UFC: Michel Pereira im Fokus – Ein Überblick

In der Welt des Mixed Martial Arts (MMA) steht der Name Michel Pereira für spektakuläre Aktionen und unkonventionellen Kampfstil. Dieser Artikel beleuchtet die Karriere von Michel Pereira in der UFC, seinen einzigartigen Ansatz im Octagon und die Bedeutung seines bevorstehenden Kampfes gegen Abus Magomedov.

Michel Pereira: Ein Kämpfer mit außergewöhnlichem Stil

Saltos, Superman-Punches und verrückte Bewegungen - Michel Pereira ist bekannt für seine Athletik und seine Fähigkeit, die Massen mit seinen Moves zu beeindrucken. Der gebürtige Brasilianer scheut keine Risiken und bringt eine einzigartige Mischung aus Akrobatik und Schlagkraft in seine Kämpfe.

Pereira baut stellenweise sogar Saltos in seine Attacken ein. "Das ist ein sehr explosiver Fighter", sagt der Düsseldorfer. Besonders in der ersten Runde müsse er aufpassen.

Der Kampf gegen Abus Magomedov

Ein interessantes Duell im Mittelgewicht steht bevor: Michel Pereira gegen Abus Magomedov. Der Kampf findet in Las Vegas statt und verspricht Spannung.

Abus Magomedov (34) hat seinen nächsten Sieg in der UFC, der größten und besten MMA-Liga der Welt, gefeiert. Der Düsseldorfer besiegt den Brasilianer Michel Pereira (31) in Kansas City nach Punkten.

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Magomedov agiert über den gesamten Kampf äußerst variabel, zeigt das ganze Spektrum (im Stand, am Boden) seiner Klasse. Im zweiten Durchgang er seinem Kontrahenten allerdings zu viel Raum, sodass er in der letzten Runde noch einmal aufdrehen muss. Am Ende des Gefechts ist es ein deutlicher Sieg für unseren Deutschen. Alle drei Punktrichter werten 30:27 (3:0-Runden) für Magomedov.

Die Ausgangslage:

  • Michel Pereira befindet sich derzeit in hervorragender Form.
  • Er konnte zuletzt viele überzeugende Siege einfahren.
  • Dabei fiel er besonders durch seinen aggressiven Kampfstil auf, den er jedoch trotzdem kontrolliert einsetzte.
  • Magomedov zeigte sich zudem in seinen letzten Kämpfen nur wenig konstant und ließ immer wieder Schwächen in seiner Defensive durchblicken.

Magomedovs Strategie:

Magomedov muss hingegen auf seine Schlagkraft setzen und versuchen, Wirkungstreffer zu erzielen. Die Geschwindigkeit von Michel Pereira ist jedoch nicht zu unterschätzen.

Magomedov hat natürlich einen Plan gegen den verrückten Brasilianer - und auch eine Art "Airbag", wie er im Interview mit ntv/RTL erzählt.

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"Wenn es im Stand nicht weitergeht, dann kommt das Ringen. Das ist seine Schwäche - und mein Airbag sozusagen."

Abus Magomedov: Ein deutscher Kämpfer auf dem Vormarsch

Mit Abus Magomedov steht ein Deutscher vor dem Sprung in die Rangliste der 15 besten Mittelgewichte.

Abus Magomedov (34) hat in der Nacht auf Sonntag seinen nächsten Sieg in der UFC, der größten und besten MMA-Liga der Welt, gefeiert.

Nach einem Sieg gegen Pereira würde Magomedov aber ganz sicher zu den 15 besten Mittelgewicht-Kämpfern der Welt gehören. "Dann startet das Titelrennen wieder", sagt er.

Magomedov: „Ich bin glücklich. Das war eine harte Vorbereitung und ein harter Gegner. Top 15, ich komme.“

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Magomedov steigt mit seinem dritten Sieg in Folge in der UFC-Rangliste immer weiter nach oben, gehört im Mittelgewicht jetzt zu den besten 15 Athleten der Welt.

Heißt auch: Für Magomedov, der als Jugendlicher aus Dagestan (russische Republik) nach Deutschland kam, beginnt nun ernsthaft das Titelrennen in der Champions League des MMA.

Gleich zu Beginn der ersten Runde erwischt Magomedov seinen Gegner mit einem linken Schwinger, der Wirkung zeigt. Der Brasilianer wackelt bereits, fängt sich aber wieder. Direkt im Anschluss holt sich der Düsseldorfer einen Takedown und sichert sich den ersten Durchgang.

Auch diese Rechte von Magomedov sitztFoto: William Purnell/IMAGN IMAGES via Reuters Connect

Magomedov konnte seinen Gegner niederringen und zur Aufgabe zwingen. Bedeutet: Die Kämpfer wiegen ca. 84 Kilogramm. Mit 1,88 Meter, drei Zentimeter mehr als Pereira, kann Magomedov hier einen Größenvorteil haben.

In der UFC will Magomedov bald eine große Nummer sein. Ein Sieg gegen Pereira wäre ein großes Pfund.

"Es fühlt sich jetzt ein bisschen anders an", sagt der 34-Jährige. "Man muss natürlich gewinnen, aber der ganz große Druck ist nicht mehr da. Ich gehe mit freiem Kopf in den Kampf und das macht schon was aus."

Aus den Niederlagen hat er eine wichtige Sache gelernt: seinen ringerischen Fähigkeiten zu vertrauen.

Die UFC in Deutschland

Es gibt aber noch ein weiteres Ziel: Die UFC wieder nach Deutschland zu bringen. Fast zehn Jahre ist das letzte Event der US-Promotion in Hamburg nun schon her.

"Ich will auf jeden Fall noch einmal in Deutschland kämpfen - vor heimischem Publikum." Wenn er weitere Siege einfahren könne, "dann ist es 2026 wieder so weit, denke ich".

Das würde auch Kampfsport-Deutschland extrem guttun. Denn mittlerweile häufen sich die Gerüchte, dass die UFC 2026 oder 2027 endlich mal wieder ein Event in Deutschland organisieren könnte. Zuletzt war das im September 2016 der Fall.

Bis dahin hofft er auf weitere Deutsche, die wie Islam Dulatov zuletzt, den Sprung in die größte MMA-Organisation der Welt schaffen werden. "Je mehr Jungs aus Deutschland dabei sind, desto besser für die deutsche Szene. So sind wir nicht auf Fighter von außerhalb angewiesen.

Deutsche UFC-Kämpfer

Die UFC gilt als das Nonplusultra im internationalen MMA. Während Länder wie die USA, Brasilien oder Russland traditionell stark vertreten sind, kämpfen auch einige deutsche Athleten unter dem Banner der Ultimate Fighting Championship.

Welche deutschen UFC-Kämpfer stehen aktuell beim weltgrößten MMA-Verband unter Vertrag?