dieser Kämpfe. Ohne Zweifel gibt es viele Kämpfe im MMA, die aufgrund der Rivalität zwischen den Kämpfern, der Brutalität des Schlagabtauschs, der legendären Rückkämpfe oder des Angebots von etwas Unerwartetem bei den Fans in die Geschichte eingegangen sind.
Aus diesem Grund möchten wir heute in diesem Artikel 5 Kämpfe vorstellen, die wir als historisch im MMA betrachten:
- Chucky Liddell vs Wanderlei Silva: ein legendäres Striker-Duell
- Conor McGregor vs Nate Díaz 2: der meist gesehene Gegenangriff im MMA
- Ronda Rousey vs. Liz Carmouche: das Debüt der Frauen im UFC
- Fedor Emelianenko vs. Mirco Crocop: der Kampf des Jahrzehnts
- Nick Díaz vs Paul Daley: die beste Runde der MMA-Geschichte
Deutsche UFC-Kämpfer
Obwohl Deutschland bislang keinen UFC-Champion hervorgebracht hat, haben einige Kämpfer bewiesen, dass deutsches MMA-Potenzial auf der größten Bühne des Sports existiert. Hier sind einige der erfolgreichsten deutschen Kämpfer, die in der UFC gekämpft haben:
- Dennis Siver ist zweifellos der bekannteste Name unter den deutschen UFC-Kämpfern. Geboren in Russland, wuchs er in Deutschland auf und trat ab 2007 in der UFC an.
- Der in Köln aufgewachsene Ottman Azaitar machte zunächst in regionalen Ligen auf sich aufmerksam, bevor er 2019 in der UFC debütierte.
- Nasrat Haqparast, in Afghanistan geboren und in Hamburg aufgewachsen, ist ein weiterer aufstrebender Name im Leichtgewicht.
- Abusupiyan “Abus” Magomedov wurde in Dagestan geboren, besitzt aber die deutsche Staatsbürgerschaft und kämpfte lange Zeit in Deutschland.
- Nick Hein, ein ehemaliger Polizeibeamter aus Köln, ging 2014 in der UFC an den Start und machte sich einen Namen als zäher und disziplinierter Kämpfer.
Dennis Siver ebnete als Pionier den Weg für viele andere, während aufstrebende Talente wie Ottman Azaitar, Nasrat Haqparast und Abus Magomedov zeigen, dass der Traum vom UFC-Gold für deutsche Athleten längst nicht unerreichbar ist.
Ungebrochener Hype um MMA
Der Hype um MMA ist und bleibt ungebrochen - und wird durch den aufreibenden Netflix-Film 60 Minuten mit Emilio Sakraya gerade noch einmal gesteigert. Doch die Faszination an den Mixed Martial Arts waren auch vorher schon ungebrochen und haben vor allem durch Charaktere wie Conor McGregor gewaltige Ausmaße angenommen. Boxen, Muay Thai, Brazilian Jiu Jitsu und vieles mehr: MMA vereint alles in einem - wie diese 7 Videos der besten MMA-Fights aller Zeiten beweisen.
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MMA ist ein Vollkontaktkampfsport, bei dem es bisweilen ordentlich zur Sache geht - und zwar so weit, dass Übertragungen von MMA-Kämpfen im Fernsehen 2010 in Deutschland verboten wurden. Das Verbot wurde allerdings 2014 wieder aufgehoben, wobei die meisten Kämpfe eh online geschaut werden - oder eben live bei den entsprechenden Veranstaltungen.
