Judoka Anna Monta Olek gehört zu den großen Hoffnungen des deutschen Hochschulsports bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games. Die Junioren-Weltmeisterin und aktuelle Vize-Weltmeisterin vereint Spitzenleistungen auf der Matte mit diszipliniertem Studieren an der SRH Fernhochschule.
Nominierung und Erwartungen für die FISU Games
Die Nominierung bedeutet mir sehr viel. Es ist eine große Ehre, mein Land bei einem so bedeutenden Event vertreten zu dürfen - noch dazu vor heimischen Publikum. Sportlich gesehen möchte ich meine beste Leistung abrufen und zeigen, was ich kann. Persönlich freue ich mich darauf, neue Menschen kennenzulernen und mit den verschiedenen Ländern als auch Sportarten zu connecten.
Sportliche Ziele und Erfolge
Mein Ziel ist es, eine Medaille bei den FISU Games zu gewinnen. Zu meinen bisher größten Erfolgen zählen der Junioren-Weltmeisterschaftstitel und der Vize-Weltmeistertitel vor einer Woche.
Vorbereitung auf die FISU Games
Ich trainiere intensiv am Olympiastützpunkt Hannover, um mich bestmöglich auf diesen Wettkampf vorzubereiten. Außerdem sind auch Physiotherapie und Sportpsychologie ein wichtiger Bestandteil meiner Vorbereitung.
Der Weg zum Spitzensport
Ich mache Judo seit meinem sechsten Lebensjahr. Mit etwa 14 habe ich gemerkt, dass ich dies auf einer professionellen Ebene machen will - mittlerweile bin ich ein Teil der Nationalmannschaft und in der Spitzensportförderung der Bundeswehr.
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Bedeutung des Spitzensports
Spitzensport ist für mich Leidenschaft, Disziplin und Selbstverwirklichung. Es ist ein zentraler Bestandteil meines Lebens.
Kombination von Studium und Spitzensport
Es ist nicht immer einfach, aber durch gute Organisation, Unterstützung von der SRH Fernhochschule und meinem Umfeld kann ich alles koordinieren.
Motivation und Karriereziele
Ich habe klare Ziele vor Augen, die mich antreiben. Das hilft mir, mich auch an schwereren Tagen zu motivieren. Im Sport möchte ich international noch mehr erreichen - die Olympischen Ziele in LA 28 sind mein Hauptziel. Beruflich strebe ich eine Position im wirtschaftlichen Bereich an, halte mir meine Optionen aber noch offen.
Sportliche Vorbilder
Für mich sind meine Eltern die größten Vorbilder. Beide waren Leistungssportler und international erfolgreiche Athleten.
Unterstützung durch Fans und Familie
Meine Familie, Freunde und Teamkameraden werden mich von der Tribüne aus anfeuern. Es ist mega, mal ein solches Großevent in Deutschland zu haben und vor heimischer Kulisse kämpfen zu können.
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Botschaft an Fans und Leser
Glaubt an euch, auch wenn der Weg manchmal schwer ist.
Frühe Erfolge und internationale Turniere
In Annas erstem Kadettenjahr 2017 sammelte sie erste Erfahrungen und platzierte sich bei internationalen Turnieren in Sankt Gallen, Holzwickede und Bremen. Am Olympiastützpunkt Hannover werden ihr die optimalen Bedingungen für ihre ambitionierten Ziele geboten.
Familiärer Hintergrund
Auch Annas Mutter kann als Wasserballspielerin in der Nationalmannschaft auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Bevor sie Judo leistungssportlich betrieb, standen Turniere im Triathlon und im Schwimmen an.
FISU World University Games 2025
Anna Monta Olek holt Gold bei den FISU World University Games 2025 Rhein-Ruhr. Im Finale der Klasse bis 78 kg setzte sich die 22-jährige Vizeweltmeisterin von der SRH Fernhochschule souverän gegen die WM-Siebte Beatriz Freitas aus Brasilien durch. Angefeuert durch das begeisterte Publikum in der Messe Essen erzielte Olek eine Wazaari-Wertung durch Tsuri-goshi und beendete die Begegnung vorzeitig durch einen Haltegriff.
Über den Sieg sagte sie strahlend: „Es ist einfach ein mega Turnier gewesen! Der Einstieg war hart, aber ich bin von Kampf zu Kampf besser geworden. Die Stimmung in der Halle war unglaublich: Meine Familie, Freunde und viele Judo-Fans haben mich angefeuert - das hat mich total getragen. Das Finale dann mit Ippon zu beenden, war einfach überragend. Ich bin so froh, dass ich nach dem EM- und WM-Silber nun endlich den Titel gewonnen habe!“
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Kampf gegen Titelverteidigerin Sugimura
Anna Monta Olek traf direkt in der zweiten Runde auf die Titelverteidigerin Mizuki Sugimura aus Japan. Sie dominierte den Kampf, konnte aber keine Wertung erzielen. Die Japanerin erhielt zwei Shido-Bestrafungen für Inaktivität. In der Golden-Score-Verlängerung erhielt Sugimura die dritte Bestrafung und Olek stand im Viertelfinale.
Gegen Vicky Verschaere aus Belgien gewann die Vize-Welt- und Europameisterin mit Wazaari-Wertung. Im Halbfinale gegen Kaila Issoufi aus Frankreich musste sie zunächst einen Yuko-Rückstand hinnehmen, siegte kurze Zeit später aber mit Ippon für O-uchi-gari.
Weitere Platzierungen bei den FISU Games
Kilian Kappelmeier belegte den fünften Platz. Marvin Belz belegte Platz sieben. Für Lasse Schriever kam das frühe Aus.
Am Sonntag finden am Abschlusstag die Wettbewerbe im Mixed Team statt. Die FISU-WM, die nur alle zwei Jahre stattfindet, versammelt die besten Studierenden-Judoka der Welt - und Anna ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass der Weg zum Titel nur über sie führen würde.
Im Finale setzte sie noch einmal ein Ausrufezeichen: Mit einem starken Wurf und nahtlosem Übergang in den Haltegriff ließ sie ihrer Gegnerin keine Chance und machte so den verdienten Goldmoment perfekt.
Anna Monta Olek vom Judo-Team Hannover erkämpfte sich bei den Judo-Weltmeisterschaften in Budapest die Silbermedaille in der Klasse bis 78 kg. Im Finale kam es gegen Olympiasiegerin Alice Bellandi aus Italien zu einer Ausdauerschlacht auf Augenhöhe. Nach mehr als zehn Minuten Gesamtkampfzeit konterte die Italienerin einen Ansatz der DJB-Kämpferin und erzielte damit die entscheidende Yuko-Wertung.
WM-Ergebnisse
Für den Deutschen Judo-Bund ist es bei diesen Weltmeisterschaften die dritte Medaille nach Bronze durch Mascha Ballhaus und Miriam Butkereit.
Frauen bis 78 kg:
- Alice Bellandi, Italien
- Anna Monta Olek, Deutschland
- Kurena Ikeda, Japan
- Patricia Sampaio, Portugal
Einen Monat vor den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games hat Judoka Anna Monta Olek für ein sportliches Ausrufezeichen gesorgt. Bei den Judo-Weltmeisterschaften holte die Studentin der SRH Fernhochschule in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm die Silbermedaille und lässt damit die Hoffnungen im deutschen Team wachsen.
Der Weg zur Silbermedaille
Nach zwei Siegen in der Vorrunde wartete im Viertelfinale die Japanerin Kurena Ikeda auf die Deutsche. Gegen die amtierende Asienmeisterin versuchte Olek von Beginn an, ihre Taktik durchzusetzen. Immer wieder griff die Studentin der Wirtschaftswissenschaften in den Nacken der Japanerin. Kurz vor dem Ende der Kampfzeit bugsierte Ikeda ihre Gegnerin in einen Haltegriff. Olek verteidigte auf Weltklasseniveau und brach den Haltegriff nach gerade einmal vier Sekunden. Im anschließenden Stand gelang es der Deutschen, ihren Griff schnell zu finden. Mit einer Drehung vor die Japanerin warf Olek ihre Kontrahentin entscheidend auf den Rücken und sicherte sich somit den Halbfinaleinzug.
Im Finale wartete mit Alice Bellandi (Italien) die Olympiasiegerin von Paris auf Olek. Nach vier Minuten effektiver regulärer Kampfzeit ging es in die Verlängerung. Auch dort machten die beiden Kämpferinnen keine Fehler. Es wurde eine Ausdauerschlacht an deren Ende die Italienerin Bellandi nach zehn Minuten effektiver Kampfzeit mit einem Yuko den WM-Titel feierte.
Für Olek beginnt direkt im Anschluss auf die Weltmeisterschaft die Vorbereitung auf die World University Games in Deutschland, wo sie an der Messe Essen am letzten Tag der Einzelwettkämpfe im Judo (25.07.) auf die Matte gehen wird.
Anna Monta Olek (Judoteam Hannover) gewinnt souverän all ihr Kämpfe in der Gewichtsklasse bis 78 kg. Nach einem Freilos gewinnt sie gegen die Kanadierin Coralie Gobout und der nächste Sieg gegen Madina Paragulgova aus Kasachstan macht Olek zur Poolsiegerin.
Weltmeisterschaften 2025 in Budapest
556 Judoka kämpften bei den Weltmeisterschaften 2025 in Budapest (13. bis 19. Juni) um die Medaillen. Mit insgesamt sechs Athlet*innen stellte der NJV den größten Teil des deutschen Teams.
Ihren Auftaktkampf dominierte sie gegen die Niederländerin Guusje Steenhuis und ging schon nach knapp 50 Sekunden mit Wazari in Führung. Bis zum Schluss kämpfte sie taktisch klug und ließ die Niederländerin nicht rankommen. Damit war Runde eins geschafft.
Im Poolfinale traf sie auf die Japanerin Kurena Ikeda, die bereits zuvor gegen Teamkollegin Alina Böhm gewonnen hatte. Damals gewann die deutsche Athletin. Diesmal machten die beiden Athletinnen es spannend und lieferten sich ein ausgeglichenes Duell. Der Punktestand bis eine Minute vor Schluss: zwei Shidos für Anna Monta Olek und ein Shido für die Japanerin.
Nach einem hart umkämpften Halbfinale gelang es Anna Monta Olek den Spieß umzudrehen und das Duell an diesem Tage für sich zu entscheiden.
Nach vier Minuten Kampfzeit stand es zwei Shido zu zwei Shido. Auch in der Verlängerung schenkten sie sich nichts und kämpften insgesamt rund 10 Minuten. Dann gelang es der Italienerin einen Angriff unserer Athletin zu kontern und sich mit Yuko durchzusetzen.
Am dritten Wettkampftag gingen unsere Olympia Teilnehmer*innen Pauline Starke (-57 kg, Judo-Team Hannover) und Igor Wantdke (-73 kg, Judo-Team Hannover) auf die Wettkampffläche.
Am fünften Wettkampftag startete unsere NJV-Athletin Giovanna Scoccimarro (-70 kg, MTV Vorsfelde) ins Rennen. Da die Mannschaft aus Israel nicht anreisen konnte, gewann sie die erste Runde kampflos und traf sofort auf die amtierende Weltmeisterin Margaux Pinot aus Frankreich. Eine harte Herausforderung, die Giovanna Scoccimarro gerne annahm.
Im Mixed-Team werden Igor Wandtke (-73 kg), Giovanna Scoccimarro (-70 kg) und Anna Monta Olek (+70kg) nochmals auf die Matte gehen. In Runde eins wartet das Team aus Aserbaidschan.
Anna Monta Olek war immer schon sportlich und hat im Alter von acht Jahren mit dem Judo-Sport begonnen - aus dem freudvollen Zusammensein mit anderen Kindern wurde dann im Jugendalter ein Leistungssport.
