Die verschiedenfarbigen Gürtel stellen die Graduierung, also die Erfahrung des Aktiven im Taekwondo dar. Die Gürtelgrade sind unterteilt in Schülergrade (Kup), die rückwärts ausgehend von 10 gezählt werden, und in Meistergrade (Dan), die beginnend mit 1 gezählt werden. Das moderne Graduierungssystem dient vor allem dazu, den Trainings- und Wissensstand zu repräsentieren.
Darüber hinaus erfüllen sie aber vielfältige Zwecke. Erstens erleichtert die verschiedenen, klar voneinander abgrenzbaren Farbgürtel dem Lehrer die Orientierung im Unterricht, kann man an ihnen doch sofort den Leistungsstand sehen und der Lehrer anhand dessen die Gruppeneinteilung bzw. die farbigen Gürtel dienen dem Lehrer bei größeren Gruppen auch zu einem leichteren Überblick über die Fähigkeiten und Bedeutung des einzelnen Schülers.
Für den Schüler stellen die gestaffelten Gürtelgrade einen äußeren Motivationsanreiz dar, auf den es hinzuarbeiten gilt. Um die einzelnen Gürtelabstufungen zu erreichen, werden Prüfungen, in denen der Schüler oder Meister sein Können präsentieren muss, abgelegt. In der Regel sollten zwischen 2-4 Gürtelprüfungen pro Jahr im Verein stattfinden, wobei ein Schüler normalerweise alle 4-6 Monate an einer Prüfung teilnehmen kann.
Das hängt davon ab, ob der Schüler nach Ansicht des Meisters die benötigten Anteile an Techniken, Formen, Einschrittkampf, Selbstverteidigung, Freikampf und Theorie zur Kup-Prüfung beherrscht. Geprüft wird im Taekwondo jeweils auf einen Kup. Ein Kup ist ein halber Gürtel, von weiß ausgehend. Vom 10. Kup ausgehend, ist der nächste Gürtel (Ty) der weiße mit drei gelben Ringen (9. Kup). Doppelprüfungen sind vom 10. auf den 8. Kup erlaubt. Nur bei besonderer Leistung kann ein Kup-Grad übersprungen werden. 10. Kup bis 5. Kup sind die Anfängergrade, 4. Kup bis 1. Kup sind die Fortgeschrittenengrade.
Erwähnt werden soll hier als Erstes, dass die Erkennung des Ranges nicht der Hauptgrund ist, dass beim Taekwondo Gürtel getragen werden. An der richtigen Stelle und mit richtigem Druck gebunden ermöglicht es der Gürtel, nahezu den gesamten Körper blitzartig anzuspannen, um zum Beispiel einen Tritt gezielt auszuführen oder um einen Treffer „einzustecken“.
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Die Graduierungs- beziehungsweise Gürtelsysteme der Kampfsportarten sind erst im 19. Jahrhundert entstanden und wurden erstmals vom Kanō Jigorō, dem Begründer des Judo eingeführt. Schon in früher Zeit symbolisierten Kleider- und Gürtelfarben in Asien den sozialen Rang.
Ursprünglich gab es, abgeleitet von der südkoreanischen Flagge, nur die Farben weiß, blau, rot und schwarz. Die Farben gelb und grün sowie Zwischenabstufungen der einzelnen Farben wurden erst später ergänzt. Zu Beginn des modernen Taekwondo gab es nur vier Gürtelfarben: weiß, blau, rot und schwarz, die Farben der Koreanischen Flagge. Diese wurden mittlerweile ergänzt durch gelb, grün und braun.
Meisterschüler, Meister oder Großmeister im Taekwondo tragen als Gürtelfarbe den schwarzen Gurt (Black Belt) mit der jeweiligen Aufschrift für den entsprechenden Dan-Grad (Meister-Grad).
Die Bedeutung der einzelnen Gürtelfarben
- Weißgurt (10. und 9. Kup): Die Farbe Weiß symbolisiert ein unbeschriebenes Blatt.
- Gelbgurt (8. und 7. Kup): Ist die Erde, in der eine Pflanze ihre Wurzeln schlägt. Die Farbe Gelb enthält eine Symbolik für den Boden, d.h.
- Grüngurt (6. und 5. Kup): Ist die Pflanze, die wächst. Das Grün der nächsten Gürtelfarbe deutet an, dass nun bereits etwas gewachsen ist.
- Blaugurt (4. und 3. Kup): Ist der Himmel, in den die Pflanze zu einem mächtigen Baum heranwächst. Mit der Farbe Blau soll der Himmel dargestellt werden. Der blaue Gürtel steht für den Himmel und somit sinnbildlich für eine Grenze. Der Himmel stellt eine gewisse Grenze dar und der Schüler muss nun zeigen, ob er zu noch mehr befähigt ist.
- Rotgurt (2. und 1. Kup): Ist die Gefahr des Schülers sich zu überschätzen und weist ihn darauf hin, sich zu kontrollieren. Mit der roten Farbe soll angedeutet werden, dass etwas Besonderes bevor steht. Der rote Gürtel repräsentiert die Sonne, von der schon eine große Kraft ausgeht, dient dem Schüler aber auch als Signal. Es ist der Moment herangereift, in dem der Träger sich entscheiden muss, ob er Meister werden oder Schüler bleiben will. Einige Schulen verwenden den braunen Gürtel an Stelle des roten Gürtels. Der rote Gürtel (2. repräsentiert eine Signalfarbe, eine Warnfarbe.
- Schwarzgurt (1. bis 9. Dan): Ist das Gegenteil von Weiß und zeigt das Können und die Reife im Taekwon-Do. Schwarz (Dan) ist die Farbe der Meister. Schwarz und auch der „Schwarze Gürtel“ ist die Farbe der Meister und nur diesen vorbehalten. Schwarz, Symbol für das Weltall, vereinigt alle anderen Farben in sich und ist somit die stärkste aller Farben. Schwarz beinhaltet alle anderen Farben. Schwarz soll auch die Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meister symbolisieren. Schwarz soll auch die Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meister symbolisieren.
Taekwondo Gürtelprüfung
Um ein faires System bei den Gürtelprüfungen im Taekwondo zu gewährleisten, gibt es Prüfungsanforderungen, die von Schule zu Schule variieren können. Grundsätzlich richtet sich unsere Schule an die Vorgaben der WT (World Taekwondo) und den Prüfungsanforderungen vom Taekwondo Kukkiwon und U-Chong Taekwondo unseres Großmeisters Chang, Jae- Hee, 8. Dan.
Prüfung zum:
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