Goldlegierungen sind die Verbindung zweier oder mehrerer Metalle. Dadurch konnten die Eigenschaften dieser Metalle verbessert und deren Verwendungsmöglichkeiten erweitert werden. Goldlegierungen werden durch Erhitzen von Gold und anderen Metallen gemeinsam eingeschmolzen. Damit war es möglich, glänzende und robuste Münzen, brillante Schmuckstücke sowie massive Goldbarren für Anleger herzustellen.
Mithilfe von Silber, Kupfer, Palladium, Platin, Nickel oder Zink können die Eigenschaften und das Erscheinungsbild von Gold erheblich verändert und somit die Qualität verbessert werden. Im Folgenden erfahren Sie, welche die wichtigsten Goldlegierungen sind und was diese kennzeichnet.
Was bedeutet Karat?
Karat (abgekürzt als „K“ oder „kt“) ist eine Maßeinheit, die den Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung angibt. Karat wird häufig verwendet, um den Goldgehalt in Schmuck, Münzen und anderen Goldgegenständen zu messen und zu kennzeichnen. Ein Karat entspricht einem Zwanzigstel (1/20) des Gesamtgewichts der Goldlegierung.
Mit anderen Worten, wenn Sie von einem 24-Karat-Gold sprechen, bedeutet dies, dass das Gold zu 100 Prozent rein ist, da 24/24 Karat reinem Gold entsprechen.
Goldbarren bspw. 916,667 Tausendteile v. Goldmünzen wie bspw. hochwertiger Schmuck bspw.
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Umlegieren von Gold
Das Umlegieren in der Goldlegierung bezieht sich auf den Prozess des Schmelzens und Neugestaltens einer Goldlegierung, um ihre chemische Zusammensetzung zu ändern oder das Gold in eine andere Form zu bringen. Wenn man die Karatzahl einer Goldlegierung ändern möchte, kann das Umlegieren erfolgen.
Zum Beispiel kann eine 18-Karat-Goldlegierung in eine 22-Karat-Goldlegierung umgelegt werden, indem man andere Metalle hinzufügt oder entfernt. Ebenso kann durch das Umlegieren auch die Farbe einer Goldlegierung geändert werden. Zum Beispiel kann Gelbgold in Weißgold umgelegt werden, indem man Metalle wie Palladium oder Nickel hinzufügt, um den weißen Farbton zu erzielen.
In einigen Fällen können Verunreinigungen oder unerwünschte Elemente in einer Goldlegierung vorhanden sein. Durch Umlegieren kann man diese Elemente entfernen und die Legierung reinigen. Umlegieren wird oft im Recyclingprozess von Gold angewendet.
Die Punzierung
Die Punzierung - oder auch „Punze“ - in der Goldlegierung bezieht sich auf das Anbringen von Stempeln oder Markierungen auf Goldschmuck oder Goldmünzen, um Informationen über die Goldlegierung und andere wichtige Details zu kennzeichnen. Diese Markierungen sind entscheidend, um die Echtheit und Qualität des Goldes zu überprüfen und sicherzustellen.
Die Anforderungen an die Punzierung können sich je nach Land und Region unterscheiden. Dazu wird ein Schlagstempel oder ein sog. Punziereisen verwendet. Bei Schmuckstücken wird die Punzierung meist an einer unauffälligen Stelle in Form von Nummern angebracht. Die Zahlen stellen dabei den Anteil an Edelmetallen dar - also den Feigehalt. Dieser Stempel wird auch als Feingehaltsstempel bezeichnet.
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Ebenso können auch andere Information in dieser Punzierung enthalten sein.
Vorteile von Goldlegierungen
- Farbanpassung: Goldlegierungen werden hergestellt, um die natürliche goldene Farbe des reinen Goldes zu variieren. Dies ermöglicht die Schaffung von Goldschmuck in verschiedenen Farbtönen, einschließlich Gelbgold, Weißgold und Roségold, je nach den Vorlieben der Verbraucher.
- Härte und Haltbarkeit: Reines Gold (24 Karat) ist sehr weich und anfällig für Kratzer und Verformungen. Durch Zugabe von anderen Metallen wie Kupfer, Silber oder Palladium wird die Härte und Haltbarkeit von Gold erhöht.
- Verbesserung der Verarbeitbarkeit: Goldlegierungen können so formuliert werden, dass sie leichter bearbeitet und geformt werden können.
- Verbesserung der Eigenschaften: Bestimmte Goldlegierungen werden in der Elektronikindustrie verwendet, aufgrund ihrer hervorragenden Leitfähigkeit für Elektrizität und ihrer Korrosionsbeständigkeit. Beispielsweise werden sie in der Medizin für Implantate und medizinische Geräte verwendet, aufgrund ihrer Biokompatibilität und ihrer Fähigkeit, korrosionsbeständig zu sein.
Farbgoldlegierungen
Farbgoldlegierungen sind Goldlegierungen, die speziell entwickelt wurden, um verschiedene Farbtöne im Vergleich zum traditionellen Gelbgold zu erzielen. Diese Legierungen werden in der Schmuckherstellung verwendet, um eine breite Palette von ästhetischen Optionen für Juweliere und Schmuckdesigner zu bieten.
Weißgold
Weiß- bzw. Weißgold ist eine Goldlegierung, die einen silbrigen Farbton hat. Diese Farbe hat einen hohen ästhetischen Wert, weshalb Weißgold zumeist für die Herstellung von Schmuckstücken wie Verlobungsringen, Halsketten, Ohrringen und Armbändern verwendet wird. Sie wird auch für die Herstellung von Luxusuhrengehäusen genutzt und verleiht den Uhren ein elegantes und ansprechendes Aussehen.
Um dies zu erreichen, wird Gold mit Metallen wie Nickel, Palladium oder Platin in eingemischt. In einigen Fällen kann auch Zink oder Silber verwendet werden, um den Farbton leicht anzupassen. Der genaue Anteil und die Art des beigemischten Metalls können die Farbnuance und die Eigenschaften der Legierung beeinflussen. Typischerweise enthält Weißgold 14 Karat (58,3 % Gold) oder 18 Karat (75 % Gold) Gold. Sie sind in der Regel haltbarer als reines Gold (24 Karat) und weniger anfällig für Kratzer und Abnutzung.
Im Vergleich zu Legierungen, die mehr Nickel enthalten, sind viele moderne Weißgoldlegierungen allergikerfreundlicher, da sie oft palladiumhaltig sind.
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Roségold
Eine besonders zarte Form der Legierung ist die entzückende Rotgold - und Rosegoldlegierung. Die feminine Erscheinungsform des Goldes im rosafarbenen Mantel hat einen kennzeichnenden warmen Glanz, der durch Verschmelzung von Kupfer und Gold zustande kommt. Der rosafarbene Farbton von Roségold variiert je nach Kupfergehalt und kann von einem zarten Rosa bis zu einem tiefen Rot reichen. Roségold ist eine Goldlegierung, die hauptsächlich aus Gold besteht.
Roségold kann durch spezielle Legierungstechniken und Oberflächenbehandlungen weiter verfeinert und angepasst werden, um unterschiedliche Farbtöne und Oberflächenstrukturen zu erzeugen. Wegen seiner edlen und anmutigen Farbe wird Roségold vorwiegend für die Herstellung von Schmuck oder für das Gehäuse von Luxusuhren verarbeitet.
Gelbgold
Gelbgold ist eine der königlichsten und reinsten Legierungsformen. Seine gelbe Farbe reflektiert den reichhaltigen Goldgehalt und eignet sich hervorragend, um Schmuckstücke wie Ringe, Halsketten, Ohrringe oder Armbänder herzustellen. Diese Goldlegierung trägt eine lange Tradition und ist die am häufigsten verwendete Legierung. Gelbgold ist eine Goldlegierung, die hauptsächlich aus Gold besteht.
Gelbgold enthält 14 Karat (58,3 % Gold) oder 18 Karat (75 % Gold) Gold. Um den charakteristischen gelben Farbton zu erzielen, werden in der Regel Silber und Kupfer in die Legierung eingemischt. Gelbgoldlegierungen sind in der Regel haltbarer als reines Gold (24 Karat) und weniger anfällig für Kratzer und Abnutzung.
Grün- und Blaugold
Grüngold oder Blaugold wird gelegentlich für Schmuck verwendet, insbesondere für individuelle und avantgardistische Designs. Es verleiht Schmuckstücken einen einzigartigen und auffälligen Farbton. Für den charakteristischen Grün- oder Blaufarbton werden üblicherweise Kupfer, Silber, Cadmium, Kobalt in speziellen Proportionen hinzugefügt. Manchmal werden auch andere Metalle wie Palladium oder Zink verwendet, um den Farbton zu modifizieren.
Die Verwendung von Grün- oder Blaugold in der Schmuckherstellung erfordert oft eine sorgfältige Gestaltung, um die einzigartige Farbe des Materials optimal zu nutzen. Daher kann der Erwerb von Grün- und Blaugold manchmal teurer ausfallen. Da diese Legierung weniger verbreitet ist, kann Schmuck aus Grün- oder Blaugold einzigartig und individuell gestaltet werden. Wie andere Goldlegierungen ist Grün- oder Blaugold in der Regel haltbarer als reines Gold (24 Karat) und weniger anfällig für Kratzer und Abnutzung.
Industrielle Anwendung von Goldlegierungen
Die chemische Zusammensetzung von Goldlegierungen im industriellen Bereich variiert je nach Anwendungsbedarf und gewünschten Eigenschaften wie Leitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Haltbarkeit. Silber, Nickel, Kupfer z. B.
Goldlegierungen haben dem Edelmetall Gold unschlagbare Eigenschaften angeeignet, um dem schimmernden Edelmetall ein neues Image zu verpassen. Den obwohl ihm alle Farben stehen und es sich in Verbindung mit Kupfer, Nickel oder Silber als hochwertiges Schmuckstück präsentiert, lassen sich die Fähigkeiten in der Elektrobranche und der Medizin um ein vielfaches verbessern. Somit wird Gold zu einem essentiellen und unverzichtbaren Industriemetall für jede moderne Gesellschaft.
Als bestes Beispiel geht der Krügerrand voran, als meist verkaufte Goldmünze der Welt.
417er Gold / 10 Karat Gold
417er Gold bezieht sich auf eine Goldlegierung, die aus 41,7 Prozent reinem Gold und 58,3 Prozent anderen Metallen besteht. 417er Gold besteht also zu 417 von 1000 Anteilen aus reinem Gold (417/1000 * 24 = 10). 417er Gold ist insbesondere in Ländern und Regionen verbreitet, in denen eine preisgünstigere Alternative zu höherkarätigem Gold gefragt ist, ohne dabei die Eleganz und Schönheit des Goldes zu verlieren.
Der Verkaufswert von 417er Gold wird wesentlich durch den aktuellen Börsenpreis für Feingold bestimmt. Die Karat-Angabe wird hauptsächlich verwendet, um den Goldgehalt in einer Goldlegierung zu messen. Im Schmuckhandel dient sie zur Identifizierung der Goldqualität und des Wertes eines Schmuckstücks. Je höher die Karatzahl, desto höher ist der Goldgehalt und tendenziell auch der Wert des Schmuckstücks.
Farbvarianten von 417er Gold
- Gelbgold (417er): Gelbgold enthält typischerweise eine Kombination aus Gold, Kupfer und Silber. Bei 417er Gelbgold beträgt der Goldanteil 41,7 Prozent, während die restlichen 58,3 Prozent aus Kupfer und Silber bestehen.
- Weißgold (417er): Weißgold wird durch die Zugabe von Metallen wie Palladium, Silber und/oder Nickel erzeugt, um dem Gold eine weiße Farbe zu verleihen. Die genaue Zusammensetzung variiert je nach gewünschtem Farbton und Effekt.
- Roségold (417er): Roségold wird durch die Zugabe von Kupfer und gelegentlich Silber erzeugt.
Eigenschaften von 417er Gold
- Farbe: 417er Gold hat einen goldenen Farbton, der jedoch weniger intensiv ist als bei höherkarätigem Gold.
- Erschwinglich: Mit einem Goldgehalt von 41,7 % ist 417er Gold eine der preisgünstigeren Optionen für Goldschmuck.
- Geringerer Goldgehalt: Mit 41,7 % Goldgehalt ist 417er Gold weniger wertvoll als höherkarätige Goldlegierungen.
417er Gold wird häufig in Schmuckstücken verwendet, die eine kostengünstige Goldoption darstellen sollen. 417er Gold bietet eine kostengünstige Alternative zu höherkarätigen Goldlegierungen. 417er Gold bietet eine attraktive Option für Schmuck, der sowohl einen Goldanteil als auch eine gute Haltbarkeit zu einem erschwinglichen Preis bieten soll.
Pflege von 417er Gold
- Regelmäßige Reinigung: Verwenden Sie eine milde Seifenlösung und ein weiches Tuch zur Reinigung.
Karat und Feingehalt: Das Wichtigste in Kürze
- Beides gibt Gewichtsanteil des höchstwertigsten Edelmetalls an
- Karat: Angabe in 24er Teilen vom Gewicht
- Feingehalt: Angabe in Tausendteilen vom Gewicht (Promille)
- Beide Angaben können gegenseitig umgerechnet werden
- Promilleangaben heute vorgeschrieben. Karat nur noch alte Schreibweise im Schmuckbereich
Was bedeutet Karat?
Karat (abgekürzt kt oder C) ist ein traditioneller Begriff, der im Schmuckbereich verwendet wird, um den Goldanteil in einer Legierung anzugeben. Dieser Anteil wird in 24tel Gewichtsanteilen ausgedrückt. 24 Karat entspricht reinem Gold. Ein Schmuckstück mit 8 Karat enthält etwa ein Drittel reines Gold, während 1 Karat einem Goldanteil von 1/24 des Gesamtgewichts entspricht, was ungefähr 4,167 Prozent reinen Goldanteil bedeutet.
Heute wird die Angabe in Karat jedoch als veraltet betrachtet und häufig durch den Feingehalt in Promille ersetzt.
Was bedeutet Feingehalt oder Feinheit?
Der Feingehalt oder auch Feinheit bezeichnet den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen (Promille) des Gesamtgewichts. Diese Angabe ist heute der Standard, auch im Schmuckbereich. Zum Beispiel bedeutet 585er Gold, dass der Goldanteil 585 Promille des Gesamtgewichts beträgt. Der theoretische Maximalwert ist 1000, praktisch gilt 999er Gold als reines Gold.
Die Schreibweise erfolgt in der Regel als Zahl, bei Schmuck manchmal auch als Nachkomma-Zahl mit einer vorangestellten „0“.
Gibt es überhaupt einen Unterschied?
Praktisch gesehen gibt es keinen Unterschied. Sowohl Karat als auch Feingehalt beschreiben den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Während der Feingehalt in Tausendteilen (Promille) angegeben wird, erfolgt die Karat-Angabe in 24er Teilen. Beide Werte sind relative Angaben, die grundsätzlich ineinander umgerechnet werden können.
Allerdings ist die Umrechnung von Feingehalt in Karat nicht immer mathematisch exakt. Zum Beispiel entspricht 585er Gold genau genommen 14,04 Karat und nicht exakt 14 Karat. Nur 9 Karat, 18 Karat und 21 Karat lassen sich genau umrechnen. Diese kleinen Abweichungen werden in der Praxis jedoch kaum beachtet.
Wo wird was verwendet?
Karat wird heute nur noch bei Goldschmuck verwendet. Laut § 5 des Gesetzes über den Feingehalt von Gold- und Silberwaren muss der Reinheitsgrad auch bei Schmuck in Promille angegeben werden. Bei Münzen und Barren wird der Goldanteil traditionell immer in Promille ausgewiesen.
Wichtig: Karat gibt es auch bei Diamanten, allerdings bezieht sich die Angabe dort auf ein absolutes Gewichtsmaß. 1 Karat bei Diamanten entspricht exakt 0,2 Gramm. Ein Diamant mit 5 Karat wiegt also genau 1 Gramm.
Wozu benötigt man diese Angaben?
Reines Gold ist zwar sehr wertvoll, aber auch weich und daher anfällig für Kratzer. Um es widerstandsfähiger zu machen, werden oft Goldlegierungen verwendet, besonders im Schmuckbereich. Durch das Beimischen von Metallen wie Kupfer, Zink, Nickel, Silber oder Palladium können sowohl die Eigenschaften als auch das Aussehen des Goldes verändert werden.
Die Angaben zu Karat oder Feingehalt geben den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an, auch bekannt als Reinheitsgrad. Diese Werte informieren über die Goldqualität und ermöglichen eine grobe Wertbestimmung von Goldprodukten.
Wo finde ich diese Hinweise zum Goldgehalt?
Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Die Angaben auf Schmuckstücken sind jedoch nicht immer einheitlich: Der Goldgehalt kann entweder in Karat oder als Feingehalt in Promille angegeben werden.
Beispiele für Punzierungen:
Punzierungen:
- 333 / 8k = 333er Feingehalt / 8 Karat Gold
- 375 / 9 ct = 375er Feingehalt / 9 Karat Gold
- 585 / 14c = 585er Feingehalt / 14 Karat Gold
- 0.750 / 18 kt = 750er Feingehalt / 18 Karat Gold
Bei Goldbarren und Goldmünzen gibt in der Regel eine deutlich sichtbare Prägung Auskunft über den Feingehalt. Auch hier gibt es allerdings Besonderheiten bei der Schreibweise. So trägt zum Beispiel die Maple Leaf Goldmünze die Prägung „9999“, obwohl der Feingehalt korrekt als 999,9 Promille angegeben werden müsste. Diese Reinheitsangabe wird umgangssprachlich oft als „four nine fine“ bezeichnet.
Angenommen, eine Goldkette hat ein Gesamtgewicht von 15 Gramm. Wenn die Punzierung nur eine Karat-Angabe enthält, können Sie in der Goldtabelle nachsehen, welcher Karat-Wert welcher Feinheit in Promille entspricht. Um den reinen Goldanteil in Gramm zu berechnen, multiplizieren Sie das Gesamtgewicht mit dem entsprechenden Promille-Wert. So ermitteln Sie den exakten Anteil des reinen Goldes im Schmuckstück.
Goldanteil Berechnung am Beispiel von 15g Goldschmuck:
- 8 Karat Goldschmuck: 8 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 333: 15 g × 0,333 = 4,995. Der Goldanteil beträgt also 4,995 Gramm.
- 14 Karat Goldschmuck: 14 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 585: 15 g × 0,585 = 8,775. Der Goldanteil beträgt also 8,775 Gramm.
- 18 Karat Goldschmuck: 18 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 750: 15 g × 0,750 = 11,52. Der Goldanteil beträgt also 11,52 Gramm.
Landestypische Karat-Werte
Weltweit gibt es unterschiedliche Vorlieben bei den Reinheitsgraden von Gold. Auf dem nordamerikanischen Kontinent ist das eher blasse, aber kratzfeste 585er Gold (14 Karat) besonders populär. Im arabischen Raum bevorzugt man 21 Karat Gold für die Schmuckherstellung, während in Indien oft 22 Karat verwendet werden. In China findet man sogar 24 Karat Goldschmuck, der als „Chuk Kam“ (volles Gold) bezeichnet wird.
In Deutschland ist Goldschmuck zwischen 8 und 18 Karat typisch, was einem Feingehalt von 333 bis 750 in Tausendsteln entspricht. Außerdem gibt es hierzulande gesetzliche Regelungen, die einen Mindest-Goldgehalt vorschreiben, damit Schmuck als Gold verkauft werden darf.
Gold in Verbindung mit Kupfer sorgt für einen rötlichen Ton, welcher gerne bei Gehäusen von Uhren verwendet wird. Grüngold hingegen besteht aus einer Mischung aus Gold und Silber. Zusätzlich kann es je nach Legierung der Fall sein, dass noch Kadmium zur Legierung hinzugefügt wird, um den grünen Farbton noch weiter variieren zu können.
Neben diesen recht gängigen Goldlegierungen gibt es noch eine Reihe weiterer Farblegierungen, welche zum Teil in recht aufwändigen Prozessen gewonnen werden. Beispielsweise wird bei Schwarzgold eine Glavanisierung mit Rhodium durchgeführt. Lilafarbendes Gold wird durch eine Gold-Aluminium Verbindung erreicht. Wobei der Goldgehalt an die 80% liegt, sodass es sich um eine 18 karätige Legierung handelt. Eine sehr interessante Farbgebung stellt auch das Schokoladen-Gold dar, welches mit Hilfe von Oxidation entsteht. Ob es sich hierbei nur um einen zeitlichen Modetrend handelt, oder ob sich diese Goldfarbe langfristig durchsetzen kann bleibt abzuwarten.
Das Metall Gold ist extrem formbar. Gold ist auch dehnbar, und aus einer Unze können 80 km dünner Golddraht (5 Mikrometer Durchmesser) gezogen werden, um elektrische Kontakte und Bonddraht herzustellen.
Der Reinheitsgrad oder Feingehalt von Gold in Schmuckstücken wird durch die Karatzahl angegeben.
Gold (Symbol Au) hat eine Ordnungszahl von 79, d. h. jedes Goldatom hat 79 Protonen in seinem Kern. Interessanterweise ist dieser Radius kleiner als von der Theorie vorhergesagt.
Gold Karat Tabelle
Welcher Wert entspricht welcher Feinheit?
| Karat (kt) | Feingehalt in Tausendsteln | Goldanteil in Prozent |
|---|---|---|
| 8 kt | 333er Gold | 33,3 % |
| 9 kt | 375er Gold | 37,5 % |
| 10 kt | 417er Gold | 41,7 % |
| 14 kt | 585er Gold | 58,5 % |
| 18 kt | 750er Gold | 75 % |
| 20 kt | 833er Gold | 83,3 % |
| 21 kt | 875er Gold | 87,5 % |
| 22 kt | 916,66er Gold | 91,666 % |
| 24 kt | 999er Gold | 99,9 % |
Anmerkung zur Karat Goldtabelle: Prozentangaben nur zur Veranschaulichung. Prozentwerte sind in der Edelmetallbranche unüblich.
