MMA (Mixed Martial Arts) ist ein Vollkontaktkampfsport, welcher in den 90er Jahren entstand. In MMA sind alle möglichen Kampfsportarten vereint. Ein MMA Kämpfer muss ein Allrounder sein und so sollte auch sein Trainingsplan aussehen. Möglichst abwechslungsreich mit vielen verschiedenen Facetten. Schliesslich geht es beim MMA darum den Gegner zur Aufgabe zu zwingen, ihn K.O.
Die Geschichte von MMA
Die eigentliche Geburtsstunde des MMA-Sportes ist die Fragestellung: Wer ist der beste Kämpfer? Der Boxer oder der Ringer? Zuerst nannte man diesen Sport Pankration. Pankration sollte endlich die Frage nach dem Besten aller Kämpfer, den besten Kampfstilen beantworten. Pankration bedeutet so viel wie „die ganze Kraft“ oder „die ganze Stärke“.
Zu den olympischen Disziplinen wurde 708 v. Chr. Ringen eingeführt und 688 v.Chr. wurde den olympischen Disziplinen noch das Boxen hinzugefügt. Die Männer durften beim Pankration schlagen, treten und alle Teile ihres Körpers verwenden, ausserdem durften sie ringen und den Kampf auch am Boden fortsetzen. Es gab von Anfang an sportliche Regeln, minimale, aber es gab sie. Das eigentliche Ziel war es, den Gegner mit allen möglichen Mitteln zum Aufgeben zu bewegen.
Die neuere MMA Geschichte ist sehr eng mit der Geschichte der Familie Gracie verknüpft. Dieser lange Weg führte vom alten Griechenland über Brasilien und den USA bis nach Europa (um 1980). Die Ultimate Fighting Championship ist der weltweit grösste Veranstalter von MMA-Wettkämpfen. Dabei handelt es sich um eine Kampfsportart, welche 1990 bekannt geworden ist.
Die Techniken im MMA
Mixed Martial Arts (MMA) ist eine Kampfsportart, die Elemente aus verschiedenen Disziplinen wie beispielsweise Boxen, Ringen, Judo, Karate, Muay Thai und Brazilian Jiu-Jitsu kombiniert. Ziel ist es, den Gegner durch Schlag-, Tritt-, Wurf- und Grifftechniken zu besiegen. Was sonst ein Tabu ist, ist hier erlaubt: Auch im Bodenkampf darf geschlagen und teilweise auch getreten werden.
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Das MMA setzt sich zusammen aus dem Stand-up Fight (Kämpfen aus dem Stand) und dem Grappling (Griffkampf) und Bodenkampf. Da sich das MMA aus dem Stand-up Fight (Kämpfen aus dem Stand) und dem Grappling (Griffkampf) und Bodenkampf zusammensetzt, wird der Stand-up Fight in den Box, Kick- und Thaibox Lektionen trainiert und das Grappling und Bodenkampf separat zu anderen Zeiten.
Standkampf
Hier finden sich Elemente aus dem klassischen Boxen, Kickboxen, Karate, Muay Thai, aber auch exotischen Stilen wie Kung Fu oder Savate wieder. Erlaubt sind jegliche Schläge und Tritte zu Kopf und Körper, sowie Kniestösse und im Profikampf zusätzlich noch Ellenbogenschläge.
Ringen
Das Ringen ist der Kampf in absoluter Nahdistanz mit dem Ziel den Gegner zu fixieren, in eine bessere Position und letztendlich zu Boden zu bringen. Aber auch für Kämpfer, welche den Standkampf bevorzugen sind gute defensive Kenntnisse in diesem Bereich wichtig, um auf den Beinen zu bleiben.
Bodenkampf
Im Bodenkampf lernt man, wie man sich in der Bodenlage bewegt und in dominante Positionen gelangt, um den Gegner von dort aus mit Schlägen oder Aufgabegriffen wie Würgern oder Hebeln zur Aufgabe zwingen kann. Das Brazilian Jiu-Jitsu gilt als Meisterdiziplin des Bodenkampfes.
MMA Training und Fitness
Ein MMA Kämpfer muss ein Allrounder sein und so sollte auch sein Trainingsplan aussehen. Möglichst abwechslungsreich mit vielen verschiedenen Facetten.
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Beim MMA Fitness werden Techniken und Drills aus dem herkömmlichen MMA Training übernommen. Der grosse Unterschied findet sich darin, dass MMA Fitness ohne Körperkontakt mit einer anderen Person erfolgt. Trainiert wird einem MMA-Dummy. Dabei handelt es sich um einen körperähnlichen Boxsack, welcher mit Griffen an beiden Seiten ausgestattet ist. Der Sack eignet sich um Schlag- und Kicktrainings zumachen. Weiter können aufgrund seiner Grösse und Form auch Bodenkampf-Drills trainiert werden.
Ein Workout dauert jeweils 45 Minuten. Jeder Teilnehmer kann auf seinem persönlichen Leistungsniveau das Workout absolvieren. Der Athlet benötigt ausser ein paar persönlichen MMA-Handschuhe keine spezielle Ausrüstung.
Strike Training oder kämpfen aus dem Stand wird im Hit4Fit im Boxen, Kick- und Thaiboxen trainiert. Die Klasse wird in einen Anfänger- und Fortgeschrittenenkurs unterteilt.Anfänger werden zunächst individuell in der Grundschule unterrichtet, Boxen, Ellenbogen, Knie, Beintechniken wie auch Clinchen und Werfen. Bestandteil des Trainings ist ein intensives Warm-Up, Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeits und Dehntraining. Danach werden die Basics erlernt, wiederholt und die Automatismen und Bewegungsabfolgen am Boden und aus der Bewegung trainiert.
Sicherheit und Regeln im MMA
MMA findet meist in einem achteckigen Käfig statt und unterliegt klar definierten Regeln. Beispielsweise sind Kopfstösse, in die Augen stechen oder Schläge auf den Hinterkopf oder die Wirbelsäule verboten.
Aufgrund der teils sehr bunten Presse entsteht oft das Bild, MMA wäre ein extrem gefährlicher Sport. Statistisch gesehen gibt es bei verbreiterten Sportarten wie Fussball oder Skifahren eine deutlich höhere Rate an schweren Verletzungen (Bänderrisse, Knochenbrüche, etc.). Wir hier im Lin Kuei Gym achten sehr auf Sicherheit, insbesondere bei unseren Anfängern.
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Die Inhalte der Lektionen sind Schulung der Technik, boxspezifische Trainingsformen und 1+1 Übungen im Leichtkontaktbereich. Das heisst, Schläge werden auch im Zweikampf nicht durchgezogen. Absichtliche Verstösse gegen diese Regel haben einen sofortige Ausschluss aus allen ASVZ Kampfsporttrainings zur Folge.
MMA als Selbstverteidigung und funktionelle Fitness
Im Mixed Martial Arts beschäftigen wir uns neben konditionellen Stationen mit dem freien, waffenlosen und fairen Zweikampf. Dieser vereinigt die Elemente aller Kampfsportarten: Schläge, Kicks, Würfe, Hebel und Festhalter werden geübt.
Unsere vier Hauptthemen sind:
- Das Ringen und Schwingen im Stand und am Boden
- Wurf- und Bodentechniken (aus Judo und Jitsu)
- Box- und Tritttechniken (aus Boxen, Kickboxen, Karate und Taekwondo)
- Befreiungen und Festhalter (aus Selbstverteidigung und Sicherheitstraining)
Im Zentrum steht dabei stets das Erlernen einer kontrollierten Technik, die dann im freien Kampf geübt und angewandt wird. Das Training ist speziell für Anfänger geeignet, bietet aber auch für Fortgeschrittene und Quereinsteiger ein breites Spektrum an Fitness- und Verteidigungsübungen.
Die Popularität von MMA
MMA wird immer beliebter - auch in der Schweiz.
MMA gewinnt zunehmend an Begeisterung. Im Oktober lockte ein Event in Frankfurt rund 59'000 Zuschauer an und brach damit den europäischen Rekord. Auch «DAZN», ein Streaming-Dienst, unterstreicht den Trend und berichtet von einer steigenden Nachfrage in der D-A-CH-Region.
