Muay Thai, auch Thaiboxen genannt, ist der Nationalsport Thailands. Thai Boxer sind hier angesehene Sportler und Helden, egal ob sie im ländlichen Bereich kämpfen oder ihre Kämpfe große Stadien in Bangkok füllen. Thais lieben diese Sportart, wetten hitzig und feuern ihre Favoriten mit viel Elan an.
Was macht Muay Thai so besonders?
Muay Thai wirkt auf den ersten Blick sehr brutal, da hier mit Händen, Ellenbogen, Knie und Füssen gekämpft wird und es keine Tabus zu geben scheint. Doch natürlich gibt es auch hier Regeln. Kopfschläge und Tritte auf liegende Gegner sind meist untersagt. Die Kämpfer halten sich auch an diese Regeln, da Regelverstöße als Gesichtsverlust gelten, und gerade in Asien ist es das Wichtigste, immer das Gesicht, also das Ansehen zu wahren.
Absolut beeindruckend ist die Schnelligkeit und die Beweglichkeit der Kämpfer. Auch die traditionellen Rituale, die vor jedem Kampf abgehalten werden, sind faszinierend. Die gesamte Zeit im Stadium wird von der für Muay Thai typischen Musik begleitet. Diese meditative und gleichzeitig stimulierende Musik wird auch heute noch auf alten Instrumenten gespielt. Diese Musik nennt sich Wai Khru Ram Muay und bedeutet soviel wie „Tanz um dem Lehrer Ehre zu erbieten“.
Allein dadurch merkt man schon, wie tief Muay Thai mit der thailändischen Tradition verwurzelt ist. Auch verbeugen sich die Kämpfer zu Beginn in die jeweiligen Ecken. Sie ehren durch ihre Verbeugungen den Trainer, die Stadt aus der sie kommen und verbeugen sich auch vor den Ahnen, vor Buddha und dem Königshaus.
Authentische Kämpfe in Bangkok
Die vielleicht authentischsten Kämpfe kann man mit Sicherheit in Bangkok selbst sehen. Hier kämpfen regelmäßig nationale Größen und die Stimmung ist einmalig. Man sollte sich in den Stadien mitten unters einheimische Volk mischen und nicht die extra für Touristen angebotenen Sitzplätze abseits des Rings nehmen. Hier erlebt man Kampfgeist pur und wird von der Energie der Thais mitgerissen. Die Stimmung ist hitzig, vibrierend und heiß und garantiert unvergesslich.
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Bekannte Stadien in Bangkok
Ratchadamnoen Boxing Stadion
Diese Boxarena besteht seit dem Jahre 1945 und ist somit das älteste und auch bekannteste Box-Stadion des Landes. Hier werden jeden Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag spannende Kämpfe ausgetragen. Authentizität ist hier garantiert. Hier kämpfen die besten Sportler des Landes und der ganzen Welt. Das Stadion befindet sich an der Ratchadamnoen Road und ist bei jedem gut bekannt. Die Kämpfe starten jeweils um 6 Uhr abends. Drei verschiedene Platz-Kategorien werden angeboten und die Preise belaufen sich etwa, je nach Wechselkurs zwischen 25 und 50 Euro.
Das neue Lumpini Boxing Stadion
Das neue Lumpini Boxing Stadion liegt an der Raminthra Road und ist von der BTS Station Mo Chit nur mit dem Taxi oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Auch hier gibt es beeindruckende, nationale und internationale Kämpfe zu bestaunen. Im Lumpini Stadion befindet sich auch eine hochwertige Box-Schule, daher kann man in diesem Stadion auch stets sehr junge Kämpfer bestaunen. Diese Kämpfer starten in einer Gewichtsklasse von etwa 23 Kilogramm. Für Thais ist es eine große Ehre, wenn das eigene Kind zu einem angesehenen Thai Boxer avanciert. Von Dienstag bis Freitag finden hier die Kämpfe statt, die im Lunpini Stadion am Samstag schon um 4 Uhr nachmittags starten.
Kostenlose Muay Thai Boxkämpfe im MBK Einkaufszentrum
Ebenfalls sehr beliebt sind die kostenlosen Muay Thai Boxkämpfe, welche im MBK Einkaufszentrum jeden Mittwoch von 18 Uhr abends bis etwa 20.30 abends präsentiert werden. Hier kämpfen nicht nur männliche Thaiboxer, besonders die Kämpfe der weiblichen Sportler sind hier immer ein Publikums Magnet. Auch hier ist das Publikum gemischt und auch Einheimische gesellen sich hier gerne zum Publikum. Ein Tipp ist es, die Kämpfe von der BTS Skytrain Brücke aus zu beobachten. Hier bietet sich ein guter Ausblick und man ist nicht so sehr dem immensen Gedränge direkt vorm Ring ausgesetzt.
Muay Thai Training in Bangkok
Wer in Bangkok selbst Lust bekommt, Muay Thai zu versuchen, der wird schnell in einem der vielen Studios fündig. Hier kann man jederzeit Schnupperkurse besuchen und erlebt welch schweißtreibende Sportart das Thaiboxen ist. Muay Thai ist sowohl für Kinder, Frauen aber auch ältere Personen geeignet. Hierbei wird man geschult, den Körper zu beherrschen, lernt Ausdauer und präzise, schnelle Schläge. Auch als Selbstverteidigung für Frauen ist Muay Thai absolut empfehlenswert. Zudem erfährt man während des Trainings viel Wissenswertes über die Kultur und über die Wichtigkeit dieser Sportart. Zum Beispiel wird Muay Thai auch in vielen Gefängnissen eingesetzt, um den Häftlingen eine Aufgabe zu bieten.
Buakaw Banchamek - Ein Nationalheld
Ein absoluter Superstar unter den Muay Thai Kämpfern und ein wahrer Nationalheld ist Buakaw Por Pramuk. Jeder der von Muay Thai spricht, schwärmt von diesem Kämpfer, der 1982 in Surin geboren wurde, und als einer der schnellsten Kämpfer aller Zeiten gilt. Heute kämpft er unter seinem eigenen Namen Buakaw Banchamek. Er besitzt ein eigenes Camp in seiner Heimatstadt, wo er sich vor allem für vernachlässigte Kinder einsetzt und ihnen durch den Sport Sinn im Leben schenkt. Auch ist Buakaw bekannt als Schauspieler und ist auch sehr gläubig. Seit 2012 ist er sogar ein buddhistischer Mönch, ein weiterer Beweis dafür, wie hier Kampfsport und thailändische Kultur Hand in Hand gehen.
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Geschichte des Muay Thai
Muay Thai oder Thaiboxen ist der Nationalsport und die kulturelle Kampfsportart Thailands. Die endgültigen Ursprünge werden heute von modernen Gelehrten bestritten, da ein Großteil der Geschichte des Muay Thai Geschichte verloren ging, als die Burmesen im 14. Muay Thai wird als „Die Kunst der acht Gliedmaßen“ bezeichnet; durch die Verwendung von acht Berührungspunkten ahmt der Körper die Waffen des Krieges nach. Die Hände werden zu Schwert und Dolch; die Schienbeine und Unterarme wurden im Training gehärtet, um als Rüstung gegen Schläge zu fungieren, und der Ellbogen, um Gegner wie ein schwerer Streitkolben oder Hammer zu treffen; die Beine und Knie wurden zu Axt und Stab. Der Körper funktionierte als eine Einheit. Der König von Thailand ist ein begeisterter Fan des Muay Thai.
Im Jahr 1238 wurde in der nördlichen Stadt Sukhothai, der Hauptstadt Siams, die erste thailändische Armee gegründet. Aus den historischen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Notwendigkeit, die Hauptstadt zu verteidigen, durch die vielen Kriege zwischen benachbarten Stämmen und Königreichen entstanden war. Die siamesische Armee wurde gegründet, um die Regierung und die Einwohner der Stadt und der umliegenden Dörfer zu schützen. Die Soldaten wurden im Nahkampf und im Umgang mit Waffen unterrichtet und lernten, den ganzen Körper als Waffe zu gebrauchen. Das Erlernen der militärischen Künste oder „Muay Thai“ wurde in der Kultur der frühen Siamesen verankert. Angesichts der ständigen Kriegsgefahr entstanden im ganzen Königreich nach und nach Trainingszentren. Dies waren die ersten Muay-Thai-Camps.
Während Muay Thai bei der armen und einfachen Bevölkerung populär wurde, entwickelte es sich auch zu einem obligatorischen Betätigungsfeld für die Oberschicht und die königliche Gesellschaft. Die beiden Söhne von König Phokhun Sri In Tharatit, dem ersten König von Sukhothai, wurden in das Samakorn-Trainingszentrum geschickt, um dort Muay Thai und Krabi Krabong zu lernen. Die Phokhun Ram Khamhaeng Universität ist nach dem Verfasser des ersten alten Muay Thai-Textes benannt.
In der Ayutthaya Ära (1351 bis 1767) verlor Thailand die Autonomie des Landes an Burma; infolgedessen wurden viele Thais als Gefangene nach Burma verschleppt. Zu dieser Zeit hielt König Ang-Wa von Burma einen Boxwettbewerb aus und forderte die Thais auf, einen Vertreter in den Kampf gegen die Birmanen zu schicken. Nai Khanomtom wurde ausgewählt, um gegen die Birmanen zu kämpfen. Er besiegte alle 30 burmesischen Muay-Kämpfer; daher war König Ang-wa war so beeindruckt, dass er angeblich bemerkte, „Jeder Teil des Thailänders ist mit Gift gesegnet. Sogar mit seinen bloßen Händen kann er dreißig Gegner zu Fall bringen. Aber sein Herr war unfähig und verlor das Land an den Feind. Daher war Muay Thai allen Menschen gut bekannt.
Das Ziel, Muay Thai zu praktizieren, bestand damals vor allem darin, es als Waffe im Kampf gegen Feinde einzusetzen. Außerdem wurden in der Thonburi-Periode die Soldaten Soldaten, die Muay Thai beherrschten, zu den wichtigsten Soldaten ernannt. Muay Thai wurde von der Waffe im Krieg in eine Kampfkunst umgewandelt. Dieser Wandlungsprozess dauerte bis zur Herrschaft des König Rama der 3. Zu dieser Zeit gab es auch dokumentierete Hinweise auf das Muay Thai auf Bilder im Khoi (thailändisches Langbuch aus Khoi Papier). Die Khoi Bücher dienten als Mittel zur Weitergabe des wertvollen Kulturerbe an die thailändischen Nachkommen.
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Angesichts der vielen Kriege, die zwischen den Entwicklungsländern Thailand, Birma (Myanmar) und Kambodscha geführt wurden, wurde der Aufbau großer Armeen notwendig, um das thailändische Königreich zu schützen und sein Überleben zu sichern. Junge Männer wurden in Ausbildungszentren im ganzen Land in der Kriegsführung geschult und widmeten sich dem Erlernen des Nahkampfes, des Schwertes, des Stabes und des Stockes („Krabi Krabong“).
Als Naresuan neun Jahre alt war, wurde er nach dem ersten Fall von Ayutthaya an die Birmanen als Geisel nach Birma gebracht, was dazu führte, dass die Eroberer Naresuans Vater, Maha Thammaraja, als neuen König von Siam einsetzten. Sechs Jahre später durfte der siamesische Prinz in seine Heimat zurückkehren, allerdings erst, nachdem er einen Boxkampf gegen einen bekannten burmesischen Faustkämpfer gewonnen hatte, was eine Vorbedingung des burmesischen Herrschers für seine Freilassung war. Später erklärte Naresuan die Unabhängigkeit Siams von Birma und konnte mit seinen kämpferischen Fähigkeiten eine weitere Invasion aus Birma zurückschlagen und den Kronprinzen des Feindes in der entscheidenden Schlacht töten. In dieser Ära wurde Muay Thai zum Nationalsport und es entwickelten sich die grundlegenden Traditionen, die in den nächsten 400 Jahren beibehalten werden sollten.
Die Kämpfer benutzten Hanfseile als Handschützer, die um die Hände und Unterarme gewickelt wurden. In den ersten professionellen Kämpfen wurden die Kämpfer nicht nach Gewicht, Größe, Erfahrung oder Alter ausgewählt. Es gab keine zeitliche Begrenzung der Kämpfe; sie wurden so lange fortgesetzt, bis es einen eindeutigen Sieger gab. Wenn ein Kämpfer einen Kampf verlor, verlor der Kämpfer und/oder der Geschäftsmann oft sein Gesicht.
König Prachao Sua liebte Muay Thai-Wettkämpfe. Er war dafür bekannt, dass er an Turnieren in kleinen Städten und Dörfern teilnahm und sich als einfacher Bürger verkleidete. Da ihn niemand als König erkannte, durfte er an einem Turnier gegen mehrere namhafte Kämpfer teilnehmen. Der Legende nach besiegte er drei Kämpfer namens Nai Klan Madthai (Tötungsfaust), Nai Yai Madklek (Eisenfaust) und Nai Lek Madnok (Starke Faust). Der „Tigerkönig“ war gezwungen, sich zu verkleiden, weil das thailändische Volk seinen König so sehr verehrte, dass aus Respekt niemand gegen ihn kämpfen würde. Prachao Sua liebte den Sport so sehr, dass er seine beiden Söhne, die Prinzen von Thailand, Muay Thai, Schwertkampf und Ringen studieren ließ.
In dieser Zeit wurde die Abteilung für königliches Boxen gegründet, deren Aufgabe es war, würdige Männer zu finden und zu rekrutieren, die zur Unterhaltung des Königshauses kämpfen und als Wächter im Thani Lir, dem königlichen Hof, eingesetzt werden sollten. Als königliche Wachen hatten sie auch die Aufgabe, die Mitglieder des Königshauses im Kampf und im Muay Thai auszubilden, da man sich immer noch im Krieg mit Kambodscha und Birma befand. Aber er nutzte seine besondere Fähigkeit nicht, um seinem Land Ruhm zu bringen, sondern gab sich dem sinnlichen Vergnügen hin.
Nachdem er Ende 1767 die burmesischen Angreifer vertrieben hatte, bestieg Phraya Taksin den Thron in Thom Buri. Der König, der selbst ein großer Krieger und begeisterter Boxer war, scheute keine Mühen, um die Kunst des Hängekampfes zu fördern. Wie seine Vorgänger veranstaltete er Boxkämpfe auf dem Gelände seines Palastes. Der bekannteste von ihnen war Phraya Phichai, das gebrochene Schwert. Er erhielt diesen Spitznamen, weil er einmal in einem heftigen Kampf mit dem Feind sein Schwert zerbrach und den Feind anschließend mit dem zerbrochenen Schwert tötete. Während dieser als Thonburi Epoche (1768 bis 1782) bekannten Zeit herrschte in Thailand Frieden und das Königreich wurde langsam wieder aufgebaut. Das Training im Muay Thai war in der Regel für die Soldaten des Militärs gedacht und ein beliebter Zeitvertreib für diejenigen, die es nicht waren. Mit dem neu gefundenen Frieden im Land wurde der Sport immer wettbewerbsorientierter. Die Camps ließen ihre besten Kämpfer zur Unterhaltung gegeneinander antreten.
Zur Zeit der Herrschaft von Rama I. war Muay Thai zu einer nationalen Kampfkunst geworden, und es wurden Regeln und Vorschriften eingeführt. Der Sport wurde zu einem festen Bestandteil von Feiern und Festen im ganzen Land. Die Länge jeder Runde wurde mit einer Kokosnuss gemessen, die ein kleines Loch hatte und im Wasser schwamm. Wenn sich die Kokosnuss mit Wasser füllte und auf den Boden des Fasses sank, bedeutete dies das Ende des Kampfes, obwohl die Anzahl der Runden pro Kampf nach wie vor nicht begrenzt war.
König Rama I. war schon in jungen Jahren ein begeisterter Muay-Thai-Kämpfer, der im ganzen Königreich trainierte und Kämpfe besuchte. Die Legende besagt, dass 1788 zwei Brüder aus Frankreich nach Thailand kamen, um sich im Boxen oder im Kampf zu messen. Einer von ihnen war ein bekannter Boxer und hatte auf seinen Reisen durch andere Länder gekämpft. Der König beriet sich mit Pra Raja Wangbowon, dem Leiter des königlichen Boxministeriums, und sie einigten sich auf eine Wette von 4000 Baht (50 Changs) und darauf, den Kampf im Großen Palast am Tempel des Smaragdbuddhas auszutragen. Zu Beginn des Kampfes schien es, als sei der Kämpfer aus Frankreich zu stark für den kleineren, aber schnelleren Thai. Schließlich begann er zu ermüden, und als er sah, dass er am Rande der Niederlage stand, brach sein Bruder die Regeln, indem er eilig in den Ring sprang, um zu helfen. Dies löste einen Aufruhr aus, und es kam zu einer Schlägerei zwischen den Ausländern und den thailändischen Wächtern und Zuschauern.
König Rama V. erkannte den Wert des Muay Thai und tat viel, um den Sport von den späten 1880er Jahren bis zur Jahrhundertwende zu fördern. Oft erhielten die besten Kämpfer der königlichen Muay Thai Zentren persönliche Einladungen des Königs, um bei Turnieren, Festivals und wichtigen internationalen Veranstaltungen zu kämpfen.
- 1902 - Religiöse Reformen in Bangkok verbieten die Mahanikai-Praktiken, die nicht dem Thammayut-Buddhismus angehören - oft handelt es sich dabei um magische Praktiken, aber auch Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Boxen werden untersagt.
- 1905 - Der Military Conscription Act - eine nationale Wehrpflicht, die den Schutz, den Männer durch die Ordination in Wats erhielten, zunehmend einschränkte und die Arbeitskraft und die Kampfkraft in Bangkok konsolidierte. In den nächsten 15 Jahren gab es viel politischen Widerstand von Seiten der Tempelmächte in den Provinzen.
- 1907 - Die südliche Eisenbahnlinie wird eröffnet und verbindet die Boxer der südlichen Provinzen mit Bangkok.
- 1909-1910 - König Chulalonkorn formalisiert Muay (Boran), indem er (am 22. Mai 1910) 3 muen (den niedrigsten nicht-heritären Rang) an die Sieger der Begräbniskämpfe für seinen Sohn Uruphon Ratchasomphot (1909) vergibt. Die Regionalstile: Lopburi, Khorat und Chaiya. Daeng Thaiprasoet aus Khorat (Nordosten) wurde Muen Changat Choengchok; Klueng Tosa-at aus Lopburi (Zentralebene) wurde Muen Muemaenmat; und Prong Chamnongthong aus Chaiya (Süden) wurde Muen Muaymichue. Jeder von ihnen sollte ein Kong Muy einrichten, um seinen Stil zu lehren.
Rama VI (1910-1925) ging noch einen Schritt weiter, indem er den Bürgern erlaubte, ihre eigenen Boxlager, Boxringe und Boxwettbewerbe zu betreiben. Der erste moderne Boxring wurde auf dem Fußballplatz des Wang Suan Kulap oder Rose Garden Palace in Bangkok errichtet. Es handelte sich um einen erhöhten quadratischen Raum, der mit Seilen umschlossen war und in dem zwei Schiedsrichter die Kämpfe leiteten, einer in der blauen und der andere in der roten Ecke. Während eines Kampfes waren die Hände der Boxer mit Schnüren gefesselt, anstatt gepolsterte Handschuhe zu tragen, wie es heute allgemein üblich ist.
Muay Thai wurde während des Ersten Weltkriegs in Europa und dem Rest der Welt eingeführt. Thailändische Soldaten waren in Frankreich stationiert, und der Kommandeur organisierte Muay Thai-Kämpfe, um die Moral der Soldaten zu stärken. Das erste permanente Boxstadion wurde nach dem Krieg in der Suan-Khoolab-Schule gebaut. Da es damals noch keine modernen Handschuhe gab, wurden die Hände der Kämpfer in Baumwolle und Hanf eingewickelt. Der beste thailändische Boxer der damaligen Zeit war ein Mann aus Korat namens Yang Hanthale. Er wurde international bekannt, nachdem er einen chinesischen Boxer der Shaolin-Schule, Chin Chang, in einem Kampf im freien Stil im Palaststadion besiegt hatte. Chin Chang unterlag, weil er keinen wirksamen Weg fand, sich gegen die schnellen und kraftvollen hohen Tritte des thailändischen Boxers zu wehren.
Das erste temporäre Boxring wurde nacheinander nach Tha Chang, Suan Sanuk und Lak Muang verlegt. Diese Gebiete lagen alle innerhalb der ummauerten Stadt Bangkok. Alle oben genannten Boxringe waren temporäre Bauten. Das erste permanente Boxstadion in Bangkok wurde an der Rachadamnoen Nok Road gebaut und im Dezember 1945 eröffnet. Ein halbes Jahrhundert später ist das Ratchadamnoen Boxing Stadium immer noch eines der beiden großen Stadien in der Hauptstadt, in denen regelmäßig thailändische und internationale Boxkämpfe ausgetragen werden. Das andere ist das Lumpini Boxing Stadium in der Nähe des Lumphini Parks. Große Kämpfe werden oft live im Fernsehen übertragen. Außerdem gibt es viele weitere Boxringe in den großen Städten des Landes.
- 1911 - König Vajiravudh (Rama VI) gründet das Wildtigerkorps „pa suea“, einen unabhängigen militärischen Zweig, der seinem Kommando untersteht und mit Beamten und Höflingen besetzt ist - ein politischer Schachzug, um andere militärische Loyalitäten auszugleichen.
- 1913 - Britisches Boxen wird in den Lehrplan des Suan Kulap College aufgenommen (eine Bangkoker Schule für Beamte und Militärs nach dem Vorbild der britischen Vorbereitungsschule, die ursprünglich 1882 von König Chulalongkorn gegründet wurde).
- 1919 - Britisches Boxen und Muay werden als eine Sportart auf dem Lehrplan des Suan Kulap College unterrichtet.
- 1921 - Der erste permanente Ring in Siam wird am Suan Kulap College unter der Schirmherrschaft von König Vajiravudh errichtet. Eine erhöhte Plattform, 4 Fuß über dem Boden, umgeben von Seilen (3 Fuß hoch), mit Lücken in den Ecken, ein Boden aus Holzbrettern, bedeckt mit Bambusmatten. Wird sowohl für Muay als auch für britisches Boxen verwendet. Der erste Suan Kulap-Kampf war Muay Kueng Tosa (50-60 Jahre alt) gegen Phong Prapsabok (22 Jahre alt, Sohn des besiegten Gegners von 1910).
- 1922 - Chinesisches Kung Fu vs. Muay Boran, Lai Hoa vs.
- 1923 - Das Lak-Muang-Stadion wird dort errichtet, wo heute das Nationaltheater steht. Es war ein verbesserter Ring ohne Lücken in den Ecken.
- 1925 - Prajadhipok wird König von Siam (Rama VII). Auch er wurde in England ausgebildet (1906 in Eton; 1913 Abschluss an der Militärakademie Woolwich).
- 1926 - Meister Chua Chaksurak wurde aus rechtlichen Gründen gezwungen, bei einer Muay-Vorführung in Sydney (Australien) Handschuhe zu tragen.
- 1928 - Chia Khaek Khamen stirbt im Kampf gegen Phae Liangprasoet aus Ta Sao in Uttaradit in einem Kard Cheuk-Kampf an der Bangkok-Stadtsäule, was die Regierung von König Rama VII. veranlasst, ein Gesetz zu erlassen, das nur Handschuhe zulässt.
- 1929 - Einführung eines Tiefschutzes aus Metall (gra-jap), importiert aus Singapur.
- 1929 - Das Suan-Sanuk-Stadion in der Nähe des Lumpini-Parks wird eröffnet. Der erste 3-Seil-Ring mit gepolsterten roten und blauen Ecken.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1238 | Gründung der ersten thailändischen Armee in Sukhothai. |
| 1351-1767 | Ayutthaya Ära: Thailand verliert Autonomie an Burma. |
| 1768-1782 | Thonburi Epoche: Frieden und Wiederaufbau des Königreichs. |
| 1945 | Eröffnung des Ratchadamnoen Boxing Stadium in Bangkok. |
