Mick Foley, ein wagemutiger Wrestler, schuf unter dem Deckmantel dreier verschiedener Charaktere eine unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte in der WWE.
Egal ob als der unberechenbare „Cactus Jack“, der verrückte Hippie „Dude Love“ oder als der geistesgestörte „Mankind“ - Foley war während seiner aktiven Wrestling-Karriere für seinen ungemein riskanten Stil bekannt, dem oftmals brutale Inszenierungen zugrunde lagen, und lieferte sich knallharte Fehden mit Akteuren wie Dwayne "The Rock" Johnson oder Triple H.
Mick Foley, der am 24. Juni 1965 in Blommington (Indiana, USA) geboren wurde, war während seiner College-Zeit an der Cortland University gemeinsam mit Schauspieler Kevin James (vielen Leuten aus der Serie „King of Queens“ bekannt) im Ringerteam und entschied sich, sein Glück im Wrestling-Business zu versuchen.
Zwischen 1984 bis 1996 war Foley in diversen Ligen wie der WCW oder ECW unterwegs, hatte aber immer wieder Gastauftritte in der WWF.
Auch wenn das fehlende Ohr eines seiner Markenzeichen war, war es nur eine von zahlreichen Verletzungen, die sich Mick Foley während seiner Wrestling-Karriere zuzog.
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Sechs Gehirnerschütterung, Kieferbrüche, verlorene Zähne oder zahlreiche Platzwunden, die mit insgesamt über 300 Stichen genäht wurden, zierten seinen Weg.
In Japan zog er sich bei einem Show-Event nach einer Explosion im Ring sogar Verbrennungen dritten Grades zu.
Als er sich 1996 endgültig der World Wrestling Federation anschloss, legte er die Rolle des „Cactus Jack“ ad acta und verwandelte sich in „Mankind“.
Ein mysteriöser, gestörter Charakter mit schizophrenen Zügen, der in Kesselräumen lungerte und seinen Gegnern mit Vorliebe die Finger in die Kehle drückte.
Auch mit Stacheldraht drangsalierte er seine Kontrahenten.
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Als „Mankind“, der eine Ledermaske trug, hatte er Fehden mit Shawn Michaels, dem Undertaker oder Hunter Hearst Helmsley und feierte zugleich seine größten Erfolge.
Unvergessen war seine denkwürdige Schlacht mit dem Undertaker bei Hell in a Cell im Juni 1998.
Aus rund 5 Metern Höhe wurde er vom Undertaker vom Käfig in die Tiefe geworfen und landete krachend auf einen Kommentatorentisch.
Als er leblos auf einer Krankenliege abtransportiert wurde, stand er wieder auf, kämpfte weiter, nur um sich ein zweites Mal per Chokeslam vom Dach des Käfigs in den Ring befördern zu lassen.
Für Foley ging es 1997 als „Dude Love“ in der WWF weiter.
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Dieser Charakter war eine absolute Herzensangelegenheit, den Foley schon während seiner Jugend kreierte und endlich auf ganz großer Bühne verkörpern konnte.
Als Hippie tauschte er den Stacheldraht gegen eine Socken-Handpuppe namens Mr. Socko ein, die heute noch Kultstatus besitzt.
„Dude Love“, der neben viel Sinn für Humor auch eine verletzliche Natur hatte, begeisterte das Publikum und avancierte zum Liebling.
2000 wurde Foley in den Ruhestand geschickt, nachdem er bei Hell in a Cell sein Match gegen Triple H verlor und sein Sturz durch das Dach wiederholt wurde.
Seine Karriere hatte Foley auch zuliebe seiner Ehefrau Collette beendet, mit der er heute vier Kinder hat.
Denn seine Gattin konnte die großen Risiken, die sich Foley immer wieder aussetzte, kaum ertragen.
Stattdessen widmete er sich vermehrt seiner Liebe zur Schriftstellerei.
So hat Mick Foley bislang drei Autobiografien sowie ein Kinderbuch und einen Roman verfasst.
Doch all die vielen brutalen Showfights sind nicht spurlos an ihm vorbeigegangen.
