Voraussetzungen für den Schwarzen Gürtel im Karate

Das Thema Gürtelprüfungen ist nicht das Wichtigste. Wer fleißig ist und regelmäßig trainiert, macht garantiert genug Prüfungen.

Seriosität von Budo-Vereinen

An Gürtelprüfungen kann man sehr schnell die Seriosität eines Budo-Vereins oder einer Kampfkunstschule erkennen. Wer z. schon nach 3 Wochen eine Prüfung macht, kann nichts gelernt haben... Eine "geschenkte Prüfung" nimmt dem ganzen Prüfungsgeschehen die Würde. Damit tut sich keiner einen Gefallen.

Leider werden Anfänger häufig mit solchen Scheinerfolgen geködert. Bei späteren Prüfungen sieht man dann die Defizite umso deutlicher.

Trainingsfleiß und Vorbereitung

Aus Gründen der Fairness werden bei Kindern Trainingskarten geführt in denen jede Trainingsteilnahme dokumentiert wird. Erwachsenen wird die Teilnahme nicht mehr erfasst. Wer unnötigen Zweifel hat kann auch seinen Sensei fragen.

Es gibt keine spezielle Prüfungsvorbereitung. Karate lebt von der Regelmäßigkeit. Verbesserungen im Training werden durch Kontinuität erreicht. Deshalb ist es für den Großteil der Mitglieder vollkommen ausreichend immer zum Training zu kommen, dann kann man auch seine Prüfung schaffen.

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Wer sich noch unsicher fühlt, hat die Möglichkeit, sich selbst vorzubereiten, z. B. vor oder nach einer Trainingsstunde oder in einem freien Training.

Die Trainer des Shotokan Karate Stade e. V. fördern und fordern ihre Schüler gewissenhaft und konsequent, aber auch Stärken berücksichtigt. Einige wenige sind so talentiert, dass sie nach kurzer Zeit alles verstehen und sofort umsetzen können.

Voraussetzungen - dafür können sich die Karateschüler durch andere Möglichkeiten, wie z. B. Trainingsfleiß auszeichnen. Es ist ein Unterschied, ob man einmal oder dreimal die Woche trainiert.

Ein guter Trainer ist auch immer gleichzeitig Coach seiner Schützlinge. So werden Enttäuschungen und Fehlentwicklungen vermieden. Kein Prüfling möchte sich, seinen Verein oder seine Trainer blamieren.

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man niemals eine Prüfung ohne Empfehlung seines Trainers machen sollte. Es kann vorkommen, dass ein Prüfling alle formalen Voraussetzungen erfüllen und dennoch rät der Trainer ab, die Prüfung zu diesem Zeitpunkt zu machen. Das hängt dann mit den unterschiedlichen Ansprüchen von Prüfling und Trainer ab.

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Auf der anderen Seite weiß der Prüfling: Auf dem Weg zum Erfolg gibt es keine Abkürzung! Wird diese Prüfung „vorgezogen“, muss man sich bis zur nächsten Prüfung umso länger vorbereiten...

Die Vorbereitungszeit beträgt zwischen einem halben und einem ganzen Jahr.

Shotokan-Prüfungsordnung des DKV

Seit Januar 2023 gibt es eine neue Shotokan-Prüfungsordnung des DKV. Dann wurde sie noch redaktionell am 20.03.2024 geändert. In der Prüfungsordnung wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit auf das Hinzufügen von weiblichen Endungen verzichtet.

Die Prüfungsordnung ist in vier Gruppen aufgeteilt. In jeder Gruppe werden besondere Schwerpunkte in der Ausbildung gesetzt:

  • Unterstufe (9. - 7. Kyu)
  • Mittelstufe (6. - 4. Kyu)
  • Oberstufe (3. - 1. Kyu)
  • Meistergrade (Dan-Grade)

Unterstufe (9. - 7. Kyu)

In der Unterstufe erlernt der Prüfling die Grundform der einzelnen Techniken. Die Prüflinge zum 7. Prüfer und Prüfling achten vor allem auf sichere Stände, korrekte Techniken und Ausholbewegungen.

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Mittelstufe (6. - 4. Kyu)

Die Grundtechniken, die jetzt häufig in Kombinationen gezeigt werden, sollen sich von der Grundform zur Feinform entwickeln. Ausführung der Kombinationen ist wichtig, dass sich die Qualität der Einzeltechnik nicht verschlechtern darf.

In der Kata sind sowohl korrekte Abläufe, die beim 7. ( BUNKAI ) als auch in der Flüssigkeit ( Rhythmus ) des Vortrages zeigen.

Das Erlernen der Sportart soll den Karateka zur Selbstbehauptung und zur Selbstverteidigung befähigen.

Oberstufe (3. - 1. Kyu)

Die Grundschule der Oberstufe zeichnet sich durch eine Vielzahl schwieriger Kombinationen aus. Einzeltechniken, Rhythmus in den Verbindungen, Standfestigkeit und nicht zuletzt Ausdauer zu zeigen.

In Kata und im Bunkai muss der Prüfling ein fortgeschrittenes Verständnis des Zusam-menhangs von Kata und sinnvollen Anwendungen zeigen können. Bezogen auf die innere Reife, die sich auch in den Techniken ausdrückt, führt der Prüfling seine Ausbildung fort.

Gürtelfarben im Karate

Beim Karatetraining tragen die Teilnehmer Gürtel in unterschiedlichen Farben. Diese geben an, welchen Ausbildungsstand der Karateka bislang erreicht hat. Es gibt neun Schüler (weiß bis braun) und zehn Meistergrade (alle schwarz bzw.

Um aufzusteigen muss eine Prüfung absolviert werden, darin werden Techniken, Trainingsabfolgen abgefragt bzw.

Gürtelfarbe Prüfungsinhalt
Weißer Gurt Die Karate Prüfung zum 9. Kyū, dem Weißgurt, enthält grundlegende Techniken und ist die einzige Prüfung, welche übersprungen werden kann. Sie dient als Zwischenstufe, überwiegend für Kinder, um den Einstieg in Kihon und Kata zu erleichtern und enthält nur 6 Techniken sowie eine einfache Kata namens Taikyoku Shodan. Im Kumite müsst Ihr einen Fauststoß des Partners auf zwei Arten abwehren können.
Gelber Gurt Die meisten von Euch werden mit der Prüfung zum Gelbgurt, dem 8. Kyū, beginnen. Hier erwarten Euch einige Einzeltechniken sowie eine neue Fußposition im Kihon und die Kata Heian Shodan. Das Kumite bleibt unverändert.
Orange Gurt Der 7. Kyū mit dem orangefarbenen Gürtel bildet das Ende der Unterstufe. Diese Karate Prüfung enthält im Kihon eine erste Kombination und die Kata Heian Nidan. In der Kumite Prüfung müsst Ihr nun auch die ersten Fußtritte abwehren können.
Grüner Gurt Der 6. Kyū trägt den grünen Karate Gürtel und muss überwiegend Kombinationen erlernen, welche langsam die Einzeltechniken verdrängen. Weiterhin müsst Ihr die Kata Heian Sandan beherrschen, eine neue Variante des Kumite lernen und einen neuen Prüfungsteil, die Partnerübung zum Freikampf, vorführen. Diese gehört von nun an zum Prüfungsprogramm dazu.
1. Blauer Gurt Der 5. Kyū trägt je nach Verband den violetten oder blauen Gürtel (manchen Verbänden ist das auch egal) und besteht im Kihon ausschließlich aus Kombinationen. Die benötigte Kata nennt sich Heian Yondan und im Kumite findet Ihr die Sonderform, dass der Partner, welcher den ersten Angriff ausführt, auch den Treffer landet. Ab dem 5. Kyū kann der Prüfer alle vorher gelernten Kata auf Wunsch vorführen lassen.
2. Blauer Gurt Der zweite blaue Gürtel, der 4. Kyū, muss für seine Prüfung den aus Filmen bekannten Rückwärtstritt Ushiro-Geri lernen und die Kata Heian Godan beherrschen. Das Kumite bleibt unverändert und im Freikampf werden nun erstmals Tritte eingesetzt.
1. Braune Gurt Der erste braune Karate Gürtel, der 3. Kyū, muss die Kata Tekki Shodan beherrschen und erstmals das Bunkai (die Anwendung einer Kata am Gegner) der Kata Heian Godan vorführen können. Im Kumite sind von hier an keine Kontertechniken mehr vorgegeben, sondern von Euch frei zu wählen.
2. Braune Gurt Der 2. Kyū, weiterhin braun, benötigt die Kata Bassai Dai und deren Bunkai zum Bestehen. Das Kumite sollte inzwischen mit deutlich mehr Geschwindigkeit und Improvisation ausgeführt werden können.
3. Braune Gurt Der 1. Kyū ist der letzte braune Gürtel und bildet das Ende der Oberstufe. Hier könnt Ihr erstmals Eure Kata selbst wählen, wobei Euch einige zur Auswahl vorgegeben werden. Diese müsst Ihr laufen können und im Bunkai anwenden.
1. Schwarze Gurt Karate Meister darf sich erstmals nennen, wer die Prüfung zum 1. Dan abschließt, wobei das Hintergrundwissen an Bedeutung gewinnt. Hier steigt nicht nur die Schwierigkeit des Kihon enorm an, sondern auch der Wert der Kata und des Bunkai. Von größter Wichtigkeit ist es für einen Karate Dan, den Sinn hinter den Techniken einer Kata korrekt zu erkennen. Eine Kata darf der Anwärter selbst wählen, die er erst läuft und anschließend im Bunkai vorführt. Es darf jedoch nicht die Gleiche sein, die er bereits für den 1. Kyū wählte. Das Kumite bleibt unverändert.
2. Schwarze Gurt Die Karate Prüfung zum 2. Dan ist die letzte Prüfung, deren Programm noch weitestgehend vorgeschrieben ist. Ihr müsst diverse Techniken im Kihon beherrschen, eine Kata nach eigener Wahl laufen und analysieren und bekommt 2 weitere vom Prüfer genannt. Das Kumite bleibt unverändert.
3. Schwarze Gurt Ab der Prüfung zum 3. Dan bestehen die Prüfungsinhalte im Kihon zum Teil aus von Euch gewählten Techniken, bei denen Ihr Eure Stärken demonstrieren könnt und zum Teil aus vom Prüfer Gewählten. Bei der Kata bleibt das Verhältnis einer selbst Gewählten zu zwei vom Prüfer ausgesuchten Kata bestehen, wobei der angehende Karate Meister hier den Ablauf einer Kata erklären muss. Das Kumite besteht ausschließlich aus vom Prüfer vorgegebenen Techniken.
4 - 9. Schwarze Gurt Die Prüfungen der Dan Grade 4 bis 9 kennzeichnen sich dadurch, dass der praktische Teil der Prüfung schrumpft, während der theoretische Teil, das Wissen um die Anwendung der einzelnen Kata, weiter an Bedeutung gewinnt. Dass Fehler bei der Ausführung der Techniken in diesen Prüfungen nicht mehr toleriert werden, sollte sich als selbstverständlich erweisen. In den oberen Schwarzgurt-Graden spielt auch das Alter eine Rolle und diese Ehre kommt nur erfahrenen Lehrern mit überdurchschnittlichen Leistungen zuteil.
10. Schwarze Gurt Die oberen Schwarzgurte unterscheiden sich beim japanischen und chinesischen System. Ein 10. Dan wird nur im japanischen System vergeben, dort endet die Ausbildung mit dem 9. Dan. Ab dem 7.

Sonstiges

  • Für Kinder bis zum 14. Lebensjahr können nach dem Gelbgurt Zwischenprüfungen durchgeführt werden, für die es Gürtel mit einem farbigen Streifen gibt (z.B.
  • Die Teilnahme an Prüfungen ist freiwillig, fördert aber die Motivation und Weiterentwicklung eines Karateka.
  • Die Vorbereitungszeit ist individuell, aber für Kyu unter 14 Jahren wird in der Regel eine Mindestvorbereitungszeit von 5 Monaten mit 2 Trainings pro Woche angesetzt, ab 14 Jahren mindestens 3 Monate mit 2 Trainings pro Woche.
  • Das Mindestalter für den 1. Dan liegt bei 16 Jahren, für den 2.
  • Für den 1. Dan also ein Jahr seit dem 1.