Die beste Kampfsportart für Kinder

Kampfsport für Kinder wird oft mit Vorurteilen und Mythen in Verbindung gebracht. Doch die Realität sieht anders aus. Kampfsport für Kinder bietet zahlreiche Vorteile für die körperliche Fitness, mentale Stärke und soziale Entwicklung von Kindern.

Mythen und Fakten über Kampfsport für Kinder

Eines der häufigsten Missverständnisse über Kinder im Kampfsport ist, dass es zu Gewalttätigkeit und Aggressivität führen kann. In Wahrheit lehren alle Kampfsport- und Kampfkunstarten den Kindern Disziplin, Respekt und Selbstbeherrschung. Ein weiterer Irrglaube ist, dass Kampfsport nur für Jungen geeignet ist. Tatsächlich können Mädchen genauso von den Vorteilen des Kampfsports profitieren und ihre körperliche Fitness sowie Selbstverteidigungsfähigkeiten verbessern.

Viele Eltern sorgen sich, dass ihre Kinder im Kampfsport häufiger verletzt werden könnten. Diese Sorge ist verständlich, aber weitgehend unbegründet. In den meisten Kampfsportarten steht die Sicherheit der Teilnehmer an oberster Stelle. Kinder lernen, Techniken korrekt auszuführen und Schutzausrüstung zu tragen. Es gibt die Annahme, dass nur Kinder, die bereits sportlich sind, von Kampfsport profitieren können. Das ist jedoch nicht der Fall. Kampfsport ist für Kinder aller Fitness- und Fähigkeitsstufen geeignet. Der Fokus liegt darauf, sich individuell zu verbessern und persönliche Ziele zu erreichen. Jedes Kind kann unabhängig von seiner Ausgangsfitness Fortschritte machen und Erfolgserlebnisse feiern.

Ein weiterer Mythos ist, dass Kampfsport nichts für schüchterne oder zurückhaltende Kinder sei. Tatsächlich kann Kampfsport gerade diesen Kindern besonders helfen. Durch das Training gewinnen sie an Selbstvertrauen und lernen, sich selbst zu behaupten. Die strukturierte Umgebung und die klaren Regeln des Kampfsports bieten einen sicheren Rahmen, in dem schüchterne Kinder sich entfalten können. Sie lernen, ihre Komfortzone zu verlassen, und entwickeln soziale Fähigkeiten, die ihnen in allen Bereichen ihres Lebens zugutekommen.

Vorteile von Kampfsport für Kinder

Kinder, die Kampfsport betreiben, entwickeln ein besseres Körpergefühl, verfeinern ihre Koordination und steigern ihre Ausdauer. Sie lernen, sich selbst zu verteidigen und gewinnen an Selbstvertrauen. Kampfsport lehrt den Kindern wichtige Werte wie Respekt, Fairplay und Durchhaltevermögen. Diese Werte tragen zur mentalen Stärke bei und helfen den Kindern, Herausforderungen in allen Lebensbereichen zu meistern. Kinder, die Kampfsport oder Kampfkunst betreiben, sind oft disziplinierter, konzentrierter und haben eine bessere Körperhaltung. Sie lernen, mit Stress umzugehen und ihre Emotionen zu kontrollieren. Zudem fördert der Sport die soziale Entwicklung der Kinder, da sie im Training Teamwork und Zusammenarbeit üben.

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Kampfsport zu lernen, bietet demnach zahlreiche Vorteile für die körperliche Fitness und für die Charakterentwicklung von Kindern:

  • Steigerung der körperlichen Fitness: Kraft, Ausdauer, Flexibilität
  • Verbesserung der motorischen Fähigkeiten: Beweglichkeit und Koordination
  • Förderung der kognitiven Entwicklung: Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung: Selbstbewusstsein, Selbstbeherrschung, Selbstdisziplin

Wie viele andere Sportarten auch, beinhaltet Kampfsport für Kinder gezielten Kraftaufbau, wodurch unter anderem die Halte- und Stützmuskulatur trainiert wird. Kinder sollen lernen, ihren Körper besser zu beherrschen. Da Körperspannung für eine korrekte Ausübung des Kampfsports ausschlaggebend ist, verbessert sich die Haltung und Beweglichkeit deines Kindes. Die Koordinationsfähigkeiten und der Gleichgewichtssinn werden ebenso gefördert.

Um die nötigen Kampfsporttechniken fehlerfrei ausüben zu können, ist Konzentration und eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit notwendig. Dein Kind lernt, sich auf die Bewegungsabläufe zu konzentrieren und störende Ablenkungen auszublenden. So ist es ihm auch möglich, schnell auf die Bewegungen seines Gegenübers zu reagieren.

Seriöses Kampfsporttraining legt zudem großen Wert auf einen strengen Verhaltenskodex: Erfahrene Trainer vermitteln Kindern die Bedeutung von Respekt, Bescheidenheit, Höflichkeit und Disziplin. Die Kinder lernen, Regeln zu befolgen, den Anweisungen des Trainers aufmerksam zuzuhören und sich selbst zu beherrschen.

Kampfsporttraining kann dabei helfen, dass Kinder sicherer und besonnener auf ungewisse Situationen reagieren. Unsichere, schüchterne Kinder können ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl steigern. Sie lernen selbstbewusster aufzutreten und können sich so auch gewaltlos gegen Ungerechtigkeiten verteidigen. Kampfsporttraining verdeutlicht Kindern, dass Gewalt immer Konsequenzen hat und daher stets der allerletzte Ausweg sein sollte. Daher leistet Kampfsporttraining für Kinder einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung der sozialen Fähigkeiten.

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Geeignete Kampfsportarten für Kinder

Es gibt viele verschiedene Kampfsportarten, die sich für Kinder eignen. Welche Kampfsportart für Kinder am besten geeignet ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei der Auswahl einer Sportart kommt es auch auf das individuelle Interesse bzw. die Vorlieben deines Kindes an - auch Alter und Trainingsziele spielen natürlich eine Rolle. Bis dein Kind die richtige Disziplin entdeckt hat, können auch verschiedene Probetrainings nötig sein.

Grundsätzlich gibt es aber viele unterschiedliche Kampfsportarten für Kinder, die zahlreiche Vorteile bieten können:

  • Judo basiert auf dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“. Der Gegner soll dabei mit möglichst wenig Kraftaufwand besiegt werden. Der Fokus beim Judo liegt auf Wurf- und Bodentechniken. Kraft, Gewandtheit, Beweglichkeit sowie Koordination werden trainiert.
  • Aikido ist eine defensive Kampfkunst, die ebenfalls von Wurf- und Haltetechniken geprägt ist. Auch hier soll die Kraft des gegnerischen Angriffs genutzt und umgeleitet werden, um ihn vorübergehend kampfunfähig zu machen - natürlich ohne ihn zu verletzen.
  • Jiu-Jitsu ist eine Kampfsportart, die ein breites Spektrum an möglichen Techniken trainiert, die auch zur Selbstverteidigung genutzt werden können. Tritt-, Stoß-, Schlag-, Wurf- und Hebeltechniken werden hierbei erlernt.
  • Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) ist eine Abwandlung von Jiu-Jitsu und Judo und legt den Schwerpunkt auf den Bodenkampf - Tritte und Schläge sind hierbei nicht erlaubt. BJJ ist außerdem eher wettkampforientiert und dient weniger der Selbstverteidigung.
  • Ju-Jutsu handelt es sich um eine moderne Kampfkunst, die Elemente von Judo (wie Wurf-, Hebel- und Bodentechniken) und Karate (wie Schläge und Tritte) miteinander verbindet. Gegnerische Angriffe sollen ähnlich wie bei Judo und Aikido mit möglichst geringem Kraftaufwand abgewehrt werden. Ju-Jutsu kann als Technik zur Selbstverteidigung erlernt sowie als Wettkampfsport trainiert werden.
  • Karate ist eine Kampfsportart, die auf Schlag-, Stoß- und Tritttechniken basiert. Beim Karatetraining schulen Kinder vor allem ihre Kondition, Schnelligkeit und Beweglichkeit, aber auch allgemein die körperliche Belastbarkeit.
  • Taekwondo ist eine besonders dynamische Kampfsportart und zeichnet sich unter anderem durch schnelle, akrobatische Tritte aus. Kinder trainieren hierbei vor allem ihre Flexibilität, Ausdauer und Körperkontrolle.
  • Kickboxen ist eine relativ junge Kampfsportart und verbindet Techniken des klassischen Boxkampfs mit Tritt- und Schlagtechniken, wie sie zum Beispiel bei Karate, Taekwondo oder dem thailändischen Kampfsport Muay Thai genutzt werden.
  • Krav Maga ist ein modernes Selbstverteidigungssystem, das ursprünglich für das israelische Militär entwickelt wurde. Es kombiniert Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten und konzentriert sich auf praktische Selbstverteidigung in realen Situationen. Krav Maga ist besonders gut für Kinder geeignet, da es ihnen beibringt, sich in gefährlichen Situationen schnell und effektiv zu verteidigen, während gleichzeitig ihre körperliche Fitness und ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden.

Zusätzlich zur Steigerung der Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit, legt das Kampfsporttraining übergreifend auch großen Wert auf Disziplin, Respekt und Fairness.

Extrovertierte Kinder, die sehr viel Energie haben, finden für gewöhnlich gefallen an Karate, Taekwondo oder Kickboxen. Bei diesen Kampfsportarten werden dynamische und oft akrobatische Bewegungsabläufe eingeübt. Beweglichkeit und schnelle Reaktionen sind ebenso wichtig wie Selbstbeherrschung und Disziplin, wodurch sehr aktive und selbstbewusste Kinder lernen können, ihre Energie zu kanalisieren und sich zu fokussieren.

Für etwas zurückhaltende Kinder werden hingegen oft Judo und Akido empfohlen, um Körperbeherrschung und Selbstbehauptung zu erlernen. Kampfsportarten wie Judo und Akido, die darauf basieren, die Energie des gegnerischen Angriffs zu nutzen und umzuleiten, eignen sich auch für weniger kräftige Kinder. Diese Empfehlungen müssen jedoch nicht auf jedes Kind zutreffen - manchen schüchternen Kindern beinhalten Sportarten wie Judo und Ringen etwa zu viel direkten Körperkontakt, sodass sie sich bei Karate oder Taekwondo besser aufgehoben fühlen könnten.

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Selbstverteidigung für Kinder

Die wichtigste Regel bei der Kinder Selbstverteidigung ist das Vermeiden (Prävention) einer bedrohlichen Situation. Deshalb lernen Kinder in der Selbstverteidigung, wie man eine Situation besser einschätzt und das Risiko einer Attacke durch Vorausplanen minimiert. Beispielsweise werden sie von ihrem Trainer über Fragen aufgeklärt, wie, „gehe ich durch eine dunkle Gasse oder nehme ich den längeren Weg über die beleuchtete Straße? „Welchen Abstand halte ich ein, wenn mich ein Fremder aus dem Auto anspricht?“ Grundsätzlich kommt es auf die Erfahrung und Fachkenntnisse des Trainers an, ob er Kindern dies vermitteln kann.

Dazu lernen Kinder Grenzen zu setzen, wenn sie etwas als störend empfinden. Sie lernen, wie sie in bedrohlichen Situationen dem Attackierenden Grenzen setzen, mit klaren und deutlichen Signalen wie „Nein“, „Stop“, „Lass mich los“. Dies wird unter anderem durch Rollenspiele geschult. Kinder werden in der Selbstverteidigung durch Erfolgserlebnisse bewusst gestärkt, damit das Selbstbewusstsein des Kindes gefördert wird - dies ist enorm wichtig, um sich selbst zu behaupten und dem Attackierenden Grenzen zu setzen.

Kinder lernen in bedrohlichen Situationen zu schreien und nach Hilfe zu rufen. Das schreckt den Angreifer eher ab als körperliche Verteidigung. Die körperliche Abwehr einer Attacke ist die letzte Option in der Selbstverteidigung von Kindern - diese wird nur eingesetzt, wenn man keine andere Möglichkeit hat. Techniken der Selbstverteidigung lernen Kinder in unterschiedlichen Kampfsportarten.

Der Trainer macht Kindern klar, welche Grenzen sie trotz ihrer Fähigkeiten in der Selbstverteidigung haben. Und wie die Erfolgschancen gegen einen körperlich überlegenen oder bewaffneten Gegner stehen.

Die beste Kampfsportart zur Selbstverteidigung für Kinder: Brazilian Jiu Jitsu (BJJ)

Die gefährlichsten Situationen entstehen für Kinder, wenn sie zu Boden gebracht werden. Kinder, die BJJ trainieren sind Spezialisten darin, sich am Boden vor Schlägen und Würgegriffen zu verteidigen. Auch wenn es paradox klingt: auf dem Rücken zu liegen, ist die optimale Ausgangsposition für ein BJJ-Kind, um sich zu erfolgreich verteidigen. Je länger und intensiver Kinder trainieren, desto besser sind ihre Chancen, sich von einem Angriff zu befreien und nach Hilfe zu suchen. Es kann also von keinem (!) Kinder Selbstverteidigung Kurs erwartet werden, dass sich ein Kind nach 2 Wochen erfolgreich selbst verteidigen kann.

Körpergewicht und Kraft sind beim BJJ nicht so wichtig, wie bei anderen Kampfsportarten. Die Techniken dieser Kampfsportart sind höchst effektiv als Selbstverteidigung für Kinder. Die Techniken des BJJ greifen zumeist die Schwachstellen des überlegenen Angreifers an, nämlich die Gelenke. Dies ist der größte Vorteil dieser Sportart als Kinder Selbstverteidigung.

Ein Kind kann sich zwar nicht von einem Erwachsenen wehren. Allerdings wird es später als Jugendlicher sehr wohl tun können (vorausgesetzt die Technik wird optimal beherrscht und der Gewichtsunterschied liegt unter ca. 25-30KG). BJJ ist praxisbezogen, wie auch andere Kampfsportarten. Kinder trainieren mit Partnern, die, je nach Aufgabestellung, 100% geben. Sie wissen, wie es sich anfühlt, angegriffen zu werden und können in diesen Stresssituationen entsprechend ruhiger und effektiver reagieren.

Auch wenn es nach außen so scheint, im Brazilian Jiu Jitsu lernen Kinder ebenfalls, wie sie im Stehen Schläge und Griffe abwehren und sich entsprechend Zeit verschaffen, um aus einer bedrohlichen Situation zu fliehen. Es ist also ein Irrtum, dass Kinder beim BJJ nur am Boden trainieren.

Obwohl der Fokus im BJJ auf dem Sport liegt, legt eine gute BJJ-Schule für Kinder auch auf den präventiven Teil wert, der, wie oben beschrieben, essenziell für die Kinder Selbstverteidigung ist. Es wird also gelehrt, wie Kinder Gefahren erkennen und diese vermeiden. Ein gutes Beispiel dazu: Man sagt Kindern, sie sollen einen bösen Menschen malen - man bekommt die grausamsten Gesichter zu sehen. Daraufhin erklärt man ihnen, dass ein böser Mensch keine bestimmte Gestalt hat - er kann klein, groß, männlich, weiblich, blond oder schwarzhaarig sein. Kinder lernen auch, dass körperliches Verteidigen die letzte Option ist.

Letztendlich wird beim BJJ kein Krieger ausgebildet, sondern ein Sportler - dem im optimalen Fall auch Kinder Selbstverteidigung gelehrt wird. Kinder lernen dort die wichtigsten Werte aus dem Sport und haben vor allem Spaß!

Ab welchem Alter können Kinder mit Kampfsport beginnen?

Das Einstiegsalter für die meisten Kampfsportarten liegt bei etwa 6 bis 8 Jahren im Rahmen von regulärem Gruppentraining. Zwar gibt es einige Kampfsportschulen, die bereits Trainingsprogramme für Kinder im Vorschulalter (zwischen 3 und 6 Jahren) anbieten, allerdings liegt der Fokus hierbei meist eher auf spielerischer sportlicher Betätigung und der Entwicklung grundlegender motorischer Fähigkeiten, der Koordination und des Gleichgewichtssinns. Ab einem Alter von etwa 6 Jahren können sich Kinder in der Regel besser auf das Training konzentrieren, Anweisungen befolgen und einfache Techniken erlernen. Ein späterer Einstieg ist natürlich auch möglich.

Unabhängig von der gewählten Kampfsportdisziplin ist es stets wichtig, dass das Training altersgerecht gestaltet wird und den Entwicklungsstand der Kinder berücksichtigt. Eine gute Kampfsportschule sollte demnach spezielle Trainingsklassen für unterschiedliche Altersgruppen anbieten, die ausschließlich von qualifizierten Trainern unterrichtet werden.

Ausrüstung für Kampfsport

Für viele Kampfsportarten benötigt dein Kind spezielle Bekleidung und Schutzausrüstung. Welche Kampfsportbekleidung benötigt wird, kannst du direkt bei dem Trainer deines Kindes erfragen.

Viele traditionelle Kampfsportarten werden in einem speziellen Trainingsanzug trainiert, der aus einer Jacke (Uwagi), einer Hose (Zubon) und einem Gürtel (Obi) besteht. Die Anzugfarbe bei vielen Kampfsportarten ist weiß, allerdings sind auch schwarz oder blau üblich - vor allem im Wettkampfbereich. Wichtiger als die Farbe des Anzugs ist die Gürtelfarbe, die den Rang bzw. die Ausbildungsstufe des Trägers kennzeichnet.

Eventuell benötigt dein Kind je nach gewählter Kampfsportart und Trainingsfortschritt spezielle Schutzausrüstung wie z. B. einen Zahnschutz, Ellenbogen- und Knieschoner, Tiefschutz, Schienbein- und Knöchelschutz.

Für ein Probetraining ist es in den allermeisten Fällen ausreichend, wenn dein Kind lockere Sportkleidung trägt (Jogginghose und T-Shirt). Viele traditionelle Kampfsportarten werden zudem barfuß trainiert, daher braucht dein Kind meist nur für den Umkleidebereich Schuhe. Die genaue Bezeichnung dieser Trainingsuniform setzt sich meist aus dem Namen der Kampfsportart und der Silbe -gi zusammen (z. B. Judogi, Karategi). Der Trainingsanzug für koreanische Kampfkünste wie Taekwondo heißt Dobok, ähnelt einem Gi jedoch im Aufbau stark.

Tipps für Eltern bei der Auswahl des Trainers

Eltern sollten mit dem Trainer des Kindes sprechen und fragen, ob das Training auch auf Kinder Selbstverteidigung ausgerichtet ist. Außerdem sollten Kinder 2-3 Probetrainings mitmachen. So bekommen Eltern ein gutes Bild. Bietet die Kampfsportschule keine Probetrainings an, dann raten wir von dieser Schulen ab.

Erzählt ein Trainer, dass man sich gegen einen bewaffneten Menschen körperlich verteidigen kann, hat er selbst wenig Erfahrung und ist der falsche Trainer, wenn es um Kinder Selbstverteidigung geht. In solch einer Situation ist nämlich Flucht die einzige Möglichkeit, um gesund aus der Situation zu kommen.

Zusammenfassung

Kampfsportarten wie Judo, Karate, Taekwondo oder Jiu-Jitsu bieten Kindern die Möglichkeit, ihre körperliche Kraft und Körperbeherrschung zu trainieren und gleichzeitig mentale Stärke zu entwickeln. Sie lernen, in Konfliktsituationen selbstsicher und mit Bedacht aufzutreten. Eine zentrale Lektion jedes Kampfsportes ist die Vermeidung von Gewalt. Weiterhin werden ihnen zahlreiche wichtige Werte wie Disziplin, Respekt und Ausdauer vermittelt, von denen sie auch in anderen Lebensbereichen profitieren können.

Es ist wichtig, die häufigen Mythen über Kampfsport aufzuklären und die tatsächlichen positiven Aspekte dieser Sportart hervorzuheben. Eltern sollten ihren Kindern die Möglichkeit geben, Kampfkunst zu erlernen und von den vielfältigen Vorteilen dieser Disziplin zu profitieren.

Ob auf der Straße, in der Schule oder bei einer sportlichen Veranstaltung, Kinder sind bedrohlichen Situationen ausgesetzt. Sind Kinder in Selbstverteidigung geschult, wissen sie, wie man Konfliktsituationen vermeidet, diese entschärft oder im Notfall einen körperlichen Angriff abwehrt. Dazu eignen sich unterschiedliche Kampfschulen, die Selbstverteidigung für Kinder anbieten. Von manchen ist allerdings abzuraten.