MMA und UFC: Ein umfassender Überblick über Mixed Martial Arts

Wohl kaum eine Art von Kampfsport hat in der jüngeren Vergangenheit derart viele Anhänger dazugewonnen wie MMA. Hierbei steht MMA für Mixed Martial Arts zu Deutsch „Gemischte Kampfkünste“ und vereint folgerichtig die unterschiedlichsten Kampfsportarten.

MMA, was ist das?

Beim MMA (Mixed Martial Arts) kommen verschiedene Kampfkünste zusammen. Unter anderem Boxen, Muy-Thai und Karate. Die Mixed Martial Arts Spezialisten treten in mehreren MMA Gewichtsklassen gegeneinander an.

Ursprung und Entwicklung

MMA steht für Mixed Martial Arts und ist eine Vollkontaktsportart, die ihre Ursprünge in altgriechischen Olympia-Wettbewerben hat. Dabei stand die Frage im Vordergrund, ob Boxer oder Ringer die insgesamt besseren Kämpfer seien.

Diese Frage beschäftigt die MMA bis heute: Ein Vergleich zwischen verschiedenen Kampfstilen und die Kombination derer. Schläge, Tritte, Würfe und Ringen sind erlaubt, was der Kampfsportart später den Namen Free Fight einbrachte.

Unter diesem Namen verbreiteten sich die MMA vor allem in den USA und Brasilien, ehe der Sport über den Atlantik nach Europa schwappte und dort zuerst in den Niederlanden Fuß fasste.

Die Ursprünge der modernen Mixed Martial Arts (MMA) liegen in antiken Kampfmethoden, wie dem griechischen Pankration. Ursprünglich für kriegerische Auseinandersetzungen entwickelt, ging es in diesen Kampfmethoden, darum den Gegner, so schnell als möglich zu besiegen.

Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?

Das griechische Pankration, war olympische Disziplin. In der Moderne, gab es immer wieder Versuche das Pankration, das ja die antike Form der Mixed Martial Arts darstellt wiederzubeleben.

Dem entgegen kam, das Bedürfnis vieler Kampfsportler und Kampfkünstler, die ultimative Kampfmethode zu entwickeln, bzw. In Brasilien, gab und gibt es die sogenannten Vale Tudo Kämpfe, die diesem Zwecke dienten.

Das „Pancrase“ eine moderne Variante des antiken griechischen Pankration, wurde von Masakatsu Funaki und Minoru Suzuki, im Jahr 1993 in Japan, aus der Traufe gehoben.

Unterschiede zwischen UFC und MMA

Der größte Unterschied im Breich MMA Regeln UFC wurde bereits genannt. MMA ist eine Kampfsportart (Mixed Martial Arts) und UFC ist die Organisation (Ultimate Fighting Championship). Dementsprechend ist MMA wesentlich älter als die UFC, da die UFC aufgrund der Kampfsporttechnik entstand.

Die UFC hat es sich zur Aufgabe gemacht, einheitliche Regeln beim UFC zu schaffen und Kämpfe zu promoten sowie die Sportart über die Grenzen der USA bekannt zu machen.

Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?

UFC Bedeutung

Die UFC Abkürzung steht für „Ultimate Fighting Championship” und bildet eine Dachorganisation für MMA-Kämpfe. Unter anderem bestimmt die UFC das Regelwerk.

UFC steht für „Ultimate Fighting Championship” und hat seinen Hauptsitz in Nevada / USA. Ziel der Organisation ist die Durchführung von kommerziellen MMA-Kämpfen.

Was ist die UFC: Gründung, Regeln, Octagon

Die UFC (Ultimate Fighting Championship) wurde 1993 gegründet und ist inzwischen der größte Veranstalter von MMA-Kämpfen.

Die UFC wurde im Jahr 1993 von Art Davie, Robert Meyrowitz und Rorion Gracie gegründet. Sie hat ihren Sitz in Las Vegas, Nevada.

Die Ursprungsidee der UFC war es, Kämpfer aus verschiedene Kampfsportarten gegeneinander antreten zu lassen. Etwa 10 Jahre nach der Gründung wurden UFC-Kämpfe auch in Europa immer beliebter.

Lesen Sie auch: Unterschiede Karate Kickboxen

Das Unternehmen setzt auf eine klare Regulierung der freien MMA-Kämpfe, um für verbesserte Sicherheit der Sportler und eine damit gesellschaftlich breitere Akzeptanz zu sorgen.

Ein wichtiger Charakter der UFC ist Dana White, der seit dem Jahr 2001 Präsident der UFC ist.

Da die Eigentumsverhältnisse amerikanischer Marken etwas verwirrend sein können, fassen wir die Beschreibung kurz. UFC gehört zum amerikanischen Unternehmen Zuffa LLC und Zuffa gehört zur William Morris Agency.

Im April 2023 wurde bekannt, dass der Mutterkonzern der UFC Endeavor den Wrestling-Vermarkter WWE übernimmt. Ein neuer Entertainment-Konzern war geboren. Selbstverständlich hatte auch UFC-Präsident Dana White seine Finger mit im Spiel.

Im Gegensatz zu Europa werden solche Deals in den USA weniger kritisch gesehen. Vermarktungen und Kommerzialisierungen sind Teil des Entertainments.

Aufgrund des Zusammenschlusses sind neue UHR-Marketingkampagnen in Europa geplant, ganz zur Freude Millionen europäischer UFC-Fans. Aktuell können Sie die UFC live bei DAZN verfolgen. Wer sich nicht extra ein Abo gönnen möchte, wird auf YouTube fündig, Dutzende UFC Highlights zu diversen MMA Gewichtsklassen oder MMA Regeln sind bei YouTube abrufbar.

UFC Regeln - Das ist die Ultimate Fighting Championship

Die unterschiedlichen Regeln bilden das Grundgerüst einer jeden Kampfsportart, so auch beim Mixed Martial Arts. Da sich einige Regelpunkte von Gewichtsklasse zu Gewichtsklasse und von Land zu Land unterscheiden, wurden die „Unfied Rules of MMA“ ins Leben gerufen.

Das allgemeine Regelwerk gilt für alle ausgetragenen MMA-Kämpfe und werden während des Kampfes vom Schiedsrichter überwacht. Bei einem Verstoß droht die sofortige Disqualifikation.

Gerne bringen wir Ihnen die UFC-Regeln und Richtlinien etwas näher. Ein UFC-Kampf geht über 3 Runden je 5 Minuten. Kämpfe um große Titel gehen hingegen über 5 Runden zu je 5 Minuten.

Showkämpfe können in der Theorie auch über mehr Runden gehen. Zwischen den Runden gilt eine „rest period“ von einer Minute.

Mixed Martial Arts Kämpfer können entweder nach Punkten, durch Knock-Out (K.O.) oder Technischen K.O. gewinnen.

Die Männer kämpfen barfuß, mit nacktem Oberkörper sowie einem Zahnschutz, einem Tiefschutz und einem 110 Gramm schweren Faustschutz.

Hält sich ein MMA Kämpfer nicht an die Kampftechnik, droht die Disqualifikation durch die Kampfrichter.

MMA Regel Verbote

Keine Angriffe auf Wirbelsäule, Hinterkopf oder Nieren. Auch Angriffe auf Geschlechtsteile sind tabu.

Ebenso sind beim UFC heute Kopfstöße, Schläge und Griffe an die Kehle bzw. Schlüsselbein verboten.

Als Foul gelten unter anderem Beleidigung, Spucken, Kratzen, Kneifen, Hose festhalten und Angriffe in der Pause.

Rolle der Kampfrichter - MMA Punktesystem

Für professionelle MMA-Duelle stehen drei Kampfrichter zur Verfügung, vergleichbar mit Schiedsrichtern im Fußball. Als Regelwerk dient die "Unified Rules of Mixed Martial Arts".

Eine gewonnene Runde bringt dem Sieger zehn Punkte ein, während der Verlierer neun Punkte erhält. Bei Verstößen oder schwachen Leistungen können es weniger Punkte sein.

Bei einem Unentschieden in der Runde bekommen beide Kämpfer zehn Punkte. Die Kampfrichter richten sich nach Richtlinien der "Association of Boxing Commissions".

Diese Anleitung legt fest, worauf die Kampfrichter in Mixed Martial Arts Kämpfen zu achten haben. Dabei geht es um die Effizienz der Angriffe, Regelkonformität und mögliche K.O.-Situationen.

Zudem soll beurteilt werden, welcher Kämpfer intensiver auf einen Knockout hingearbeitet hat. Geht ein Duell über die komplette Kampfzeit, gibt jeder Kampfrichter sein individuelles Punkteergebnis für die Kämpfer ab.

Der Sieger ist derjenige, der die höchste Punktzahl von den Kampfrichtern bekommt. Ein Unentschieden ist möglich, wenn beispielsweise einer der Kampfrichter den Fight als gleichwertig einstuft und die anderen beiden jeweils unterschiedliche Favoriten benennen.

Arten von Entscheidungen

  • Einstimmiger Sieg nach Punkten: Alle drei Kampfrichter haben den gleichen Gewinner.
  • Mehrheitlicher Sieg nach Punkten: Zwei Kampfrichter haben den gleichen Gewinner und ein Kampfrichter wertet den Kampf unentschieden.
  • Split decision win: Zwei Kampfrichter werten für den gleichen Sieger und ein Kampfrichter wertet für einen anderen Sieger.
  • Unanimous draw: Alle drei Kampfrichter werten den Kampf unentschieden.
  • Majority draw: Zwei Kampfrichter werten den Kampf unentschieden, der andere Kampfrichter hat einen Gewinner.
  • Split draw: Ein Kampfrichter wertet den Kampf unentschieden und zwei Kampfrichter haben unterschiedliche Gewinner.

UFC Octagon

Beim MMA wird nicht in einem gewöhnlichen Ring gekämpft, sondern in einem UFC Octagon. Das Octagon ist ein Käfig mit acht Ecken und bietet dementsprechend keine Chance zum Entkommen.

Die meisten Octagons finden wir in den USA, der Heimat der UFC. Ein UFC-Octagon umfasst eine Innenlänge-breite von 9,14 Metern (30 Fuß) und dementsprechend eine gesamte Wettkampffläche von 69,7 Quadratmetern. Die Abgrenzung nach Außen ist zwischen 1,75 Metern und 1,83 Metern hoch. Nach oben ist das Octagon geöffnet.

Um die perfekte Sicht zu ermöglichen, ist er in der Regel zwischen einem und 1,2 Metern über dem Boden angebracht.

Gekämpft wird im sogenannten Octagon, einem Käfig mit acht Ecken. Die Kontrahenten stehen sich, je nach Ansetzung, in drei oder fünf Runden à fünf Minuten gegenüber und kämpfen bis zu einem K.o, einem technischen K.o, einer Aufgabe oder dem Zeitlimit.

Nach voller Dauer entscheiden drei Ringrichter per Wertung über den Sieger.

Im Gegensatz zum Boxen, wo die Kampffläche durch Ringseile begrenzt ist, befindet sich im UFC-Oktagon ein Maschendrahtzaun. Hintergrund: So können die Kämpfer bei wilden Wrestling-Sequenzen nicht durch den Käfig fallen.

Die Form ist wohl ursprünglich gewählt worden, damit kein Kämpfer sich in einer Ecke verstecken kann.

Brutal: Im Gegensatz zum Wrestling ist die Matte im Oktagon nicht gepolstert und federt Aufpralle nicht ab. Würfe, Takedowns und Knockdowns sind somit doppelt schmerzhaft für UFC-Fighter.

Der Boden des Käfigs ist in mehrere Schichten unterteilt, die oberste Schicht besteht aus schwerer Baumwolle, die nach jedem Event gewechselt wird. Der Innendurchmesser beträgt 9,1 m, der Zaun ist vom Boden 1,80 m hoch.

UFC und MMA Gewichtsklassen

In der UFC, wie in anderen Kampfsportarten, werden die Kämpfe in verschiedenen MMA Gewichtsklassen ausgetragen. Diese Klassen und die damit einhergehenden UFC Regeln Verbote tragen zur Wahrung der Chancengleichheit bei und sind sowohl für Männer als auch für Frauen definiert.

Die UFC nutzt ebenso neun Gewichtsklassen, allerdings beginnen diese beim Strohgewicht und enden beim Schwergewicht.

Die UFC Frauenmeisterschaften und die damit geltenden MMA UFC Regeln finden ausschließlich in den Gewichtsklassen Stroh-, Fliegen-, Bantam- und MMA Federgewicht sowie MMA Weltergewicht statt. Hierbei ist das Strohgewicht ausschließlich den Damen vorbehalten.

Übersicht der MMA / UFC Gewichtsklassen

Info: Die MMA Gewichtsklassen beziehen sich jeweils auf das maximale Gewichts-Limit, um an der angegebenen UFC Gewichtsklasse teilnehmen zu dürfen.

Gewichtsklasse KG
Atomweight / Atomgewicht 47,6 Kg
Strawweight / Strohgewicht 52,2 Kg
Flyweight / Fliegengewicht 56,7 Kg
Bantamweight / Bantamgewicht 61,2 Kg
Featherweight / Federgewicht 65,8 Kg
Lightweight / Leichtgewicht 70,3 Kg
Super Lightweight / Super Leichtgewicht 74,8 Kg
Welterweight / Weltergewicht 77,1 Kg
Super Welterweight / Super Weltergewicht 79,4 Kg
Middleweight / Mittelgewicht 83,9 Kg
Super Middleweight / Super Mittelgewicht 88,5 Kg
Light heavyweight / Halbschwergewicht 93,0 Kg
Cruiserweight / Cruisergewicht 102,1 Kg
Heavyweight / Schwergewicht 120,2 Kg
Super Heavyweight / Super Schwergewicht kein Limit

MMA Kampftechniken beim UFC

In der MMA geht’s mächtig zur Sache. UFC Kämpfer aus verschiedenen Kampfsportarten treten gegeneinander an, so kommt der Großteil aus dem Thai-Boxen, Karate oder dem Brazilian- Jio-Jitsu zum Mixed Martial Arts.