Mit Karat wird der Wert von Edelsteinen und Gold ermittelt. Dabei wird zwischen dem metrischen Karat und der Karatangabe bei der Bestimmung des Feingehalts von Gold unterschieden. Das metrische Karat (auch Carat) wird als Einheit für das Gewicht von Edelsteinen verwendet. Diese gilt in der EU sowie in der Schweiz als eine gesetzliche Einheit. Das Verhältnis zwischen einem Karat und der Maßeinheit Gramm liegt hier bei 0,2 (1 Karat = 0,2 g). Die Bezeichnung wurde nach dem französischen Begriff “le carat” übernommen.
Was ist Karat?
Das Karatgewicht ist eine Maßeinheit für das Gewicht eines Diamanten und einer der wichtigsten Faktoren bei der Bestimmung seines Wertes. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm, also dem Gewicht einer Büroklammer.
Wo wird Karat verwendet?
Das metrische Karat wird bei Diamanten, Rubinen, Saphiren und anderen Edelsteinen verwendet, um dessen Gewicht wiederzugeben. Dabei kann die Einheit sogar beispielsweise auch 100 betragen. Bei Gegenständen, die echtes Gold beinhalten, wird die Maßeinheit Karat zur Bestimmung dessen Feingehalts angewandt.
Wie wird Karat berechnet?
Für die Berechnung eines Karats von Edelsteinen wird 1 Karat mit 0,2 Gramm gleichgestellt. Das bedeutet, je größer und schwerer der Edelstein, desto höher ist dessen Karat. Die Höhe des metrischen Karats sagt hier allerdings nichts über den direkten Wert eines Edelsteins aus.
Der Wert eines Karats
Anders als beim Gold, sagt ein Karat bei Edelsteinen nicht den direkten Wert aus. Bei Diamanten zum Beispiel, sagt ein Karat lediglich etwas über das Gewicht des Steines aus. Andere Faktoren wie Farbe, Klarheit und der Schliff des Edelsteins tragen ebenfalls eine maßgebliche Rolle bei der Wertbestimmung. Der Wert von einem Karat bei Gold ist abhängig vom aktuellen Goldkurs und vom Gesamtgewicht des Gegenstands oder des Goldbarrens.
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Die 4 C
Vier Kriterien bestimmen den Wert eines Diamanten und damit auch seinen Preis: Cut (der Schliff), Colour (die Farbe), Clarity (die Reinheit) und Carat (sein Carat-Gewicht). Keine zwei Diamanten sind gleich, selbst wenn sie dem bloßen Auge identisch erscheinen.
- Cut (Schliff): Erst der wohlproportionierte Schliff verleiht dem Diamanten sein unverwechselbares Leuchten. Der Schliff ist das Kriterium, das der Mensch direkt beeinflussen kann - die anderen hat die Natur bei jedem Stein vorgegeben.
- Colour (Farbe): Bekannt ist der Diamant als farbloser Edelstein. Hochfeines Weiß ist jedoch äußerst selten.
- Clarity (Reinheit): Die Reinheit eines Diamanten wird daran erkannt, in welchem Maße er frei ist von irgendwelchen Einschlüssen - den so genannten "Fingerabdrücken der Natur".
- Carat: Das Gewicht und damit auch die Größe eines Diamanten werden in Carat gemessen. Das Carat ist in 100 Punkte unterteilt. Ein Diamant von 50 Punkten wiegt also ein halbes Carat.
Diamantgröße vs. Karat
Es ist wie beim Menschen- allein vom Gewicht lässt sich nicht auf die Größe schließen. Vom Schliff, d.h. von Maßen und Proportionen, des Brillanten ist abhängig, ob sein Gewicht gleichmäßig verteilt ist. Da wir Diamanten meist von oben betrachten, spielt der Durchmesser eine entscheidende Rolle. Ein schlecht geschliffener Brillant kann sein Gewicht in einem überproportional tiefen Unterteil verstecken und erscheint dadurch kleiner. Gleichzeitig kann ein Diamant auch zu flach geschliffen sein, wodurch er größer erscheint. Allerdings ist der Preis dafür mangelnde Brillanz und ein lebloses Erscheinungsbild. Ein Einkaräter kann einen Durchmesser von ca. 5,75 bis 6,9 mm haben.
Das Gewicht eines Diamanten und der Preis hängen stark zusammen. Generell werden Diamanten auf Gewicht geschliffen. Das heisst, der Diamantschleifer versucht soviel des teueren Rohmaterials zu erhalten wie möglich. Deswegen werden nicht alle Brillanten zu in den idealen Proportionen geschliffen, weil dadurch mehr Karatgewicht verloren geht. Beispielsweise kostet der runde Brillantschliff ca. Wichtig ist auch die Seltenheit: Je größer der Diamant, desto seltener. Diese Seltenheit steigert sich exponentiell, umso höher die Güte (Farbe und Reinheit) des gewünschten Edelsteines. Ein Zweikaräter ist bereits schwer zu finden. Die Chance einen lupenreinen Stein in dieser Größe zu finden ist noch geringer.
Die symbolischen Größen von 0,50 Karat, 1 Karat oder 2 Karat haben auch einen bedeutsamen Einfluss auf den Preis des Diamanten. Obwohl ein Diamant mit 0,90 oder sogar 0,99 Karat vom Auge in der Regel nicht von einem Einkaräter zu unterscheiden ist, fällt der Preisunterschied sofort ins Auge. Nur einen Diamanten von einem Gewicht über 1,00 ct. kann man einen Einkaräter nennen. Karatgewichte werden immer zwei Stellen hinter dem Komma angegeben.
Die Diamantgröße ist selbstverständlich eine Frage des Geschmacks und Budgets. Entgegen dem Mainstream „größer ist besser“ muss es nicht immer der Ein-, Zwei- oder Dreikaräter sein. Tatsächlich stehen oft in der gemeinsamen Lebensplanung noch weitere Ereignisse wie Kinder, Jubileen und andere Festlichkeiten an. Achten Sie neben dem Karatgewicht auf den Schliff. Dieser steht im direkten Zusammenhang mit Brillanz und Feuer - und damit mit der Schönheit des Brillanten. Ausgehend vom Rohdiamanten wird in der Regel auf Gewicht geschliffen, damit am Ende ein möglichst großer Diamant verkauft werden kann. Tatsächlich ist das oft mit einem Kompromiss verbunden, da ein besserer Schliff immer einen höheren Materialverlust bedeutet.
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Alle Schliffformen, die kein Brillantschliff sind, werden zusammenfassend als Fantasieschliffe bezeichnet. 8 von 10 Diamanten, die verkauft werden, sind im runden Brillantschliff geschliffen, da es dafür den größten Markt gibt. In der Regel werden Rohdiamanten, die für einen Brillantschliff unvorteilhaft sind durch ihre Form oder vorhandene Einschlüsse, gerne für Fantasieschliffe verwendet.
Ringfassungen werden immer gemäß der Diamantgröße verwendet. So sind beispielsweise die Krappen eines Ringes für einen Einkaräter größer als die für einen Diamanten von 0,25 ct. Gleichzeitig ist das optische Verhältnis von Ringgröße - und damit der Fingergröße - zu beachten. Ein großer Diamant an einem kleinen Finger wirkt noch größer. Die gängigen Größen von 0,25 ct. / 0,50 ct. / 1 ct. / 2 ct. sind sehr beliebt. Ein Diamant von 0,98 oder 0,99 ct. hat nämlich nicht das Etikett von einem „Einkaräter“. Gleichzeitig können Sie gutes Geld sparen indem Sie „unterkarätig“ kaufen. Für einen schönen Ring, der die Benchmark der symbolischen Diamantgrößen nicht erfüllen muss, ist das ein großer Vorteil. Fantasieschliffe sind etwas günstiger.
Karat bei Diamanten
Karat (engl. Carat) definiert das Gewicht eines Diamanten. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm und wird in 100 Punkte unterteilt. Ein sogenannter Halbkaräter wiegt demnach 0,1 Gramm und wird auch als 50 Punkter bezeichnet. Grundsätzlich spricht man bei Karat-Gewichten unter 1 Karat von „Punkten“: beispielsweise von einem 75 Punkter für einen Stein mit 0,75 Karat.
Das Karat-Gewicht gibt nicht, wie vielfach angenommen, unmittelbare Auskunft über die Größe eines Diamanten. Zwei Diamanten mit dem gleichen Karat-Gewicht können unterschiedlich groß erscheinen.
Obwohl die Größe des Diamanten nicht ausschließlich durch das Karat-Gewicht festgelegt wird, ist es doch ein wichtiger Faktor in der Bestimmung der Diamanten-Größe.
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Faktoren, die die Wahrnehmung der Diamantgröße beeinflussen
- Tafel: Die Tafel stellt den sichtbaren Bereich des Diamanten bei der Draufsicht dar. Dies ist die häufigste Ansicht eines gefassten Diamanten.
- Tiefe: Ein besonders tiefer Stein wirkt meist kleiner als ein etwas flacherer. Ein großer Anteil des Gewichtes befindet sich bei tiefen Steinen im unteren Teil des Diamanten.
- Schliff: Je höher der Schliffgrad ist, desto mehr einfallendes Licht tritt über die Tafel wieder aus, desto schöner & intensiver funkelt & brilliert der Diamant. Und desto größer wirkt der Diamant für das menschliche Auge.
Steine mit niedrigeren Schliffgraden wirken demnach selbst bei gleichem Durchmesser der Tafel und gleicher Karatzahl immer kleiner als Steine mit höherem Schliffgrad. Es ist dadurch möglich, dass ein Stein mit kleinem Karat-Gewicht und weniger Tafeldurchmesser, aufgrund seines höheren Schliffgrades, größer wirkt, als ein größerer Stein mit niedrigerem Schliffgrad.
Yorxs empfiehlt bei den drei zur Wahl stehenden Schliffkriterien (Schliffgrad, Symmetrie, Politur) beim Brillantschliff und den zwei Schliffkriterien (Symmetrie, Politur) bei den übrigen Schliffarten keine Abstriche zu machen.
Die Wahl des richtigen Karat-Gewichts
Diese Frage stellen sich die meisten beim Kauf eines Diamanten. Leider gibt es keine allgemeingültige Antwort.
- Geschmack: Legen Sie mehr Wert auf die Qualität und das Feuer des Steins oder auf seine Größe?
- Fassung: Die Fassung eines Diamanten kann den Edelstein größer erscheinen lassen als er tatsächlich ist.
- Form: Die Form eines Diamanten kann einen Stein größer erscheinen lassen.
- Die Trägerin: Bei der Wahl des Karat-Gewichtes sollte die Trägerin des Diamanten bedacht werden. So sollte man bei Ringen das Karat-Gewicht in Abhängigkeit von der Handgröße wählen.
Das Karat-Gewicht ist das Kriterium welches den Wert eines Diamanten am stärksten beeinflusst. Umso schwerer ein Diamant, also umso mehr Karat, desto höher der Preis. Größere Diamanten sind seltener und gefragter als kleine Diamanten. Der Diamantenpreis steigt daher nicht proportional mit seinem Gewicht, sondern exponentiell. Das bedeutet, dass ein Einkaräter nicht doppelt so viel wie ein Halbkaräter, sondern ein Vielfaches davon kostet (bei ansonsten gleicher Qualität). Demzufolge ist der Preis eines großen Diamanten nicht nur aufgrund des höheren Gewichtes, sondern auch durch einen höheren Preis pro Karat, teurer.
Bei Diamanten gibt es “magische Schwellen“ bei denen es zu Preissprüngen kommt. Ein 1 Karat Diamant etwa kostet deutlich mehr als ein 0,95 Karat Diamant, obwohl der Unterschied in der Größe kaum sichtbar ist. So kann man teilweise bares Geld sparen, indem man einen Diamanten mit einem nur geringfügig geringeren Gewicht kauft.
Die Geschichte des Karat
Der Begriff Karat stammt vom griechischen Wort „Keration“ und der arabischen Bezeichnung „qirat“. Beide Ausdrücke bedeuten „Schote des Johannisbrotbaums“. Der Pflanzensamen wurde vor langer Zeit als Gewicht zum Wiegen von Gold und Edelsteinen genutzt. Es wurde lange Zeit angenommen, dass das Gewicht des Samens ungewöhnlich einheitlich sei. Forscher widerlegten diese Annahme.
Im Jahr 1907 wurde dann schließlich Karat als offizielles, metrisches Maß für Edelsteine festgelegt. Sechs Jahre später akzeptierten die USA das Maß und Europa und Großbritannien folgten ein Jahr darauf.
Die Gewichtseinheit Karat wurde erst 1875 auf das standardisierte Maß von 0,2 g festgelegt. Schon viele Jahrhunderte vorher kannten Menschen aber eine Methode zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen, die wahrscheinlich den Grundstein für diese Messmethode legte: Sie nutzten die Samen des Johannisbrotbaums als Gegengewicht.
Die hörnchenförmigen Früchte des Johannisbrotbaums (Ceratornia siliqua) gaben so der römischen Gewichtseinheit Siliquia ihren Namen. Eine Siliquia entsprach in etwa 189 bis 192 Milligramm - also annähernd dem Gewicht unserer heutigen Maßeinheit von einem Karat.
Die Überlieferung besagt, dass der Grund für die Nutzung der Johannisbrotbaum-Kerne darin liegt, dass diese immer annähernd dasselbe Gewicht haben. Wissenschaftler wiesen jedoch nach, dass die Gewichtsschwankungen des Siquilias denen jeder anderen Samenart in nichts nachstehen.
Eine überraschende Entdeckung machten die Forscher jedoch: Zwar schwankt das Gewicht, Probanden konnten diese Schwankungen aber in über 70% der Fälle am Aussehen der Samen erkennen. Dies deutet darauf hin, dass unsere Vorfahren im alten Rom und in Griechenland die Kerne des Johannisbrotbaumes auswählten, da so eine geringe Fehlerquote bei Gewichtabweichungen garantiert werden konnte. Das menschliche Auge sorgte dafür, dass nur in etwa gleichschwere Samen zur Messung ausgewählt wurden.
Im Mittelalter bestimmten Menschen anhand von anderen Getreidekörnern, was als "ein Karat" galt.
Die Messung heute
Um einen Diamant oder andere Edelsteine heute zu messen, nutzt man eine spezielle Karat-Waage. Diese wird vor der Messung auf ihre Genauigkeit getestet, so dass keine größeren Abweichungen vorkommen können (normal ist eine Genauigkeit von ca. 0,01 bis 0,001 Karat). Neben der Vermeidung von Erschütterungen muss beim Wiegen auch darauf geachtet werden, dass Wärmequellen oder Luftzüge das Messergebnis nicht verfälschen. Schließlich wird die erzielte Karatzahl nicht gerundet, außer es handelt sich um die dritte 9 hinter dem Komma (z.B.
Statt in Karat erfolgt die Angabe auch häufig in Punkten: 100 Punkte entsprechen dabei einem Karat. Ein Halbkaräter hat also eine Punktzahl von 50. Dann spricht man auch von einem 50 Punkter oder bei einem Viertelkaräter z.B. von einem 25 Punkter. Diese Punkte-Angabe wird vor allem genutzt, wenn es sich um einen Edelstein-Masse unter 0,2 g handelt.
Ein weit verbreiteter Irrglaube herrscht darüber, dass der Preis eines Diamanten direkt mit dessen Größe in Zusammenhang stünde. Wie anfangs bereits erwähnt, hängt der Wert eines Steins von den 4cs ab: carat, color, clarity und cut. Die Reinheit (clarity) beschreibt die Sichtbarkeit vorkommender Einschlüsse im Edelstein. Dessen Farbe kann von weiß bis gelblich eingestuft werden und erhöht den Wert eines Diamanten je heller sie ist. Eine Ausnahme sind Steine, welche in allen Regenbogenfarben schimmern. Diese sogenannten "fancy colored diamonds" erhalten ihre Farbgebung aber auch durch den besonderen Schliff (cut). Die Eigenschaft des Schliffgrads bestimmt die Brillanz eines Steins. Je höher also hier die Qualität, umso strahlender funkelt z.B.
Zwar herrscht nicht direkt eine Beziehung zwischen Größe und Wert eines Steins, aber durchaus zwischen dessen Gewicht und seinem Wert. Die Preissteigerung erfolgt allerdings nicht gleichmäßig mit steigender Karat-Zahl, sondern es ergeben sich exponentielle Sprünge. Beispielsweise zwischen einem 0,95 Karäter und einem Einkaräter. Diese Preisentwicklung begründet sich durch die Seltenheit großer Diamanten. Je größer die Karatzahl, umso sprunghafter steigt der Preis, zwischen einem Stein mit drei und vier Karat liegt ein weitaus höherer Preisunterschied als zwischen zwei Steinen mit ein und zwei Karat.
Die Wirkung eines wertvollen Diamanten ergibt sich aus mehreren Faktoren: dem Karat-Gewicht und seiner augenscheinlichen Größe. Das menschliche Auge tendiert jedoch dazu, diesen zweiten Faktor zu verzerren.
Wie groß wirkt ein Diamant am Finger?
Wie groß ein Diamant am Finger wirkt, hängt auch entscheidend von der jeweiligen Steinfassung ab. Bei Trauringen könnt ihr den Steinbesatz zudem spielend im Konfigurator ändern.
Ihr seid Euch schon sicher, dass Ihr mehrere Steine in 0,02 ct haben möchtet, wisst aber nicht, wie diese angeordnet sein sollten? Vielleicht eingerieben oder lieber im Verschnitt? Dank unseres modernen Visualisierungstools ist Ausprobieren kein Problem.
Karat bei Gold
Um den Gewichtsanteil reinen Goldes an der Gesamtmasse einer Legierung anzugeben, verwendet man ebenfalls den Begriff "Karat". Goldlegierungen werden hauptsächlich mit Kupfer und Silber hergestellt. Der Feingehalt in Karat wird in x/24-Teilen angegeben. Einkarätiges Gold entspricht also einem 1/24 Gewichtsanteil Gold (= 4,167%). Eine hundertprozentige Reinheit (24/24) ist quasi ausgeschlossen, da mögliche Verunreinigungen nie ganz zu eliminieren sind.
Statt der Bezeichnung "Karat" kann man die Reinheit von Goldlegierungen auch in 1/1000 Teilen angeben.
Auch die Geschichte des Karat-Begriffs für Goldlegierungen geht auf die griechischen und römischen Vorbilder der Johannisbrotbaum-Samen zurück (siehe oben). In Deutschland gab es früher das Karat als kleines Gegengewicht, mit dem man die Feinheitsbestimmung des Goldes vornahm. Dieses Gewicht entsprach dem 24.Teil einer Mark, 1 Karat wiederum teilte sich in 12 Grän als Untereinheiten auf.
Auch heute noch wiegt man Schmuckstücke aus Gold, um ihren Karat-Wert zu ermitteln und damit eine Aussage über deren Feingehalt zu treffen.
Gold ist nicht gleich Gold
Nicht überall ist Gold gleich Gold. Unterschiedliche Länder definieren den Mindest-Reinheitsgrad, den ein Schmuckstück haben muss, um als Gold verkauft zu werden, verschieden. In Deutschland gilt für Goldlegierungen eine Mindestgrenze der Reinheit von 8 Karat. Das entspricht einer 333er Feinheit.
Diese Werte sind nicht nur auf staatliche Festlegungen zurückzuführen, sondern auch auf kulturelle Vorlieben. So schätzt man auf dem amerikanischen Kontinent besonders Legierungen mit einem 585% Goldanteil, im Nahen Osten erfreuen sich Schmuckstücke ab Feingehalten von 20 bis 22kt großer Beliebtheit. Im Südasiatischen Kulturkreis legt man auf sehr hochprozentige Goldanteile wert und so begegnet man z.B. häufig thailändischem oder chinesischem Schmuck aus Feingold.
In Deutschland gibt es für jeden Geschmack die passende Legierung.
Zusammenhang von Karat und Größe bei Diamanten
Wussten Sie, dass Diamanten in Karat gewogen werden? Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Mit steigendem Karat-Gewicht eines Diamanten nimmt auch seine Größe zu, jedoch nicht proportional. In einem Diagramm abgebildet, würde das Verhältnis als Kurve erscheinen. Beim Vergleich von Diamanten mit ähnlichem Gewicht ist es sinnvoll, die Maße genau zu überprüfen. Diamanten mit demselben Karat-Gewicht können ganz unterschiedliche Dimensionen haben. So ist es möglich, einen größeren Diamanten zum gleichen Preis zu erhalten, da er das gleiche Karat-Gewicht hat.
Diamanten mit einem Gewicht von 0,50 ct, 0,75 ct und 1,0 ct sind sehr beliebt, und obwohl es keinen großen Gewichtsunterschied gibt, können die Preise sich erheblich unterscheiden. So kann ein 0,90-ct-Diamant beispielsweise zehn bis 20 Prozent günstiger sein als ein 1,0-ct-Diamant, der genau dieselbe Qualität aufweist.
Karat-Gewicht und Diamant-Schliff sind gleichermaßen relevant und beeinflussen das Aussehen eines Diamanten auf unterschiedliche Weise. Während das Karat-Gewicht die Größe beeinflusst, wirkt sich der Schliff darauf aus, wie ein Diamant im Licht funkelt.
Weitere Faktoren
Auch wenn Diamanten das gleiche Karat-Gewicht haben, können verschiedene Diamantformen sie größer oder kleiner erscheinen lassen. Auch der Schliff eines Diamanten kann die Wahrnehmung seiner Größe beeinflussen.
Es ist eine gute Idee, die Länge und Breite des Ringfingers bei der Wahl des Diamanten für einen Verlobungsring zu berücksichtigen. Beispielsweise erscheint ein Diamant bei längeren und schlankeren Fingern größer als bei kürzeren und breiteren Fingern. Da diese Diamanten im Schatten der begehrtesten Karatgewichte stehen, werden sie häufig zu einem Vorzugspreis verkauft. Es lohnt sich, auch die Diamantform zu berücksichtigen, wenn Sie das Meiste aus Ihrem Budget holen möchten. Einige Formen können Diamanten optisch vergrößern.
Karat ist die Messung in Gewicht, nicht nach Größe.
