Taekwondo Trainer Gehalt in Deutschland: Eine umfassende Übersicht

Der Beruf des Taekwondo-Trainers in Deutschland ist vielseitig und kann sowohl im Angestelltenverhältnis als auch in der Selbstständigkeit ausgeübt werden. Doch wie sieht es mit dem Gehalt aus? Verdient man als Kampfsportlehrer genug, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, vielleicht sogar mit einer Familie? Dieser Artikel gibt einen detaillierten Überblick über die Verdienstmöglichkeiten und Faktoren, die das Gehalt beeinflussen.

Gehaltsaussichten für angestellte Taekwondo-Trainer

Als angestellter Trainer/in kann man in Deutschland ein durchschnittliches Jahresgehalt von 44.700 € erwarten, was einem monatlichen Bruttogehalt von ca. 3.725 € entspricht. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 36.000 € pro Jahr. Die Gehaltsspanne bewegt sich zwischen 37.300 € und 54.000 € jährlich bzw. 3.108 € und 4.500 € monatlich.

Es ist möglich, sich hochzuarbeiten und Dojoleiter von einem Dojo mit mehreren Mattenflächen zu werden. Dort kann man theoretisch auch 3000, 4000 oder 5000 netto verdienen. Der Vorteil bei Karate Fachsportschulen ist, dass die Konzepte erprobt sind und Standorte erfolgreich eröffnet werden.

Faktoren, die das Gehalt beeinflussen

  • Bundesland: Das Bundesland, in dem man arbeitet, hat einen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. In Berlin verdienen Trainer/innen durchschnittlich am wenigsten, nämlich €22.770.
  • Qualifikation: Je höher die Qualifikation, desto höher das Gehalt. Hilfstrainer:innen verdienen im Schnitt 7 € pro Stunde, während Trainer:innen mit einer B-Lizenz mit einem Stundenlohn von 16 - 17 € rechnen können.
  • Erfahrung: Ein:e Übungsleiter:in mit frischer C-Lizenz bekommt beispielsweise häufig zunächst einen etwas geringeren Stundensatz im Vergleich zu einer Übungsleitung, die nach dem Lizenzerwerb schon ein paar Jahre Praxis gesammelt hat.
  • Standort: Innerstädtisch ist die Vergütung für Übungsleitertätigkeiten tendenziell etwas höher als im ländlichen Raum, weil hier mehr Sportvereine und kommerzielle Sportanbieter um die Trainer:innen konkurrieren.

Verdienstmöglichkeiten als selbstständiger Taekwondo-Trainer

Als selbstständiger Unternehmer betreibt man sein eigenes Dojo/Kwoon und muss sich selbst vermarkten bzw. Umsatz generieren. Es ist definitiv möglich, davon zu leben und das auch sehr gut.

Beispielrechnung:

Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?

Nehmen wir an, ein selbstständiger Trainer erzielt ein Bruttoeinkommen von 5000 € pro Monat. Davon müssen die Kosten für Versicherungen, Miete für das Dojo und eventuell Co-Trainer gedeckt werden. Es ist eine einfache Rechnung. Nach Abzug aller Kosten bleibt oft nicht viel übrig, um den Lebensunterhalt einer Familie zu sichern.

Um ein ausreichendes Einkommen zu erzielen, sind genügend Schüler notwendig. Wenn das Training beispielsweise 60-120 Euro im Monat kostet und man 2000 Euro verdienen möchte, benötigt man inklusive der 15 Schüler ca. 45 Schüler. Dabei muss man den Schülern etwas bieten, hochwertiges Material bereitstellen und gewährleisten, dass sie entspannt trainieren können.

Kosten und Herausforderungen

Die größten Herausforderungen für selbstständige Trainer sind die hohen Anschaffungskosten für Matten, Pratzen, Handschuhe, Sandsäcke, Spiegel, Möbel, Umkleidekabinen usw. Hinzu kommen die ersten Monate, in denen man kaum Schüler hat und diese erst suchen muss.

Weitere Kostenfaktoren:

  • Miete für Trainingsräume (Dojo/Kwoon)
  • Stromkosten
  • Versicherungen
  • Werbung
  • Equipment
  • Co-Trainer
  • Krankheitsvertretung
  • Reinigung
  • Einkommenssteuer
  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Nicht zu vergessen ist die Mehrwertsteuer von fast 20 %, die von allen Einnahmen abgezogen wird.

Lesen Sie auch: Die Bedeutung von Taekwondo Poomsae

Bezahlung von Übungsleiter:innen in Turnvereinen

Um die Höhe der Vergütung für eine Übungsleitung angemessen zu wählen, ist deren Qualifikation entscheidend. Im Schnitt wird Hilfstrainer:innen 7 € pro Stunde bezahlt. Die Spanne hierbei lag unter allen befragten Vereinen zwischen 4 € und 12,50 € pro Stunde. Wird ein:e Trainer:in zwar hauptverantwortlich angestellt, verfügt aber noch über keine Lizenz, liegt der durchschnittliche Verdienst bei circa 10 € pro Stunde. Bei Vorliegen einer C-Lizenz steigt das durchschnittliche Übungsleitergehalt auf 12 - 13 € pro Stunde. Auch hier gibt es mit 10 € bis 20 € aber eine große Spannweite. Wer bereits eine B-Lizenz erworben hat, kann mit einem Stundenlohn von 16 - 17 € rechnen. Der Höchstsatz aus unserer Befragung lag hier bei 30 € pro Stunde. Deutlich höher ist das durchschnittliche Übungsleiterentgelt für selbständige Trainer:innen auf Honorarbasis. Dieses liegt innerhalb einer gesamten Spannweite von 21 € und 35 € bei 28 € im Schnitt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Honorarkräfte sich selbst versichern und anders versteuern müssen. Dieses Modell ist zum Beispiel bei Yoga oder Pilates Kursen gängig. Hat eine Übungsleitung besondere Qualifikationen, wie zum Beispiel eine Ausbildung für den Rehasport, sind Stundensätze von 33 € - 34 € realistisch, da Vereine so zusätzliche Angebote umsetzen können, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Gehaltsunterschiede bei der Bezahlung von Übungsleiter:innen

Neben dem ansteigenden Durchschnittslohn je nach Qualifikation ist in unserer Befragung aufgefallen, dass die Spannweite zwischen dem niedrigsten und höchsten gezahlten Gehalt bisweilen jedoch sehr hoch ist. Außerdem werden teilweise auch innerhalb eines Vereins unterschiedliche Stundenlöhne für Trainertätigkeiten gezahlt. Hierfür können diverse Faktoren verantwortlich sein, aber was du definitiv im Blick haben solltest: Innerstädtisch ist die Vergütung für Übungsleitertätigkeiten tendenziell etwas höher als im ländlichen Raum, weil hier mehr Sportvereine und kommerzielle Sportanbieter um die Trainer:innen konkurrieren. Außerdem lassen sich Gehaltsunterschiede (auch innerhalb eines Vereins) trotz gleicher Qualifikation häufig über die Erfahrung erklären. Ein:e Übungsleiter:in mit frischer C-Lizenz bekommt beispielsweise häufig zunächst einen etwas geringeren Stundensatz im Vergleich zu einer Übungsleitung, die nach dem Lizenzerwerb schon ein paar Jahre Praxis gesammelt hat. Insgesamt solltest du dich von der großen Spannweite aber nicht zu sehr beeinflussen lassen, die niedrigsten Stundensätze wurden nur von jeweils einem Verein aus der Befragung gezahlt.

Um Trainer:innen zu gewinnen und langfristig halten zu können, sind neben einer fairen Bezahlung aber auch weitere, nicht monetäre Anreize wichtig. So kann man als Verein beispielsweise Fortbildungen finanzieren, Team-Events für die Trainer:innen veranstalten oder diese im Rahmen von Vereinsveranstaltungen würdigen.

Der Weg zum erfolgreichen Taekwondo-Trainer

Vor dem Trainer sein ist man Schüler. Grundvoraussetzung ist also, dass du einen guten Trainer hast. Um erfolgreich zu sein, muss man extrem gut als Trainer und als Vermittler sein. Es liegt generell an dir, du kannst auch ne Baumschule machen oder Töperkurse geben.

Taekwon-Do (auch koreanisches Karate genannt) ist die koreanische Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Es ist sowohl Kampfkunst, als auch Selbstverteidigung. Dabei werden die unterschiedlichsten Kombinationen von Hand- und Fußtechniken geübt. Durch die regelmäßige Übung dieser Bewegungsabläufe werden die Schüler gleichzeitig optimal auf eine Notwehrsituation vorbereitet. Bekannt wurde Taekwon-Do schließlich hauptsächlich für seine vielfältigen und spektakulären Fußtechniken. Die kraftvollen Techniken und die geschmeidigen Bewegungen der Akteure ziehen einen schnell in seinen Bann und machen neugierig auf mehr.

Lesen Sie auch: Umfassender Test: Daedo Taekwondo Schuhe

Die sanften Übungen der Taekwondo Formen verbessern die körperliche Fitness, Muskelkraft, Beweglichkeit und fördern die physische und psychische Balance. Dies gibt dem Gesundheitssport Taekwondo sein vielseitiges Trainingsangebot.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Je höher ein:e Übungsleiter:in qualifiziert ist, desto höher fällt auch das Gehalt aus. Auch die Erfahrung und die räumlichen Gegebenheiten spielen eine wichtige Rolle. In jedem Fall solltest du dich vorab ein wenig umhören, welche Anbieter und Vereine es in deiner Umgebung gibt und welche Übungsleitergehälter dort gezahlt werden.