Warum sterben Wrestler an Herzinfarkt? Ursachen und Hintergründe

Die vorzeitigen Todesfälle unter Wrestlern waren jüngst wieder ein Thema in der Öffentlichkeit, diesmal in der US-amerikanischen Satiresendung »Last Week Tonight« mit John Oliver, die auf umfangreiches Material zurückgreifen konnte.

Nicht erst seit Darren Aronofskys Drama »The Wrestler« von 2008, in dem ein sozial abgestürzter ehemaliger Wrestler trotz eines Herzinfarkts noch einmal in den Ring steigt, wird die Not der Kämpfer gelegentlich halbherzig diskutiert.

Die Arbeitsbedingungen im professionellen Wrestling

Die Bedingungen, unter denen professionelle Wrestler arbeiten, hat CM Punk, bürgerlich Phil Brooks, vor einigen Jahren überaus deutlich beschrieben. Der ehemalige Wrestler, der acht Jahre lang für den Beinahemonopolisten WWE (World Wrestling Entertainment) in den Ring stieg, zog sich 2014 freiwillig aus dem Sport zurück; als Grund nannte er vor allem den brutalen Umgang mit der Gesundheit der Sportler. »Jeder weiß, wenn du eine Verletzung hast, arbeitest du trotzdem.

CM Punk trat immer wieder gesundheitlich angeschlagen auf und musste sich nach eigenen Aussagen nach jedem Kampf übergeben. Der Arzt habe ihn deshalb so mit Medikamenten zugedröhnt, dass er sich bei einem Smackdown »in die Hose geschissen« habe. Er sei psychisch in einem völlig desolaten Zustand gewesen.

Der ehemalige Wrestler berichtete zudem, fehlende Verletzungspausen seien normal, oft sei er schon während seiner Krankenhausaufenthalte für den nächsten Kampf eingeplant worden.

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Lance Cade, der 2010 mit nur 29 Jahren wegen des Missbrauchs von Schmerzmitteln an Herzversagen starb, wird in der Sendung mit den Worten zitiert: »Jeder weiß, wenn du eine Verletzung hast, arbeitest du trotzdem. Denn sonst verlierst du deinen Platz.«

Superstar Bret Hart kommt ebenfalls zu Wort, er sagt über den Vorstandsvorsitzenden der WWE, Vince McMahon: »Vince hat Wrestler immer wie Zirkustiere behandelt. Wenn die Karriere vorbei ist, haben viele nichts mehr. Dann entsorgen sie dich, das ist das Leben eines Profi-Wrestlers.«

Und Roddy Piper, der wie andere seiner Kollegen aus finanzieller Not nicht mit dem Wrestling aufhören konnte, sagte: »Es gibt keinen Austrittsplan. Was soll ich machen, wenn meine Rente erst mit 65 anfängt?«

Dass es den Wrestlern besonders dreckig geht, liegt zum einen an den Vertragsbedingungen in der Branche. Wrestler und Wrestlerinnen müssen bei ihrer Organisation offenbar unterschreiben, für niemand anderes zu kämpfen, und befinden sich faktisch im Besitz mächtiger Unternehmen, zumeist der WWE, sind aber trotzdem nicht fest angestellt. Auf dem Papier sind sie Freiberufler und damit ohne Ansprüche und Mitbestimmungsrechte. Es gibt für die Kämpfer weder eine Sommerpause noch eine automatische Gesundheitsversicherung oder eine Rente; sie müssen dort antreten, wohin der Boss sie schickt. In einer Welt ohne Gewerkschaft und externe Kontrollen sind sie dem Unternehmen schutzlos ausgeliefert.

Der Charakter des Berufs und die Ausbeutung

Denn die Basis für Ausbeutung liegt im Charakter des Berufs selbst. Beim Wrestling zählt bekanntlich nicht die sportliche Leistung allein.

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In einer Branche, die sich zwischen Show, Schauspiel und Sport bewegt, ist nicht nur für Außenstehende schwer nachvollziehbar, warum der eine Wrestler zum Champion auserkoren, der andere abgeschrieben wird. Ohne objektive Leistungskriterien ist jeder ersetzbar, und Ersatz ist in der Millionenbranche schnell gefunden.

In den meisten Profisportarten ist mit Mitte 30 Schluss. Für die Athleten ist das schmerzhaft, aber abzusehen und planbar. In einem Theatersport wie Wrestling, in dem man noch mit 60 Jahren in den Ring steigen kann, ist der Zeitpunkt des Ausstiegs nicht so klar vorgegeben.

Studie zu Todesursachen bei Wrestlern

In einer Studie von 2014 wurden die Todesfälle männlicher US-amerikanischer Profi-Wrestler zwischen 1985 und 2011 mit Sterbealter und Todesursachen der durchschnittlichen männlichen Bevölkerung abgeglichen. Dabei bestätigten die Forscher nicht nur das frühe Sterben der Sportler - 16 Prozent der Verstorbenen wurden keine 50 Jahre alt -, sondern verwiesen auch auf die Hauptursache: 38 Prozent der Tode wurden durch Herzprobleme verursacht. Insgesamt, so stellten die Wissenschaftler fest, hätten Wrestler eine 15 Mal höhere Wahrscheinlichkeit, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Außerdem stürben sie um ein Vielfaches öfter an Drogenüberdosis oder Suizid als die Männer der Vergleichsgruppe.

Doping und Schmerzmittelmissbrauch

Die gestählten Muskelberge im Wrestling entstehen zumeist nicht auf natürlichem Weg. In den achtziger Jahren wurden Anabolika eingesetzt; mit den Jahren bemühte sich die WWE zwar, diese und andere illegale Mittel durch Dopingkontrollen einzudämmen, kümmerte sich aber nicht um die Ursachen, nämlich das Idealbild des Wrestlers und die oft chronischen Schmerzen, die diese Art von Profi-Wrestling verursacht.

Die Profis fanden Auswege: Muskelwachstum durch raffiniertere Mittel, Schmerz lindern durch legale Schmerztabletten und Alkohol. Das passiert sogar vergleichsweise offen, entsprechende Berichte gibt es viele.

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»Alle in der Kabine helfen einander (mit Tabletten) aus«, schrieb der ehemalige Wrestler Hardcore Holly in seiner Autobiographie. »Das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Die Chefs wissen, dass das passiert, und verschließen die Augen.«

Kollege Sean Waltman erzählte: »Ich kam in ein Unternehmen voller Leute, die jede Nacht Tonnen von Tabletten und Tonnen von Alkohol konsumierten.

Zwar hat die WWE seit dem tablettenbedingten Herztod des Superstars Eddie Guerrero im Jahr 2005 ein eigenes Gesundheitsprogramm, zu dem neben Herztests auch verschärfte Dopingkontrollen zählen. Aber auch diese Kontrollen haben allerhand Schlupflöcher, wie es zu erwarten ist, wenn ein Veranstalter seine eigenen Stars kontrolliert.

Beinahe sicher ist auch, dass die Herzprobleme nicht allein von Medikamenten stammen: Der Studie von 2014 zufolge waren 98 Prozent der untersuchten Wrestler übergewichtig oder krankhaft fett. Viele Sportler aber forcieren dieses Bild selbst.

Warum tun sich Wrestler das an?

Es bleibt die offensichtliche Frage: Warum tun Wrestler ihren Körpern das an? Wrestling ist ein Sport der unteren Schichten und hat eine lange Tradition. Ähnlich wie Boxen oder Football ist Wrestling ein sehr physischen Sport; die Möglichkeit, nur mit körperlichen Fähigkeiten Karriere zu machen, hat Menschen, denen der Zugang zu höherer Bildung häufig verwehrt war, immer angezogen.

Durch das Fernsehen und das Internet hat es Wrestling geschafft, in den USA und anderswo auch ein gutbürgerliches Publikum zu gewinnen, aber die Sportler sind weiterhin meist working class heroes. Ihre Körper sind Statussymbol und auszubeutende Arbeitskraft zugleich. Wer würde auf höchster Ebene aufgeben?

Die großen Gewinne aber fließen an Veranstalter wie Vince McMahon. Der Unternehmer hat gute Verbindungen ins konservative Establishment. Seine Frau Linda McMahon trat mehrfach für die Republikaner an und finanzierte die Wahlkampagnen aus dem üppigen Privatvermögen der Familie. 2017 wurde sie von Donald Trump als Leiterin der Small Business Administration eingesetzt.

Gesundheitsversicherung oder gar Renten für die Wrestler der WWE? »Das ist so ein kompliziertes Thema«, sagte Linda McMahon 2017 der Las Vegas Sun. Das derzeitige Programm der WWE hat die Fürsorge ausgeweitet, nach Angaben des Unternehmens gibt es mittlerweile bezahlten Urlaub, Lebensversicherungen, freie Tage im Krankheitsfall und eine Versicherung für den Fall einer Behinderung.

Das Risiko von Verletzungen und Folgeschäden

So schön wie das Wrestling auch anzusehen ist, so riskannt ist es. Natürlich verdient ein Wrestler nicht schlecht, dennoch sollte man bedenken das in der USA die Krankenkasse für viele wegfällt. Zudem müssen sie ihre Reisen zu anderen Orten selbst bezahlen und planen (Desshalb organisieren sich die Wrestler gerne untereinander, wenn sie mal in einen anderen Bundesstaat fahren.

Bei so einen Job ist das Risiko einer Verletzung schon sehr hoch, auch wenn der Wrestler zuvor sich vorbereitet hat. Der Ring selbst ist nur gering gepolsternt, genau so wie der Außenbereich. (Einer der Gründe warum die "Fallschule" im Wrestlinggeschäft schon 2 Jahre für sich an Training beansprucht.)

Dennoch verletzen sich viele (Rey Mysterio, Hardcore Holly, Batista), manche davon so schlimm, das sie diese Karriere beenden müssen (Steve Austin, Edge, Droz). Die wenigsten sterben.

Dies tun die meisten nämlich aufgrund von Folgeschäden, Schmerzmittel und Drogenmissbrauch, sowie Selbstmord. Auch das Risiko eines defekten Herzens ist in diesen Geschäft sehr hoch. Dies scheint auch bei Krebs der Fall zu sein. Betrachte man wieviele Wrestler relativ jung gestorben sind ist es schon schockierend.

Um nur einige Beispiele zu nennen: (Owen Hart = Tod durch Folgeverletzung; Eddie Guerrero = Herzinfarkt; Chris Benoit = Selbstmord; Chris Candido = Blutgerinnsel; Curt Henning = Überdosis Kokain; Rick Rude = Herz Infarkt; Big Boss Man = Herzinfarkt) Das sind nur ein paar Beispiele, von denen keiner wirklich 45 wurde.

Hulk Hogan starb an Herzinfarkt

Der frühere Profi-Wrestler Hulk Hogan ist in der vergangenen Woche an einem Herzinfarkt gestorben. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Gerichtsmedizin im US-Bundesstaat Florida hervor. Demzufolge litt Hogan, der mit bürgerlichem Namen Terry Bollea hieß, zuvor an Leukämie sowie an Vorhofflimmern, einer Form der Herzrhythmusstörung.

Der 71-Jährige wurde am Morgen des 24. Juli in ein Krankenhaus in Clearwater, Florida gebracht, nachdem Rettungskräfte wegen eines Herz-Kreislauf-Stillstands zu seinem Wohnhaus gerufen worden waren.

Hogan galt als einer der größten Stars in der Geschichte der WWE. Bekannt für seine charismatische Ausstrahlung und seine Auftritte im Ring, war er die Hauptattraktion der ersten WrestleMania im Jahr 1985.

Die Verantwortung der Promotions

Ist es das Risiko, dass das Business so mitbringt? Haben oder sind die Promotions auch mit in der Verantwortung bzw. haben sie sogar ne (Mit-)Schuld? Auf jeden Fall

Geht es im Wrestling gar nicht ohne Schmerzmittel/Drogen und ist die Abhängigkeit damit nicht vorporgrammiert? Geht schon, aber dann hat man eben auch kein Erfolg

Woran liegt es, das so viele Wrestler so abstürzen? Verletzungen sind zwar selten der wirkliche Todesgrund, aber Wrestler (diejenige die nicht die Topstars sind, Cena dürfte das Proplem nicht haben:D) stehen unter unfassbarem Druck, in der WWE wird es zum Beispiel nicht gerne gesehen wenn jemand verletzt, daher verzichten Wrestler bei nicht ganz so schlimmen Verletzungen auch gerne auf eine Pause und schmeißen sich ein paar Pillen ein oder beginnen zu Trinken. Damit beginnt meines Erachtens die Abwärtsspirale, was eindeutig aufs Wrestling zurückzuführen ist.

Das liegt aber auch vorallem am Fan, die meisten wollen spektakuläre Matches, so gefährlich wie möglich ect..... Denn das ist der Hauptgrund, warum mir die WWE heutzutage besser gefällt, heute nimmt zumindest die WWE auf sowas Rücksicht, gerade auf Gehirnerschütterungen (was auf Chris Benoit zurückzuführen ist). Es wir mehr auf den Nacken geachtet ect. Früher konnten sich die Leute bei der WWE reinziehen was sie wollten. Zum Glück gab es ein Umdenken. Manchmal muss man die Leute eben vor sich selbst schützen.

Was den ein oder anderen trotzdem in Suchtmittelgefahr stürzen kann ist wenn die große Karriere vorbei ist und sie damit nicht umgehen können. Ein Grund sicherlich Steroide und Drogen. Früher wurde da einfach nicht drauf geachtet. Zum Glück gibts da heute doch ein Umdenken.

Ich glaub es hat auch teilweise etwas mit der Bildung bzw. Erziehung zu tun. Der typische Akademiker wird ja eher selten zum Wrestler. Ein Wrestler ist ja in erster Linie nichts andres als ein Darsteller bzw. Künstler. Einige Wrestler hatten ja nicht die beste Kindheit oder etwas schlechtes erlebt... um mal paar Namen in den Raum zu werfen, Scott Hall, Jake the Snake, X-Pac usw... - behütet aufgewachsen zu sein macht doch wesentlich mehr aus. Siehe auch ein Triple H, welcher womöglich noch nie harte Drogen genommen hat.

Ich weiss nicht wie ich es sagen soll...aber das harte Drogen, Painkiller oder zu viele Stuhlschläge gegen den Kopf schlecht sind, sollte eigentlich klar sein. Deswegen finde ich auch die Klagen gegen die WWE so lustig und hoffe dass die dummen Menschen/Wrestler sich mal an den eigenen Kopf fassen. Ja das hab ich gerade geschrieben.

Und jo, das Leben hinter der Leinwand hat sich geändert, es gibt viele Erkenntnisse und das ist wohl auch gut so...aber irgendwie ist es schon lustig, dass das immer als Vorwand zu nehmen. Der einzig große Fehler seitens der WWE damals war es Gehirnerschütterungen nicht ernst zu nehmen und den Wrestlern keine entsprechenden Pausen zu verordnen.

Wenn ich als Kind beim Fußball mit jemanden Kopf an Kopf zusammengestoßen bin, kam ich ins Krankenhaus...bspw. weil mir schlecht war bzw. mein Kopf etwas abbekam. Es wurde eine leichte Gehirnerschütterung festgestellt...ergo => Ruhe und kein Sport. Das war in den 90ern... in einem Privathaushalt. Sehr komisch dass so etwas in einem großen Unternehmen wie der WWE erst nach Jahrtausendwende wirklich beachtet wurde.

Als hätte es nicht auch Wrestler gegeben, die weniger Steroide gefuttert haben und die darauf geachtet haben, Verletzungen auszukurieren. Nur wurden die halt in der Regel auch nichts, weil der Promoter ein Interesse daran hat, dem Publikum jene Wrestler zu bieten, die auch angekündigt waren und die auch ordentlich Muskeln haben. Und wenn das Arbeitsschutzrecht vorsieht, dass Leute, die krank sind in dieser Zeit Urlaub nehmen müssen oder halt nicht bezahlt werden, dann führt das dazu, dass Schmerzmittel in größeren Mengen vertilgt werden.

Hier zu sagen, dass die Leute halt doof sind, Wrestler zu werden, kann man natürlich machen. Allerdings sollte man sich dann vielleicht auch mal Gedanken darüber machen, ob man so etwas wirklich unterstützen möchte.

Damals in den 80er und 90er Jahren wurden die ganzen Nebenwirkungen solcher Mittel kaum ernst genommen. Vor allem die ordentlichen Muskelmänner, z.B. British Bulldog oder Ultimate Warrior haben dann das Zeug permanent genommen. Jeder Körper verträgt solche Mittel anders, deswegen gibt es auch Muskelmänner wie Lex Luger, die heute noch leben. In der Gegenwart ist u.a. Batista so einer. Bei ihm wird es wohl auch extrem gewesen sein was Aufbaumittel angeht. Ob das heute jetzt dank der modernen Medizin jetzt anders ist als früher kann man nicht genau sagen. Ich bin der Meinung (jetzt nicht böse oder abfällig gemeint), dass Batista wohl nicht über 65 Jahre alt wird. Ich kann mich auch irren, wie gesagt jeder Körper reagiert anders. Oft ist auch eine Suchtgefahr an solche Mittel keine Seltenheit.

Viele "Riesen" und "Big Men" im Wrestling sind früh verstorben. Das ist hier aber ein eher natürlicher Effekt. Klar heißt es "Bewegung tut gut". Aber die ganzen über 200 kg Schweren Big Men, bei denen müssen die körperlichen Funktionen, vor allem das Herz viel mitmachen. Dazu gehören Yokozuna, Earthquake, Big Daddy V, usw. Bei solchen Big Men ist Herzinfarkt die häufigste Todesursache. Bei anderen ist die körperliche Belastung aufgrund ihrer Körpergröße zu groß gewesen. Hier fallen mir z.B. Andre the Giant oder Giant Gonzales ein.

Wie User Peyton's Royce es schon passend beschrieben hat. Viele Wrestler leben unter Saus und Braus. Daher sind Alkohol und Drogen oft mit im Spiel. Klar die verdienen nicht alle Millionen, aber durch die Ruf im Wrestling lebt es sich schon wie ein "Superstar". Man da feiert mal richtig durch (mit paar Groupies noch) und schon hat man eine Überdosis. Ein anderer Grund für Kontakt mit solche Mittel sind eventuell auch die Erziehung, wie RD-Bastie schon schrieb. Wrestling ist etwas, was jeder machen kann. Selbst irgendein "ungebildetets Ghettokind" kann Wrestler werden. Im Rap Geschäft ist das ja ähnlich. Selbst wenn man ein berühmter Rapper geworden ist, steht man nach wie vor in Kontakt mit seiner Vergangenheit (z.B. 50 Cent).

Eng verbunden sind dann die seelischen Belastungen. Wenn man schon Drogen an den Fingern hat, und es mal in der Familie oder mit der Frau "mal nicht klappt", dann passiert es auch schnell, dass die Leute sich im Drogen oder Alkrausch umbringen. Ist ja auch vor allem in der Musikerbranche nicht anders. Bekannt ist ja der berüchtigte "Club 27" wo viele berühmte Musiker schon mit 27 Jahren verstorben sind. Häufige Todesursachen sind eben siehe oben Überdosen usw. Wie oben bei Steoride ist auch hier eine Suchtgefahr groß, wodurch der Körper in Mitleidenschaft gezogen wird.

Durch den Kontakt von solchen illegalen Mitteln und durch den Ruf lässt man sich manchmal auch schnell mit bösen Männern ein. Hier möchte ich als Beispiel Dino Bravo und Rikidozan nennen. Beide sind durch die Mafia bzw. Yakuza ums Leben gekommen.

Auch das wurde hier angesprochen. Bekanntester Fall war der Tod von Chris Benoit. Man hat seine Gehirnerschütterungen kaum ernst genommen. Das hat sich aber bis heute regelrecht verbessert. Aber früher konnten viele Wrestler halt mal nur Wrestling und konnten nur in dieser Branche gutes Geld verdienen. Da nehmen viele auch ihre Gesundheit in Kauf, nur um noch ein paar Dollar mehr zu verdienen. Meist wurde ja nur nach Matcheinsatz bezahlt. Heisst wenn man "angeschlagen" war und den geplanten Kampf nicht antritt, dann gibts auch kein Geld. Deshalb haben viele Wrestler auch nach einer "kleinen" Gehirnerschütterung trotzdem Matches geführt.

Ein anderer Faktor ist meiner Meinung nach auch, dass generell Verletzungen damals kaum ernst genommen wurden. Weil Wrestling als Show bekannt war. Man hatte zwar Ärzte vor Ort. Aber manchmal konnten schnelle Hilfeleistungen nicht durchgeführt werden, weil z.B. Verletzungen nicht erkannt wurden und die Matches müssen auch noch irgendwie fortgeführt werden, weil die Leute ja schließlich Geld dafür bezahlt haben. Bekanntes Beispiel hier El Hijo del Perro Aguayo. Bei ihm hat man auch erst spät gemerkt, dass er nach einem nicht Bump in bester Verfassung war und man hat trotzdem mit ihm weitergekämpt. Sogar Rey Mysterio war damals bei dem Vorfall dabei. Die Ärzte trafen erst zu spät ein und das war leider zu spät.

Aber das ist halt alles auch ein wenig "Berufsrisiko". Man ist im Wrestling ständig mit Schmerzen konfrontiert. Und Verletzungen an sich sind kaum ein Todesgrund, sonder eher die jahrelange Belastung von Körper und Geist. Der eine Körper nimmt solche Belastungen besser auf als der andere. Und manche Wrestler ergreifen Gegenmaßnahmen in Form von Erholung im Sinne von Körper und Geist schonen, und andere Erholen sich lieber mit Partys Drogen und Alkohol.

Viele Todesfälle sind auch einfach nur die typische Natur des Lebens. Wie auch bei uns gibt es unerwartete Todesfälle durch Autounfall usw. (im Wrestling z.B. Na man muss sagen dass Wrestler in den letzten Jahren hauptsächlich an natürlichen Dingen sterben und nicht mehr wie noch 2000er...