Judo Würfe: Eine detaillierte Liste

Judo ist eine vielseitige Kampfsportart, die eine breite Palette von Wurftechniken (Nage-waza) umfasst. Diese Techniken zielen darauf ab, den Gegner (Uke) aus dem Gleichgewicht zu bringen und ihn auf den Rücken zu werfen. Im Folgenden werden einige der grundlegenden und effektiven Judo-Würfe detailliert beschrieben.

Hüftwürfe (Koshi-waza)

O-goshi (Grosser Hüftwurf)

Tori dreht tief ein, unterläuft so den Schwerpunkt des Uke und fixiert diesen dabei an seiner Schulter.

Uki-goshi (Schwebe Hüftwurf)

Tori hält engen Kontakt zu dem seitlich neben ihm stehenden Uke, blockiert das ihm zugewandte belastete Bein des Uke am Spann mit dem eigenen entgegengesetzten Fuß und zieht den Uke dabei noch stark auf dieses Bein. Tori streckt das blockierende Bein und wirft sich dabei zur Seite.

Harai-goshi (Hüftfeger)

Tori bringt Uke durch Zug seiner Arme diagonal nach vorne aus dem Gleichgewicht, geht tief in die Knie, um unterhalb Ukes Schwerpunkt zu gelangen, greift mit seinem Arm von innen um Ukes Oberschenkel und wirft ihn über beide Schultern ab.

Koshi-guruma (Hüftrad)

Tori dreht ein fixiert Uke jedoch schon während der Eindrehbewegung, so dass dieser rechtwinklig zu Tori steht.

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Beinwürfe (Ashi-waza)

De-ashi-harai (Fussfeger)

Tori zwing Uke zu einem Schritt (zweckmäßigerweise seitwärts oder in einer Kreisbewegung). Dabei wird das Standbein des Uke durch aufwärts gerichteten Armzug des Tori entlastet. Dieser Beinsichelwurf findet sich ebenfalls im Jiu-Jitsu wieder. Er ist eine typische, sehr effektive Technik, die auch im sportlichen Wettkampf erfolgreich angewandt werden kann. Sie ist ebenfalls in der Gonosen-No-Kata (Form der Gegenwürfe) zu finden.

Okuri-ashi-harai (Doppel Fussfeger)

Tori macht einen weiten Schritt schräg-vorwärts an Uke vorbei, so daß beide Partner mit entgegengesetzter Blickrichtung fast nebeneinanderstehen. Durch Beibehaltung der Faßart sowie unterstützenden Armzug („Lenkradbewegung“) wird Uke gezwungen, sein Tori zugewandtes Bein zu belasten. Nun schwingt Tori sein Uke zugewandtes Bein zunächst gestreckt nach vorn („Pferdekuß“ vermeiden) und dann in einer durchgehenden Bewegung wieder nach hinten, um Ukes belastetes Bein zu sicheln, wodurch dieser geworfen wird.

Tani-otoshi (Tal Fall)

Tori hängt sein Bein von außen in das gegenüberliegende Bein des Uke ein, wobei er die Ferse unterhalb der Kniekehle ansetzt und das Bein des Uke so am Boden fixiert. Tori dreht ein und hebt durch Streckung der Beine Uke aus und führt dessen Bewegung durch Körperdrehung und Armzug weiter.

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